ï»ż
Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender
â | 20. Jahrhundert | 21. Jahrhundert
â | 1970er | 1980er | 1990er | 2000er | 2010er
ââ | â | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | âș | âșâș
Jan. | Feb. | MĂ€r. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. | Dez.
StaatsoberhÀupter · Nekrolog · Filmjahr · Literaturjahr · Sportjahr
| 2006 | |
|---|---|
Proteste in Paris gegen Karikaturen mit dem Gesicht Mohammeds |
Sitzung des Gouverneursrats der IAEO zum umstrittenen Atomprogramm des Iran |
Im Libanonkrieg zerstörtes GebÀude |
|
Inhaltsverzeichnis |
Bearbeiten Jahreswidmungen
Bearbeiten Personen
- 2006 ist in Ăsterreich Mozartjahr (anlĂ€sslich des 250. Geburtstages des Komponisten). Allein Ende Januar fanden (auch in Deutschland) hunderte Veranstaltungen statt. Auch der 150. Geburtstag von Sigmund Freud wird mit Kongressen etc. begangen, ebenso der 100. Geburtstag des Logikers Kurt Gödel.
- 2006 ist in Norwegen Ibsenjahr (anlÀsslich des 100. Todestages des Dramatikers)
- 2006 ist in den Niederlanden das Rembrandtjahr. Der Geburtstag von Rembrandt van Rijn (1606â1669) jĂ€hrt sich zum 400. Mal.
- 2006 begeht man in Deutschland den 150. Todestag des Dichters Heinrich Heine (1797â1856), den 150. Todestag des Komponisten Robert Schumann (1810â1856), sowie den 50. Todestag des Dichters Bertolt Brecht (1898â1956).
- 2006 ist in den Staaten Serbien und Kroatien das Tesla-Jahr (ausgerufen durch die UNESCO)
- 2006 wĂ€re Hans Asperger (1906â1980), nach welchem das Asperger-Syndrom benannt wurde, 100 Jahre alt geworden. Darum wurde dieses Jahr mit UnterstĂŒtzung des australischen Asperger-Spezialisten Tony Attwood zum âInternationalen Asperger-Jahrâ ernannt.
Bearbeiten Initiativen
- 2006 ist Jahr der Informatik[1] im Rahmen der Initiative Wissenschaft im Dialog des BMBF
- 2006 ist âJahr der kirchlichen Berufungenâ in der römisch-katholischen Kirche (Schweiz)
- 2006 ist âInternationales Jahr der WĂŒsten und WĂŒstenbildungâ (Vereinte Nationen)
Bearbeiten Artenschutz
- Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) ist Arzneipflanze des Jahres (Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde)
- Die Schwarz-Pappel (Populus nigra) ist Baum des Jahres (Kuratorium Baum des Jahres/Deutschland)
- Das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) ist Blume des Jahres (Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefÀhrdeter Pflanzen/Deutschland)
- Die Koppe (Cottus gobio) ist Fisch des Jahres (Verband Deutscher Sportfischer/Deutschland)
- Der Siebenpunkt-MarienkÀfer (Coccinella septempunctata) ist Insekt des Jahres (Kuratorium Insekt des Jahres/Deutschland)
- Die BreitblÀttrige Stendelwurz (Epipactis helleborine) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreise Heimische Orchideen/Deutschland)
- Das Deutsche Sattelschwein ist die GefÀhrdete Nutztierrasse des Jahres (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefÀhrdeter Haustierrassen e. V.)
- Die VerÀnderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) ist EuropÀische Spinne des Jahres (Arachnologischen Gesellschaft AraGes e. V.)
- Die Flammenblume (Phlox paniculata) ist Staude des Jahres (Bund deutscher StaudengÀrtner/Deutschland)
- Der Kleiber (Sitta europaea) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Seehund (Phoca vitulina) ist Wildtier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
Bearbeiten Ereignisse
Bearbeiten JubilÀen
- Halle (Saale) und Ingolstadt werden 1200 Jahre, Dresden wird 800 Jahre alt.
- Bayern, Sachsen und WĂŒrttemberg feiern 200 Jahre Erhebung zum Königreich, Baden zum GroĂherzogtum; Liechtenstein feiert 200 Jahre SouverĂ€nitĂ€t (jeweils verbunden mit der GrĂŒndung des Rheinbundes 1806)
- Niedersachsen (1. November), Nordrhein-Westfalen (23. August), Schleswig-Holstein (23. August) feiern den 60. Jahrestag ihrer GrĂŒndung 1946.
- Der Nationalpark NiedersĂ€chsisches Wattenmeer feierte am Strand von NeĂmersiel seinen 20. Geburtstag.
- Die pÀpstliche Schweizergarde wird 500 Jahre alt
Bearbeiten Politik und Weltgeschehen
Bearbeiten Januar
- 1. Januar: Ăsterreich ĂŒbernimmt den EU-Ratsvorsitz von GroĂbritannien.
- 1. Januar: In Polen tritt Lech WaĆÄsa aus der einst von ihm gegrĂŒndeten Gewerkschaft SolidarnoĆÄ wegen deren UnterstĂŒtzung der gegenwĂ€rtigen polnischen Regierung im Wahlkampf aus.
- 4. Januar: Der israelische MinisterprĂ€sident Ariel Scharon erleidet einen schweren Schlaganfall und wird in ein kĂŒnstliches Koma versetzt.
- 5. Januar: Im Irak werden durch gehĂ€ufte SelbstmordanschlĂ€ge ĂŒber 100 Menschen getötet.
- 13. Januar: Bei einem US-Luftangriff auf das pakistanische Dorf Damadolab werden fĂŒhrende El-Kaida-Mitglieder getötet, darunter möglicherweise auch Abu Khabab al-Masri.
- 15. Januar: Die Sozialistin Michelle Bachelet wird zur ersten Staatschefin Chiles gewÀhlt.
- 16. Januar: In Liberia wird erstmals in der Geschichte des afrikanischen Kontinents mit Ellen Johnson-Sirleaf eine Frau als gewÀhltes Staatsoberhaupt vereidigt.
- 19. Januar: Der taiwanische PrÀsident Chen Shui-bian ernennt den ehemaligen Chef der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP), Su Tseng-chang, zum neuen MinisterprÀsidenten.
- 22. Januar: In Bolivien wird Evo Morales, unter anderem AnfĂŒhrer der Coca-Bauern, neuer PrĂ€sident des Landes.
- 22. Januar: Der Konservative AnĂbal Cavaco Silva wird zum PrĂ€sidenten von Portugal gewĂ€hlt.
- 23. Januar: Nach ĂŒber zwölf Jahren liberaler Regierungen wird Kanada kĂŒnftig von den Konservativen regiert.
- 24. Januar: Im Irak werden die deutschen Ingenieure RenĂ© BrĂ€unlich und Thomas Nitzschke entfĂŒhrt.
- 25. Januar: Bei der Parlamentswahl in den Autonomiegebieten PalÀstinas erobert die extremistische Hamas 76 Sitze, wÀhrend die bisher regierende Fatah entgegen den Umfragen nur 43 Mandate erreicht.
- 26. Januar: Marianne Birthler wird erneut vom Bundestag zur Bundesbeauftragten fĂŒr die Stasi-Unterlagen der DDR gewĂ€hlt
Bearbeiten Februar
- 1. Februar: Im Westjordanland beginnen israelische SicherheitskrĂ€fte gegen den gewaltsamen Widerstand jĂŒdischer Siedler mit der Zerstörung des AuĂenpostens Amona.
- 5. Februar: Moslemische Demonstranten gegen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen setzen das dĂ€nische Konsulat im Libanon in Brand. In Folge fĂŒhren Proteste in anderen islamischen LĂ€ndern zu weiteren Gewalttaten und Bedrohung von EU-Institutionen.
- 18. Februar: Das Assoziierungsabkommen Albaniens mit der EU unterzeichnet.
- 26. Februar: Die Weltbevölkerung erreicht laut der US-Zensus-Behörde die Marke von 6,5 Milliarden Menschen.
Bearbeiten MĂ€rz
- In Frankreich fĂŒhrt der Gesetzentwurf Contrat premiĂšre embauche zu wachsenden Studentenprotesten und -unruhen sowie zur Besetzung der Sorbonne. Das Gesetz soll die KĂŒndigungsfristen Ă€ndern, um die hohe Jugendarbeitslosigkeit von 22 % zu verringern.
- 11. MĂ€rz, Den Haag: Serbiens frĂŒherer MinisterprĂ€sident Slobodan MiloĆĄeviÄ, seit 2001 beim UN-Kriegsverbrechertribunal inhaftiert, wird in seiner Zelle tot aufgefunden. Die ChefanklĂ€gerin Del Ponte hĂ€lt Selbstmord als Ausweg vor der Verurteilung fĂŒr möglich, was aber dementiert wird. Serbische AnhĂ€nger sprechen von Mord, und Moskauer Kreise glauben nicht an eine objektive Autopsie. Belgrads Behörden möchten verhindern, dass sein Grab zur unerwĂŒnschten PilgerstĂ€tte wird. [2]
- 13. MĂ€rz: Die Autopsie MiloĆĄeviÄs ergibt einen Herzinfarkt als Todesursache, was anderweitige GerĂŒchte in Serbien und Demonstrationen seiner AnhĂ€nger beendet. Nach langer Diskussion wird MiloĆĄeviÄs BegrĂ€bnis doch nicht in Moskau, sondern in seinem serbischen Geburtsort sein. Aufgebahrt wird er im Belgrader âMuseum der Revolutionâ.
- 16. MĂ€rz: Beginn der Operation Swarmer im Nordirak
- 20. MĂ€rz: Die PrĂ€sidentenwahl in WeiĂrussland gewinnt Amtsinhaber Alexander Lukaschenka angeblich mit 82,6 %. Die OSZE und Wahlbeobachter stellen fest, dass die Wahlen nicht fair waren und internationalen Normen widersprachen. In Minsk demonstrieren Tausende WeiĂrussen trotz massiver Drohungen der Regierung.
- 26. MĂ€rz: Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-WĂŒrttemberg und Sachsen-Anhalt
Bearbeiten April
- 10. April: Matthias Platzeck tritt wegen gesundheitlicher Probleme als SPD-Chef zurĂŒck, Nachfolger wird der MinisterprĂ€sident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck.
- 10. April: In Italien gewinnt das BĂŒndnis unter Prodi die Wahlen gegen das BĂŒndnis unter Berlusconi.
- 11. April: Der PrÀsident des Iran, Mahmud Ahmadinedschad, erklÀrt den Iran offiziell zur Atommacht.
Bearbeiten Mai
- 1. Mai: 99 Tage nach ihrer EntfĂŒhrung im Irak werden die deutschen Ingenieure RenĂ© BrĂ€unlich und Thomas Nitzschke freigelassen. Mehrfach waren Videos aufgetaucht, auf denen mit der Ermordung der Deutschen gedroht wurde. Appelle der Familie, Mahnwachen in Leipzig und politische Statements begleiteten das Ereignis.
- 5. Mai: Die sudanesische Regierung und die bedeutende Fraktion der Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA) unter Minni Arcua Minnawi unterzeichnen ein Friedensabkommen in Abuja (Darfur-Krise).
- 14. Mai: Der rheinland-pfÀlzische MinisterprÀsident Kurt Beck wird auf dem Parteitag in Berlin mit 95,07 % zum Vorsitzenden der SPD gewÀhlt.
- 19. Mai: Der Bundestag beschlieĂt die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 % und die Erhöhung der Versicherungssteuer.
Flagge des neuen Staates Montenegro
- 21. Mai: 55 % der abgegebenen Stimmen votieren in einem Referendum fĂŒr die UnabhĂ€ngigkeit Montenegros von Serbien und Montenegro, welches danach in Serbien umbenannt wird.
- 27. Mai: Erste Demonstration in Moskau fĂŒr die Rechte von homosexuellen Menschen, wo erst 1993 die Strafbarkeit von HomosexualitĂ€t in Russland aufgehoben wurde. Bei der Demonstration wird der deutsche Politiker Volker Beck verletzt.
- 28. Mai: Der neue Berliner Hauptbahnhof geht in Betrieb.
Bearbeiten Juni
- 14. Juni: Nach dem Wahlsieg von Romano Prodi beginnt Italien mit dem Truppenabzug aus dem Irak.
- 15. Juni: Das EU-Parlament stimmt mehrheitlich fĂŒr die Forschungsförderung bei embryonalen Stammzellen.
- 20. Juni: Japan kĂŒndigt an, seine Soldaten aus dem Irak abzuziehen.
- 20. Juni: Das Bundesverfassungsgericht bestĂ€tigt, dass auch fĂŒr Kinder streng religiöser Eltern eine Schulpflicht besteht und bei Nichteinhaltung der Schulpflicht strafrechtlich sanktioniert werden darf.
- 26. Juni: In einem Referendum lehnen in Italien die WĂ€hler eine Reform der italienischen Verfassung ab.
- 27. Juni: Montenegro wird als 192. Mitglied in die UNO aufgenommen
- 27. Juni: Nguyá» n Minh Triáșżt wird mit 494 Stimmen (94,12 %) im Parlament zum PrĂ€sidenten von Vietnam gewĂ€hlt.
- 29. Juni: Der Deutsche Bundestag verabschiedet in seiner zweitlĂ€ngsten Marathonsitzung seit 1949 ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), ein Verbraucherinformationsgesetz fĂŒr Lebensmittel und BedarfsgegenstĂ€nde sowie ein SteuerĂ€nderungsgesetz (EinfĂŒhrung einer Reichensteuer, Begrenzung der Pendlererstattungskosten bei der Entfernungspauschale) und beschlieĂt die EinfĂŒhrung eines europĂ€ischen Haftbefehls.
- 29. Juni: Infolge des Streits um die EinbĂŒrgerung der Frauenrechtlerin Hirsi Ali zerbricht die niederlĂ€ndische Regierungskoalition.
Bearbeiten Juli
- Zwei israelische Soldaten werden vom israelischem Territorium aus in den Libanon entfĂŒhrt. Das ist der Anlass fĂŒr den Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon.
- 2. Juli: Die PrĂ€sidentschaftswahlen in Mexiko gehen sehr knapp zugunsten des bĂŒrgerlichen Lagers aus. Massenproteste folgen in den folgenden Wochen.
- 7. Juli: Der polnische MinisterprĂ€sident Kazimierz Marcinkiewicz tritt zurĂŒck. Er macht den Weg an die Regierungsspitze frei fĂŒr Jaroslaw Kaczynski, den Zwillingsbruder von StaatsprĂ€sident Lech Kaczynski.
- 12. Juli: Der amerikanische PrÀsident George W. Bush trifft zu einem zweitÀgigen Staatsbesuch in Stralsund ein.
- 14. Juli: Israelisches MilitÀr greift Stellungen der Hisbollah im Libanon an.
- 14. Juli: In Minsk ergeht ein Gerichtsurteil gegen den weiĂrussischen Oppositionspolitiker Kasulin.
- 16. Juli: G8-Gipfel in Sankt Petersburg
- 17. Juli: Der militÀrische Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon eskaliert. Raketen aus dem Libanon treffen die Stadt Haifa in Israel. Israelische Raketen zerstören HÀuser in Beirut.
- 19. Juli: In den USA befĂŒrworten Senat und ReprĂ€sentantenhaus eine Lockerung bei der mit staatlichen Mitteln geförderten Stammzellforschung, wogegen der amerikanische PrĂ€sident Bush erstmals in seiner Amtszeit ein Veto einlegt.
- 21. Juli: Laut Angaben von Amnesty International verstöĂt Lettland mit dem Verbot einer Demonstration homosexueller Menschen in seiner Hauptstadt Riga gegen die Menschenrechte.
- 24. Juli: Das FlĂŒchtlingsdrama vor den Kanarischen Inseln (Spanien) dauert an.
- 30. Juli: In der Demokratischen Republik Kongo finden seit 40 Jahren erstmals freie Wahlen statt. Zur UnterstĂŒtzung der UNO-Monuc-Truppen bei der Absicherung der Wahl schickte die EU EUFOR-Soldaten in den Kongo.
- 31. Juli: Versuchter Terroranschlag auf zwei RegionalzĂŒge aus Köln. In zwei herrenlosen Koffern werden im Dortmunder und Koblenzer Hauptbahnhof SprengsĂ€tze gefunden, die dort von dem durch DNA-Spuren identifizierten Libanesen Youssef Mohamad und einem weiteren VerdĂ€chtigen deponiert wurden, aber wegen handwerklicher Fehler nicht explodierten.
Bearbeiten August
- Der BĂŒrgerkrieg in Sri Lanka flammt wieder auf. Nach SchĂ€tzungen des Roten Kreuzes fliehen annĂ€hernd 20.000 bis 30.000 Menschen aus der ĂŒberwiegend von Moslems bewohnten Stadt Mutur im BĂŒrgerkriegsgebiet.
- 2. August: Die israelische Armee dringt tiefer in den Libanon ein: KĂ€mpfe auch in der Region Baalbek.
- 2. August: Der kubanische PrĂ€sident Fidel Castro gibt aufgrund wachsender gesundheitlicher Probleme seine Amtspflichten vorlĂ€ufig an seinen Bruder RaĂșl ab.
- 3. August: Die Stadt New York ruft erstmal in ihrer Geschichte den Hitzenotstand aus.
- 10. August: Am Londoner Flughafen Heathrow werden 21 Terroristen festgenommen, welche mehrere Flugzeuge im Flug sprengen wollten.
- 12. August: Die UNO verabschiedet einstimmig die Resolution 1701 zum Libanon.
- 29. August: In mehreren Ferienorten am Mittelmeer in der TĂŒrkei erfolgen BombenanschlĂ€ge durch eine separatistische Kurdenorganisation.
Bearbeiten September
- 2. September: In Tyrus/Libanon trifft das erste italienische Kontingent der Friedenstruppe von 900 Soldaten der UNO-Blauhelmtruppen (UNIFIL) im Krisengebiet ein.
- 7. September: Der britische Premierminister Tony Blair will innerhalb eines Jahres zurĂŒcktreten.
- 10. September: Die sozialistische Partei des Premierministers Milo ÄukanoviÄ mit dem Namen âDemocratic Party of Socialistsâ gewinnt die ersten Wahlen im Land Montenegro.
- 12. September: Anschlag auf die US-Botschaft in Damaskus
- 17. September: Bei den Wahlen in Schweden gewinnt knapp das oppositionelle Mitte-Rechts-BĂŒndnis.
- 17. September: Bei den Landtagswahlen in den BundeslÀndern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden die MinisterprÀsidenten Wowereit (SPD) erfolgreich in Berlin und Ringstorff (SPD) trotz Verlusten in Schwerin bei geringer Wahlbeteiligung wiedergewÀhlt.
- 18. September: WĂ€hrend der Abwesenheit des Regierungschefs Thaksin Shinawatra ĂŒbernimmt das MilitĂ€r in einem unblutigen Putsch die Macht in Thailand.
- 23. September: In Estland wird der Sozialdemokrat Toomas Hendrik Ilves zum neuen MinisterprÀsidenten gewÀhlt.
- 26. September: FĂŒhrungswechsel in Japan: ShinzĆ Abe wird zum Premierminister gewĂ€hlt.
Bearbeiten Oktober
- 1. Oktober: Nationalratswahl in Ăsterreich: Die SPĂ wird stimmenstĂ€rkste Partei.
- 6. Oktober: 80.000 Menschen demonstrieren in Budapest gegen den ungarischen MinisterprĂ€sidenten Gyurcsany, der zuvor zugab, bei Fragen ĂŒber die Staatsfinanzen gelogen zu haben.
- 9. Oktober: Nordkorea testet zum ersten Mal erfolgreich eine Atombombe. Die Sprengkraft lag bei 0,55 kT.
- 11. Oktober: Ein Kleinflugzeug mit dem Baseball-Profi Cory Lidle als Pilot stĂŒrzt in ein Hochhaus in New York. Ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen.
- 18. Oktober: Nordkorea will Atombomben in Serie zĂŒnden. Eine Eskalation der Situation droht, weil Nordkorea sich gegen die Interessen der Weltgemeinschaft stellt.
- 19. Oktober: Das Bundesverfassungsgericht weist den Normenkontrollantrag des Landes Berlin auf Finanzhilfe des Bundes zurĂŒck.
- 29. Oktober: In Serbien stimmt die Bevölkerung mehrheitlich fĂŒr eine neue Verfassung.
- 29. Oktober: In Bulgarien wird der bisherige StaatsprÀsident Georgi Parwanow und in Brasilien der bisherige Regierungschef Luiz Inåcio Lula da Silva wiedergewÀhlt.
Bearbeiten November
- 4. November: Stromausfall in Westeuropa, 10 Millionen Menschen sitzen im Dunklen. Vermutet wird, dass die Abschaltung einer Hochspannungsleitung im Emsland Auslöser hierfĂŒr ist.
- 5. November: Der ehemalige irakische PrÀsident Saddam Hussein wird von einem Sondergericht wegen eines Massakers an Schiiten (1982) zum Tode verurteilt.
- 7. November: Bei den PrÀsidentschaftswahlen in Nicaragua gewinnt Daniel Ortega das PrÀsidentenamt.
- 7. November: Bei den Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten gewinnen die Demokraten die Mehrheit im ReprÀsentantenhaus und im Senat
- 20. November: Der 18-jĂ€hrige Sebastian B. betritt gegen 9.30 Uhr maskiert das GelĂ€nde seiner ehemaligen Schule Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten und schieĂt wahllos auf SchĂŒler und Lehrer. Er verletzt 37 Menschen zum Teil schwer und begeht anschlieĂend Suizid.
- 21. November: In Beirut wird der antisyrisch eingestellte libanesische Industrieminister Pierre Gemayel Opfer eines Attentats.
Bearbeiten Dezember
- 3. Dezember: Venezuelas PrÀsident Hugo Chavez wird bei den PrÀsidentschaftswahlen mit 63 % in seinem Amt bestÀtigt.
- 5. Dezember: Auf den Fidschi-Inseln findet ein MilitĂ€rputsch statt. Oberbefehlshaber Commander Frank Bainimarama ĂŒbernimmt die Kontrolle im Land und entlĂ€sst Premierminister Laisenia Qarase.
- 6. Dezember: Ein SchĂŒler droht im Internet damit, in einer Schule in Baden-WĂŒrttemberg Amok zu laufen und löst damit in ganz Baden-WĂŒrttemberg Angst aus.
- 11. Dezember: Die EU setzt die Beitrittsverhandlungen mit der TĂŒrkei teilweise aus.
- 24. Dezember: Zur UnterstĂŒtzung der Ăbergangsregierung Somalias dringen Ă€thiopische Truppen ĂŒber die Grenzen vor und nehmen am 28. Dezember die Hauptstadt Mogadischu ein. Die bisher regierenden islamistischen Milizen bereiten sich auf einen Guerillakrieg vor.
- 30. Dezember: Das Todesurteil gegen Saddam Hussein wird in Bagdad vollstreckt.
- 30. Dezember: Bei einem Bombenanschlag der baskischen Separatistenorganisation ETA auf ein Parkhaus des Flughafens Madrid-Barajas kommen zwei Ecuadorianer ums Leben.
- 31. Dezember: Nach einer Bilanz der Hilfsorganisation Reporter ohne Grenzen ist das Jahr 2006 insgesamt eines der gefĂ€hrlichsten Jahre fĂŒr Journalisten seit Beginn der statistischen Erhebung: In 21 LĂ€ndern wurden 81 Medienvertreter in AusĂŒbung ihres Berufes getötet. AuĂerdem wurden 56 Reporter Opfer von EntfĂŒhrungen, in erster Linie im Irak und im Gazastreifen. DarĂŒber hinaus kamen 32 Mitarbeiter von Medienvertretern (Fahrer, Ăbersetzer und Techniker) bei ihrer unterstĂŒtzenden Arbeit ums Leben. Dabei war der Irak erwartungsgemÀà zum vierten Mal hintereinander das gefĂ€hrlichste Land fĂŒr Journalisten mit 64 Opfern, gefolgt von Mexiko mit neun und den Philippinen mit sechs. Toten.[3]
Bearbeiten Wissenschaft und Technik
- 20. Januar: Die NASA startet die weltweit erste Pluto-Sonde âNew Horizonsâ. Die etwa klaviergroĂe Raumsonde wird im Juli 2013 am Zwergplaneten eintreffen. Anfang 2007 werden erstmals die sieben wissenschaftlichen Instrumente getestet.
- 29. April: Eröffnung des 6,3 km langen unterseeischen Nordinselntunnels auf den FÀröern
- 20. Mai: Inbetriebnahme des Drei-Schluchten-Damms in China
- 1. Juni: Die ersten Stadtlinienbusse der Berliner Verkehrsbetriebe fahren mit Wasserstoff.
- 4. Juli: Das amerikanische Space Shuttle Discovery mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord fliegt zur Internationalen Raumstation ISS.
- 14. Juli: GroĂes Amphitheater in Sofia wiederentdeckt
- 22. Juli: Beginn des Baus eines solarthermischen Kraftwerkes Andasol1 in Spanien, das von der Solar Millennium AG in Erlangen gebaut wird. Das Kraftwerk ermöglicht kĂŒnftig eine Stromerzeugung fĂŒr 200.000 Menschen.
- 24. August: Im Altai-Gebirge, Mongolei, wird eine 2.500 Jahre alte Mumie in einem Grab gefunden
- 24. August: Auf der 26. Vollversammlung der Internationalen Astronomischen Union wird die Entscheidung gefÀllt, Pluto den Planetenstatus abzuerkennen.
- 13. September: Der gröĂte Zwergplanet im Sonnensystem mit der bisherigen Bezeichnung â2003 UB313â erhĂ€lt den offiziellen Namen âErisâ; sein Satellit bekommt den offiziellen Namen âDysnomiaâ.
- 3. Dezember 10.53 Uhr: Sprengung des 337 Meter hohen Kamins des ehemaligen Kraftwerks in Westerholt. Dieser Kamin war der höchste Kamin in Deutschland und das höchste freistehende Bauwerk, welches jemals kontrolliert gesprengt wurde.
- 8. Dezember: Nintendo bringt die Wii-Konsole auf den Markt.
- 27. Dezember: Das Weltraumteleskop COROT wird von einer russischen Sojus-2/Fregat-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in eine polare Erdumlaufbahn gebracht.
Bearbeiten Wirtschaft
- 24. Januar: Die DaimlerChrysler AG kĂŒndigt an, in den nĂ€chsten drei Jahren 6000 Stellen in der Verwaltung zu streichen.
- 24. Januar: Walt Disney Inc ĂŒbernimmt fĂŒr 7,4 Milliarden US-Dollar das Trickfilm-Studio Pixar.
- 31. Januar: Der langjÀhrige Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, leitet in Washington, D. C. seine letzte Sitzung der Fed.
- 31. Januar: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar auf 5,012 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 1,0 % auf 12,1 %.
- Februar: Das französische Institut BNP Paribas ĂŒbernimmt das italienische Bankinstitut Banca Nazionale del Lavoro.
- 6. Februar: Das japanische Unternehmen Toshiba kauft den Konkurrenten Westinghouse aus den Vereinigten Staaten im NukleargeschÀft.
- MĂ€rz: Ăbernahme des amerikanischen Unternehmens Engelhard Corp. durch das deutsche Unternehmen BASF
- 31. MĂ€rz: Companhia Vale do Rio Doce ĂŒbernimmt das brasilianische Bergbauunternehmen Caemi
- 19. April: Das japanische Glasherstellungsunternehmen Nippon Sheet Glass Co.(NSG) ĂŒbernimmt das englische Unternehmen Pilkington
- Mai: Ăbernahme des deutschen Unternehmens Schering AG durch das deutsche Unternehmen Bayer AG
- 20. Juni: Die Deutsche Bank kauft die Berliner Bank
- 25. Juni: Die Leitung des Unternehmens Arcelor stimmt einer Fusion mit dem Unternehmen Mittal Steel Company (Stahl) zu.
- Juni: Die Investmentgesellschaft Mecom des britischen Medienunternehmers David Montgomery kauft fĂŒr 970 Mill. Euro das norwegische Medienunternehmen Orkla Media
- 12. Juli: Das Unternehmen Microsoft wird von der EU mit einem BuĂgeld von 280,5 Millionen ⏠belegt
- 17. Juli: Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamt in Wiesbaden hÀlt der Jobabbau in der deutschen Industrie an. Gleichzeitig wurde mehr an Arbeitsstunden gearbeitet und der Gesamtumsatz der Unternehmen zog um 15,4 Prozent auf 135,5 Milliarden Euro an.
- 22. Juli: Das russische Unternehmen Yukos wird fĂŒr insolvent erklĂ€rt.
- 24. Juli: Das Computerunternehmen AMD gibt die beabsichtigte Ăbernahme von ATI Technologies, einem fĂŒhrenden Anbieter von Computergrafik-Chips, bekannt.
- 29. Juli: Das amerikanische Unternehmen Wal-Mart verkauft seine 85 Filialen in Deutschland an das deutsche Unternehmen Metro AG und zieht sich aus Deutschland zurĂŒck
- 31. Juli: Der Konzern Alliance Boots entsteht durch die Fusion der Unternehmen Alliance UniChem Plc und Boots Group PLC in England.
- 4. August: Das deutsche Unternehmen Deutsche Bank kauft das deutsche Unternehmen Norisbank
- 30. August: In Russland wird bekannt, dass die Firmen Rusal und Sual zum weltweit gröĂten Aluminium-Hersteller fusionieren werden.
- 6. September: Das deutsche Unternehmen Bertelsmann gibt bekannt, dass BMG Music Publishing fĂŒr 1,63 Mrd. ⏠an Vivendi verkauft wird.
- 24. Oktober: Companhia Vale do Rio Doce ĂŒbernimmt das kanadische Bergbauunternehmen Inco
Bearbeiten Kultur
siehe auch: Filmjahr 2006 und Literaturjahr 2006
- Januar 2006: Im Rahmen des Mozartjahres finden in Ăsterreich und Deutschland allein in diesem Monat einige tausend Veranstaltungen statt. Die meisten gruppieren sich um den 27. Januar, dem 250. Geburtstag des österreichischen Komponisten.
- 3. Februar: In Köln wird Deutschlands erste Kunstklappe installiert.
- 16./17. MÀrz: Die diesjÀhrige Leipziger Buchmesse hat eine Rekordbeteiligung (2200 Aussteller, 1800 Lesungen an 250 PlÀtzen).
- 30. MĂ€rz: WiederauffĂŒhrung von Passio Et Mors Domini Nostri Jesu Christi von Krzysztof Penderecki zum 40. Jahrestag der UrauffĂŒhrung im St.-Paulus-Dom zu MĂŒnster (Westfalen)
- 11. April: Die Stadt Essen wird von der EuropÀischen Union zur Kulturhauptstadt 2010 gewÀhlt, und setzt sich damit gegen Görlitz durch.
- 20. Mai: Die finnische Gruppe Lordi siegt beim Eurovision Songcontest 2006.
- 21. Mai: In Los Angeles startet die âConfessions Tourâ von Madonna.
- Juni: der Unternehmer Ronals S. Lauder kauft das Portrait Adele Bloch-Bauers des Malers Gustav Klimt fĂŒr die Rekordsumme von 135 Millionen US-Dollar (106,7 Mio. Euro), damit ist es das teuerste bisher verkaufte Bild.
- Erstmalige Verleihung des Dr. Heinz-CĂŒppers-Preis
- 15. Juli: Zum ersten Mal seit dem Jahr 2003 findet in Berlin wieder eine Loveparade statt. Der Erfolg ist ĂŒberwĂ€ltigend â 1.200.000 Raver nehmen friedlich an der Parade teil.
- 3. August: Mit einem dreiteiligen Ausstellungskomplex feiern die Staatlichen Museen zu Berlin den 400. Geburtstag des niederlĂ€ndischen KĂŒnstlers Rembrandt
- Die Ausstellung Rembrandt â Genie auf der Suche findet statt
- 1. September: In Oslo, Norwegen werden die zwei im August 2004 aus dem Munch-Museum geraubten Edvard-Munch-Bilder âDer Schreiâ und âMadonnaâ an die Polizei zurĂŒckgegeben.
- 9. Oktober: Apure, der Ă€lteste wissenschaftlich bekannte Flussdelfin der Welt, stirbt mit ĂŒber vierzig Jahren im Duisburger Zoo
- 18. Oktober: Das Bode-Museum in Berlin wird wieder eröffnet
- 2. November: In Kopenhagen finden die dreizehnten MTV Europe Music Awards statt.
Bearbeiten Naturereignisse
- 2. Januar: Beim Einsturz der Eislaufhalle Bad Reichenhall sterben 15 Menschen
- 8. Januar: Ein Erdbeben von 6,9 auf der Richterskala in Griechenland verursacht SachschĂ€den und lĂ€sst die Afrikanische Platte um einen bis sechs Meter nĂ€her an Europa heranrĂŒcken.
- 15. Januar: Eine KĂ€ltewelle in SĂŒdasien in Bangladesch fordert mehr als 100 Menschenleben.
- 23. Januar: Der kÀlteste Tag des Winters bringt bei Tiefstwerten bis unter minus 34 °C vier Todesopfer in Deutschland. Die KÀltewelle aus Russland trifft in Europa Polen besonders hart, wo seit Winterbeginn 150 Menschen erfroren sind.
- Januar bis MĂ€rz 2006: in weiten Teilen Europas ist ungewöhnlich hĂ€ufiger Schneefall zu verzeichnen. Die Schneedecke bleibt auch in vielen StĂ€dten durchgehend erhalten, obwohl die Gesamtmenge in manchen Regionen unter dem Jahresmittel liegt. Eine weitere Folge sind unĂŒblich viele LawinenabgĂ€nge in den Alpen
- MĂ€rzâApril: Heftige Schneeschmelzen und RegenfĂ€lle verursachen in weiten Teilen Europas (vor allem Deutschland, Ăsterreich, RumĂ€nien, Bulgarien) ein Hochwasser, u. a. ein Elbehochwasser
- 27. MĂ€rz: Als endlich die Temperaturen in Deutschland dem FrĂŒhling nahe sind, gibt es auch schon den ersten groĂen Sturm. Eine kurze aber sehr starke Windhose fegt am Abend ĂŒber den Osten und SĂŒden der Hansestadt Hamburg hinweg und hinterlĂ€sst SchĂ€den in Millionenhöhe. Zwei Kranfahrer werden getötet, als ihre KrĂ€ne durch die Wucht des Windes umgeworfen werden. Rund 300.000 Hamburger waren zeitweilig ohne Strom.
- 29. MĂ€rz: Eine totale Sonnenfinsternis ist in Afrika, der TĂŒrkei und dem SĂŒden Russlands zu sehen. In Deutschland ist diese nur als partielle Sonnenfinsternis wahrnehmbar. Sie ist aber wegen der Wetterbedingungen nur in Teilen Deutschlands zu sehen.
- 12. Mai: Der Taifun Chanchu fegt ĂŒber die Philippinen hinweg und trifft spĂ€ter auf SĂŒdchina. Mindestens 88 Menschen sterben.
- 27. Mai: Die indonesische Insel Java, nahe Yogyakarta, wird von einem schweren Erdbeben erschĂŒttert; Ăber 5400 Menschen werden getötet, Tausende verletzt.
- 28. Juni: Bei einem heftigen Unwetter mit bis zu 10 cm groĂen Hagelkörnern kommt im Bereich Trossingen/Villingen-Schwenningen (Baden-WĂŒrttemberg) ein Mensch ums Leben, es entstehen SachschĂ€den in dreistelliger Millionenhöhe.
- Der Juli 2006 geht als wÀrmster Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte der deutschen Meteorologie ein.
- 12. Juli: erreicht der Taifun Ewiniar die koreanische Halbinsel. Es kommt zu sehr starken RegenfÀllen. Erst im Laufe des August wird allmÀhlich das Ausmaà der Katastrophe in Nordkorea bekannt. Nach unterschiedlichen Angaben sind viele tausend, möglicherweise auch Zehntausende Menschen ums Leben gekommen.
- 17. Juli: Ein durch ein Seebeben verursachter Tsunami tötet auf Java mehr als 500 Menschen.
- 10. August: Der schwere Taifun Saomai erreicht das chinesische Festland sĂŒdlich von Shanghai in der Provinz Zhejiang.
- 16. August: Der Vulkan Tungurahua in Ecuador bricht aus.
- 2. Oktober: Ein T5/F2 Tornado verwĂŒstet um etwa 2:00 Uhr morgens die Gemeinde Quirla in ThĂŒringen.
- November: Der wÀrmste Herbst seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Insgesamt war das Jahr eins der wÀrmsten seit Beginn dieser Aufzeichnungen.
Bearbeiten Religion
- 25. Januar: Papst Benedikt XVI. veröffentlicht seine erste Enzyklika Deus Caritas est (Gott ist Liebe).
- 7. Juni: Charlotte Knobloch wird PrÀsidentin im Zentralrat der Juden in Deutschland.
- 18. Juni: Reverend Katharine Jefferts Schori wird zur leitenden Bischöfin der Episcopal Church in the USA gewÀhlt
- 8. Juli: Die Anglikanische Kirche von England votiert durch ihre Generalsynode mehrheitlich fĂŒr die EinfĂŒhrung der Frauenordination in den Reihen der Bischöfe
- 1. bis 9. Juli: V. Weltfamilientreffen in Valencia (Spanien).
- 23. Juli: Der PrÀsident des Weltrats methodistischer Kirchen, Sunday C. Mbang, unterzeichnet auf einem Welttreffen in Seoul die Gemeinsame ErklÀrung zur Rechtfertigungslehre, die Römisch-Katholische Kirche und Lutherischer Weltbund schon 1999 unterschrieben hatten.
- 9. bis 15. September: Papst Benedikt XVI. ist zu Besuch in Deutschland. Stationen seines Aufenthaltes sind MĂŒnchen, Regensburg, Altötting und sein Geburtsort Marktl.
- 16. September: Der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland wĂ€hlt den 41-jĂ€hrigen Ansgar Hörsting zu seinem bisher jĂŒngsten PrĂ€ses.
- 27. September: Eröffnung der Deutschen Islamkonferenz durch Bundesinnenminister Dr. Wolfgang SchÀuble
- 9. November: Mit der Einweihung der neuen Hauptsynagoge Ohel Jakob entsteht in der Landeshauptstadt MĂŒnchen das neue jĂŒdische Zentrum. Eröffnung von Gemeindehaus und JĂŒdischem Museum folgt im FrĂŒhjahr 2007.
- 28. November bis 1. Dezember: Papst Benedikt XVI. reist in die TĂŒrkei. Er besucht Ankara, Ephesos und Istanbul. Der Besuch beim Patriarchen von Konstantinopel, BartholomĂ€us I. dient der WiderannĂ€herung zwischen katholischer und orthodoxer Kirche, ein Besuch in der Sultan-Ahmet-Moschee dem besseren VerstĂ€ndnis zwischen Christentum und Islam.
Bearbeiten Gesellschaft
- 9. Mai: Der als âKannibale von Rothenburgâ bekannt gewordene Armin Meiwes wurde vom Landgericht wegen Mordes und Störung der Totenruhe zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.
- 24. Maiâ28. Mai: Der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen und der österreichische Cartellverband feiern auf einer gemeinsamen Cartellversammlung in MĂŒnchen das 150-Jahr-JubilĂ€um des CV mit einem groĂen Festkommers.
- 16. Juli: In Köln feierten 600.000 Menschen laut Angaben der Polizei den Christopher Street Day.[4]
- 23. August: Befreiung von Natascha Kampusch in Ăsterreich
- 13. Dezember: Der belgische Sender RTBF verkĂŒndet in einer fiktionalen Sondersendung die Auflösung Belgiens.
Bearbeiten Sport
siehe auch: Sportjahr 2006
- Deutscher FuĂball-Meister: MĂ€nner: FC Bayern MĂŒnchen, Frauen: 1. FFC Turbine Potsdam
- DFB-Pokalsieger: MĂ€nner: FC Bayern MĂŒnchen, Frauen: 1. FFC Turbine Potsdam
- 6. Januar: Bei der Vierschanzentournee der Skispringer gibt es mit Jakub Janda und Janne Ahonen erstmals zwei Sieger. Hinzu kommt, dass Janne Ahonen mit seinem insgesamt vierten Tourneegesamtsieg mit dem bisherigen Rekordsieger Jens WeiĂflog gleichzieht
Eröffnungszeremonie fĂŒr die Olympischen Winterspiele in Turin
- 10. Februar: Im italienischen Turin werden die XX. Olympischen Winterspiele feierlich eröffnet. Sie enden am 26. Februar. Die deutsche Mannschaft gewinnt im Medaillen-Wettbewerb vor den USA und Ăsterreich.
- 6. MĂ€rz: Der erst 15-jĂ€hrige fĂ€röische Schachspieler Helgi Dam Ziska besiegt den niederlĂ€ndischen GroĂmeister Jan Timman bei den ReykjavĂk Open auf Island.
- 1. April : Rey Mysterio gewinnt das WWE Pay-Per-View Royal Rumble, nachdem er bereits als zweiter in den Ring kam.
- 17. April: Die EisbÀren Berlin besiegen im dritten Finale der Deutschen Eishockey-Liga die DEG Metro Stars mit 6:2 und sichern sich damit den zweiten gesamtdeutschen Meistertitel seit der Deutschen Wiedervereinigung 1990 in Folge.
- 24. April: In Bremen startet die Tischtennis Mannschaftsweltmeisterschaft 2006.
- 1. Mai: China bezwingt SĂŒdkorea im Finale der Tischtennis-WM. Deutschland wird Dritter.
- 17. Mai: Der FC Barcelona wird Champions-League-Sieger.
- 21. Mai: Das Team Schweden wird Eishockey-Weltmeister.
Feiernde deutsche Fans bei der FuĂball-Weltmeisterschaft 2006
- 27. Mai: Frankfurt Galaxy gewinnt zum vierten Mal den World Bowl.
- 4. Juni: Die Stuttgarter Kickers gewinnen erstmals und als 15. deutscher Verein insgesamt den Feldhockey-Europapokal.
- 9. Juni: In MĂŒnchen beginnt mit dem Eröffnungsspiel DeutschlandâCosta Rica (4:2) die FuĂball-WM 2006
- 18. Juni: F. Biela (D)/E. Pirro (I)/Marco Werner (D) gewinnen das 24-Stunden-Rennen von Le Mans (24 Heures du Mans) auf Audi R10 TDI LMP1
- 18. Juni: Porsche Doppelsieg bei den 24 Stunden auf dem NĂŒrburgring. Sieger wird das Manthey-Racing-Team mit Lucas Luhr (Monaco), Timo Bernhard (Dittweiler), Mike Rockenfeller (Neuwied) und Marcel Tiermann (Monaco) im Porsche 911 GT3. Zweiter wurde das Alzen Team auch auf Porsche 911 GT3 mit JĂŒrgen Alzen, Uwe Alzen (Betzdorf), Klaus Ludwig (Bornheim) sowie Christian Abt (Kempten).
- 20. Juni: Als zweiter deutscher Basketballer ĂŒberhaupt steht Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks in den NBA Finals. Hier scheitern sie mit 2:4 nach Siegen an den Miami Heat.
- 30. Juni: Einen Tag vor Beginn der Tour de France 2006 werden die Favoriten Jan Ullrich und Ivan Basso neben vielen weiteren Akteuren von ihren Teams aus dem Aufgebot genommen, weil sie in die in die spanische Doping-AffÀre um den Arzt Fuentes verstrickt sein sollen.
- 1. Juli: Start der Tour de France 2006, die Floyd Landis am 23. Juli zum ersten Mal in seiner Karriere fĂŒr sich entscheidet.
- 9. Juli: Italien gewinnt das FIFA WM-Endspiel in Berlin gegen Frankreich mit 6:4 (1:1) im ElfmeterschieĂen.
- 12. Juli: JĂŒrgen Klinsmann verlĂ€ngert seinen Vertrag als Bundestrainer nach der Weltmeisterschaft nicht. Nachfolger wird der bisherige Co-Trainer Joachim Löw.
- 13. Juli: VerkĂŒndung der Urteile im italienischen FuĂballskandal der Serie A
- 27. Juli: Der US-amerikanische Tour-de-France-Sieger Floyd Landis wird positiv auf Testosteron-Doping getestet.
- 2. September: Bei der Badminton-EM der Gehörlosen in Pressbaum, Ăsterreich, die bis zum 2. September stattfanden, gewann die Mannschaft des Deutschen Gehörlosen-Sportverband in der Mannschaft im Finale gegen Litauen die Silbermedaille. Im Mixedwettbewerb wurde dann das Finale gegen Litauen genau so gewonnen wie das Finale im Damendoppel gegen die Russinnen. Im Herreneinzel konnte dann noch eine Bronzemedaille errungen werden.
- 3. September: Die deutsche Basketballnationalmannschaft verliert bei der Basketball-Weltmeisterschaft gegen Litauen das Spiel um den siebten Platz mit 62:77.
- 17. September: Deutschland wird Hockey-Weltmeister.
- 7. Oktober: Die Braunschweig Lions gewinnen dem German Bowl XXVIII gegen die Marburg Mercenaries 31:13 und damit ihre fĂŒnfte deutsche Meisterschaft.
- 22. Oktober: Michael Schumacher beendet seine Karriere als Formel-1-Fahrer mit einem 4. Platz in Brasilien, der ihm die Vizeweltmeisterschaft einbringt. Weltmeister wird Fernando Alonso.
- 19. November: Xu Huaiwen gewinnt die Wahl zur Sportlerin des Jahres im Saarland
- 24. November: Die vom FIFA-Konkurenweltverband NFB erstmals veranstaltete Weltmeisterschaft Viva World Cup wird von Lappland gegen Monaco 21:1 gewonnen.
- 25. November: Axel Schulz' Boxcomeback misslingt, er verliert gegen den US-Amerikaner Brian Minto und beendet seine Karriere nun endgĂŒltig.
- 5. Dezember: In Bonn endet der Wettkampf des Schachweltmeisters mit einem Schachcomputer. Wladimir Borissowitsch Kramnik unterliegt dem Schachprogramm Deep Fritz mit 2:4. Es ist im Schach die zweite Niederlage eines Menschen gegenĂŒber der Rechnerleistung.
- 17. Dezember: Der FIFA Club World Cup wird erstmals vom SC Internacional aus Porto Alegre gewonnen.
Bearbeiten Katastrophen
- 3. Februar: Beim Untergang der Ă€gyptischen FĂ€hre âAl-Salam Boccaccio 98â im Roten Meer ertrinken etwa 1000 Menschen.
- 17. Februar: Bei einem Erdrutsch auf der Philippinen-Insel Leyte wird das gesamte Dorf Guinsaugon mit 1800 Einwohnern verschĂŒttet.
- 8. April: Schiffsuntergang auf dem Volta-Stausee in Ghana. Etwa 120 Tote und 30 Ăberlebende.
- 10. April: GroĂfeuer wĂ€hrend einer Handelsmesse in Meerut (Indien) mit mindestens 100 Toten.
- 3. Mai: Ein Airbus A320â211 der Armavia Fluglinie stĂŒrzt 6 km vor dem russischen Sotschi Flughafen ins Schwarze Meer. Alle 105 Passagiere und 8 Crewmitglieder kommen dabei ums Leben. Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte heftiger Regen und schlechte Sicht. Das Flugzeug war von der armenischen Hauptstadt Eriwan aus gestartet.
- 9. Juli Ein Airbus A310 der russischen Fluggesellschaft S7 Airlines schieĂt von Moskau kommend bei der Landung in Irkutsk ĂŒber die Landebahn hinaus und rast ungebremst in eine Barriere aus Beton. Im Flugzeug befinden sich 195 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder, 131 Menschen kommen ums Leben, 55 werden schwer verletzt.
- 22. August: Beim Absturz einer russischen Passagiermaschine in der Ukraine sterben alle 170 Menschen an Bord, unter ihnen zwei Deutsche.
- 29. Oktober: Bei einem Flugzeugabsturz in Nigeria sterben ĂŒber 100 Menschen.
- 26. Dezember: In Lagos (Nigeria) sterben mehrere hundert Menschen bei der Explosion einer Erdöl-Pipeline, die von Dieben angezapft worden war.
- 29. Dezember: Vor der indonesischen Insel Java sterben beim Untergang einer FĂ€hre mit bis zu 850 Menschen an Bord vermutlich hunderte der FahrgĂ€ste. Ein schwerer Sturm lieĂ die âSenopatiâ kentern.
Bearbeiten Geboren
- 6. September: Hisahito, Prinz von Japan, Sohn von Prinz Akishino und Prinzessin Kiko von Japan.
Bearbeiten Gestorben
Dies ist eine Liste der bedeutendsten Persönlichkeiten, die 2006 verstorben sind. Eine ausfĂŒhrlichere Liste steht im Nekrolog 2006.
Bearbeiten Januar
- 1. Januar: Gideon Rodan, US-amerikanischer Biochemiker und Osteopat (* 1934)
- 1. Januar: Harry Magdoff, US-amerikanischer Ăkonom (* 1913)
- 2. Januar: Severino Bottero, italienischer Skifahrer (* 1957)
- 3. Januar: Urbano Lazzaro, italienischer WiderstandskÀmpfer (* 1925)
- 4. Januar: Maktum bin Raschid Al Maktum, Emir des Emira
