Deutschland U21
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Verband Deutscher Fußball-Bund
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer Rainer Adrion
Heimstadion Wechselnde Stadien
FIFA-Code GER
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Auswärts


(Stand: 15. Oktober 2008)

Die deutsche U-21-Fußballnationalmannschaft ist eine Auswahlmannschaft deutscher Fußballspieler. Sie unterliegt dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und repräsentiert ihn international auf U21-Ebene, etwa in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler Verbände, aber auch bei der Europameisterschaft des europäischen Kontinentalverbandes UEFA oder der Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA.

Spielberechtigt sind Spieler, die ihr 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Bei Turnieren ist das Alter beim ersten Qualifikationsspiel maßgeblich.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Geschichte

Das erste Länderspiel der Auswahl fand 1979 in Toruń gegen die Auswahl Polens statt und wurde mit 0:1 verloren. Zu den ersten Spielern gehörten unter anderem die späteren Seniorenweltmeister Rudi Völler und Pierre Littbarski sowie der spätere Bundestrainer Joachim Löw.

Größter Erfolg der Auswahl war lange Jahre die Vizeeuropameisterschaft 1982, als man die Finalspiele gegen England verlor. Nach einer 1:3-Hinspielniederlage in Sheffield, das Tor schoss der damals 22-jährige Rudi Völler, gelang in Bremen nur ein 3:2-Erfolg. Alle drei Tore schoss Pierre Littbarski.

In den folgenden Jahren wurde die Qualifikation verpasst, 1984 scheiterte man sogar an Albanien. Erst 1990 gelang der Einzug in die Endrunde. Die Auswahl der Sowjetunion setzte sich jedoch nach einem 1:1-Unentschieden im Hinspiel im Rückspiel mit 1:2 nach Verlängerung durch. Auch 1992 war im Viertelfinale Endstation, einem 1:1 im ersten Aufeinandertreffen mit Schottland folgte eine 3:4-Niederlage, obwohl die deutsche Auswahl zwischenzeitlich 3:1 geführt hatte.

1993 gelang in der Qualifikation zum Turnier von 1994 mit einem 8:0-Erfolg gegen Irland der deutlichste Sieg der Auswahl. Dennoch wurde die Qualifikation als Tabellenzweiter hinter den ungeschlagenen Spaniern verpasst, jedoch erreichte die Auswahl 1996 wieder die Endrunde. Dort kam die Mannschaft allerdings erneut nicht über das Viertelfinale hinaus, 1:1 und 1:4 lauteten die Ergebnisse gegen Frankreich.

1998 gelang ungeschlagen die Qualifikation zur Endrunde, das Viertelfinalspiel gegen Griechenland endete mit 0:1 und dem erneuten Ausscheiden in der Runde der letzten acht. Zwei Jahre später wurde die Qualifikation verpasst, da die Auswahl nur Gruppenzweiter hinter der Türkei wurde und nicht zu den besten Gruppenzweiten zählte. 2002 gelang nur der dritte Tabellenplatz in der Qualifikation.

Nach der erfolgreichen Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 durch einen 1:0-Erfolg im Heimspiel gegen die Türkei und ein 1:1-Unentschieden im Rückspiel, das durch tumultartige Szenen nach Abpfiff überschattet wurde, konnte sich die deutsche Auswahl wieder für die Endrunde qualifizieren. Der Verband bewarb sich anschließend um die Ausrichtung des Turniers, das dann vom 27. Mai bis 8. Juni des Jahres in Deutschland stattfand. Allerdings scheiterte die Mannschaft in der Gruppenphase an Schweden und Portugal.

2006 gelang in der Qualifikation der Gruppensieg vor England. In den folgenden Entscheidungsspielen setzte sich die Auswahl gegen Tschechien durch und erreichte die Endrunde. Hinter der ungeschlagenen französischen Auswahl waren Deutschland, Serbien-Montenegro und Portugal punktgleich nach jeweils einem Sieg und zwei Niederlagen. Im Vergleich der drei Mannschaften untereinander setzte sich Serbien-Montenegro durch.

Die Qualifikation zur Europameisterschaft 2009 gewann die deutsche U21 in ihrer Gruppe punktgleich vor Israel. In den folgenden beiden Entscheidungsspielen setzten sich die Deutschen gegen Frankreich durch. Am 29. Juni 2009 wurde die deutsche U21 erstmals Fußballeuropameister. Im Endspiel schlug sie die Engländer mit 4:0. Damit schossen die deutschen Spieler im Endspiel genauso viel Tore, wie in der gesamten übrigen Endrunde.

Bearbeiten Teilnahme bei U-21-Europameisterschaften

1978 nicht qualifiziert
1980 nicht qualifiziert
1982 Finale
1984 nicht qualifiziert
1986 nicht qualifiziert
1988 nicht qualifiziert
1990 Viertelfinale
1992 Viertelfinale
1994 in Frankreich nicht qualifiziert
1996 in Spanien Viertelfinale
1998 in Rumänien 5. Platz
2000 in der Slowakei nicht qualifiziert
2002 in der Schweiz nicht qualifiziert
2004 in Deutschland Vorrunde
2006 in Portugal Vorrunde
2007 in den Niederlanden nicht qualifiziert
2009 in Schweden Europameister

Bemerkung: Zwischen 1978 und 1992 wurde die Endrunde einer U-21-Europameisterschaft nicht in einem Land ausgetragen, sondern durch Hin- und Rückspiele in den jeweiligen teilnehmenden Nationen absolviert.

Bearbeiten Länderspiele

→ Hauptartikel: Liste der Länderspiele der deutschen U-21-Fußballnationalmannschaft

Bearbeiten Kommende Spiele

Datum Spielort Gegner Anlass
11. August 2010 Island Flagge von IcelandIceland Island EM-Qualifikation 2011
3. September 2010 Tschechien Flagge TschechiensTschechien Tschechien EM-Qualifikation 2011
7. September 2010 Deutschland Ulster bannerNorthern Ireland Nordirland EM-Qualifikation 2011

Bearbeiten Vergangene Spiele

Datum Spielort Gegner Anlass Ergebnis¹ Torschützen
17. März 2009 Ahlen Niederlande Niederlande Freundschaftsspiel 0:4 (0:4)
15. Juni 2009 Göteborg Spanien Spanien EM-Gruppenspiel 0:0
18. Juni 2009 Halmstad Finnland Finnland EM-Gruppenspiel 2:0 (0:0) Höwedes, Dejagah
22. Juni 2009 Helsingborg England England EM-Gruppenspiel 1:1 (1:1) Castro
26. Juni 2009 Halmstad Italien Italien EM-Halbfinale 1:0 (0:0) Beck
29. Juni 2009 Malmö England England EM-Finale 4:0 (1:0) Castro, Özil, Wagner (2)
11. August 2009 Kiew Türkei Türkei Lobanowski-Pokal 1:3 (0:1) Schindler
12. August 2009 Borodjanka Flagge von IranIran Iran Lobanowski-Pokal Spiel um Platz 3 1:0 (0:0) Ben-Hatira
4. September 2009 Aachen Flagge von San MarinoSan Marino San Marino EM-Qualifikation 2011 6:0 (5:0) Naki, Boateng, Hummels, Höwedes, Schieber (2)
8. September 2009 Wiesbaden Flagge TschechiensTschechien Tschechien EM-Qualifikation 2011 1:2 (0:1) Hummels
9. Oktober 2009 Fürth Flagge von SloveniaSlovenia Slowenien Freundschaftsspiel 3:0 (1:0) Schieber (2), Badstuber
13. Oktober 2009 Frankfurt Flagge von IsraelIsrael Israel Freundschaftsspiel 0:0 (0:0)
13. November 2009 Belfast Ulster bannerNorthern Ireland Nordirland EM-Qualifikation 2011 1:1 (0:0) Choupo-Moting
17. November 2009 San Marino Flagge von San MarinoSan Marino San Marino EM-Qualifikation 2011 11:0 (5:0) Schwaab, Hummels (3), Badstuber, Bargfrede, Sam, Müller, Choupo-Moting, Schürrle, Sukuta-Pasu
2. März 2010 Magdeburg Flagge von IcelandIceland Island EM-Qualifikation 2011 2:2 (1:1) Gebhart, Schieber

¹ Ergebnisse aus deutscher Sicht

Bearbeiten Aktueller Kader

Die deutsche U-21-Mannschaft vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Island (März 2010)

Kader der U 21-Nationalmannschaft auf dem Stand vom 17. November 2009[1].

Spieler Verein Länderspieleinsätze Länderspieltore Geburtsdatum
Torhüter
Tobias Sippel 1. FC Kaiserslautern 8 0 22.03.1988
Sven Ulreich VfB Stuttgart 2 0 03.08.1988
Abwehr
Holger Badstuber FC Bayern München 7 2 13.03.1989
Felix Bastians SC Freiburg 8 0 09.05.1988
Alexander Bittroff FC Energie Cottbus 0 0 19.09.1988
Mats Hummels Borussia Dortmund 20 5 16.12.1988
Björn Kopplin FC Bayern München 0 0 07.01.1989
Sebastian Langkamp Karlsruher SC 5 0 15.01.1988
Marcel Schmelzer Borussia Dortmund 10 0 22.01.1988
Daniel Schwaab Bayer 04 Leverkusen 22 1 23.08.1988
Mittelfeld
Philipp Bargfrede Werder Bremen 4 1 03.03.1989
Stefan Reinartz Bayer 04 Leverkusen 4 0 01.01.1989
Sebastian Rudy VfB Stuttgart 4 0 28.02.1990
Sidney Sam 1. FC Kaiserslautern 5 1 31.01.1988
Angriff
Maxim Choupo-Moting 1. FC Nürnberg 4 2 23.03.1989
Thomas Müller FC Bayern München 6 1 13.09.1989
Richard Sukuta-Pasu FC St. Pauli 2 1 24.06.1990
Andre Schürrle 1. FSV Mainz 05 2 1 06.11.1990

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. ↑ U 21-Nationalteam Männer

Bearbeiten Weblinks