Wappen Karte
Wappen von Alattyán
Basisdaten
Land: Ungarn
Komitat: Jász-Nagykun-Szolnok
Geographische Lage: 47.42629 N
20.04087 O
Koordinaten: 47.42629 N
20.04087 O
Einwohner: 2060 (Stand 2001)
Bevölkerungsdichte: Einwohner je km²
Postleitzahl: 5142
Vorwahl: (+36) 57
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Szent István tér 1.
5142 Alattyán
Website: [1]
Politik
Bürgermeister: Gábor Koczkás

Alattyán ˈɒlɒcːaːn ist eine kleine Gemeinde am westlichen Ufer des Flusses Zagyva im Komitat Jász-Nagykun-Szolnok in Ungarn.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Lage

Alattyán liegt etwa 90 m über dem Meeresspiegel, nördlich von Szolnok und südöstlich von Jászberény. Die Ortschaft ist über die Landstraße 32 zu erreichen.

Bearbeiten Name

Der Name Alattyán lässt sich vom türkischen Personennamen Alîp-Tîyan ableiten, der ‘heldenhafter Falke’ bedeutet. Etymologisch gesehen steht der Name auch im Zusammenhang mit den ungarischen Ortsnamen Alap und Alpár so, wie dem Substantiv turul (altung. ‘Falke’).

Bearbeiten Geschichte

Die Ortschaft wurde zuerst 1212 im Regestrum von Várad (lat. Regestrum Varadiense) unter dem Namen Olaptiuã erwähnt. Am Ende des 14. Jahrhunderts war die Siedlung der Besitz der Familie Kun, später gelangte sie in den Besitz der Familie Chyrke.

In Alattyán wurde ein awarischer Friedhof entdeckt.

Im 15. Jahrhundert war die Ortschaft eine kumanische Siedlung.

Während der türkischen Besatzungszeit wurde die Siedlung kaum beschädigt, in späteren Kriegen waren jedoch stärkere Verluste zu verzeichnen.

Gegen 1700 kamen viele mährische Siedler in die Gemeinde.

Alattyán und Jásztelek wurden 1977 vereinigt, sind seit 1989 jedoch wieder selbständig.

Bearbeiten Demographie

Jahr Einwohnerzahl
1851 1610
1891 2067
1910 2423
1990 1929
2001 2060

Bearbeiten Wirtschaft

Die Siedlung ist stark landwirtschaftlich geprägt. Das bedeutendste Unternehmen ist der SEI Interconnect Products Kft. (GmbH) mit 130 Mitarbeitern.

Bearbeiten Söhne und Töchter der Stadt

  • Die väterlichen Großeltern des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy waren Kleinadelige aus Alattyán.
  • Árpád Gecse, Kunstmaler
  • István Tukacs, Kochmeister

Bearbeiten Sehenswertes

  • Das Geburtshaus des 1999 gestorbenen Kunstmalers Árpád Gecse. Hier sind viele Werke und Dokumente von und über den Künstler zu betrachten.
  • Jüdischer Friedhof, seit 1999 Gedenkstätte
  • Die 1773 errichtete Sankt-Michaels-Kirche

Bearbeiten Weblinks

Bearbeiten Literatur und Quellenangaben