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Darstellung des Claudius PtolemÀus mit personifizierter Astronomie aus der EnzyklopÀdie Margarita Philosophica von Gregor Reisch, 1503.

Die Geschichte der Astronomie umfasst zeitlich die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit. Die Astronomie wandelte sich von der bloßen Kunde der Beobachtung des Sternenhimmels und seiner Zyklen ĂŒber die klassisch-geometrische Astronomie, deren Ă€lteste Teilgebiete die Positionsastronomie und Ephemeridenrechnung sind, bis hin zur modernen Astrophysik.

Die Astronomie bestimmt das Selbstbild des Menschen und seine Auffassung von seiner Stellung im Universum mit, heutzutage vor allem durch die Diskussionen ĂŒber die Entstehung des Universums und die Suche nach bewohnbaren Planeten und Leben außerhalb des Sonnensystems der Erde.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Vorgeschichtliche Himmelsbeobachtungen

Astronomische Deutung einer 17.000 Jahre alten Jagdszene in der Höhle von Lascaux

FĂŒr vorgeschichtliche Himmelsbeobachtungen liegen nur vereinzelt Indizien vor, darunter Wandmalereien in der Höhle von Lascaux (ca. 17.000 bis 15.000 v. Chr.), in denen vielleicht die Plejaden und der Tierkreis dargestellt sind, sowie ein beim Abri Blanchard in Frankreich gefundener FlĂŒgelknochen eines Adlers mit Punktmarkierungen, deren Zahl und Anordnung möglicherweise mit den Mondphasen zusammenhĂ€ngen. Allerdings beweist der Mangel an relevantem archĂ€ologischem Fundmaterial nicht, dass fĂŒr die vorgeschichtliche Menschheit die Himmelsbeobachtung generell keine Rolle spielte. Jedenfalls ist bei heutigen JĂ€ger– und Sammler-Kulturen, etwa den Aborigines, derartiges durchaus bezeugt.

In der Jungsteinzeit Ă€ndert sich die Quellenlage merklich. Die Verwendung eines Kalenders, der bestimmte Kenntnisse ĂŒber die VorgĂ€nge am Himmel voraussetzte, war fĂŒr landwirtschaftliche Kulturen lebenswichtig. Ein Vorauswissen ĂŒber bedeutsame alljĂ€hrliche Ereignisse ermöglichte Planung. Damit waren religiöse Deutungen der HimmelsphĂ€nomene und ihrer möglichen Ursachen verbunden.

Es ist denkbar, dass der Übergang zum Ackerbau zur Ausbildung verschiedener Astralkulte und zu den AnfĂ€ngen einer Astronomie und auch zur Entstehung der Astrologie (sowohl der westlichen als auch der asiatischen) beigetragen hat. Zahlreiche GrĂ€ber dieser Zeit waren nach einer bestimmten Himmelsrichtung ausgerichtet. Zu den archĂ€ologischen Funden, die in einem Zusammenhang mit Kalendern stehen, zĂ€hlen die in SĂŒddeutschland und Frankreich gefundenen GoldhĂŒte, die als sakrale Kopfbedeckung von Priestern eines Sonnenkults gedeutet werden, und die Himmelsscheibe von Nebra. Die vor etwa 7000 Jahren errichtete Kreisgrabenanlage von Goseck wird als das Ă€lteste Sonnenobservatorium der Welt bezeichnet. Die beeindruckendste prĂ€historische KultstĂ€tte Europas ist Stonehenge. Über die in Stonehenge praktizierten Kulte ist nichts ĂŒberliefert, aber die geographische Ausrichtung des Bauwerks legt einen astronomischen Bezug nahe. Ähnliches lĂ€sst sich weltweit fĂŒr Kultbauten aus vielen Epochen zeigen.

Mit der ArchÀoastronomie gibt es seit den 1970er Jahren ein eigenes Fachgebiet, das sich mit der Erforschung dieser Bauten und Funde unter astronomischem Gesichtspunkt befasst.

Bearbeiten Astronomie in den frĂŒhen Hochkulturen

Totale Mondfinsternis 4. Mai 2004

Die erste Mondfinsternis, deren Beobachtung angeblich ĂŒberliefert ist, ist diejenige vom 17. Januar 3380 v. Chr., die von den Maya in Mittelamerika verzeichnet worden sein soll. Diese Annahme ist allerdings umstritten, da die Forschung davon ausgeht, dass die Maya ihren Kalender frĂŒhestens nach 3373 v. Chr. einfĂŒhrten. Vereinzelte Behauptungen, dass er bereits frĂŒher begann, haben sich bisher nicht beweisen lassen.[1][2][3] In China wurde die erste Sonnenfinsternis im Jahre 2137 v. Chr. aufgezeichnet[4]

Auch die Ägypter und Mesopotamier beobachteten den Himmel und beteten Astralgottheiten an. Auf den 6. Juni 763 v. Chr.[5] fĂ€llt die erste sicher datierbare Beobachtung einer Sonnenfinsternis in Mesopotamien.

Bearbeiten Ägyptische und mesopotamische Astronomie

Die Himmelsschau war auch in den alten Hochkulturen Nordafrikas und des Nahen Ostens mit Mythologie und Religion verknĂŒpft.

Bearbeiten Ägypten

Im Gegensatz zu Nordeuropa, in dem man sich bei der Erforschung der vorgeschichtlichen Astronomie nur auf archĂ€ologische Kenntnisse stĂŒtzen kann, existieren fĂŒr Ägypten bis in das 3. Jahrtausend zurĂŒckreichende schriftliche Aufzeichnungen ĂŒber Techniken und Bedeutung der Astronomie. Die damaligen astronomischen "Forschungen" und Deutungen mĂŒssen auch im Rahmen des im damalige Ägypten herrschenden Sonnenkultes (Amun-Re) sowie der BemĂŒhungen zur Berechnung des genauen Eintritts des Nilhochwassers verstanden werden. [6]

Die Ägypter nutzten fĂŒr die Nacht zwölf Sterne zur Zeitmessung, wobei die LĂ€nge des jeweils ersten und letzten Zeitabschnitts je nach Jahreszeit angepasst wurde. Der mythologische Hintergrund der Zwölf Nachtsterne („Sterne, die nie untergehen“) war der Glaube, dass die nĂ€chtliche Überfahrt der verstorbenen Könige mit dem Sonnengott Re unter dem Schutz der Zwölf WĂ€chter des Nachthimmels stattfand. Sie begann mit der einsetzenden DĂ€mmerung und endete mit dem Sonnenaufgang.[7] Sternbilder spielten ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie enthielten die Sterne verschiedener Götter. Die Ă€lteste Darstellung des Nachthimmels findet sich auf der Unterseite eines Sarges in Assiut,[8] eine weitere in der Grabkammer des Senenmut (TT353). Die Darstellung der Sternbilder, die dann ĂŒblich wurde – so auch im Grab des Königs Sethos I. um 1279 v. Chr. – stimmt nicht mit der heutigen Einteilung der Sternbilder ĂŒberein.

Welche Methoden die Ă€gyptischen Astronomen genau benutzten, ist nicht ĂŒberliefert. Im Ă€gyptischen Kalender spielte Sirius eine besondere Rolle, da die Nilflut ab etwa 2000 v. Chr. zeitgleich mit dem gemeinsamen Aufgang von Sirius und der Sonne eintraf. UrsprĂŒnglich scheint der Sirius aber mit dem Schönen Fest vom WĂŒstental in Verbindung zu stehen. Da das Ă€gyptische Jahr genau 365 Tage lang war, Ă€nderte sich das Datum des heliakischen Aufgangs des Sirius langsam; er fiel nach Ablauf eines Zyklus von 1440 bis 1460 Jahren wieder auf dasselbe Datum des Ă€gyptischen Kalenders. Die Geschichte der altĂ€gyptische Religion zeigt, dass die Priester ĂŒber ihr astronomisches Wissen wachten und noch um 221 v. Chr. eine Reform des Kalenders mit einer verbesserten JahreslĂ€nge von 365,25 Tagen rĂŒckgĂ€ngig machten. Dies mag damit zusammenhĂ€ngen, dass die Priester fĂŒr die Berechnung der religiösen Festtage, die sich bei einem 365-Tage-Kalender langsam verschoben, zustĂ€ndig waren; diese Aufgabe wĂ€re ihnen bei einem korrigierten Kalender mit 365,25 Tagen abhanden gekommen.

Bearbeiten Mesopotamien

Darstellende ArmillarsphĂ€re – bis in 17. Jhd. benutzt

Ein zentrales Anliegen der mesopotamischen Astronomie waren astrologische Voraussagen und die BeschĂ€ftigung mit himmlischen Vorzeichen. Babylonier und Assyrer bewahrten in ihren Archiven Aufzeichnungen ĂŒber ihre astronomischen Beobachtungen, die selbst nach vorsichtigen SchĂ€tzungen bis ins dritte vorchristliche Jahrtausend zurĂŒckreichen.

Die Sumerer erstellten nach den astronomischen Konstellationen ihren Kalender. Tausende von ĂŒberlieferten Tontafeln in Keilschrift enthalten astronomische Texte, die vor allem den Archiven von Uruk und Ninive zugeordnet werden. Schon frĂŒh im 3. Jahrtausend v. Chr. wurde die Venus als Stern der Inanna beschrieben. Alte Rollsiegel und Texte zu Inanna als Verkörperung des Planeten Venus belegen das Alter der sumerischen Kenntnisse:[9] Inanna, als Venus sehen dich auch alle FremdlĂ€nder leuchten. Ich möchte ihr, als Himmelsherrin, ein Lied darbringen.[10]

GestĂŒtzt auf lange Beobachtungsreihen entwickelten babylonische Astronomen mathematische Reihen, die die Berechnung der Positionen der Himmelskörper und damit die Voraussage der Himmelserscheinungen ermöglichten. Bereits um 1000 v. Chr. konnten sie komplexe Überlagerungen periodischer PhĂ€nomene in die einzelnen Perioden isolieren und so vorausberechnen.

Nabu-rimanni war der frĂŒheste namentlich bekannte babylonisch-chaldĂ€ische Astronom.

Bearbeiten WissenĂŒberlieferung an die Griechen

Einfache Formen der ArmillarsphĂ€re wurden bereits bei den Babyloniern benutzt und spĂ€ter von den Griechen weiterentwickelt. Die Einteilung des Tierkreises in 360 Grad, die vermutlich auf die Ă€gyptischen Dekane zurĂŒckgeht, wurden ebenso ĂŒbernommen wie einzelne Beobachtungen und die Planetenbezeichnungen und Perioden der Babylonier. Nicht ĂŒbernommen aber wurden die zugrunde liegenden mathematischen Methoden; die griechische Herangehensweise war eine andere, da die griechischen Philosophen das Universum primĂ€r geometrisch, nicht arithmetisch verstanden.

Das heutige Wissen ĂŒber die AnfĂ€nge der griechischen Astronomie und das Ausmaß ihrer Beeinflussung durch die mesopotamische ist sehr lĂŒckenhaft. Es ist davon auszugehen, dass der BĂŒcherverlust in der SpĂ€tantike auch zahlreiche astronomische Werke betraf.[11]

Bearbeiten Die griechischen Philosophen und Astronomen

KĂŒnstlerische Darstellung des geozentrischen Weltbilds nach PtolemĂ€us

Hinweise auf die BeschĂ€ftigung der antiken Griechen mit den VorgĂ€ngen am Himmel bieten bereits sehr frĂŒhe literarische Texte. Sowohl Homer als auch Hesiod erwĂ€hnen astronomische Gegebenheiten; der Tierkreis ist bei Homer nur teilweise bezeugt. Diese beiden Autoren lassen noch kein tieferes VerstĂ€ndnis erkennen; so beschreiben sie Morgen- und Abendstern als verschiedene Objekte.[12] SpĂ€testens zur Zeit Platons war dieser Irrtum dank babylonischer Informationen korrigiert; dieser Fortschritt wurde spĂ€ter auf Pythagoras zurĂŒckgefĂŒhrt.[13]

Die Vorsokratiker entwickelten bis zum 5. Jahrhundert v. Chr. unterschiedliche astronomische Modelle. Sie erfanden unter anderem zunehmend genauere Methoden zur Messung der Zeit, etwa Sonnenuhren, deren Grundlagen sie wahrscheinlich von den Babyloniern ĂŒbernahmen. Anaximander, ein Zeitgenosse und SchĂŒler des Thales, postulierte das geozentrische Weltbild, indem er als erster den Himmel als Kugelschale (SphĂ€re) mit der Erde im Zentrum beschrieb. FrĂŒhere Kulturen sahen den Himmel als Halbkugel nur ĂŒber der Erdscheibe, ohne außerhalb von Mythen das Problem zu berĂŒhren, wo sich die Sterne zwischen Auf- und Untergang befinden. Den Übergang zur Erde als Kugel machte Anaximander jedoch noch nicht.

Die griechische Kultur der klassischen Zeit betrieb erstmals Astronomie aus wissenschaftlichem Interesse an den tatsĂ€chlichen VorgĂ€ngen am Himmel, unabhĂ€ngig vom praktischen Nutzen des Kalenders und von religiösen und astrologischen Motiven. Noch heute berĂŒhmt ist die bemerkenswert genaue Messung des Erdumfangs durch Eratosthenes um 220 v. Chr., der die unterschiedlichen SchattenlĂ€ngen der Sonne am gleichen Tag in Alexandria und Syene, wo sie genau im Zenit steht, auf unterschiedliche Breitengrade auf einer Kugel zurĂŒckfĂŒhrte. Weniger bekannt ist der Versuch des Aristarchos von Samos, den Abstand zur Sonne im VerhĂ€ltnis zum Mondabstand zu messen, der zwar aufgrund ungenĂŒgender Messgenauigkeit sehr fehlerhaft ausfiel (er wurde um den Faktor 20 zu kurz bestimmt), aber methodisch korrekt war.

Persisches Astrolab (18. Jhd.) – ArmillarsphĂ€re zur Winkelmessung

Hipparchos von NicĂ€a und andere entwickelten die astronomischen Instrumente, die bis zur Erfindung des Fernrohres fast zweitausend Jahre spĂ€ter in Gebrauch blieben, etwa ein Winkelmessinstrument, eine Art weiterentwickelte ArmillarsphĂ€re, mit der Koordinaten an der Himmelskugel bestimmt werden konnten. Es wurde von Eratosthenes noch unter der Bezeichnung Astrolab eingefĂŒhrt und auch von PtolemĂ€us beschrieben. Einer der wenigen erhaltenen technischen GegenstĂ€nde aus griechischer Zeit ist der Mechanismus von Antikythera, die frĂŒheste bekannte Zahnrad-Apparatur (ca. 100 v. Chr.). Der Mechanismus wird als Analogrechner zur Vorausberechnung der Himmelskörperbewegung interpretiert, der womöglich von Poseidonios (135–51 v. Chr.) konstruiert wurde.

Eine weitere wesentliche Vorarbeit fĂŒr die Astronomie spĂ€terer Zeiten leistete Aristoteles (384–332 v. Chr.) der das Prinzip der Camera obscura erkannte.

Heliozentrisches Weltbild

Das Werk des PtolemĂ€us um 150 n. Chr. stellte den Höhepunkt und Abschluss der antiken Astronomie dar. PtolemĂ€us entwickelte auf der Basis bereits zu seiner Zeit bestehender Arbeiten (Hipparchos und mögliche andere)[14] das nach ihm benannte Weltbild und gab mit dem Almagest ein Standardwerk der Astronomie heraus, auf dessen Sternkatalog sich Astronomen noch bis ĂŒber die Renaissance hinaus beriefen. Die Römer schĂ€tzten die Astronomie als Teil der Bildung, erweiterten sie jedoch nicht. Ihr Interesse galt mehr der Astrologie als eine Möglichkeit, in die Zukunft zu schauen. Ein Teil der antiken Fachliteratur wurde im Oströmischen Reich bewahrt, doch der kulturelle Austausch mit der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt West- und Mitteleuropas kam schon am Anfang des FrĂŒhmittelalters weitgehend zum Erliegen.

Bearbeiten Alternativen zum geozentrischen Weltbild

Wiederholt wurden Alternativen zum geozentrischen Weltbild vorgeschlagen. Manche Pythagoreer meinten, im Zentrum des Universums befinde sich ein Zentralfeuer, das von der Erde, der Sonne und den Planeten umkreist werde. Aristarchos von Samos schlug im 3. Jahrhundert v. Chr. bereits ein heliozentrisches Weltbild mit der Sonne als ruhendem Zentrum vor. Er argumentierte auch – wie schon im 4. Jahrhundert Herakleides Pontikos â€“ fĂŒr eine tĂ€gliche Achsendrehung der Erde bei unbeweglichem Himmel. Das geozentrische Weltbild mit einer unbeweglichen Erde, um die sich alle SphĂ€ren tĂ€glich drehen, blieb jedoch bis Nicolaus Copernicus, der an Aristarchos anknĂŒpfte, das allgemein anerkannte Modell. Die Erkenntnisse von Kopernikus ließen erste Zweifel daran aufkommen. Nach weiteren Entdeckungen von Johannes Kepler und Galileo Galilei konnte sich das heliozentrische Weltbild aber erst im 18. Jahrhundert vollends gegen den Widerstand der Kirche durchsetzen.

Bearbeiten Eckpunkte der Entwicklung in der Antike

Als Einsichten und Errungenschaften der antiken Astronomen sind festzuhalten:

  • die FĂ€higkeit, die Bewegungen der Planeten und das Eintreten von Finsternissen (Saros-Zyklus) zu berechnen und vorauszusagen
  • die Erkenntnis, dass die Erde kugelförmig ist (Aristoteles, 384–322 v. Chr.: Erste Vermutungen einer kreisförmigen Erde aufgrund kreisförmiger Erdschatten bei Mondfinsternissen; um 200 v. Chr. durch Eratosthenes von Alexandria: Erste annĂ€hernd richtige Berechnung des Erdumfanges ĂŒber Winkel von Schatten an diversen Orten)
  • das Vorschlagen von Alternativen zum geozentrischen Weltbild
  • die um 150 v. Chr. von Hipparchos von Nikaia und Archimedes erstellten ersten Sternkataloge (1000 Sterne)
  • die Entdeckung der PrĂ€zessionsbewegung der Erde[15] Diese Entdeckung wird Hipparchos (um 150 v. Chr.) zugeschrieben. Seit damals ist also die permanente VerĂ€nderung der Koordinaten der Fixsterne am Nachthimmel und somit auch der Äquatorialkoordinaten Rektaszension und Deklination bekannt.

Plinius der Ältere, der 60 n. Chr. eine Gesamtdarstellung des damaligen naturkundlichen Wissens verfasste, behandelte auch die Astronomie als Himmelskunde im Unterschied zur Astrologie.

Bearbeiten Entwicklung der Astronomie in Indien, Amerika und China

Bearbeiten Indien

In der Indus-Kultur entstand ab 1000 v. Chr. eine detaillierte Kosmologie mit den göttlichen NaturkrĂ€ften Himmel, Erde, Sonne (die als glĂŒhender Stein gedeutet wurde), Mond, Feuer und den acht Himmelsrichtungen. Ein heiliges Ei ist der Ursprung der Welt, mit Schalen fĂŒr die Urerde, den Sternhimmel und dazwischen der LufthĂŒlle.

Observatorium Jantar Mantar in Jaipur

Da die vedische Astronomie in Versen stark verschlĂŒsselt ĂŒberliefert ist, ist deren Einordnung in einen grĂ¶ĂŸeren Rahmen schwierig. Allgemein ist die vedische Astronomie der babylonischen aber sehr Ă€hnlich, was, je nach Interpretation und Datierung, babylonische Vorbilder der vedischen Astronomie sowie umgekehrt bedeuten kann. Beide Positionen werden in der Astronomiegeschichte diskutiert, ebenso ist aber auch eine im Wesentlichen unabhĂ€ngige Entwicklung denkbar, da einige der Gemeinsamkeiten, wie die Teilung des Tierkreises in 360 Grad mit zwölf Sternbildern auch direkt aus der Natur hergeleitet werden können. So wird das Jahr zu 360 Tagen gerundet, die Monate aber wie heute gezĂ€hlt. Der Tag hat jahreszeitlich verschiedene LĂ€ngen („Muhurtas“ mit 9,6 bis 14,4 Stunden), die Planetenbahnen verlaufen zwischen Sonne und Polarstern. Eine erstaunliche Entsprechung zum Christentum bzw. zu Teilhard de Chardin ist erwĂ€hnenswert: Gott ist ein die Welt liebender Geist, dessen Sohn die Entwicklung des Weltalls im Auge behĂ€lt. Einen zweiten Aufschwung erlebt die indische Astronomie um 500 n. Chr. mit dem Astronomen Aryabhata, dem unter anderem das Konzept der Zahl „null“ zugeschrieben wird. Bekannt sind auch die fĂŒnf Observatorien die Jai Singh II. im frĂŒhen 18. Jahrhundert unter anderem in Delhi und Jaipur errichten ließ. Das grĂ¶ĂŸte davon, das Jantar Mantar in Jaipur, besteht aus vierzehn Bauwerken zur Beobachtung und Messung astronomischer PhĂ€nomene.

Bearbeiten Amerika

Piedra del Sol, ein aztekischer Kalenderstein

Über das astronomische Weltbild der indianischen Hochkulturen ist wenig bekannt, doch geben Kultbauten und Sternwarten zahlreiche Hinweise. Die meisten Schriften und Codices wurden durch die Konquistadoren vernichtet. Die Kalenderrechnung und die Berechnung der Planetenzyklen war zweifelsfrei hochentwickelt – siehe etwa den Maya- und den Azteken-Kalender.

Die Umlaufzeiten der damals fĂŒnf sichtbaren Planeten sind teilweise auf nur wenige Minuten bekannt. Die Dauer des Monats stimmt mit heutigen Werten auf 6 Dezimalen ĂŒberein – was pro Jahrhundert nicht einmal 1 Stunde Fehler ausmacht.

Bearbeiten China

Wesentliches Element der chinesische Philosophie ist die Harmonie von Himmel, Mensch und Erde. Himmelserscheinungen wurden daher unter diesem Gesichtspunkt beurteilt.[4] Das Bestreben der Chinesen war es, so die Deutung in der aktuellen Literatur der Volksrepublik China, Störungen dieser Harmonie vorherzusehen und somit das Zeitalter des Glaubens an unkalkulierbare Fremdbestimmung zu beenden.[16]

Altchinesische Sternkarte

Daher hatten sich die Astronomen im Kaiserreich China nicht nur um den Kalender zu kĂŒmmern, sondern auch um die Vorhersage außergewöhnlicher Himmelserscheinungen (z. B. Sonnenfinsternis) und auch um staatliche Astrologie. Sie kannten schon um 2000 v. Chr. das Lunisolarjahr mit einer 19-jĂ€hrigen Schaltregel wegen der Mondknoten (siehe auch Saros-Zyklus). Es gab ein wissenschaftliches Amt, dessen UrsprĂŒnge sich nicht mehr ausmachen lassen, sich aber bis deutlich vor Christi Geburt zurĂŒckverfolgen lassen. Dieses Amt bestand bis 1911 mit vier Haupt-Bediensteten: Der Chefastronom (Fenxiangshi), verantwortlich fĂŒr die ununterbrochene Himmelsschau, der Chefastrologe (Baozhangshi), dem die Aufzeichnungen unterstanden, der Chefmeteorologe (Shijinshi) fĂŒr WetterphĂ€nomene und Sonnenfinsternisse, und der Bewahrer der Zeit (Qiehushi), dem die Kalenderrechnung unterstand.

Diese altchinesischen Chroniken gelten noch heute als zuverlĂ€ssig und relativ vollstĂ€ndig – auch weil die Beamten fĂŒr ihre Ergebnisse mit dem Leben bĂŒrgten. So ist ĂŒberliefert, dass der Astronom Hsi-Ho wegen der versĂ€umten Vorhersage der Sonnenfinsternis vom 3. Oktober 2137 v. Chr.[17][4] geköpft wurde. Ab der Zeitenwende wurden u. a. Sonnenflecken beobachtet, was auch mit bloßem Auge bei Sonnenauf- und Untergang möglich ist, sowie Novae und Supernovae, die Gaststerne genannt werden, oder bereits 613 v. Chr. der Komet Halley.

Dem Weltbild des kaiserlichen China entsprechend gibt es fĂŒnf Himmelsareale, die vier Himmelsrichtungen und das Zentrum, das den zirkumpolaren Bereich umfasst und den kaiserlichen Palast reprĂ€sentiert. Es werden Instrumente Ă€hnlich der ArmillarsphĂ€re benutzt, doch ist unklar, ob sie auf Kontakte zur griechischen und islamischen Welt zurĂŒckgehen oder komplette Eigenentwicklungen sind. Außerdem sind chinesische Sternkarten zur Seenavigation ĂŒberliefert. Missionare trugen ab 1600 die Erkenntnisse der modernen europĂ€ischen Astronomie nach China. So wurde etwa die kaiserliche Sternwarte in der Qing-Dynastie traditionell von Jesuiten wie Ignaz Kögler oder Anton Gogeisl geleitet.

Intensive Forschungen der chinesischen Astronomiegeschichte, deren Ergebnisse er in mehreren Darstellungen veröffentlichte, betrieb der Wissenschaftshistoriker Yabuuchi Kiyoshi.

Bearbeiten Astronomie im Mittelalter

Aus dem Mittelalter sind zwei besonders markante Himmelserscheinungen ĂŒberliefert: 1054 n. Chr. beobachtete man weltweit einen neuen Stern im Sternbild Stier („Supernova 1054“), der wochenlang auch tagsĂŒber sichtbar blieb (im M1-Krebsnebel), und am 25. Juni 1178 beobachtete der Mönch und Chronist Gervasius von Canterbury eine Leuchterscheinung an der Mondsichel, bei der es sich um einen Meteoraufprall (Entstehung des Kraters Giordano Bruno?) gehandelt haben könnte.

Bearbeiten Westeuropa

Darstellung des Kepheus aus dem 9. Jahrhundert, aus den Leidener Aratea.

Im Mittelalter blieb im griechischsprachigen Byzantinischen Reich die antike astronomische Literatur weiterhin zugĂ€nglich und wurde studiert. Im lateinischsprachigen Westen hingegen stand bis zum 12. Jahrhundert nur sehr wenig von dem antiken Wissensgut zur VerfĂŒgung. Dort behielt man zwar den Lehrkanon der Sieben Freien KĂŒnste bei, in dem die Astronomie einer der vier Teile des Quadriviums war, doch in der Praxis wurde an den Klosterschulen des FrĂŒhmittelalters meist nur das Trivium gelehrt, das keinen naturwissenschaftlichen Stoff umfasste.

Im Zuge der Reformpolitik Karls des Großen wurde die Astronomie als Lehrfach aufgewertet: Der Kaiser verpflichtete alle Domkirchen zur Errichtung von Schulen, wo neben den anderen FĂ€chern des Quadriviums (Geometrie, Arithmetik und Musik) auch Astronomie gelehrt werden sollte, auch um das Wissen im Klerus zur Berechnung des Osterdatums zu stĂ€rken. Den Reformen war jedoch kein nachhaltiger Erfolg beschieden, und so blieben die Astronomiekenntnisse in der Praxis dĂŒrftig.

In der karolingischen Zeit entstanden allerdings Abschriften der astronomischen Lehrgedichte des Aratos, etwa die prachtvoll illustrierten Leidener Aratea, die vermutlich vom Hofe Ludwigs des Frommen in Auftrag gegeben wurden. Sie wurden wahrscheinlich in Lotharingien von dem nicht identifizierten, aber durch weitere Werke bezeugten Astronomus ausgefĂŒhrt. Zusammen mit Aratos bildeten die Sternbildbeschreibungen des Hyginus im Poeticon Astronomicon die weit verbreiteten Standardwerke bis zum Ende des SpĂ€tmittelalters. Die Kenntnis der klassischen Sternbildmythen stammte im Wesentlichen aus diesen beiden Werken. Die Illustrationen sind kĂŒnstlerisch hochwertig. Die Positionen, an denen die Illustratoren die Sterne setzten, haben jedoch mit dem tatsĂ€chlichen Firmament wenig bis nichts gemein; sie wurden vielmehr so gewĂ€hlt, dass sie gut zu den Figuren passten.

Die wenigen anderen erhaltenen antiken Werke zur Astronomie wurden in den Klöstern zunĂ€chst nur kopiert, mit der beginnenden Scholastik im 11. Jahrhundert auch zunehmend kommentiert. Sie durch eigene Beobachtungen zu bestĂ€tigen, zu ergĂ€nzen oder zu widerlegen entsprach jedoch nicht dem frĂŒhmittelalterlichen VerstĂ€ndnis von Wissenschaft.

Im SpĂ€tmittelalter setzte ein stĂ€rkeres Interesse an der Astronomie ein. Mit dem frĂŒhen Buchdruck wurden gerade auch astronomische Werke verbreitet. Neben Kopien der beiden oben erwĂ€hnten antiken Werke gab zum Beispiel der deutsche Astronom Regiomontanus zahlreiche astronomische BĂŒcher heraus, darunter ein Calendarium, das nach damaligen MaßstĂ€ben als Bestseller gelten kann. Regiomontanus löste sich bereits von der absoluten GĂŒltigkeit der Tradition und der alten Schriften. Eigene Beobachtung und Vergleich mit den Ergebnissen der antiken Wissenschaft sollten nach seiner Ansicht die Astronomie erneuern und helfen, „die Wahrheit“ zu finden. Mit dieser Haltung wurde er neben Nikolaus von Kues der wesentliche Wegbereiter des kopernikanischen Weltbildes. Roger Bacon (1214–1292 oder 1294) baute nach dem Vorbild von Aristoteles fĂŒr Sonnenbeobachtungen die ersten Apparate in Form einer Camera obscura und beschrieb 1267 den Aufbau einer Linse korrekt.[18]

Bearbeiten Islamische Astronomie

Arabisches Astrolabium um 1208

Nachdem im Römischen Reich die Astronomie zwar noch gelehrt, aber nicht mehr erweitert wurde, ergab sich ein Fortschritt erst wieder mit der islamischen Expansion. Die fĂŒhrenden Wissenschaftler waren hĂ€ufig auch Hofastronomen oder Hofmathematiker. Die arabischen Leistungen betrafen vor allem die Astrometrie: genaue Beobachtungen des Himmels wurden durchgefĂŒhrt – vor allem auch zu astrologischen Zwecken, obwohl der Islam den versuchten Blick in die Zukunft ungern sah und Astrologie eigentlich nicht erlaubte – und Sternkataloge erstellt, die wesentlich zu den heute ĂŒblichen Sternnamen beitrugen. Auch Instrumente wie das Astrolabium wurden weiterentwickelt.

Theorie der Mondfinsternisse, al-Biruni

Ohne Teleskope waren die islamischen Astronomen jedoch nicht zu bedeutenden Erweiterungen der antiken Erkenntnisse in der Lage. Das geozentrische Weltbild wurde allgemein anerkannt, nur seine Details, wie Epizykeln oder SphĂ€ren, wurden zunĂ€chst diskutiert, korrigiert und erweitert. Aufgrund der seit der Niederlegung dieser Theorien verflossenen Zeit, in der sich die Fehler akkumuliert hatten, waren die Diskrepanzen der antiken Theorien mit den Beobachtungen fĂŒr die islamischen Gelehrten offensichtlich. Im 16. Jahrhundert, als sich auch in Europa die kopernikanische Wende vollzog, lehnten islamische Gelehrte die antiken Weltbilder zunehmend ab. Inwieweit diese beiden Wege unabhĂ€ngig waren, oder ob Kopernikus ĂŒber Umwege Kenntnis der islamischen Entwicklungen hatte, ist nicht bekannt.

Viele Fortschritte der islamischen Astronomen blieben letztlich ohne Folgen, so wie zum Beispiel das von Ulug Beg zu Beginn des 15. Jahrhunderts erbaute Observatorium von Samarkand. Als das beste seiner Zeit wurde es nach nur einer Generation von Ulug Begs Nachfolgern geschleift und dem Verfall ĂŒberlassen. Andere islamische Observatorien erlitten ein Ă€hnliches Schicksal, nur das von Nasir Al-din al-Tusi 1264 erbaute Observatorium von Maragha ĂŒberlebte seinen Erbauer um immerhin fast vierzig Jahre, bevor es zwischen 1304 und 1316 geschlossen wurde. Obwohl die islamischen Astronomen die Fehler der antiken Theorien erkannten und sie verbesserten, bestand ihre aus heutiger Sicht wichtigste Leistung dennoch im Bewahren, Übersetzen und teilweise Erweitern der antiken Naturwissenschaft, wozu die europĂ€ische Kultur wĂ€hrend des FrĂŒhmittelalters kaum in der Lage war. Mit dem Ende der BlĂŒtezeit des Islams im 15. Jahrhundert vermochte die islamische Astronomie der europĂ€ischen aber kaum noch Impulse zu geben, und ihre Leistungen wurden schließlich durch die europĂ€ische Renaissance ĂŒberholt und gerieten in Vergessenheit.

Der Entwicklungsstand der islamischen Astronomie ist auch exemplarisch fĂŒr die Astronomie anderer Kulturkreise, die ein Ă€hnliches Niveau erreichten, sich aber (ebenfalls ohne Teleskope) nicht darĂŒber hinaus entwickeln konnten. Besonders erwĂ€hnenswert sind die indische oder vedische Astronomie, die chinesische und die prĂ€kolumbische Astronomie der indianischen Hochkulturen. Alle diese Kulturen besaßen ein in vielen Jahrhunderten angesammeltes beobachterisches Wissen, mit dem sich die periodischen PhĂ€nomene des Planetensystems vorhersagen ließen.
SpÀtmittelalterliche Astronomen unter der Anleitung der Muse Astronomia

Bearbeiten Kultureller Austausch mit dem Islam

Durch den kulturellen Austausch mit den islamischen LĂ€ndern, insbesondere nach der Errichtung der Kreuzfahrerstaaten im Nahen Osten im 12. Jahrhundert und im Verlauf der spanischen Reconquista, gelangten die Werke des Aristoteles und PtolemĂ€us ĂŒber den Zwischenschritt der arabischen Übersetzung wieder in den Westen. Erst byzantinische Emigranten brachten schließlich die antiken Werke nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Original, beziehungsweise in griechischer Abschrift, nach Mitteleuropa. Auch im Hochmittelalter standen philosophisch-theologische Betrachtungen des WeltgebĂ€udes eher im Brennpunkt als konkret beobachtete Himmelsereignisse. Die unterschiedlichen Modelle der HimmelssphĂ€ren, wie sie etwa in den wiederentdeckten Werken des Aristoteles und des PtolemĂ€us beschrieben wurden, wurden ausfĂŒhrlich diskutiert und beispielsweise Fragen nach der Anzahl der SphĂ€ren erörtert, oder ob sich die FixsternsphĂ€re einmal am Tag drehe oder die Erde. An den Prinzipien dieser Kosmologie bestanden jedoch keine Zweifel.

Bearbeiten Astronomie in der Renaissance

Nicolaus Copernicus

Das Zeitalter der Renaissance markiert die BlĂŒte der klassischen Astronomie als Wissenschaft vom geometrischen Aufbau des Universums, einer Wissenschaft, die sich aber erst in AnsĂ€tzen der Erforschung der physikalischen HintergrĂŒnde der Sternbewegung widmete. Astrologie und Astronomie waren bis in die Renaissance hinein nicht widersprĂŒchlich, aber auch nicht, wie gelegentlich behauptet, identisch. Viele Astronomen erstellten noch bis in das 17. Jahrhundert auch Horoskope fĂŒr ihre Auftraggeber, sahen darin aber nicht ihre HaupttĂ€tigkeit. Die klassische Astronomie befasst sich nur mit den Positionen der Sterne und Planeten und deren exakter Berechnung, erst die Astrologie mit der Deutung dieser Positionen fĂŒr die irdischen Ereignisse. In diesem Sinne war astronomische Kenntnis lediglich die Voraussetzung fĂŒr Astrologie.

Die europĂ€ische Astronomie lebte durch die Arbeiten von Nicolaus Copernicus nach 1500 wieder auf. Nach Beobachtungen des Mondes gegen den Hintergrund der Fixsterne zweifelte er am geozentrischen Weltbild und arbeitete ein Modell aus, in dem die Sonne im Mittelpunkt des Kosmos steht. 1543 stellte er es in seinem Buch „De Revolutionibus Orbium Coelestium“ vor.

Keplers Modell des Sonnensystems. Aus: Mysterium Cosmographicum (1596)
Tychos Mauerquadrant um 1600

1427 gelang Regiomontanus die Erstmessung des Winkeldurchmessers eines Kometen (etwa in der Zeit, in der um 1479, als die Errichtung des „Sonnensteins“ im Atztekenreich vorgenommen wurde (Sonnenkalender und -kult). 1519–1522 gelang FernĂŁo de MagalhĂŁes (Magellan) die Erstumsegelung der Erde – die Entdeckung der Magellanstraße, der Philippinen und die Wiederentdeckung der Magellanschen Wolke am SĂŒdhimmel (sowie der Datumsgrenze). Eine neue Epoche der Astronomie leitete Nicolaus Copernicus ein. Er legte im Mai 1543 in seinem Buch „De revolutionibus orbium coelestium“ mathematisch dar, dass ĂŒber die Planetenbewegungen (die Vermutung der antiken griechischen Astronomen s. o.), die HimmelsphĂ€nomene auch mit einem heliozentrischen Weltbild korrekt beschrieben werden können. 1568 verbesserte Daniele Barbaro die „Camera obscura“ durch Benutzung einer Linse und leistete damit wesentliche Vorarbeit fĂŒr die Astronomen spĂ€terer Generationen.[18] Noch vor 1580 vermaß Tycho Brahe erstmals Kometenbahnen und zog daraus Schlussfolgerungen auf deren Entfernung (1577) – die großen „astronomischen“ Distanzen wurden greifbar. Tycho beobachtete zudem 5 Jahre zuvor (1572) eine Supernova sowie die Marsbahn, und nachdem 1603 Johann Bayer den ersten neuzeitlichen Sternkatalog (Uranometria) veröffentlicht hatte, beschrieb 1609 Johannes Kepler in seinem Buch „Astronomia Nova“ das nach ihm benannte 1. und 2. keplersche Gesetz der Planetenbewegungen um die Sonne genauer (seine zuvor erschienenen Werke können als Wegbereiter seiner „Astronomia Nova“ gelten). Somit lag eine korrekte Beschreibung der Planetenbewegungen aus heliozentrischer Sicht vor. Die nötige Vorarbeit hatte Tycho Brahe mit dem von ihm entwickelten Mauerquadranten geleistet. Dieses Instrument löste die seit der Antike gebrĂ€uchliche ArmillarsphĂ€re als Universalinstrument ab. Die Genauigkeit von Brahes Positionsmessungen der Planeten ermöglichten Johannes Kepler erst die Entdeckung der Gesetze der Planetenbewegung.

Die Erfindung des Fernrohrs zu Beginn des 17. Jahrhunderts besiegelte die Zeitenwende der Astronomie. Galileo Galilei entdeckte mit dessen Hilfe die vier inneren Monde des Jupiter und die Phasen der Venus. Diese Entdeckungen wurden zum Teil 1610 in „Sidereus Nuncius“ veröffentlicht. Dadurch wurde das ptolemĂ€ische Weltbild nachhaltig geschwĂ€cht und deutlich, dass das kopernikanische Weltbild ebenso wie das geozentrische Modell von Brahe mit den Beobachtungen vertrĂ€glich sind. Ein entscheidender Beweis war zu dieser Zeit weder theoretisch, noch praktisch möglich. Der darauf folgende Streit mit der Kirche endete zwar mit dem juristischen Sieg der Inquisition gegen Galilei, begrĂŒndete aber ein problematisches VerhĂ€ltnis zwischen Kirche und Naturwissenschaften.

Bearbeiten Astronomie im Zeitalter der Vernunft

Die europĂ€ischen FĂŒrsten förderten die Astronomie zunehmend an ihren Höfen als Zeichen ihrer Kultur und Bildung, wodurch sich ein personeller wie finanzieller Aufschwung der Forschung ergab. Daneben wurden Nationalobservatorien gegrĂŒndet, wie zum Beispiel das Royal Greenwich Observatory oder die Pariser Sternwarte. Deren Aufgabe war es vor allem, Tabellen fĂŒr die Seefahrt zu liefern und das LĂ€ngenproblem zu lösen, daneben betrieben sie aber auch astronomische Forschung. WĂ€hrend die Forschung der Hofastronomen an das persönliche Interesse der FĂŒrsten gebunden war, konnten sich an den Nationalobservatorien lĂ€ngerfristige Forschungstraditionen entwickeln, so dass solche unabhĂ€ngigen Sternwarten spĂ€testens mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts eine FĂŒhrungsrolle in der Forschung einnahmen.

Bearbeiten Das 17. Jahrhundert

Wilhelm Herschels 40-Fuß-Teleskop von 1789

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts zog die Möglichkeit in der Astronomie ein, Himmelskörper mit Hilfe neu entdeckter, optischer Instrumente zu beobachten. Das erste funktionsfÀhige Fernrohr wurde in den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden gebaut. Wer der tatsÀchliche Erfinder war, ist umstritten.[18]

1609 veröffentlichte Johannes Kepler sein Werk Astronomia Nova mit den ersten beiden keplerschen Gesetzen. Der Astronom Simon Marius entdeckte 1612 unsere Nachbargalaxie, den Andromedanebel durch das Teleskop wieder (sie war erstmals vom persischen Astronomen Al-Sufi im 10. Jahrhundert entdeckt worden[19]). Schon 1610 veröffentlichte Galileo Galilei sein Buch „Sidereus Nuncius“, in dem er von seinen Neuentdeckungen per Fernrohr berichtete. 1632 erschien sein „Dialog ĂŒber Weltsysteme“, jedoch musste er am 22. Juni 1633 vom heliozentrischen Weltbild abschwören und starb am 8. Januar 1642. Johann Baptist Cysat entdeckte 1619 neue, physikalisch zusammengehörige Doppelsternsysteme. Das fĂŒhrte zu Spekulationen ĂŒber Planetensysteme um andere Sterne, eine Möglichkeit, die zuvor nur philosophisch, ausgehend von Giordano Bruno, diskutiert worden war.

Vier Jahre, nachdem 1651 Giovanni Riccioli die erste Mondkarte veröffentlichte, gelang 1655/56 Christiaan Huygens und Giovanni Domenico Cassini die Entdeckung der Saturnringe, des Mondes Titan und des Orionnebels (Huygens, veröffentlicht 1659 in „Systema Saturnium“) und Cassini fand vier weitere Saturnmonde. Huygens erkannte als erster die wahre Natur der Ringe des Saturn.

1668 kam Isaac Newton auf die Idee, das Licht mit Spiegeln statt mit Linsen aus Glas zu bĂŒndeln – die Erfindung des Spiegelteleskops. Auch gelang ihm 1669 die Entdeckung der Massenanziehung (Gravitation) und die erste Theorie zur ErklĂ€rung des PhĂ€nomens „Licht“ als Teilchenstrahlung, so dass das VerstĂ€ndnis des Kosmos langsam auf eine neue Basis gestellt wurde. Er legte mit dem 1687 erschienenen epochalen Werk Philosophiae Naturalis Principia Mathematica die ersten Grundlagen der Astrophysik, indem er die keplerschen Gesetze auf seine Theorie der Gravitation zurĂŒckfĂŒhrte.

Hale-Bopp – ein Komet; aufgenommen von Geoff Chester am 11. MĂ€rz 1997

In dieser Zeit entdeckte Cassini 1671 die Saturnmonde Japetus, 1672 Rhea, 1684 Tethys und Dione. Und von 1683 bis 1686 fanden und erklÀrten Cassini und Nicolas Fatio de Duillier das Zodiakallicht.

Bearbeiten Berechnung der Lichtgeschwindigkeit

1676 bewies Olaf Römer ĂŒber Verzögerung der Jupitermondverfinsterungen in AbhĂ€ngigkeit von deren Erdabstand, dass die Lichtgeschwindigkeit endlich ist. Nach seiner entscheidenden Vorarbeit wurde sie erstmals 1678 von Christiaan Huygens mit etwa 213.000 km/s berechnet (der heutige Wert lautet c = 299792,45 km/s), indem er die Laufzeitangabe (22 min = 1320 s) von Römer und den Erdbahndurchmesser (280 Millionen km in heutigen Einheiten) von Cassini verwendete (erschienen in Abhandlung vom Licht, 1790).

Bearbeiten Das 18. Jahrhundert

Bearbeiten Die Vorhersage eines Kometen

Newton folgerte in seiner Principia, dass Kometen sich Ă€hnlich den Planeten, aber in langgestreckten Ellipsen um die Sonne bewegen ("Diximus Cometas esse genus Planetarum in Orbibus valde excentricis circa Solem revolventium"). Durch Vergleichen der ĂŒberlieferten Kometensichtungen mĂŒssten sich wiederkehrende Objekte zeigen. Edmond Halley ĂŒbernahm diese Aufgabe und veröffentlichte 1705 seine Berechnungen. Er postulierte, dass der Komet von 1682 mit frĂŒheren Erscheinungen in den Jahren 1607 und 1531 identisch sein mĂŒsse und leitete daraus seine Wiederkehr fĂŒr 1758/59 ab. Das Eintreffen dieser Prognose war ein großer Triumph der newtonschen Theorie, aber auch einzigartig. Viele Kometen wurden in dieser Zeit vorhergesagt, sogar zwei weitere von Halley. Erst 1822 wurde ein kleiner (nur durch ein Fernrohr sichtbarer) Komet auch als periodisch bestĂ€tigt (2P/Encke). Dass ein Bauer aus Sachsen (Palitzsch) und nicht die Berufsastronomen in Paris oder London den 1P/Halley entdeckte, war ein Ergebnis der Popularisierung der modernen Wissenschaften und sorgte zusĂ€tzlich fĂŒr eine Sensation.

Bearbeiten „Alles ist in Bewegung“ (Panta rhei)

1718 stellte Halley durch Vergleich mit antiken Sternkarten die These der Eigenbewegung der Fixsterne auf.

1755 entwarf Immanuel Kant erste Theorien ĂŒber eine rein aus mechanischen VorgĂ€ngen resultierende Entstehung unseres Sonnensystems.

1761 wird von mehreren Beobachtern des Venustransits am 6. Juni die erste außerirdische AtmosphĂ€re erkannt.

1769 beteiligte sich James Cook auf Tahiti als einer von mehreren auf der Erde verteilten Beobachtern des Venustransits am 3. Juni an der fĂŒr weit ĂŒber ein Jahrhundert genauesten Entfernungsbestimmung Erde-Sonne.

Bearbeiten Die Entdeckung von Uranus und Neptun

Galilei zeichnete Neptun 1612 auf[20].

Der Planet Uranus war, obwohl er mit freiem Auge unter gĂŒnstigen VerhĂ€ltnissen sichtbar ist, von den antiken Astronomen nicht als Planet erkannt worden. Nach Erfindung des Fernrohres war er erstmals von John Flamsteed am 23. Dezember 1690 gesichtet und als Fixstern „34 Tauri“ katalogisiert worden.[21] Am 13. MĂ€rz 1781 hielt Wilhelm Herschel „34 Tauri“ zunĂ€chst fĂŒr einen Kometen. Die Idee, dass es ein weiterer Planet sein könnte, stammt von Nevil Maskelyne. 1787 entdeckte Herschel die Uranusmonde Titania und Oberon und 1783 auch die Eigenbewegung der Sonne in Richtung auf die Sternbilder Hercules und Leier. Damit war unsere Sonne endgĂŒltig einer von vielen Sternen, die sich in unserer Milchstraße bewegen und der Wissensstand bezĂŒglich der Objekte des Himmels war erweitert worden. FĂŒr die Astronomen jener Zeit war die Entdeckung so bedeutend, dass die Position, an der Uranus entdeckt wurde, noch Jahrzehnte darauf mit in die Sternkarten aufgenommen wurde. Angeregt durch den Erfolg Herschels fahndeten die Astronomen nach weiteren Planeten und wurden mit den Objekten des AsteroidengĂŒrtels fĂŒndig. Da Uranus bereits ein Jahrhundert zuvor als Stern katalogisiert worden war, ohne ihn als Planeten zu erkennen, standen bald ausreichend Daten zur VerfĂŒgung, um Störungen in der Uranusbahn zu erkennen. Aufgrund dieser Störungen wurde ein weiterer Planet mathematisch vorausgesagt, der in Neptun 1846 schließlich von Johann Gottfried Galle [22] gefunden werden sollte. Schon Galilei hatte Neptun am 27. Dezember 1612 gesehen, ihn aber nicht als Planeten erkannt.[20]

Bearbeiten Das 19. Jahrhundert

Karte der MarsoberflÀche nach Schiaparelli

In dieser Epoche entwickelte sich das Wissen um die physikalischen Grundlage der astronomisch beobachteten Himmelserscheinungen, das Licht. 1800 entdeckte Wilhelm Herschel die Infrarotstrahlung, 1802 William Hyde Wollaston die Absorptionslinien im Spektrum des Sonnenlichtes. UnabhĂ€ngig von William Hyde Wollaston beschrieb Joseph von Fraunhofer 1813 die nach ihm benannten fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum und erfand ein Jahr spĂ€ter das Spektroskop. Durch die Forschungen von Gustav Robert Kirchhoff und Robert Wilhelm Bunsen wurde es im Jahre 1859 möglich, die Absorptionslinien im Sonnenspektrum zu erklĂ€ren und somit eine der wesentlichsten Grundlagen fĂŒr die moderne Astronomie zu legen; die Astrophysik entstand. Die Himmelsobjekte wurden mit Hilfe der Spektralanalyse in Klassen eingeteilt, die spĂ€ter auf physikalische Gemeinsamkeiten zurĂŒckgefĂŒhrt werden konnten. 1890 begann eine Gruppe Astronomen, unter ihnen Williamina Fleming, Antonia Maury und Annie Jump Cannon die Klassifikation der Sterne nach deren Spektrum (Spektralklasse) zur erarbeiten.

Ein weiterer großer Schritt war die Ablösung des Auges als Beobachtungsinstrument durch die Fotografie. Die erste lichtbestĂ€ndige Fotografie wurde 1826 von Joseph NicĂ©phore NiĂšpce angefertigt. 1840 nahm John William Draper das erste Foto des Mondes[23] mittels Daguerreotypie auf. Dadurch wurden die Beobachtungen in den Folgejahren nicht nur objektiver, sondern stundenlange Belichtungen eröffneten die Möglichkeit, lichtschwĂ€chere Objekte wesentlich detailreicher zu erforschen. Einer der ersten Astronomen, der sie einsetzte, war auch der Jesuit Angelo Secchi, Direktor des Vatikanischen Observatoriums; er gilt auch als der Wegbereiter der Spektralanalyse.

Friedrich Wilhelm Bessel fand 1862 mit Hilfe alter Berechnungen von 1844 einen Begleitstern des Hundssternes auf (Sirius B), der sich spĂ€ter als ein Zwergstern von besonders hoher Dichte herausstellte. 1877 fanden Asaph Hall die zwei Monde des Mars und Schiaparelli die scheinbaren „MarskanĂ€le“ – in der Folge erhielten Spekulationen ĂŒber „Marsmenschen“ neuen Auftrieb. 1898 meldete Gustav Witt die Entdeckung des Asteroiden Eros.

Bearbeiten Das 20. Jahrhundert

Bearbeiten 1900–1930

1900 veröffentlichte Max Planck das plancksche Strahlungsgesetz; ein Hinweis auf die Entropie des Universums und Wegbereiter der Quantentheorie. 1901 beobachtete Charles Dillon Perrine zusammen mit George Willis Ritchey Gasnebel um den Stern Nova Persei, die sich scheinbar mit Überlichtgeschwindigkeit bewegten, wenige Jahre spĂ€ter entdeckte er zwei Jupitermonde. 1906 entdeckte Max Wolf den ersten Trojaner (Achilles) und etwa im selben Zeitraum Johannes Franz Hartmann erste Hinweise auf die Existenz interstellarer Materie.

1913 entwickelte Henry Norris Russell aufbauend auf den Arbeiten von Ejnar Hertzsprung das s. g. Hertzsprung-Russell-Diagramm. Dabei handelt es sich um ein, auf spektralanalytischer Einteilung basierendes Verfahren, aus dem Hinweise auf den Entwicklungszustand von Sternen abgeleitet werden können.

Am 30. Juni 1908 erfolgte der gigantische Einschlag des Tunguska-Meteoriten (40 km2 verwĂŒstet), und 1920 die Auffindung des schwersten Eisenmeteoriten aller Zeiten (SW-Afrika, 60 t, 3 m × 2,8 m × 1,2 m). 1923 gelang u. a. Edwin Hubble der Nachweis, dass der Andromedanebel (M 31) weit außerhalb der Milchstraße liegt, es also auch andere Galaxien gibt. 1927 fand Georges LemaĂźtre mit Hilfe der, von Milton Lasell Humason nachgewiesenen Rotverschiebung die Expansion des Weltalls. 1929 legte Hubble ĂŒberzeugend einen linearen Zusammenhang zwischen Rotverschiebung und Entfernung von Galaxien dar. Trotzdem seine Berechnungen zwischenzeitlich mehrfach verbessert wurden trĂ€gt die so errechnete fundamentale GrĂ¶ĂŸe der Kosmologie (Hubble-Konstante) seinen Namen. Die sich aus dieser GrĂ¶ĂŸe ergebende Hubblezeit bezeichnet den Zeitpunkt, zudem rechnerisch die Expansion des Weltalls begonnen hat (Urknall). Hubble selbst berechnete etwa 2 Milliarden Jahre; heutzutage wird ein Wert von knapp 14 Milliarden Jahren postuliert.

Neptun, der fĂŒr Bahnabweichungen des Uranus verantwortlich gemacht worden war, war zwar 1846 gefunden worden, doch in den Bahnen der beiden Planeten gab es immer noch unerklĂ€rliche Abweichungen. Also suchte man weiter nach einem hypothetischen neunten Planeten, „Transneptun“.[24]

Bei dieser Suche hatte Percival Lowell (1855–1916) 1915 Pluto fotografiert, ihn aber zu diesem Zeitpunkt nicht als Planet erkannt. Erst am 18. Februar 1930 entdeckte ihn Clyde Tombaugh [25] im von P. Lowell gegrĂŒndeten Lowell-Observatorium durch Vergleiche einiger Himmelsaufnahmen am Blinkkomparator auf fotografischen Platten. Pluto wurde bis in die jĂŒngste Vergangenheit als neunter Planet bezeichnet.

Bearbeiten Mitte des 20. Jahrhunderts

Im Laufe seiner Arbeit am Observatorium auf dem Pic du Midi fand Bernard Lyot, dass die OberflĂ€che des Mondes Eigenschaften von vulkanischem Staub aufweist und auf dem Mars SandstĂŒrme auftreten. 1931 fand Karl Guthe Jansky die Radioquelle „Sagittarius A“. In den Folgejahren entwickelten dann 1933 auch Walter Baade und Fritz Zwicky ihre Theorien ĂŒber den Übergang von Supernovae in Neutronensterne: die Materiedichte dort musste hierin der der Atomkerne entsprechen. Die Antwort auf die Frage, was in Sternen vorging, bevor diese zu solchen Neutronensternen kollabierten, gelang 1938 Hans Bethe und Carl Friedrich von WeizsĂ€cker, die die Wasserstoff-Fusion zu Helium im C-N-Cyclus entdeckten (stellarer Fusionsprozess, Bethe-WeizsĂ€cker-Zyklus; im gleichen Jahr, in dem Nicholson den 10. und 11. Jupitermond, Lysithea und Carme, fand). Somit konnte man davon ausgehen, dass Sterne durch Wasserstoff-Fusion aufleuchten und brennen, bis ihr Wasserstoffvorrat thermonuklear ausgebrannt ist. Danach kommt es zum „Helium-Flash“, in dessen Folge Helium zu schwereren Elementen fusioniert wird. 1965 fanden Kippenhahn, Thomas, Weigert u. a. Astronomen und Kernphysiker heraus, dass die Fusion von Wasserstoff und Helium im Riesenstern auch nebeneinander ablaufen kann (ab ca. drei Sonnenmassen). Das Endstadium dieser Prozesse ist dann ein Schwarzes Loch.

Ein erster Radarkontakt zu einem Himmelskörper gelang schon 1946, am 10. Januar (1. Radarecho vom Mond, WeglĂ€nge 2,4 Sekunden), und 1951 folgte die Entdeckung der kosmischen 21-cm-Radiostrahlung (vom interstellaren Wasserstoff) und spĂ€ter der 2,6-mm-Strahlung (vom Kohlenmonoxid) und 1965 die Entdeckung der 3K-Hintergrundstrahlung („Echo des Urknalls“, ebenfalls 1956 Erstempfang von Radiostrahlung elektrischer Entladungen aus der VenusatmosphĂ€re) – die Radioastronomie war erfunden.

Bearbeiten Die 1970er Jahre

Am 12. Mai 1971 ging in Effelsberg, Eifel, das erste deutsche Radioteleskop in Betrieb. Doch auch in der optischen Astronomie wurde weitergeforscht: 1973 nahm James van Allen eine systematische Himmelsdurchmusterung vor, pro Quadratgrad wurden bis hinab zur Helligkeit von nur +20m) 31600 Sterne und 500 Galaxien registriert, also 1,3 Milliarden Sterne und 20 Millionen Galaxien (mit je ca. 200 Milliarden Sternen). Derweil entwarf 1974 Stephen Hawking seine Theorie der Emission virtueller Teilchen aus Schwarzen Löchern. Im gleichen Jahr, am 29. MĂ€rz, erreichte mit Mariner 10 mit Hilfe der Swing-by-Technik (Venuspassage 5. Februar 1974) erstmals eine Sonde den innersten Planeten Merkur (weitere Merkurpassagen 21. September 1974, 16. MĂ€rz 1975 usw. – alle 176 Tage). Am 10. MĂ€rz 1977 wurden die Ringe des Uranus erstmals beschrieben.[26]

Viele weitere AktivitĂ€ten in Astronomie und Raumfahrt verfolgten ab Mitte der 70er Jahre auch die Frage ob es weitere bewohnbare oder gar bewohnte Welten gebe. Ein erster aktiver Versuch zur Kontaktaufnahme mit außerirdischen Zivilisationen wurde am 16. November 1974 unternommen (Aussendung eines 1,679 kB-Radiosignals zum Kugelsternhaufen M13; Signalankunft dort: Etwa im Jahre 27.000 n. Chr.). Zwei Jahre spĂ€ter (1976) gelang Joachim TrĂŒmper die Entdeckung eines stellaren Supermagnetfeldes (ĂŒber 58-keV-Strahlung der gyrierenden Elektronen bei HZ Herculis: 5 · 1012 Gauß – Erdmagnetfeld an der OberflĂ€che: ca. 0,5 Gauß!) und Charles Kowal fand 1977 den ersten Kentauren Chiron (ferner Planetoid, Durchmesser 200–600 km, Bahnradius 8,5–18,9 AE) – in dem Jahr, in dem auch das Ă€ußere Sonnensystem in das Interesse der Raumfahrt rĂŒckte:

Jupiternahaufnahme von Voyager 1 (1979)

Bearbeiten Raumfahrt – Sonden

Am 3. MĂ€rz 1972 startete die NASA die Sonde Pioneer 10. Sie war zum 3. Dezember 1973 die erste Raumsonde, die am Planeten Jupiter vorbei flog. Die Schwestersonde Pioneer 11 hob am 6. April 1973 ab, passierte am 3. Dezember 1974 den Jupiter und flog am 1. September 1979 als erste Sonde am Saturn vorbei.

Sondentyp Voyager

Am 5. September 1977 startete die NASA Voyager 1, der eine Jupiterpassage nach 675 Mio. km Reise am 5. MĂ€rz 1979 gelang, ihre Saturnpassage folgte im November 1980. Am 20. August 1978 startete mit Voyager 2 die erfolgreichste Swing-by-Raumsonde aller Zeiten in das Ă€ußere Sonnensystem (Missionsdaten: Jupiterpassage 9. Juli 1979, Saturnpassage, Uranusvorbeiflug Januar 1986, Neptunpassage 1989), und noch als sie auf die Reise ging, meldete James W. Christy die Entdeckung des Plutomondes Charon. 1977/78 entdeckte man auch erstmals organische MolekĂŒle in den Fernen des Weltalls in der interstellaren Materie: z. B. EssigsĂ€ure, Methylcyan, Aminomethan, Ethanol usw., ein radioastronomischer Hinweis auf eine mögliche chemische Evolution, und die unbemannte Raumfahrt stieß an die Grenzen unseres Sonnensystems (1979/1980 mit Pioneer 11, Voyager 2: Entdeckung zahlreicher Jupiter- und Saturnmonde, Erstfotografie und -durchflug des Saturnringes, 1984, Pioneer 10: Erste Plutobahn-Passage einer Raumsonde 1983[27] – elf Jahre nach ihrem Start.

Bearbeiten Die 1980er und 1990er Jahre

Die Sonde ISEE-3 flog (1985, 11. September) erstmals durch einen Kometenschweif (mit Gasanalyse: Sonde ISEE-3 bei Giacobini-Zinner). In der Stellar-Astronomie galt die Supernova von 1987 als die Sensation der 80er Jahre (24. Februar: Erstregistrierung und -fotografie eines Supernova-Ausbruchs in der Großen Magellanschen Wolke (LMC), deren Neutrinos die Erde noch vor den ersten optisch wahrnehmbaren Signalen erreichten.[28] Die Instrumente, die den Astronomen zur VerfĂŒgung standen, wurden immer besser, genauer, auch komplizierter – aber mit Beginn der 90er Jahre war es erstmals möglich, optische Beobachtungen von außerhalb der störenden AtmosphĂ€re vorzunehmen: Am 24. April 1990, meldete die NASA den Start des Weltraumteleskops Hubble mit dem Space-Shuttle Discovery. Das neue BeobachtungsgerĂ€t ermöglichte – frei von Störungen durch die ErdatmosphĂ€re – in den Folgejahren Himmelsaufnahmen von neuer, großartiger Auflösung. Am 6. August 1993 kam es so zur Entdeckung von Stickstoffeis auf Pluto (statt des zuvor vermuteten Methaneises). Am 27. Dezember 1999 wurde eine Reparatur des Weltraumteleskopes Hubble erforderlich – es half so u. a. weiterhin bei der Entdeckung und Erstfotografie von Braunen Zwergen und gigantischen „Superplaneten“ außerhalb unseres Sonnensystems.

Auch Sonden erforschten das Sonnensystem weiter: Galileo erreichte am 28. August den Planetoiden Ida und war am 29. Oktober 1991 bei Gaspra, Ulysses flog am 13. September 1994 ĂŒber den SonnensĂŒdpol und die Galileo-Landekapsel am 7. Dezember 1995 sogar in die JupiteratmosphĂ€re: Erstmals konnte die GashĂŒlle eines Gasplaneten spektroskopisch untersucht werden. Alan Hale und Thomas Bopp veröffentlichten die Entdeckung des Kometen am 22. Juli 1995 Hale-Bopp nahe der Jupiterbahn. Der Komet erreichte im MĂ€rz 1997 eine scheinbare Helligkeit von −1m (Er wurde 130 mal heller als der Halleysche Komet). Hinweise auf außerirdisches Leben sollen 1996 in dem vom Mars stammenden Antarktis-Meteoriten ALH 84001 (Alter 3,6 Mrd. Jahre) entdeckt worden sein (umstritten).

Bearbeiten Planeten in anderen Sonnensystemen

Mit der Entdeckung eines ersten nichtstellaren Himmelskörpers außerhalb unseres Planetensystems machte die Astronomie eine sprunghafte Entwicklung in Sachen Exoplaneten-Suche durch: Am 12. Dezember 1984 meldeten Mc Carthy u. a. die Erstentdeckung eines nichtstellaren Himmelskörpers außerhalb des Sonnensystems, IR-astronomisch: Er entpuppte sich als ein „Brauner Zwerg“ bei Stern Van Briesbroeck 8 (Entfernung 21 Lichtjahre, ca. 30–80 Jupitermassen). Mitte der 1990er wurden erstmals Exoplaneten, d. h. Planeten außerhalb des Sonnensystems gefunden, zuerst um einen Pulsar, 1995 dann um einen Hauptreihenstern. Seither nahm die Zahl der bekannten Exoplaneten stĂ€ndig zu.

Bearbeiten Das 21. Jahrhundert

Im 21. Jahrhundert wurde an den Bausteinen der Materie des Kosmos ebenso wie an seinen Objekten in den Fernen des Weltraums weiter geforscht. So wurden z. B. viele weitere extrasolare Planeten (Exoplaneten, Planemos) entdeckt.[29] Im Mai 2006 waren schon ĂŒber 130 Planetensysteme bekannt. Auf den bis dahin entdeckten Planeten ist ein Leben Ă€hnlich dem auf der Erde, also mit wĂ€ssriger Biochemie, ausgeschlossen, allerdings liegt die Entdeckung erdĂ€hnlicher Planeten noch außerhalb der technischen Möglichkeiten. Mit Methoden wie der Interferometrie hoffen Astronomen jedoch, schon bald nach erdgroßen Planeten um benachbarte Sterne suchen und spĂ€testens in der nĂ€chsten Generation deren AtmosphĂ€ren spektroskopieren zu können.

Am 11. Juni 2007 meldete die NASA einen neuen „Rekord“. Sie konnte nachweisen, dass 55 Cancri (Fixstern im Sternbild Krebs, etwa 41 Lichtjahre entfernt) von fĂŒnf Planeten umkreist wird. Einer der neu gefundenen Planeten hat 45 Erdmassen und umkreist 55 Cancri in der bewohnbaren Zone, also in der Zone in der Wasser flĂŒssig sein kann.[30]

Voyager 1, die Raumsonde, die 1977 gestartet worden war, ist das am weitesten von der Erde entfernte, von Menschen gemachte Objekt. Die Entfernung wird auf etwa 16 Lichtstunden geschĂ€tzt, an der mutmaßlichen Grenze der HeliosphĂ€re. Die Sonde sendet noch immer Signale und wird dies voraussichtlich bis 2020 tun.

Die Liste der vor ĂŒber hundert Jahren begonnenen Suche nach transneptunischen Objekten in dieser Ă€ußeren Region (KuipergĂŒrtel) unseres Sonnensystems ist mittlerweile lang geworden.

Das Weltraumteleskop Hubble, im Hintergrund die Erde

Dem Verstehen der physikalischen Welt durch die Astronomie gelten der Vorschlag Arthur Eddingtons von 1920, die Kernfusion als Energiequelle der Sterne in Betracht zu ziehen, und das Erkennen der Spiralnebel als extragalaktische Objekte durch Edwin Hubble 1923 sowie dessen Idee eines sich ausdehnenden Universums von 1929, die er nach einem Vergleich zwischen Entfernung und Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien entwickelte, als Meilensteine. Das Modell des aus einem Urknall heraus expandierenden Universums ist heute allgemein anerkannt.

Albert Einstein lieferte mit seiner speziellen und allgemeinen RelativitĂ€tstheorie die Grundlage fĂŒr viele Theorien der modernen Astrophysik. So basiert beispielsweise die oben genannte Kernfusion auf der Äquivalenz von Masse und Energie, bestimmte extreme Objekte wie Neutronensterne und Schwarze Löcher bedĂŒrfen der allgemeinen RelativitĂ€tstheorie zur Beschreibung und auch die Kosmologie basiert in weiten Teilen auf dieser Theorie.

Ein 900 Lichtjahre breiter Ausschnitt der Zentralregion der Milchstraße, aufgenommen im Röntgenbereich

Mit dem Beginn der Raumfahrt in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts bekam die Astronomie Gelegenheit, einige ihrer im Sonnensystem gelegenen ForschungsgegenstĂ€nde direkt aufzusuchen und wissenschaftliche Analysen vor Ort vorzunehmen. Doch mindestens ebenso wichtig war auch der Wegfall der BeschrĂ€nkungen der ErdatmosphĂ€re, mit dem sich durch satellitengestĂŒtzten Observatorien der Ultraviolettastronomie, der Röntgenastronomie und der Infrarotastronomie neue WellenlĂ€ngenbereiche und damit neue Fenster ins Universum öffneten, von denen jedes zuvor ungeahnte Erkenntnisse erbrachte. Mit der Erforschung von Neutrinos der Sonne und der Supernova 1987A, der Beobachtung von Teilchenschauern der kosmischen Strahlung und dem Bau von Gravitationswellendetektoren begann die moderne Astronomie außerdem erstmals andere Strahlungsarten als die elektromagnetische Strahlung zu untersuchen. Gleichzeitig boten sich der visuellen Astronomie mit Teleskopen wie dem Hubble-Weltraumteleskop oder dem Very Large Telescope neue Beobachtungsmöglichkeiten.

Bearbeiten Siehe auch

Bearbeiten Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. ↑ Siehe hierzu den Weblink: Der Maya-Kalender
  2. ↑ Am 15. Februar 3380 v. Chr. im proleptischen julianischen Kalender. Es besteht eine Differenz von 29 Tagen zum heutigen Kalender, die in Abzug gebracht werden muss. Quelle: MPIA U.Bastian/A.M. Quetz und J.Meeus Astronomische Berechnungen fĂŒr Ephemeris Tool 4,5.
  3. ↑ Einf. in die Astronomie, Uni MĂŒnster, 2007. (Angabe der Mondfinsternis im astronomischen Jahr -3379)
  4. ↑ a b c Wang K., Siscoe G.L.:Ancient Chinese Oberservations
  5. ↑ Am 15. Juni 763 v. Chr. im proleptischen julianischen Kalender. Es besteht eine Differenz von neun Tagen zum heutigen Kalender, die abgezogen werden muss. Siehe: MPIA U.Bastian/A.M. Quetz und J.Meeus Astronomische Berechnungen fĂŒr Ephemeris Tool 4,5.
  6. ↑ John North: Viewegs Geschichte der Astronomie und Kosmologie, vieweg, 1994, S. 5
  7. ↑ Siehe auch Erik Hornung: Die Nachtfahrt der Sonne. Eine altĂ€gyptische Beschreibung des Jenseits. Patmos, DĂŒsseldorf 2005, ISBN 3-491-69130-3
  8. ↑ Gerald Avery Wainwright; B. Gunn: In: Annales du service des antiquitĂ©s de l’égypte 26 (1926), S. 160–171.
  9. ↑ TUAT, Band 1 Alte Folge, Sumerische Texte.
  10. ↑ Die Heilige Hochzeit, ca. 2000 v. Chr., Rituelle Texte, TUAT Band 2 Alte Folge, S. 659.
  11. ↑ Although much Greek literature has been preserved, the amount actually brought down to modern times is probably less than 10 % of all that was written „Obwohl viel an griechischer Literatur ĂŒberliefert worden ist, betrĂ€gt der Anteil dessen, was tatsĂ€chlich bis in die Neuzeit erhalten geblieben ist, weniger als 10 % von dem, was geschrieben wurde.“ (Johnson 1965). Das gleiche Buch bekam von einem neuen Autor 30 Jahre spĂ€ter eine bedeutende VerĂ€nderung dieser Textstelle: Why do we know so little about Greek libraries when such a relatively large amount of classic Greek literature has been preserved? It is estimated that perhaps ten percent of the major Greek classical writings have survived. „Warum wissen wir so wenig ĂŒber die griechischen Bibliotheken, wenn ein solch relativ großer Bestand der klassischen griechischen Literatur ĂŒberliefert wurde? Man schĂ€tzt, dass knapp 10 % der grĂ¶ĂŸeren klassisch-griechischen Schriften ĂŒberlebt hat.“ (Harris, 1995, S. 51).
  12. ↑ Venus – Abend- und Morgenstern
  13. ↑ Gehler J. S. T. 1840
  14. ↑ Hipparchos als Vordenker von PtolemĂ€us
  15. ↑ Hipparchos entdeckte die PrĂ€zessionsbewegung der Erde
  16. ↑ Foreign Language Press, 2005, ISBN 7-119-02664-X
  17. ↑ Am 22. Oktober 2137 v. Chr. im proleptischen julianischen Kalender. Es besteht eine Differenz von 19 Tagen zum gregorianischen Kalender 2007, die in Abzug gebracht werden muss. Quelle: MPIA U.Bastian/A.M. Quetz und J.Meeus Astronomische Berechnungen fĂŒr Ephemeris Tool 4,5. Sie fand kurz vor Mittag statt, als die Sonne nahe dem Kopf des Skorpions war. Vgl. auch: Anton Pannekoek A History of Astronomy (Literatur)
  18. ↑ a b c Vom Lesestein zum Lithiumglas
  19. ↑ Al Sufi entdeckte den Andromedanebel (M 31)")
  20. ↑ a b The First Observations of Neptune
  21. ↑ Uni Heidelberg – Flemsteed katalogisiert Uranus als 34 Tauri
  22. ↑ FU-Berlin
  23. ↑ Spektroskopie – Geschichte aus astronomischer Sicht
  24. ↑ Transneptun
  25. ↑ Kurzbeschreibung der Entdeckungsgeschichte Plutos
  26. ↑ Elliot, Dunham und Mink entdecken die Uranusringe
  27. ↑ Farewell Pioneer 10
  28. ↑ Bionta R.M.:Observation of a neutrino burst in coincidence with supernova 1987A in the Large Magellanic Cloud
  29. ↑ Terrestrial Planet Finder
  30. ↑ Scientists Discover Record Fifth Planet Orbiting Nearby Star

Bearbeiten Literatur

Bearbeiten Grundlegende Werke

Bearbeiten WeiterfĂŒhrende Literatur

  • Joachim Herrmann: dtv-Atlas Astronomie. Deutscher Taschenbuch Verlag, MĂŒnchen 1998 (13. Aufl.), ISBN 3-423-03006-2.
  • John North: Viewegs Geschichte der Astronomie und Kosmologie. Springer, Berlin 1997, ISBN 3-540-41585-8
  • GĂŒnter D. Roth: Astronomiegeschichte (Astronomen, Instrumente, Entdeckungen). Kosmos-Franckh, Stuttgart 1987, ISBN 3-440-05800-X.
  • Robert Powell: Geschichte des Tierkreises. TĂŒbingen 2007, ISBN 978-3-937077-23-9
  • Rudolf Simek: Erde und Kosmos im Mittelalter: Das Weltbild vor Kolumbus. C.H. Beck, MĂŒnchen 1992, ISBN 3-406-35863-2.
  • Harry Nussbaumer: Das Weltbild der Astronomie. vdf, Hochschulverl., ZĂŒrich 2007, ISBN 978-3-7281-3106-5
  • Wolfgang R. Dick, JĂŒrgen Hamel (Hrsg.): BeitrĂ€ge zur Astronomiegeschichte. Bd 5. Acta Historica Astronomiae. Harri Deutsch, Frankfurt/M 2002. ISBN 3-8171-1686-1.
  • JĂŒrgen Hamel: Geschichte der Astronomie. Kosmos, Stuttgart 2002, ISBN 3-440-09168-6
  • Ernst KĂŒnzl: Himmelsgloben und Sternkarten. Astronomie und Astrologie in Vorzeit und Altertum. Theiss, Stuttgart 2005. ISBN 3-8062-1859-5.
  • Peter Janle: Das Bild des Planetensystems im Wandel der Zeit. Teil 2. Vom 19. Jahrhundert bis heute. in: Sterne und Weltraum. Spectrum der Wissenschaft, Heidelberg 45.2006,4, S. 22–33. ISSN 0039-1263.
  • Thomas BĂŒhrke: Sternstunden der Astronomie. Von Kopernikus bis Oppenheimer. C.H. Beck, MĂŒnchen 2001, ISBN 3-406-47554-X.
  • Jean Meeus: Astronomische Algorithmen, Barth, 2.Aufl., Leipzig 2000, ISBN 3-335-00400-0
  • Anton Pannekoek: A history of Astronomy, Dover Publ., New York 1989 (Nachdruck von 1961), ISBN 0-486-65994-1
  • John L. Heilbron: The Oxford guide to the history of physics and astronomy. Oxford Univ. Press, New York 2005, ISBN 978-0-19-517198-3
  • Yasukatsu Maeyama: Astronomy in Orient und Occident - selected papers on its cultural and scientific history. Olms, Hildesheim 2003, ISBN 3-487-11931-5
  • M. Razaullah Ansari: History of oriental astronomy. Kluwer Acad. Publ.,Dordrecht 2002, ISBN 1-402-00657-8
  • Heather Couper, Nigel Henbest: Die Geschichte der Astronomie. Frederking & Thaler, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-89405-707-7

Bearbeiten Wikipedia

Bearbeiten Weblinks

Commons Commons: Geschichte der Astronomie â€“ Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien