(Flagge der Gemeinde Amsterdam) |
(Wappen der Gemeinde Amsterdam) |
| Provinz | Noord-Holland |
| BĂĽrgermeister | Job Cohen |
| Sitz der Gemeinde | Amsterdam |
| Fläche – Land – Wasser |
219 km² 167 km² 52 km² |
| Einwohner – Bevölkerungsdichte |
743.104 (1. Januar 2007) 4.457 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 52° 22′ N, 4° 53′ O52.37019722224.89044444444Koordinaten: 52° 22′ N, 4° 53′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | A 10 |
| Vorwahl | 020 |
| Postleitzahlen | 10xx, 11xx |
| Website | http://www.amsterdam.nl/ |
Amsterdam (niederländisch
Amsterdam ?/i) ist die Hauptstadt der Niederlande und hat 747.290 Einwohner (Stand 1. Januar 2008), als Agglomeration Groot-Amsterdam ca. 1,5 Mio. (2007). Im Großraum Amsterdam (nördlicher Teil des Verdichtungsraumes Randstad) leben ca. 2,5 Mio. Menschen (2007). Sitz der Regierung ist jedoch das 50 km entfernte Den Haag.
Amsterdam liegt in der Provinz Noord-Holland, an der Mündung der Amstel und des IJ in das IJsselmeer. Amsterdam ist durch den Noordzeekanaal mit der Nordsee verbunden, mit einem Damm gegen Überschwemmungen geschützt und von zahlreichen Grachten durchzogen. Amsterdam wurde auf etwa 5 Millionen Tannenstämmen erbaut.
Inhaltsverzeichnis |
Bearbeiten Stadtteile
- Innenstadt (Zentrum, mit Jordaan, dem GrachtengĂĽrtel und Oostelijke Eilanden)
Im Westen der Stadt:
- Westerpark (Spaarndammerbuurt, Staatsliedenbuurt, Frederik Hendrikbuurt)
- Amsterdam Oud-West (Helmersbuurt, Kinkerbuurt, Vondelbuurt)
- De Baarsjes (Mercatorbuurt, Admiralenbuurt)
- Bos en Lommer (mit dem Dorf Sloterdijk)
- Geuzenveld-Slotermeer (Slotermeer, Spieringhorn)
- Osdorp (Osdorp, MAP)
- Slotervaart (Overtoomse Veld, Nieuw-Sloten)
- Westpoort (Westliches Hafengebiet, Betriebsgelände Sloterdijk, Teleport, Ruigoord)
Im SĂĽden der Stadt:
- Oud-Zuid (Zuid, De Pijp, Hoofddorppleinbuurt)
- ZuiderAmstel (Rivierenbuurt, Buitenveldert, Prinses Irenebuurt)
Im Osten der Stadt:
- Oost/Watergraafsmeer (Dapperbuurt, Transvaalbuurt, Julianapark)
- Zeeburg (Indische Buurt, Ă–stliches Hafengebiet, IJburg)
Im Norden der Stadt:
- Amsterdam Noord (mit den Dörfern Durgerdam, Zunderdorp, Ransdorp, Holysloot)
Im SĂĽdosten der Stadt:
- Amsterdam Zuidoost (Bijlmer, Gaasperdam, Bullewijk, Driemond)
Bearbeiten Geschichte
→ Hauptartikel: Geschichte Amsterdams
Bearbeiten Namensgeschichte
Der Name der Stadt leitet sich von einem im 13. Jahrhundert errichteten Damm mit Schleuse im Fluss Amstel ab. Die Abdeichung von Flussmündungen wurde nötig, um die durch Sturmfluten gefährdete Küstenlinie zu verkürzen. Zu solchen Deichen gehörten Schleusen, um das Flusswasser hindurchzulassen und die Schifffahrt nicht zu behindern.
Der in die Amstel gelegte Damm verband die zuvor auf beiden Seiten entstandenen Siedlungskerne, die noch heute als Oude Zijde und Nieuwe Zijde (alte und neue Seite) bezeichnet werden.
An der Stelle des Amstel-Damms entstand im Laufe des Mittelalters ein städtischer Platz, der noch heute den Namen Dam trägt und den Mittelpunkt der Stadt darstellt.
Bearbeiten Bedeutung des Wappens
Das Stadtwappen von Amsterdam besteht aus drei vertikal angeordneten Andreaskreuzen, nahezu identisch der Stadtflagge, auf der die Kreuze jedoch liegend angeordnet sind. Die genaue Bedeutung des Wappens ist unbekannt. Es bestehen aber verschiedene Theorien, die von Historikern als plausibel erachtet werden, bisher jedoch nicht weiter belegt werden können. Die zwei vorherrschenden Theorien sind:
- Die drei Kreuze symbolisieren die drei Plagen Flut, Feuer und Pest, die Amsterdam bedrohten
- Die Kreuze dienten der Identifikation von Furten an alten Handelsrouten. Auch die Wappen umliegender Städte weisen eine ähnliche Anordnung von Kreuzen auf: das Wappen von Amstelveen zählt vier, das von Ouder-Amstel fünf Andreaskreuze.
Das Wappen ist in der Stadt allgegenwärtig, da es nicht nur die in Amsterdam typischen Poller (Amsterdammertjes) ziert, sondern auch Gullydeckel, öffentliche Gebäude und viele Logos.
Siehe auch: Flagge Amsterdams
Bearbeiten Amsterdam ab dem Mittelalter
Bis in das 12. Jahrhundert war die heutige Provinz Holland zum größten Teil schlecht besiedelbar. Es handelte sich um ein sehr feuchtes Gebiet, hauptsächlich aus Moor und Sumpfland. Diese Landschaft wurde von mehreren Flüssen durchschnitten. Einer dieser Flüsse war die Amstel, die in das IJ mündete. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstand rund um einen Damm im Fluss eine kleine Siedlung. Nach archäologischen Ausgrabungen erweist sich das alte Kinderlied Amsterdam, die schöne Stadt, ist gebaut auf Pfählen als durchaus richtig: Tatsächlich konnten nur mit Hilfe unzähliger Pfähle als Untergrund Häuser und Straßen im Sumpfland gebaut werden.
Dem Damm in der Amstel verdankt die Stadt Amsterdam ihren Namen. Heute ist der Damm noch immer existent; inzwischen wurde er zu einem Platz umfunktioniert, dem Dam. Anfang des 13. Jahrhunderts wurden Amsterdam vom damaligen Landesherrn Stadtrechte verliehen. Im Jahre 1369 wurde Amsterdam Mitglied der Hanse. Der Fischfang, anfangs die bedeutendste Erwerbsquelle, wich allmählich dem Handel. Die Einverleibung Portugals durch Spanien im Jahr 1580 zwang die nördlichen Niederlande dazu, selbst nach Indien zu fahren. Die ersten Fahrten wurden von Amsterdam aus unternommen und gleich zu einem gigantischen Erfolg. Angeregt durch dieses Ergebnis, wurden bald überall im Land Pläne geschmiedet, Schiffe nach Indien zu schicken.
Aus all diesen Einzelinitiativen entstand 1602 die Vereenigde Oost-Indische Compagnie (VOC). Die Stadt alleine zeichnete mehr als die Hälfte des gesamten Kapitals, das in das neue Unternehmen investiert wurde. Gegen Ende des siebzehnten Jahrhunderts war Amsterdam die wohlhabendste Stadt Europas. In ihren Häfen und Lagerhäusern stapelten sich Gewürze, Seide und andere Kostbarkeiten aus Indien und dem Pazifikraum.
Im Jahr 1672 gerieten die mächtigen Niederlande gleichzeitig in einen Krieg mit Frankreich und England. Dadurch wurde der Hafen Amsterdams unerreichbar für die Handelsflotte mit Waren aus Indien. Zum Ende des Jahrhunderts endete auch die Periode der größten Blüte. Die wirtschaftlichen Strukturen änderten sich; Amsterdam verlor seine Stellung als Umschlaghafen für den Welthandel. Gleichzeitig aber wurde der Geldmarkt immer wichtiger. Amsterdam schaffte es, zum finanziellen Zentrum der Welt zu werden, als Bankier für die europäischen Fürsten, die mit geliehenem Geld ihre kostspieligen Kriege führten.
Bei seiner Ernennung zum König von Holland am 23. Juni 1806 erklärte Louis Bonaparte die Stadt Amsterdam zu seiner Hauptstadt. Dies konnte jedoch nicht verhindern, dass Amsterdam in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts allmählich zu einer „toten“ und verarmten Stadt wurde. Einen neuen Aufschwung erlebte die Stadt erst, als 1876 der Noordzeekanaal eröffnet wurde, der Amsterdam eine Verbindung zur Nordsee und damit mit England und den Vereinigten Staaten verschaffte. Erneut wurde Amsterdam Mittelpunkt des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens, obgleich es ökonomisch allmählich, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, von Rotterdam überflügelt wurde.
Unzählige jahrhundertealte Denkmäler zieren den Stadtkern. Fast 7000 Kaufmanns- und Lagerhäuser sowie beinahe 1300 Brücken aus dem sechzehnten, siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert zeugen von diesem Goldenen Zeitalter. Die Handelshäuser wurden entlang der 165 Grachten gebaut, die als Transportwege genutzt wurden, um die schnelle Verteilung der Importwaren in der Stadt und zu den Handelskontoren zu bewerkstelligen. Die größte Altstadt Europas mit ihren schönen Gebäuden soll auch in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen werden.
Bearbeiten Demographische Entwicklung
| Bevölkerungsentwicklung von Amsterdam zwischen 1300 und 2006 | |||||||||||
| 1300 | 1400 | 1500 | 1600 | 1650 | 1796 | 1830 | 1849 | 1879 | 1899 | 1925 | 2006 |
|
1.000 |
3.000 | 12.000 | 60.000 | 140.000 | 180.000 | 202.400 | 224.000 | 317.000 | 510.900 | 714.200 | 744.736 |
Bearbeiten Politik
Durch die liberale Politik der Niederlande seit 1976 wurde Amsterdam zum Zentrum des Drogentourismus in Europa. Bemerkenswert sind die vielen ausländischen Drogenkonsumenten. Von den ca. 750 Coffee Shops in den gesamten Niederlanden sind etwa 300 bis 400 in Amsterdam beheimatet.
Viele Andersdenkende aus allen Ländern fanden und finden sich in Amsterdam ein und wählen diese Stadt zur neuen Heimat. Ein häufiger Beweggrund dafür ist die liberale Politik der Stadt, oft in Kombination mit repressiver Politik im Herkunftsland.
Bisher fanden Gesuchte aus aller Welt in Amsterdam einen ruhigen Hafen, weil das niederländische Gesetz der Polizei unbegründete und zufällige Polizei- bzw. Ausweiskontrollen verbot. Seit dem 1. Januar 2005 gilt in den gesamten Niederlanden jedoch eine Ausweispflicht, nach welcher Personen ab 14 Jahren einen Ausweis mitführen müssen.
Bearbeiten Partnerstädte
Beira, Mosambik
Algier, Algerien
Managua, Nicaragua
Peking, Volksrepublik China
Sarajevo, Bosnien-Herzegowina
Toronto, Kanada
Bearbeiten Geographie
Bearbeiten Klima
Das holländische Wetter variiert von einem leichten Frost im Winter und in der Regel mit einem bisschen Schnee bis zu angenehmen, sonnigen Tagen von 20–30 °C im Sommer, der Frühling und Herbst sind angenehm mild, können aber auch sehr nass und verregnet sein (über 100 mm Niederschlag pro Monat).
Bearbeiten Zeitzone
Amsterdam sowie die gesamten Niederlande liegen in der Mitteleuropäischen Zeitzone. Da die Stadt weit westlich in dieser Zeitzone liegt, steht die Sonne erst um 12:40 Uhr (während der Sommerzeit um 13:40 Uhr) genau im Süden. Dies führt im Sommer zusammen mit der nördlichen Lage der Stadt zu einem späten Sonnenuntergang; im Hochsommer kann es bis 23 Uhr noch „hell“ sein. Viele Kaufläden öffnen darum auch erst um 10:00 Uhr, Bars und Cafés sind meist bis 2:00 Uhr geöffnet.
Bearbeiten Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten
Bearbeiten Architektonische Besonderheiten
Da in der Geschichte Amsterdams die Grachten einen der Haupttransportwege für Güter und Menschen darstellten, war es üblich, die Steuern für ein Gebäude nach seiner Breite am Kanal zu bemessen. Folglich entstanden in Amsterdam vorwiegend Häuser, die sehr schmale Vorderfronten entlang der Grachten aufweisen, dafür aber, um genügend Wohnraum oder Lagerplatz für Güter zu bieten, verhältnismäßig lang und hoch sind. Diese Bauweise eignete sich allerdings nicht für die Anlage breiter Treppenhäuser; vielmehr waren die Treppenhäuser meist zu schmal, um sperrige Güter oder Möbel durch sie zu transportieren. Gegenstände, die nur schwer über das Treppenhaus zu transportieren waren, wurden stattdessen über die Fenster in ein Haus befördert. Um diesen Vorgang zu erleichtern, befinden sich an den Giebeln vieler historischer Gebäude vorstehende Balken, an denen sich Flaschenzüge anbringen lassen. Weiterhin sind viele Fassaden leicht nach vorne geneigt, um die Arbeit am Flaschenzug zu erleichtern und die Kollision der transportierten Güter mit den Häuserfassaden zu vermeiden. Gleichzeitig schützte diese Bauweise früher vor eindringendem Regen. Für das ungewohnte Auge machen daher die historischen Stadtteile Amsterdams einen leicht "schiefen" oder "verzerrten" Eindruck.
Bearbeiten Museen
- Das Rijksmuseum: Nationalmuseum, Stadhouderskade 42; holländische Gemälde des 16.–19. Jahrhunderts, einschl. der berühmten Nachtwache von Rembrandt.
- Das Anne-Frank-Haus, Prinsengracht 263.
- Das Van Gogh Museum: Paulus Potterstraat 7.
- Museum Het Rembrandthuis: Rembrandthaus, Jodenbreestraat 4–6. Ehemaliges Wohnhaus des Malers.
- Schifffahrtsmuseum (Scheepvaart Museum): Kattenburgplein 1. Wegen Umbaus geschlossen vom 7. Januar 2007 bis etwa Juni 2009.
- Biblisches Museum (Bijbels Museum) Amsterdam
- Joods Historisch Museum (Museum zur Geschichte des Judentums), in der ehemaligen GroĂźen Synagoge nahe Waterlooplein/Weesperstraat
- Theatermuseum: Geschichte des niederländischen Theaters
- Stedelijk Museum (Städtisches Museum für moderne Kunst) z. Zt. Oosterdockskade
- Die Petersburger Eremitage hat im Amstelhof eine Filiale in der Stadt
- Das Amsterdams Historisch Museum, ĂĽber drei Etagen, am Nieuwezijds Voorburgwal/
- Das NEMO (Wissenschaftsmuseum zum Anfassen), nähe Hauptbahnhof
- FOAM, Fotografiemuseum Amsterdam: Keizersgracht 609
- Museum Geelvinck-Hinlopen Huis Keizersgracht 633
- Tattoo Museum, Oudezijds Achterburgwal 130
- Tropenmuseum, Kattenburgerplein 1
Bearbeiten Religiöse Bauten
- Amstelkerk (1668-1670/Umgestaltung 1840)
- „Ons Lieve Heer op Solder“ – Museum Amstelkring (verborgene Kirche) (1661)
- Nieuwe Kerk (1408/ Umgestaltung 1530-1540/1645)
- De Duif (1858)
- Mozes en Aäronkerk(1837-1841)
- Posthoornkerk (1860-1889) seit 1963 nicht mehr in Dienst
- Sint Nicolaaskerk (1884-1887)
- Noorderkerk (1620–1623)
- Oosterkerk (1669-1671) seit 1985 nicht mehr in Dienst
- Zuiderkerk (1603–1611) seit 1970 nicht mehr in Dienst
- Westerkerk (1620-1631)
- Oude Kerk (ca. 1400/ letzte Umgestaltung 1565), Oud. Voorburgwal, der vermutlich einzige Dom der Welt, auf dessen Domplatz ganz ĂĽberwiegend Bordelle aneinander gereiht sind.
- Portugiesische Synagoge Amsterdams
Bearbeiten Konzertsäle und Theater
- Het Muziektheater – Opernhaus am Waterlooplein; das Haus wird von der Opern- (De Nederlandse Opera) und der Ballettgesellschaft (Het Nationale Ballet) genutzt
- Stadsschouwburg (Oper)
- Concertgebouw, Sitz des renommierten gleichnamigen Orchesters (klassische Musik, Oper, Ballett).
- Muziekgebouw aan ’t IJ (klassische Musik, Kammermusik, Jazz)
- Paradiso (wichtigste BĂĽhne fĂĽr Popmusik in den Niederlanden)
- Tuschinski-Theater, Art-Déco-Kinopalast
Bearbeiten Sonstige
- Wohnblöcke im Stil der Amsterdamer Schule (Stilrichtung der klassischen modernen Architektur)
- De Waag (Stadtwaage), auf dem Nieuwmarkt, heute mit Café
- Madame Tussauds, Wachsfigurenkabinett mit wechselnder Ausstellung, Paleisstraat am Dam
- Magere Brug, AmstelbrĂĽcke von 1670 in der Innenstadt
- Paleis op de dam, Königlicher Palast am Dam
- Munttoren (MĂĽnzturm), historisches Zollamt, am Schwimmenden Markt auf der Singel Gracht
- Waterloopleinmarkt, Flohmarkt am Waterlooplein
- Albert Cuypmarkt, Wochenmarkt im Stadtteil Amsterdam Oud-Zuid
- Bloemenmarkt, Blumenmarkt am Singel
- Begijnhof, eine ruhige Oase in der geschäftigen Innenstadt. (Almshäuser aus dem 14. Jahrhundert)
- Rotlichtviertel Walletjes (Oudezijds Voorburgwal, Oudezijds Achterburgwal und Warmoesstraat)
- Hortus Botanicus Amsterdam (Botanischer Garten)
- Artis Zoo, Plantage Middenlaan
- Beurs van Berlage, die alte Amsterdamer Börse (das von dem berühmten Architekten Hendrik Petrus Berlage entworfene Börsengebäude), Damrak
- Vondelpark, der größte Park in der Innenstadt. Benannt nach dem Dramatiker Joost van den Vondel
- Olympiastadion, Hauptaustragungsort der Olympischen Sommerspiele 1928
- Homomonument
Bearbeiten Graffiti
Amsterdam gehört zu den wichtigsten Graffiti-Metropolen. Obwohl sicherlich auch die aus der Hip-Hop-Szene entstandene New Yorker Writingbewegung in den Anfängen die Amsterdamer Sprayer beeinflusste, spielte hier die Punk-Bewegung die wichtigere Rolle. Amsterdamer Sprayer beeinflussten seit Anfang der 1980er-Jahre stilistisch viele Sprayer in aller Welt.
Bearbeiten Wirtschaft und Infrastruktur
Bearbeiten Industrie
Viele niederländische Firmen, wie beispielsweise die Brauerei Heineken und der Elektronikkonzern Philips, haben ihren Hauptsitz in Amsterdam. Die niederländischen Großbanken, ABN AMRO, Rabobank oder die ING Groep sind Eigentümer von Bürokomplexen am Bahnhof Sloterdijk im Nordwesten der Stadt, am World Trade Center im Süden. Computerfirmen, wie Cisco Systems, haben ihren Hauptsitz im südöstlichen Gewerbegebiet in Bullewijk. Der Amsterdamer Hafen ist der zweitgrößte in den Niederlanden, nach dem Hafen in Rotterdam.
Bearbeiten Tourismus
Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der Stadt, neben der sogenannten Counsil Tax, eine Steuer auf Häuser und Wohnungen. Jährlich besuchen Millionen Urlauber aus aller Welt die Stadt, zahlreiche Hotels finden sich in der ganzen Stadt. Anziehungspunkte sind vor allem die vielen Grachten, Coffeeshops und Museen sowie der Rotlichtbezirk Walletjes im Stadtzentrum von Amsterdam.
Der Rembrandtplein gehört durch seine Theater, Kinos sowie vielen Restaurants und Gaststätten zu den bekanntesten Ausgehvierteln von Amsterdam. In der Nähe des Leidseplein befinden sich Diskotheken und das Holland Casino für Glücksspieler.
Bearbeiten Verkehr
Das gängigste Fortbewegungsmittel der Stadt ist, wie überall in den Niederlanden, das Fahrrad („Fiets“). Ein Netz von Fahrradwegen („fietspaden“) zieht sich quer durch Amsterdam, neben allen Straßen und Kanälen, durch alle Parks und verbindet alle Nachbargemeinden.
Neben dem IJ, der über den Nordseekanal in die Nordsee mündet und auch eine Verbindung zum Amsterdam-Rhein-Kanal hat, verbindet ein System von Kanälen, das sich halbkreisförmig durch die Stadt zieht, die Stadt mit dem nationalen Kanalsystem. Auf dem IJ verkehren die Amsterdamer Fähren.
Bearbeiten Metro
Die Metro Amsterdam betreibt vier verschiedene Linien, die unter anderem auch Amstelveen im SĂĽden der Stadt anbindet. Neben der Metro gibt es auch noch ein dichtes StraĂźenbahnnetz.
Voraussichtlich 2013 geht die (seit 2003 im Bau befindliche) Nord-SĂĽd Metro in Betrieb. Diese Linie fĂĽhrt von Amsterdam-Noord, unter dem IJ, dem Hauptbahnhof und weiter durch die Innenstadt bis zum Bahnhof Amsterdam Zuid.
Die Realisierung dieser U-Bahn geschieht unter besonders schweren Bedingungen, zum einen ist der Untergrund sehr instabil, zum anderen muss sichergestellt werden, dass die historische Bausubstanz der Stadt nicht beschädigt wird. Bereits zwei mal musste der Bau an der Vijlzelgracht stillgelegt werden, weil an Gebäuden in unmittelbarer Nähe der Baustelle Absenkungen festgestellt wurden.
Der Bau ist darum umstritten, die Finanzierung verläuft problematisch. Es gelang der Gemeinde Amsterdam erst zwei Jahre nach Baubeginn, das Bauprojekt gegen mögliche Schäden an historischen Gebäuden zu versichern.
Siehe auch nl:Noord-Zuidlijn der niederländischen Wikipedia.
Bearbeiten Schienenverkehr
Der Hauptbahnhof „Amsterdam Centraal“ liegt im Zentrum der Stadt, von ihm aus und neun weiteren Bahnhöfen der Stadt verbinden die Züge der Niederländischen Bahngesellschaft (NS) die Hauptstadt mit allen Provinzen der Niederlande.
Bearbeiten StraĂźenverkehr
Amsterdam wird durch den Autobahnring A 10 umschlossen, mit Anbindung an die A 8 im Nordwesten bei Zaandam Richtung Alkmaar, im Südwesten an die A 4, südöstlich die A 2 Richtung Utrecht und östlich die A 1 Richtung Almere/Hilversum.
Die Stadt ist Ausgangs- und Endpunkt der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.
Bearbeiten Luftverkehr
Der „Luchthaven Schiphol“ (IATA-Code: AMS, ICAO-Code: EHAM, international Amsterdam Airport Schiphol) ist der internationale Flughafen der Stadt Amsterdam, der größte in den Niederlanden und der drittgrößte Flughafen auf dem europäischen Festland.
Der Flughafen Schiphol ist das Drehkreuz der größten niederländischen Fluggesellschaft KLM. Er befindet sich südwestlich von Amsterdam zwischen Amstelveen und Hoofddorp.
Bearbeiten Universitäten
Amsterdam besitzt zwei Universitäten. Die Vrije Universiteit (VU) ist die einzige protestantische Universität der Niederlande. Dagegen hat die städtische Universiteit van Amsterdam (UvA) keine konfessionelle Bindung. Beide Universitäten haben eigene Universitätskrankenhäuser.
Bearbeiten Medien
In Amsterdam befindet sich der weltgrößte Internet-Knoten AMS-IX. Amsterdam ist Gastgeber der größten europäischen Messe für Medienproduktion, der IBC.
Bearbeiten Persönlichkeiten
- Nicolaes Tulp, geb. Claes Pieterszn. (1593–1674), Chirurg und Bürgermeister
- Rembrandt van Rijn (1606–1669), Maler
- Baruch de Spinoza (1632–1677), Philosoph
- Emmy Andriesse (1914-1953), Fotografin
- Johan Cruyff (* 1947), FuĂźballspieler
- André Hazes (1951–2004), Sänger
- Ruud Gullit (* 1962), FuĂźballspieler und Trainer
- Dennis Bergkamp (* 1969), FuĂźballspieler
- Candy Dulfer (* 1969), Saxophonistin und Jazz-Musikerin
Siehe auch: Liste der Söhne und Töchter von Amsterdam
Bearbeiten Literatur
Bearbeiten Geschichte
- Leeuwen, Marco H. D. van: The logic of charity: Amsterdam, 1800–1850, Basingstoke, Hampshire [u. a.]: Macmillan 2000, 242 S., ISBN 0-333-69603-4
Bearbeiten Weblinks
- Website der Stadt Amsterdam auf Deutsch
- Website der Stadt Amsterdam auf Englisch
- Offizielle Site der Stadt Amsterdam auf Niederländisch
- Virtueller Spaziergang in Amsterdam
- Fotos von Amsterdam
- stadtinfo Amsterdam in Google Earth reflektiert
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