Karl Martin Alexander Helbig (* 18. MĂ€rz 1903 in Hildesheim; â 9. Oktober 1991 in Hamburg) war ein deutscher Wissenschaftler, Forschungsreisender, Geograph und Ethnologe. Seine Forschungsreisen fĂŒhrten ihn unter anderem nach Java, Sumatra, Borneo und Mittelamerika.
Seine Werke zeichnen sich durch scharfe Beobachtungsgabe, lehrreiche Inhalte und eine klare, verstĂ€ndliche Sprache aus. Neben seinen wissenschaftlichen Arbeiten zur Geographie und Ethnographie verfasste er volkstĂŒmliche Reiseberichte, JugendbĂŒcher und Abenteuernovellen, in denen er seine Erlebnisse auf eindringliche und unterhaltsame Weise prĂ€sentierte. Gleiches gilt fĂŒr seine VortrĂ€ge, die er im In- und Ausland in Schulen und wissenschaftlichen Instituten hielt.
Helbig wurde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und mit dem Staatspreis fĂŒr Wissenschaft des Landes Mexiko ausgezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
Bearbeiten Leben
Seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts waren im Auftrag der NiederlĂ€ndisch-Ostindischen Kolonialregierung professionelle Vermessungsexpeditionen tĂ€tig, die in jahrzehntelanger Arbeit weite Gebiete des Malaiischen Archipels aufgenommen und in Karte gebracht haben. Umso mehr verdienen die Leistungen von Karl Helbig Anerkennung, dem es noch in den 1930er Jahren gelang, mit traditioneller Feldforschung weiĂe Flecken zu tilgen. Dies gelang ihm nicht nur auf der Insel Borneo, deren Inneres auf weite Strecken noch unerforscht war, sondern â im Anschluss an die in den sĂŒdlichen BataklĂ€ndern begonnenen Forschungen von Franz Wilhelm Junghuhn und Hermann von Rosenberg â auch auf der damals schon relativ gut erschlossenen Insel Sumatra.
Nicht minder bedeutend waren seine Reisen in Mittelamerika. Auch hier wurden von Helbig noch unerforschte Gebiete betreten. In Chiapas und in Nordost-Honduras fĂŒhrten seine Forschungen zu einer grundlegenden Ăberarbeitung des seinerzeit vorhandenen Kartenmaterials.
Helbigs Forschungen beschrĂ€nkten sich jedoch nicht nur auf Landesaufnahmen, die er â auf sich allein gestellt â nur in groĂen ZĂŒgen durchfĂŒhren konnte, sondern schlossen auch geologische, botanische, klimatographische, ethnologische und wirtschaftsgeographische Untersuchungen ein. In seinem Bestreben, allumfassende Gesamtdarstellungen zu entwerfen, sah er sich oftmals als Nachfolger seines Vorbilds Junghuhn, dessen Schriften er bewunderte.[1] Mit welcher IntensitĂ€t er fĂŒr diese Vielseitigkeit alle erreichbaren Quellen studierte, zeigen seine beiden thematisch geordneten und kommentierten Bibliographien ĂŒber Hinter- und Inselindien und Borneo.
Bearbeiten Jugendjahre
Karl Helbig wurde am 18. MĂ€rz 1903 als Sohn des Ingenieurs Otto Helbig und dessen Ehefrau Ida, geborene ManĂ, in Hildesheim geboren. Im Jahr 1912 wechselte er von der Vorschule in das dortige Realgymnasium und legte 1921 die ReifeprĂŒfung ab. Zwischendurch, von 1919 bis 1920, diente er als Freiwilliger im Grenzschutz Ost.
Es folgte fĂŒr Helbig eine schwere Zeit. Im Winter 1921 arbeitete er in bis zu 900 Meter Tiefe bei 42° C als Fördermann in einem Kalischacht bei Diekholzen. Ende 1921 starb seine Mutter, und nachdem im FrĂŒhjahr 1922 sein Vater einen schweren Herzanfall erlitt, war er gezwungen, allein fĂŒr den Unterhalt seiner Schwester Elisabeth, seines Vaters und fĂŒr sich selbst zu sorgen. Nach TĂ€tigkeiten als Ausfahrer in einer ThĂŒringer Ziegelei, als Arbeiter auf einem Hof bei Peine und als Helfer auf einem GestĂŒt bei Celle begann er im Herbst 1922 ein landwirtschaftliches Studium an der UniversitĂ€t Göttingen. Sein Versuch, das Studium und den Familienunterhalt als Heizer in einem Göttinger Krankenhaus zu finanzieren, scheiterte wegen der Inflation, worauf er im Sommer 1923 das Studium abbrechen musste.
Sein unwiderstehlicher Drang, die weite Welt kennenzulernen, brachte ihn schlieĂlich zur Handelsschifffahrt, in der er bis 1951 als Kohlentrimmer und Schiffsheizer und danach als Schmierer und Zahlmeisterassistent diente. Seine Passagen nach Ăbersee waren damit kostenlos und mit der Heuer konnte er wenigstens teilweise seine mit minimalem Aufwand durchgefĂŒhrten Exkursionen finanzieren.
Seine erste Fahrt ging 1923 auf dem Dampfer âDrachenfelsâ durch das Rote Meer nach Indien, mit Stationen in Karatschi, Bombay, Colombo und Kalkutta. Im Hafen von Kalkutta wurde ihm ein Brief von seiner Schwester mit der Nachricht vom Tod des Vaters ausgehĂ€ndigt. Nach Hamburg zurĂŒckgekehrt, waren die beiden Geschwister durch die Inflation derart mittellos geworden, dass die Urne mit der Asche des Vaters im Eisenacher Familiengrab heimlich in der Nacht vergraben werden musste.[2]
Bis zu seinem Studienaufenthalt auf Java folgten acht weitere Seereisen. Ăber 60 HĂ€fen im Malaiischen Archipel, in Mexiko und Westindien, im Mittelmeer in Istanbul und an der LevantekĂŒste wurden angelaufen.
Bearbeiten Studium und Dissertation
Im Herbst 1927 schrieb sich Helbig zum Studium an der UniversitĂ€t Hamburg ein. Bei Siegfried Passarge hörte er Geographie, bei Schultz und Schott Meereskunde, bei LĂŒtgens Wirtschaftsgeographie, bei Kuhlbrodt Klimatologie, bei GĂŒrich, Gripp und Wysogorski Geologie und PalĂ€ontologie, bei Dempwolff und Aichele indonesische Sprachen. Sein Studium finanzierte er sich mit SpĂ€t- und Nachtschichten als Hafenarbeiter.
Im Sommersemester 1929 war Helbig beurlaubt. Mit EinverstĂ€ndnis seines Doktorvaters Siegfried Passarge reiste er als Heizer auf dem Dampfer âMenesâ nach Java. Neun Monate hielt er sich in Batavia und dessen Umgebung auf. Finanziell unterstĂŒtzt von Emil Helfferich, Direktor eines deutschen Pflanzungssyndikats, sammelte Helbig Material fĂŒr seine Dissertation, welche die Entwicklung, die baulichen Strukturen, sowie die wirtschaftliche, koloniale und kulturelle Bedeutung der Hauptstadt NiederlĂ€ndisch-Ostindiens zum Thema hatte. Das Ergebnis dieser Arbeit, die mit Bildern, Karten und Zeichnungen versehene Dissertation âBatavia. Eine tropische Stadtlandschaftskunde im Rahmen der Insel Javaâ, wurde am 28. Juni 1930 von der mathematisch/naturwissenschaftlichen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Hamburg mit Auszeichnung bewertet; es war die erste wissenschaftliche Darstellung einer tropischen Stadtlandschaft ĂŒberhaupt.[3]
Da fĂŒr die Entwicklung der Stadt Batavia auch dessen Einflussgebiet von Bedeutung war, wurden im Rahmen dieser Studien auch Reisen auf Java und auf dessen Nachbarinsel Madura unternommen. Mehrere Vulkane und Hochplateaus wurden erstiegen und wenig begangene RĂŒckzugsgebiete untersucht. Im Jahr 1929 erschien seine erste Arbeit âEine Diengwanderungâ,[4] dem 1935 die AufsĂ€tze âDer Kendeng, eine Kalklandschaft auf SĂŒdostjavaâ[5] und âBau und Bild der Insel Javaâ[6] folgten. Als eine der gelungensten belletristischen Veröffentlichungen gilt sein Buch âFerne Tropen-Insel Javaâ,[7] eine JugenderzĂ€hlung ĂŒber das Leben eines Bauernjungen in einem Dorf am Westhang des Vulkans Merapi. Seine Reiseerlebnisse hielt er in seinem Buch Zu Mahamerus FĂŒĂen. Wanderungen auf Java[8] fest.
Bearbeiten Forschungen auf Sumatra
Am 4. September 1930 fuhr Helbig als AufwĂ€scher auf dem Dampfer âS. S. Menesâ von Hamburg nach Sumatra. Der Hafen von Medan, Belawan-Deli, wurde am 19. Oktober erreicht.
Fast ein Jahr lang wurden ausgedehnte Gebiete sĂŒdöstlich und sĂŒdlich des Tobasees und die Insel Nias vor der WestkĂŒste durchforscht. Von nur einem einheimischen TrĂ€ger begleitet, legte Helbig auf teilweise noch unbekannten Wegen mehr als 2.000 Kilometer zu FuĂ zurĂŒck. Das Forschungsgebiet erstreckte sich einerseits auf die in gesunder Höhenlage liegenden BataklĂ€nder sĂŒdlich und sĂŒdöstlich des Tobasees, andererseits auf die im heiĂen und ungesunden Tiefland liegenden Sultanate Asahan, Kualu, Bila, Kota Pinang und Pane in der damaligen Provinz âOstkĂŒste von Sumatraâ. Diese Landschaften waren vor Helbigs Forschungen noch nie zusammenhĂ€ngend beschrieben worden, und das ausgedehnte Simanalaksagebirge, vielfach auch als âBila-Kettenâ bezeichnet, sowie groĂe Teile der Landschaften Habinsaran und Dolok waren geographisch und geologisch noch unbekannt. Als Standquartier wĂ€hlte Helbig ein Missionshaus in Parsoburan in Habinsaran. Sein lĂ€ngster Marsch, den er von hier aus unternahm, dauerte ĂŒber drei Monate. Ethnologisch bedeutsam war im Sommer 1931 sein dreiwöchiger Besuch der Orang Lubu, einem Rest der Urbevölkerung Nordsumatras, die mit ihren nur noch 2.190 Individuen die östlichen HĂ€nge des Steppentals Mandailing in Zentralsumatra bewohnten. Sein Hauptziel war hier, die Sprache dieses aussterbenden Volkes fĂŒr die Nachwelt festzuhalten.[9]
Erst nach seiner RĂŒckkehr von Sumatra, am 14. Januar 1932, wurde ihm in Hamburg seine Promotionsurkunde ĂŒberreicht.[10]
Die Ergebnisse dieser Reisen waren betrĂ€chtlich. Zwanzig AufsĂ€tze wurden in Fachzeitschriften, Tageszeitungen und anderen Organen veröffentlicht. Wissenschaftlich am wertvollsten ist die Studie âBeitrĂ€ge zur Landeskunde von Sumatra. Beobachtungen zwischen Asahan und Barumun, Tobasee und MalakastraĂeâ.[11] Wertvoll sind auch die fast in Vergessenheit geratenen acht BeitrĂ€ge, die Helbig 1931 unter dem bescheidenen Sammeltitel âWeniger bekannte Teilgebiete der Bataklande auf Sumatraâ in der Zeitschrift âDeutsche Wachtâ in Batavia publizierte: âHabinsaranâ, âAm Oberlauf des Koealoeâ, âDie Bila-Kettenâ, âDas Tal des Pahaeâ, âDas Hochtal von Sipirokâ, âDas Bergland des Dolokâ, âDie Gras-Steppen der Padang Lawasâ, âDas Pane- und Bila-Gebietâ. Zu diesen geographisch-geologischen Darstellungen kamen völkerkundliche AufsĂ€tze ĂŒber die Toba-Batak hinzu, die alle Aspekte ihres tĂ€glichen Lebens von der Naturanschauung und Religion ĂŒber Siedlungs- und Hausbau bis zu den sittlichen ZustĂ€nden behandeln. Eine geographisch und ethnologisch reichhaltige Reisebeschreibung erschien unter dem Titel âTuan Gila â ein verrĂŒckter Herr wandert am Ăquatorâ.
Im Hochland von Nordsumatra stieĂ Helbig auf eine Teeplantage, die von der deutschen Familie Heinrich Gundert gefĂŒhrt wurde. Inspiriert von einer tiefen Freundschaft mit dem fĂŒnfjĂ€hrigen Sohn dieser Familie, die bis zum Ende seines Lebens wĂ€hrte, entstand sein Jugendbuch âTil kommt nach Sumatra. Das Leben eines deutschen Jungen in den Tropen.â[12]
Bearbeiten Durchquerung der Insel Borneo
Nach Schiffsreisen in die Karibik, zum europĂ€ischen Nordkap, nach Leningrad und ein weiteres Mal nach Mittelamerika trat Helbig im November 1936 seine gröĂte und beschwerlichste Reise an. Als weltweit einziger Schiffsheizer mit Promotion[13] reiste er auf dem Frachtschiff âHanauâ nach Batavia. Nach anfĂ€nglichen Studien in Westjava und auf den Zinn-Inseln Bangka und Belitung traf er im April 1937 in Pontianak an der WestkĂŒste Borneos ein. Von hier aus begann er eine der mutigsten Expeditionen der Vorkriegszeit: WĂ€hrend andere Forscher fast ausnahmslos die Wasserwege in Anspruch nahmen, durchquerte Helbig als Erster die Insel Borneo auf einem 3.000 Kilometer langen Zickzack-Weg durch unwegsamen Urwald ĂŒberwiegend zu FuĂ. Diese Leistung gelang ihm mit nur einem weiĂen Begleiter, dem deutschen Seefahrtskameraden Erich Schreiter, und mit drei, im Höchstfall vier einheimischen, meist weiblichen TrĂ€gern, die von Dorf zu Dorf gewechselt wurden. Selten wurde eine Forschungsreise in diesem AusmaĂ mit so geringem materiellen Aufwand durchgefĂŒhrt.
Die Expedition fĂŒhrte zunĂ€chst entlang der WestkĂŒste in Richtung Sarawak nach Norden. In den Bergen im Nordwesten der damaligen âWester-Afdeelingâ (West-Abteilung) wurden die Dayak-StĂ€mme der Songkong, Ketungan und Iban besucht. Von dort ging die Wanderung nach Sanggau, Sekadau und Sintang am Kapuas-Fluss und erneut nach Norden in Richtung Sarawak. Nach Umrundung des Seengebietes des oberen Kapuas wurde Putussibau am Oberlauf dieses Flusses erreicht; danach wurde in sĂŒdlicher Richtung das Madi-Plateau durchzogen. In Begleitung von nur drei TrĂ€gern wurde das Schwaner-Gebirge ĂŒberwunden, ein Unternehmen, das wegen der Mitnahme eines Bootes mit groĂen Strapazen verbunden war. Jenseits dieser Wasserscheide, in der âZuider- en Ooster-Afdeelingâ (SĂŒd- und Ost-Abteilung), fuhren Helbig und Schreiter den Kahayan-Fluss abwĂ€rts, besuchten die Ngadju- und Ot-Danum-Dayak und nahmen in Tumbang-Mahuroi an einem nĂ€chtlichen Totenritual teil.[14] In östlicher Richtung weiterziehend, ĂŒberquerten sie die QuellflĂŒsse des âkleinenâ Kapuas[15] und des Barito und erreichten bei Tering und Longiram den oberen Mahakam. Diesem Fluss stromabwĂ€rts folgend, kamen sie in das weite Seengebiet an seinem Unterlauf und befuhren in einem Boot den Jempang-See. Endpunkt der mit zahlreichen Umwegen und Abstechern vollzogenen West-Ost-Durchquerung war die Stadt Samarinda oberhalb des Mahakam-Deltas.
Von hier aus folgte eine Durchquerung des SĂŒdostteils von Borneo, entlang einer Erdöl-Pipeline durch das Kohlen- und Erdölgebiet zwischen Samarinda und Balikpapan, durch das von mohammedanischen Kutai und Pasiresen bewohnte Grassteppenland Pasir und ĂŒber das Meratus-Gebirge in das dicht besiedelte Stromgebiet des unteren Barito. Im November 1937, acht Monate nach dem Aufbruch in Pontianak, endete die Expedition in Banjarmasin im SĂŒden Borneos.[16]
Ăber diese Reise wurde Helbig im Alter von 86 Jahren in seiner Wohnung in Hamburg-Altona von der Filmproduzentin Sonja Balbach interviewt. Die Durchquerung von Borneo lag 52 Jahre zurĂŒck. Als Ergebnis dieses Interviews wurde am 15. Januar 1990 vom Fernsehsender SĂŒdwest 3 der Film Borneo. Auf den Spuren von Karl Helbig ausgestrahlt.
Abgesehen von zahlreichen VortrĂ€gen und Publikationen in in- und auslĂ€ndischen Jugend- und Fachzeitschriften, Tageszeitungen und Journalen und dem volkstĂŒmlichen Reisebericht âUrwaldwildnis Borneoâ wurden die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser Expedition erst 45 Jahre spĂ€ter den deutschen Lesern vorgelegt. Im Jahr 1982 erschien beim Verlag Dietrich Reimer in Berlin das zweibĂ€ndige Werk âEine Durchquerung der Insel Borneo (Kalimantan). Nach den TagebĂŒchern aus dem Jahre 1937â. Mit seinen fast 800 Seiten in GroĂ-Oktav, reich illustriert mit Zeichnungen, Karten und fotografischen Abbildungen und versehen mit wertvollen wissenschaftlichen AnhĂ€ngen, ist es noch heute ein bedeutendes Buch fĂŒr den Borneo-Interessierten. âDie beiden BĂ€nde besitzen den Rang eines fĂŒr die Kalimantan-Forschung unentbehrlichen Standardwerkes. Sie weisen den Autor erneut als einen der besten Indonesien-Kenner im deutschen Sprachraum wĂ€hrend der Vorkriegszeit ausâ (Werner Röll).[17]
Die Ursachen fĂŒr die Verzögerung der Veröffentlichung dieses Werkes hat Helbig im ersten Band erklĂ€rt:
â [âŠ] Mitte des Jahres 1938 war ich in Deutschland zurĂŒck. Der bald darauf ausbrechende Zweite Weltkrieg stellte viele andere Aufgaben. Die Zerstörung wichtigen Quellenmaterials in Hamburg und andernorts erschwerte die weitere Ausarbeitung der Ergebnisse. Die ungeklĂ€rte Lage im niederlĂ€ndischen Kolonialgebiet und im gesamten Fernen Osten verzögerte manche Einsicht und manchen Entschluss zur gĂŒltigen Formung des Stoffes, erst recht jeglichen Versuch der DurchfĂŒhrung einer ergĂ€nzenden Kontrollreise. SpĂ€tere Forschungsunternehmen und Studienfahrten in anderen Gebieten, vornehmlich in Mexico und Zentralamerika, ferner in die Sowjetunion, Skandinavien und mehreren MittelmeerlĂ€ndern, nebst vielfĂ€ltigen Ausarbeitungen der Ergebnisse, verhinderten die FortfĂŒhrung der wissenschaftlichen Auswertung meiner Borneo-TagebĂŒcher. [âŠ] Das vorrĂŒckende Alter und die Sorge, die TagebĂŒcher schlieĂlich doch noch unverwendet liegen lassen zu mĂŒssen, wodurch sie â zumal sie in einer heute nicht mehr gebrĂ€uchlichen Stenografie geschrieben sind â als restlos verloren zu betrachten wĂ€ren, trieb mich immer aufâs neue zur Fortsetzung der vorgenommenen Aufgabe.â
â Helbig, 1982[18]
Bis Anfang Februar 1938 blieb Helbig in NiederlĂ€ndisch-Ostindien. Ein weiteres Mal durchreiste er Java, sodann die Insel Bali und deren Nachbarinsel Nusa Penida. Bali. ErfĂŒllungen und EnttĂ€uschungen,[19] Bali: Eine tropische Insel landschaftlicher GegensĂ€tze,[20] Nusa Penida, die Insel der âBanditenâ[21] und Nusa Penida. Eine tropische Karstinsel[22] sind seine wichtigsten AufsĂ€tze ĂŒber die zuletzt genannten Inseln.
Mitte 1938 traf Helbig nach eineinhalbjĂ€hriger Abwesenheit wieder in Hamburg ein. Es war seine letzte Reise nach SĂŒdostasien.
Bearbeiten Habilitation
Im Jahre 1940 wurde von der Philosophischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Marburg Helbigs Habilitationsschrift angenommen. Sie trĂ€gt den Titel: âDie Insel Bangka. Beispiel des Landschafts- und Bedeutungswandels auf Grund einer geographischen Zufallsformâ.[23] Das Material zu dieser Arbeit sammelte er auf Bangka vor Antritt seiner Borneo-Expedition. Hinzu kam der am 2. Dezember 1940 in Marburg gehaltene Habilitations-Vortrag âMenschen im Urwald. Bericht ĂŒber eine Reise zu den Dayak auf Borneoâ. Helbig aber weigerte sich, der von ihm verachteten NSDAP beizutreten, und so blieben ihm die UniversitĂ€ten als Hochschullehrer verschlossen.[24]
Bearbeiten Kriegs- und Nachkriegszeit
WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs war Helbig als Zivilist im Rahmen der Wehrbetreuung mit der geographischen Schulung von Offizieren und Soldaten in Norwegen, RumĂ€nien, Holland, Frankreich, Belgien, Russland und anderen europĂ€ischen LĂ€ndern tĂ€tig. Im Winter 1944 erlebte er den RĂŒckzug der deutschen Armee und der deutschen FlĂŒchtlinge.
Erst 1951, nachdem er abermals als Heizer auf einem Frachter nach Nordamerika gereist war, wurden ihm LehrstĂŒhle - in beiden deutschen Staaten - von den UniversitĂ€ten Hamburg, Leipzig, Jena, Rostock und Greifswald angeboten.[25] Trotzdem blieb Helbig weiterhin freischaffend. Das zwang ihn bis zum Ende seines Lebens zu gröĂtmöglicher Sparsamkeit.[26]
Bearbeiten Forschungen in Mittelamerika
Auf Anregung des Direktors des Hamburger Museums fĂŒr Völkerkunde, Franz Termer, wandte sich Helbig wissenschaftlichen Studien in Mittelamerika zu. Seine erste landeskundliche, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstĂŒtzte Studienreise fĂŒhrte 1953/54, mit Zwischenaufenthalten in Mexiko, Guatemala und San Salvador, in die damals in der geographischen Wissenschaft kaum bekannten Nordostprovinzen der Republik Honduras, die sieben Monate lang ĂŒberwiegend zu FuĂ, auf einigen gröĂeren FlĂŒssen und in den KĂŒstenlagunen im Boot durchzogen wurden. Einen Teil seiner wissenschaftlichen Ergebnisse veröffentlichte er in seinen Arbeiten âDie Landschaften von Nordost-Honduras auf Grund einer geographischen Studienreise im Jahre 1953â[27] und âAntiguales (AltertĂŒmer) der Paya-Region und die Paya-Indianer von Nordost-Hondurasâ.[28] Grundlegende Korrekturen des bis dahin ĂŒber dieses Gebiet vorhandenen Kartenmaterials brachte Helbigs mehrfach gefaltete farbige Karte âEntwurf einer topographischen Ăbersicht von Nordost-Honduras mit der Mosquitiaâ:[29] Die Höhe und Anordnung der Gebirge, der Verlauf der FlĂŒsse, die Gestalt der Lagunen, die Lage der Siedlungen sowie Verkehrsverbindungen und Ortsnamen wurden berichtigt. Ein bis dahin namenloser Gebirgskomplex erhielt von Helbig die Bezeichnung âMontaĆas del Patucaâ.[30] Von seinen populĂ€rwissenschaftlichen Veröffentlichungen ĂŒber diese Reisen sind am bekanntesten die BĂŒcher âVon Mexiko bis zur Mosquitiaâ und âIndioland am Karibischen Meerâ.
Seine nĂ€chste Reise fĂŒhrte ihn 1957/58 nach Mittel- und SĂŒdmexiko. Schwerpunkt seiner Forschungen war der Bundesstaat Chiapas. Im Anschluss an Leo Waibels Arbeiten in der Sierra Madre de Chiapas, wurden die nördlich an diese Gebirgskette sich anschlieĂenden Gebiete der groĂen Depression des oberen Rio Grijalva und der Mesa Central, sowie die jĂŒngeren VerĂ€nderungen in den Kaffeeanbaugebieten der Sierra Madre de Chiapas durch Krieg, Agrarreform, NeuerschlieĂungen und Wanderungsbewegungen untersucht.[31] Wissenschaftlich wertvoll sind seine Monographien âDie Landschaft Soconusco im Staate Chiapas, SĂŒd-Mexico, und ihre Kaffeezoneâ[32] und âDas Stromgebiet des Rio Grijalva; eine Landschaftsstudie aus Chiapas, SĂŒd-Mexikoâ.[33] Neben weiteren AufsĂ€tzen in Journalen und Zeitungen resultiert aus diesen Reisen auch die erste Ausgabe seines erfolgreichen Buches âSo sah ich Mexikoâ mit dem Untertitel âForschungsfahrt von Tampico bis Chiapasâ.
Erneut unterstĂŒtzt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, reiste Helbig in den Jahren 1962 bis 1963 von Mexiko durch Guatemala, San Salvador, Britisch-Honduras, Nicaragua und Costa Rica bis in das östliche Panama. Das Ziel dieser Reisen war eine geographische und wirtschaftliche Ăberschau von ganz Zentralamerika, die Beobachtung des Landschaftswandels durch die EinflĂŒsse der sich ausbreitenden Landwirtschaft und die Erkundung von Möglichkeiten fĂŒr die kĂŒnftige planmĂ€Ăige Entwicklung dieses Gebietes.[34] Zu diesem Zweck unternahm Helbig zum Abschluss seiner Studien eine ergĂ€nzende Fahrt nach Nordmexiko bis Monterrey. Die wissenschaftlichen Resultate wurden in den Werken âZentralamerika. NatĂŒrliche Grundlagen, ihre gegenwĂ€rtige und kĂŒnftig mögliche Auswertungâ[35] und âDie Wirtschaft Zentralamerikas. Kartographisch dargestellt und erlĂ€utertâ[36] veröffentlicht. Das Buch âSo sah ich Mexikoâ wurde ĂŒberarbeitet und 1967 mit dem Untertitel âVon Monterrey bis Tapachulaâ erneut publiziert.
Im Jahre 1971 wurde Helbig von der mexikanischen Regierung mit der geographischen Erforschung des Bundesstaates Chiapas beauftragt. Umfangreiche Feldforschungen mussten durchgefĂŒhrt werden. Wie bei allen vorangegangenen Exkursionen auf sich allein gestellt, arbeitete er fĂŒnf Jahre lang an diesem groĂen Projekt. Seine Ergebnisse fasste er in der dreibĂ€ndigen Regionalmonographie âChiapas. Geografia de un Estado Mexicanoâ zusammen, dessen Druck und Herausgabe er in Mexiko-Stadt persönlich ĂŒberwachte. In WĂŒrdigung dieses groĂen Folio-Werkes, das nur in spanischer Sprache erschien, wurde ihm der âStaatspreis Chiapas, Abteilung Wissenschaftâ verliehen.
Bearbeiten Letzte Lebensjahre
Am 21. Dezember 1973 starb seine HaushĂ€lterin Emma Mahler, geborene Fillsack (* 1884), die er in einer Widmung in seinem zweibĂ€ndigen Borneo-Werk als seine â⊠mich fast fĂŒnf Jahrzehnte begleitende Betreuerin und selbstlose GefĂ€hrtinâ bezeichnet hat. FĂŒr ihre Beisetzung kaufte er auf dem Altonaer Friedhof gegenĂŒber seiner letzten Wohnung gleich zwei GrabstĂ€tten: Eine fĂŒr Frau Mahler und daneben eine fĂŒr sich selbst.
Sein letztes Werk trĂ€gt den Titel âSeefahrt vor den Feuern. Erinnerungen eines Schiffsheizersâ. In diesem Buch, welches im Romanstil geschrieben ist und die Reise eines Dampfers nach Mittelamerika in den 1920er Jahren beschreibt, wird nicht nur ĂŒber die Technik und Handhabung der Kesselanlagen und Antriebsmaschinen in Dampfschiffen berichtet, sondern auch ĂŒber die bis dahin kaum jemals gewĂŒrdigte Schwerarbeit der Kohlentrimmer und Schiffsheizer in Hitze und Staub.[37] Die PrĂ€sentation dieses Buches fand im Hafen von TravemĂŒnde an Bord des Dampfeisbrechers âStettinâ statt, ein Anlass, bei dem der 84-jĂ€hrige Helbig noch einmal selbst âvor den Feuernâ aktiv geworden ist: âMit jugendlichem Schwungâ, so schilderte ihn sein Verleger Hans Georg Prager, fĂŒhrte er den GĂ€sten alle fĂŒr das sachkundige âFeuerpflegenâ erforderlichen TĂ€tigkeiten vor, von der Ăberwachung des Dampfdrucks und der WasserstĂ€nde in den Kesseln ĂŒber das Einschaufeln der Kohle bis zum Brechen der Schlacke und Ziehen der Asche. Im Juli 1988, auf einer Fahrt der âStettinâ von Kiel nach TravemĂŒnde, zeigte er im Alter von 85 Jahren zum letzten Mal sein Können als Schiffsheizer zur See.[38]
Im Herbst 1987 interviewte der TV-Journalist Eberhard Fechner elf Seefahrer, die noch die Zeit der Segel- und Dampfschiffe erlebt hatten. Neben vier KapitĂ€nen, zwei Schiffsingenieuren, einem Schiffskoch, einem Segelmacher, einem Obersteward und einem Schiffszimmermann war Helbig als Trimmer und Heizer dabei. Am 1. Februar 1989 wurde Fechners Reportage von der ARD und dem WDR in zwei Teilen unter dem Titel âLa Palomaâ ausgestrahlt. Daraufhin erschien in der Zeitschrift âDer Spiegelâ der Artikel âFernsehen. Halber Weg zur Karibikâ, in welchem âder streng dreinblickende Mann mit den kantigen ZĂŒgenâ als âFechners heimlicher Heldâ bezeichnet worden ist.[39]
In den letzten Jahren seines reichen Forscherlebens war Helbig rast- und ruhelos mit dem Ordnen seines ethnographischen und literarischen Nachlasses beschĂ€ftigt. Die von ihm gesammelten Ethnographica gelangten in das Museum fĂŒr Völkerkunde Hamburg und das Museum fĂŒr Völkerkunde Stuttgart sowie in die völkerkundliche Sammlung des Roemer- und Pelizaeus-Museums zu Hildesheim. Das letztgenannte Museum verwahrt auch sein literarisches Werk, seine Fotosammlung und seine Bibliothek.
In WĂŒrdigung seiner Verdienste auf kulturell-geographischem Gebiet wurde Helbig am 18. Juli 1988 im Rahmen eines Festaktes im Rathaus seiner Heimatstadt Hildesheim mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.[40] Nach Abschluss der Festreden meldete sich Helbig selbst zu Wort. Am darauffolgenden Tag wurde von der âHildesheimer Allgemeinen Zeitungâ seinen ErzĂ€hlungen fast eine ganze Seite eingerĂ€umt.[41]
Am 9. Oktober 1991 erlag Helbig einem Herzschlag in seiner Wohnung in Hamburg-Altona. Er starb in den Armen von Helmut Gundert, jenes Mannes, den er als fĂŒnfjĂ€hrigen Sohn des Plantagenbesitzers Heinrich Gundert 1931 auf Sumatra kennengelernt hatte und den er als âTilâ in Artikeln und BĂŒchern der Nachwelt erhalten hat.[42]
In seinem letzten Willen hatte Helbig verfĂŒgt, dass die Ăffentlichkeit erst drei Wochen spĂ€ter von seinem Ableben in Kenntnis gesetzt wird. Die Trauerfeier am 22. Oktober auf dem Altonaer Friedhof zwischen der BernadottestraĂe und der Bleickenallee fand deshalb in aller Stille statt: Nur 14 Personen haben sich in die Kondolenzliste eingetragen. Auch die âHildesheimer Allgemeine Zeitungâ respektierte Helbigs letzten Willen und veröffentlichte die Todesanzeige erst am 30. Oktober 1991.[43]
Vom 20. bis 22. MÀrz 2003, anlÀsslich seines 100. Geburtstages, ehrte ihn seine Geburtsstadt Hildesheim mit einem wissenschaftlichen Kolloquium.[44] An seinem letzten Wohnort in Hamburg-Altona, Bleickenallee 22, erinnert eine Gedenktafel aus Messing an Karl Helbig.
Bearbeiten Expeditionen, Forschungs- und Studienreisen
- 1929: Studienaufenthalt in Batavia (Djakarta), Insel Java, Indonesien
- 1931: Sumatra
- 1937: Java, Bangka, Belitung, Bali, Borneo (bzw. Kalimantan)
- 1953â1954: Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras
- 1957â1958: Mexiko (Chiapas)
- 1962â1963: Mexiko, Guatemala, El Salvador, Britisch-Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama
- 1971â1975: Mexiko (Chiapas)
Bearbeiten Schiffe, auf denen Karl Helbig angeheuert hatte (Auswahl)
- 1923: S. S. âDrachenfelsâ, als Trimmer nach Indien
- 1923: S. S. âAltonaâ, als Trimmer nach NiederlĂ€ndisch-Indien
- 1925: S. S. âUrsula Siemersâ, als Trimmer und Heizer in das Mittelmeer
- 1925: S. S. âSchleswig Holsteinâ, als Heizer nach Mexiko
- 1926: S. S. âPontosâ, als Heizer in das Mittelmeer
- 1928: S. S. âGaliciaâ, als Heizer in die Karibik (diese Reise lieferte den Stoff fĂŒr Helbigs letztes Werk âSeefahrt vor den Feuernâ)
- 1929: S. S. âMenesâ, als AufwĂ€scher nach Batavia (Studien fĂŒr seine Dissertation)
- 1929: S. S. âRamsesâ, als AufwĂ€scher von Batavia zurĂŒck
- 1930: S. S. âMenesâ, nach Belawan-Deli (Studien auf Sumatra)
- 1931: S. S. âFreiburgâ, als AufwĂ€scher und Stewart von Batavia zurĂŒck
- 1934: S. S. âOceanaâ, als Heizer nach Skandinavien
- 1935: S. S. âAntiochiaâ, als Heizer nach Westindien und zurĂŒck
- 1936: S. S. âHanauâ, als Heizer nach Batavia und 1938 zurĂŒck (Borneo-Durchquerung)
- 1951: S. S. âClara Blumenfeldâ, als Heizer 1951 nach USA, 1952 und 1953 in die Nord- und Ostsee
- 1953: M. S. âWestfalenâ, als Schmierer nach Mexiko (Studien in Honduras)
- 1954: M. S. âClĂ€re Hugo Stinnesâ, als Schmierer von Mexiko zurĂŒck
- 1957: M. S. âVulkanâ, als Zahlmeister-Assistent nach Cuba und Mexiko (Studien in Mittel- und SĂŒd-Mexiko)
- 1958: M. S. âAugsburgâ, als Zahlmeister-Assistent von Mexiko zurĂŒck
- 1962: M. S. âSaarlandâ, als Deckschreiber nach Guatemala (Studien in Zentralamerika)
- 1963: M. S. âLeipzigâ, als Zahlmeister-Assistent von Mexiko zurĂŒck
- 1971: M. S. âSiegsteinâ, als Zahlmeister-Assistent nach Mexiko (Studien in Chiapas)
- 1972: T. S. âEssenâ, als Zahlmeister-Assistent von Mexiko zurĂŒck
- 1975: M. S. âFrankfurtâ, als Zahlmeister-Assistent nach Mexiko (Studien in Chiapas)
- 1976: M. S. âFrankfurtâ, als Zahlmeister-Assistent von Mexiko zurĂŒck (letzte Fahrt als Mitglied einer Schiffsbesatzung).[45]
Bearbeiten Werke
Bearbeiten BĂŒcher und gröĂere AufsĂ€tze ĂŒber NiederlĂ€ndisch-Indien (Indonesien)
- Batavia. Eine tropische Stadtlandschaftskunde im Rahmen der Insel Java. C. H. WĂ€sers Druckerei, Bad Segeberg. Ohne Jahresangabe (Das Vorwort ist datiert âHamburg, im Sommer 1930â. Die PrĂŒfung und Wertung dieser Arbeit erfolgte im Juni 1930. In Petermanns Mitteilungen, Geographischer Literaturbericht, p. 314, Besprechung Nr. 533 wird 1931 als Erscheinungsjahr genannt). â Dissertation zur Erlangung der DoktorwĂŒrde, angenommen von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Hamburg.
- Bei den Orang-Loeboe in Zentral-Sumatra. In: Baessler-Archiv, Verlag von Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), Bd. XVI, S. 164â187. Berlin 1933.[46]
- Die Lubu-Sprache auf Sumatra. In: Zeitschrift fĂŒr Eingeborenensprachen, Verlag von Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), Band XXIV, Heft 1 (1933), S. 15â58, Band XXIV, Heft 2 (1934), S. 100â121. Berlin 1933/34.
- Bei den Orang Loeboe in Zentral-Sumatra. In: Deutsche Wacht, Batavia, Jg. 1934, Nr. 8, S. 32â33, Nr. 9, S. 29â31, Nr. 10, S. 30â33, Nr. 11, S. 30â31, Nr. 14, S. 30â32.
- Tropischer Urwald und Mensch. Langensalza, Verlag von Julius Beltz, Berlin-Leipzig, ohne Jahresangabe (Zwei Auflagen, 1934). â Raum und Volk. Erdkundliche Arbeitshefte. Hrsgg. von Mathias Volkenborn u. Severin RĂŒttgers. Gruppe II. RĂ€ume der Sammler und JĂ€ger. Heft 1 [Ăber Helbigs Reise zu den Orang Lubu].
- Tuan Gila. Ein âverrĂŒckter Herrâ wandert am Ăquator. Leipzig, Brockhaus 1934. â Reisen und Abenteuer, Band 54 (Zweite, im Text und Bildmaterial geringfĂŒgig erweiterte Auflage: Leipzig, Brockhaus 1945).
- Die Welt der Malaien. Langensalza, Verlag von Julius Beltz, Berlin-Leipzig, ohne Jahresangabe (1934). â Raum und Volk. Erdkundliche Arbeitshefte. Hrgg. von Mathias Volkenborn u. Severin RĂŒttgers. Gruppe V. RĂ€ume der Braunen und Gelben. Heft 5.
- Til kommt nach Sumatra. Das Leben eines deutschen Jungen in den Tropen. Gundert, Stuttgart 1935 (zahlreiche Auflagen bis 1957)
- Einige Bemerkungen ĂŒber die sittlichen ZustĂ€nde und die Erotik der Toba-Batak auf Sumatra. In: Baessler-Archiv, Verlag von Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), Band XVIII, S. 22â37. Berlin 1935.
- Die Insel Bangka. Beispiel des Landschafts- und Bedeutungswandels auf Grund einer geographischen âZufallsformâ. In: Deutsche Geographische BlĂ€tter. Herausgegeben von der Geographischen Gesellschaft in Bremen durch Dr. Herbert Abel unter Mitwirkung von C. Honigsheim. â Schriften der Bremer Wissenschaftlichen Gesellschaft, Reihe C, Band 43, Heft 3â4, Bremen 1940 (Kommissionsverlag Franz Leuwer). â Habilitationsschrift, angenommen von der Philosophischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Marburg (auch als Sonderdruck veröffentlicht).
- BeitrĂ€ge zur Landeskunde von Sumatra. Beobachtungen zwischen Asahan und Barumun, Tobasee und Malaka-StraĂe. Ferdinand Hirt & Sohn, Leipzig 1940. â Wissenschaftliche Veröffentlichungen des Deutschen Museums fĂŒr LĂ€nderkunde. Neue Folge 8.
- Urwaldwildnis Borneo. 3000 Kilometer Zick-Zack-Marsch durch Asiens gröĂte Insel. Gustav Wenzel & Sohn, Braunschweig 1940 (2. Auflage 1941, 3. Auflage 1942; weitere Auflage: Brockhaus, Leipzig 1957).
- Hinter- und Insel-Indien (1926â1939/40) In: Ludwig Mecking (Hrsg.): Geographisches Jahrbuch. BegrĂŒndet 1866 durch E. Behm, fortgesetzt durch H. Wagner. 57. Jahrgang 1942. Justus Perthes, Gotha 1943. Erster Halbband S. 138â360, Zweiter Halbband S. 547â791. Personennamen-Register im 1. Halbband S. 344â360 (dieser Teil enthĂ€lt auch Personennamen eines vorangestellten Beitrags), im 2. Halbband S. 770â791. Zum Personennamen-Register fĂŒr den Abschnitt C (2. Halbband, Insel-Indien) wurden drei Seiten Berichtigungen nachgeliefert. â Bibliographie der von 1926 bis 1939/40 erschienenen Veröffentlichungen fĂŒr das Gebiet Hinter- und Insel-Indiens von der indisch-burmesisch-chinesischen Grenze bis zu den östlichsten Inseln des Malaiischen Archipels, einschlieĂlich der Andamanen- und Nikobaren-Gruppe, Cocos und Christmas Islands und der Philippinen. Nach einer Ăbersicht ĂŒber das Gesamtgebiet sind die Titel und Referate regional nach LĂ€ndern, innerhalb dieser nach Sachgebieten und in diesen wieder nach Themengruppen geordnet. 3.576 Titel sind mit genauen bibliografischen Angaben gelistet. Jeder wissenschaftlich verwertbare Titel ist mit kurzen kritischen Inhaltsangaben und â sofern vorhanden â Hinweisen auf Rezensionen versehen, jede Themengruppe mit ausfĂŒhrlichen ErlĂ€uterungen ergĂ€nzt.
- Indonesien [Bibliographie]. In: Naturforschung und Medizin in Deutschland 1939â1946. FĂŒr Deutschland bestimmte Ausgabe der Fiat Review of German Science. Band 45 Geographie Teil II, Hrsgg. von Hermann v. Wissmann, Geograph. Institut der Univ. TĂŒbingen. S. 53â61. Dieterichâsche Verlagsbuchhandlung Inh. W. Klemm, Wiesbaden (ohne Jahresangabe). â ErgĂ€nzung der vorgenannten Arbeit. In thematischer Ordnung sind 85 Titel mit einleitenden Kommentaren gelistet.
- Einige Bemerkungen zum Weltbild der Ngadjoe-Dajak. In: Baessler-Archiv, Verlag von Dietrich Reimer, Bd. XXIV, S. 60â79. Berlin 1941.
- Ferne Tropen-Insel Java. Ein Buch vom Schicksal fremder Menschen und Tiere., Gundert, Stuttgart 1946 (2. Auflage 1952). â GekĂŒrzte Ausgabe: Ferne Tropen-Insel Java. Ein Buch vom Schicksal fremder Menschen und Tiere. Eine Auswahl. Schaffstein, Köln 1950 (2. Auflage 1965). Von Marianne Spitzler mit freundlicher Genehmigung des Verfassers und des Verlages D. Gundert aus Karl Helbig Ferne Tropen-Insel Java ausgewĂ€hlt und vom NiedersĂ€chsischen Kultusministerium mit Erlass Nr. III/3056/50 vom 27. Juni 1950 fĂŒr den Schulgebrauch genehmigt. â Einhundertsechzehntes der âGrĂŒnen BĂ€ndchenâ.
- Indonesiens Tropenwelt. Kosmos/Gesellschaft der Naturfreunde. Franckhâsche Verlagshandlung, Stuttgart 1947.
- Die sĂŒdostasiatische Inselwelt (Inselindien). Franckhâsche Verlagshandlung (In Lizenz des Siebenberg-Verlages, Wien). â Kleine LĂ€nderkunden. Unser Wissen von der Erde. Hrsgg. v. Dr. habil. W. Evers, Privatdozent der Geographie an der Technischen Hochschule Hannover, Reihe IV, Heft 7. Stuttgart 1949
- Indonesien. Eine auslandskundliche Ăbersicht der Malaiischen Inselwelt. Franz Mittelbach, Stuttgart 1949.
- Am Rande des Pazifik. Studien zur Landes- und Kulturkunde SĂŒdostasiens. Kohlhammer, Stuttgart 1949.
- Paradies in Licht und Schatten. Erlebtes und Erlauschtes in Inselindien. Vieweg, Braunschweig 1949.
- Inselindien. Heimat der Malaien. Eilers & SchĂŒnemann Verlagsgesellschaft mbH., Bremen 1953. â ES-Heft Nr. 92.
- Zu Mahamerus FĂŒssen. Wanderungen auf Java. Brockhaus, Leipzig 1954.
- Die Insel Borneo in Forschung und Schrifttum. Im Selbstverlag der Geographischen Gesellschaft Hamburg. In: Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Hamburg. Im Auftrage des Vorstandes herausgegeben von Prof. Dr. Franz Termer. Band 52, S. 105â395 (hierzu die Tafeln 16â24 mit 19 s/w-Photoabbildungen). Hamburg 1955. â Thematisch geordnete und kommentierte Bibliographie, 2410 Werke enthaltend, mit ausfĂŒhrlicher Darstellung der Entdeckungsgeschichte.
- Eine Durchquerung der Insel Borneo (Kalimantan). Nach den TagebĂŒchern aus dem Jahre 1937. 2 BĂ€nde. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1982. ISBN 3-496-00153-4 (brosch.) und ISBN 3-496-00154-2 (Leinen). â Mit unverĂ€ndertem Inhalt, jedoch in kleinerem Format, als Sonderband in: Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Hamburg, 1982 (2 BĂ€nde, Teil 1 und 2).
Bearbeiten BĂŒcher und gröĂere AufsĂ€tze ĂŒber Mittelamerika
- Die Landschaften von Nordost-Honduras. Auf Grund einer geographischen Studienreise im Jahre 1953. Hermann Haack, Gotha 1959. â ErgĂ€nzungsheft 268 zu Petermanns Geographische Mitteilungen.
- Antiguales (AltertĂŒmer) der Paya-Region und die Paya-Indianer von Nordost-Honduras (Auf Grund einer geografischen Erkundungsreise im Jahre 1953). Museum fĂŒr Völkerkunde und Vorgeschichte, Hamburg 1956. â BeitrĂ€ge zur mittelamerikanischen Völkerkunde, Band 3
- Von Mexiko bis zur Mosquitia. Kleine Entdeckungsreise in Mittelamerika. Brockhaus, Leipzig 1958
- Indioland am Karibischen Meer. Zentralamerikanische Reise. Brockhaus, Leipzig 1961.
- Die Landschaft Soconusco im Staate Chiapas, SĂŒd-Mexico, und ihre Kaffeezone. Friedrich TrĂŒjen, Bremen 1961. In: Deutsche geographische BlĂ€tter, Band 49, Heft 1/2.
- Das Stromgebiet des oberen Rio Grijalva. Eine Landschaftsstudie aus Chiapas, SĂŒd-Mexiko. In: Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft zu Hamburg, Band 54, S. 7â274, Hamburg 1961
- Zentralamerika. NatĂŒrliche Grundlagen, ihre gegenwĂ€rtige und kĂŒnftig mögliche Auswertung. In: Petermanns Geographische Mitteilungen, 108. Jahrgang, S. 160â181 und 241â260, mit 40 s/w-Abbildungen auf 8 Tafeln. VEB Hermann Haack, Gotha 1964
- So sah ich Mexiko â Forschungsfahrt von Tampico bis Chiapas. Brockhaus, Leipzig 1962.
- Die Wirtschaft Zentralamerikas. Kartographisch dargestellt und erlĂ€utert. Institut fĂŒr Iberoamerika-Kunde, Hamburg 1966.
- Unter Kreolen, Indios und Ladinos: Von Belize bis Panama â ReiseeindrĂŒcke aus den sieben LĂ€ndern Zentralamerikas. Brockhaus, Leipzig 1966.
- So sah ich Mexiko â Von Monterrey bis Tapachula. Brockhaus, Leipzig 1967 (Neuauflage der Ausgabe von 1962).
- Chiapas: Geografia de un Estado Mexicano (2 TextbÀnde und 1 Kartenband). Instituto de Ciencias y Artes de Chiapas, Tuxtla Gutiérrez (Chiapas), 1976.
Bearbeiten BĂŒcher und gröĂere AufsĂ€tze ĂŒber sonstige Themen
- Kurt Imme fÀhrt nach Indien. Die Geschichte von der ersten Seereise eines Hamburger Schiffsjungen. Gundert, Stuttgart 1933 (zahlreiche Auflagen bis 1955).
- Levantepott im Mittelmeer. Kurt Immes abenteuerliche Seefahrt mit Mustafa, Krischan und den Dalmatinern. FĂŒr deutsche Jungen erzĂ€hlt. Gundert, Stuttgart 1934.
- Nordkap in Sicht. Eine unerwartete Nordlandreise. Gundert, Stuttgart 1935.
- K. Helbig (zusammen mit R. E. Kaltofen): Vorderindien. In: Fritz Kluthe (Hrsg.): Handbuch der Geographischen Wissenschaft. Band Vorder- und SĂŒdasien, S. 212â326. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion, Potsdam 1937.
- Von den LĂ€ndern und Meeren der Welt. D. Gundert, Stuttgart 1947. â Wir fangen an. Ein Ruf an die Jugend und ein Wort auf den Weg. Eine Schriftenreihe begrĂŒndet von Friedrich Gundert â herausgegeben von Kurt MĂŒller. Heft 4.
- Trampfahrt in die Levante: Erlebnisse und Abenteuer mit allerlei Schiffsvolk auf blauen Wassern fĂŒr die Jugend erzĂ€hlt. Gundert, Stuttgart 1950. â Gunderts Blaue JugendbĂŒcher (Neufassung des 1934 erschienenen Buches âLevantepott im Mittelmeerâ).
- Seefahrt vor den Feuern. Erinnerungen eines Schiffsheizers. H. G. Prager Vlg., Hamburg 1987 (2. durchgesehene Auflage 1988).
Einige BĂŒcher wurden in die tschechische, slowakische, schwedische und russische Sprache, Arbeiten ĂŒber Mittelamerika in die spanische Sprache ĂŒbersetzt. Jahrzehntelang hat Frau Gertrud Tischner, Gattin des SĂŒdseeforschers Herbert Tischner, als Buchillustratorin mitgewirkt.
Bearbeiten Kleinere Schriften
Etwa 600 AufsĂ€tze, Abhandlungen, Unterrichtsvorlagen und Buchbesprechungen wurden in Jugend- und Fachzeitschriften, sowie in in- und auslĂ€ndischen Tageszeitungen veröffentlicht.[47] Eines der wichtigsten Organe fĂŒr Helbigs frĂŒhe Artikel war die in Batavia erschienene Zeitschrift âDeutsche Wachtâ.[48] Herausragend sind die zahlreichen illustrierten BeitrĂ€ge, die von 1948 bis 1974 in der Jahrbuch-Reihe âDurch die weite Weltâ, Stuttgart, Franckhâsche Verlagshandlung, erschienen sind.
Bearbeiten Literatur
- Werner Röll: Karl Helbig. Leben und Werk. In: Bernhard Dahm (Hrsg.): Asien. Deutsche Zeitschrift fĂŒr Politik, Wirtschaft und Kultur. Im Auftrage der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Asienkunde e. V., Hamburg. Nr. 26, Januar 1988, S. 59â63.
- RĂŒdiger Siebert: Geograph und Seemann, Wissenschaftler und Welterkunder: Karl Helbig (1903â1991). In: Ingrid Wessel (Hrsg.): Indonesien am Ende des 20. Jahrhunderts. Analysen zu 50 Jahren unabhĂ€ngiger Entwicklung â Deutsche in Indonesien. 2. Auflage. Abera, Hamburg 1999, ISBN 3-934376-07-X.
- RĂŒdiger Siebert: Promovierter Dampfschiff-Heizer erforscht Borneo. Karl Helbig, Geograph und Seemann. In: Deutsche Spuren in Indonesien. Zehn LebenslĂ€ufe in bewegten Zeiten. Horlemann, Bad Honnef 2002, S. 154â173.
- Werner Rutz, Achim Sibeth (Hrsg.): Karl Helbig â Wissenschaftler und Schiffsheizer. Sein Lebenswerk aus heutiger Sicht. RĂŒckblick zum 100. Geburtstag. Olms, Hildesheim u. a. 2004, ISBN 3-487-12721-0. (Inhaltsverzeichnis als Digitalisat, PDF-Datei).
Bearbeiten Weblinks
- Literatur von und ĂŒber Karl Helbig im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eberhard Fechner: Gruppenbild zu La Paloma (Karl Helbig sitzt in der ersten Reihe, zweiter von rechts)
Bearbeiten Einzelnachweise
- â Siehe Helbigs Aufsatz âJunghuhn. 1809â1864. In: Kurt Kayser (Hrsg.): Die berĂŒhmten Entdecker und Erforscher der Erde. Köln 1965, S. 179â181 (zitiert im Artikel Junghuhn im Kapitel âBĂŒcherâ)
- â Rutz, Sibeth: Karl Helbig. Wissenschaftler und Schiffsheizer. Olms Vlg., Hildesheim 2004. S. 13
- â Rutz, Sibeth, S. 15 f.
- â Deutsche Wacht. 15. Jg. 1935, S. 16â17. Dieng ist der Name eines vulkanischen Hochplateaus in Mitteljava
- â Geographische Wochenschrift. 3. Jg., Heft 37, S. 881â887, Breslau 1935. Der Kendeng ist ein karger und wenig besiedelter Gebirgszug an der SĂŒdkĂŒste Javas
- â Zeitschrift der Gesellschaft fĂŒr Erdkunde zu Berlin. Jg. 1935, S. 102â125
- â Gundert, Stuttgart 1946
- â Brockhaus, Leipzig 1954
- â Vgl. Petermanns Geographische Mitteilungen. 78. Band 1932, S. 85.
- â Rutz, Sibeth, S. 16
- â Rutz, Sibeth, S. 72 f.
- â Im Verlag von David Gundert, dem Vater des Pflanzers, und dem jĂŒngeren Bruder Friedrich Gundert 1939 in Stuttgart erschienen
- â Rutz, Sibeth S. 113
- â Neben weiteren Darstellungen dieses Erlebnisses, das sich tief in Helbigs Erinnerungen eingeprĂ€gt hat, siehe seinen Aufsatz âZaubersitzung am Kahajan â Ein schaurig-nahrhaftes Erlebnis auf Borneo.â In: Durch die weite Welt. Band 46, FranÂckh/Kosmos-Verlag, Stuttgart 1972, S. 173â181.
- â so benannt als Unterschied zum âgroĂenâ Kapuas im Westen Borneos
- â Vgl. Petermanns Geographische Mitteilungen. 84. Jahrgang 1938, S. 193
- â Vgl. Verlagsprospekt (Pressestimmen)
- â Karl Helbig: Eine Durchquerung der Insel Borneo (Kalimantan). Nach den TagebĂŒchern aus dem Jahre 1937. Berlin 1982, S. 15.
- â In: Durch alle Welt. Jg. 1939 (9 Fortsetzungen)
- â In: Zeitschrift fĂŒr Erdkunde. Jg. 7, 1939, S. 357â379
- â In: Deutsche Wacht. Jg. 25, S. 38â40 u. 54â56, Batavia 1939
- â In: Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Hamburg. Jg. 1941, S. 391â409
- â Deutsche Geographische BlĂ€tter, Bd. 43, Bremen 1940, S. 138â221
- â Siebert (2), S. 162.
- â Rutz, Sibeth, S. 21
- â Siehe den Aufsatz âTuan Gila â Wissenschaftler und Weltenbummlerâ von RĂŒdiger Siebert. In: Rutz, Sibeth, S. 38â53.
- â Petermanns Geographische Mitteilungen. ErgĂ€nzungsheft 268, Gotha 1959.
- â BeitrĂ€ge zur mittelamerikanischen Völkerkunde Nr. 3. Hamburgisches Museum fĂŒr Völkerkunde, 1956
- â MaĂstab 1 : 500.000. Tafel 15 zum Aufsatz âEine Ăbersichtskarte von Nordost-Honduras.â In: Petermanns Mitteilungen. 101. Jg. 1957, S. 104â108 (mit Berichtigungen S. 177)
- â Petermanns Mitteilungen. 101. Jg. 1957, S. 108; die Benennung erfolgte nach dem Fluss Rio Patuca, der diesen Gebirgszug durchbricht
- â Petermanns Geographische Mitteilungen. 108. Jg. 1964, S. 172
- â Deutsche Geographische BlĂ€tter. Band 49, Bremen 1961
- â Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft zu Hamburg. Band 54, 1961
- â Petermanns Geographische Mitteilungen. 108. Jg. 1964, S. 172.
- â Petermanns Geographische Mitteilungen, 108. Jahrgang 1964, S. 160â181 und 241â260, mit 40 s/w-Abbildungen auf 8 Tafeln
- â Hamburg, Institut fĂŒr Iberoamerika-Kunde, 1966. Mit einer mehrfach gefalteten farbigen Karte
- â Vgl. den Artikel âEin Hildesheimer als Heizer zur Seeâ in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 19. Dezember 1987
- â Rutz, Sibeth, S. 119 f.
- â Der Spiegel, Februar 1989, S. 169 und 172. Helbig ist als Einziger in diesem Artikel namentlich genannt. Ein weiterer Artikel mit der Ăberschrift âTagebuch. Zehn und eine Geschichteâ erschien im Feuilleton der âFrankfurter Allgemeinen Zeitungâ (1. Februar 1989, Nr. 27, Seite 26. Verfasser: Uwe Schmitt)
- â In der Absicht, Karl Helbig am 18. MĂ€rz 1988 zu seinem 85. Geburtstag mit einem Empfang zu gratulieren, wurde er vom damaligen Hildesheimer Oberstadtdirektor Wilhelm Buerstedde fĂŒr die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagen. In seinem Schreiben vom 11. Januar 1988 an die Bezirksregierung Hannover schilderte Buerstedde den Lebenslauf Helbigs und wĂŒrdigte sein Lebenswerk. Als Anlage war diesem Schreiben ein Verzeichnis von Helbigs wissenschaftlichen Publikationen beigefĂŒgt. Aufgrund dieser AusfĂŒhrungen, die vom NiedersĂ€chsischen MinisterprĂ€sidenten an das BundesprĂ€sidialamt weitergeleitet worden sind, erfolgte am 20. Mai 1988 die Verleihung dieser Auszeichnung durch den BundesprĂ€sidenten.
- â Rutz, Sibeth, S. 51 f.
- â Rutz, Sibeth, S. 57
- â Rutz, Sibeth, S. 26
- â âAnlĂ€sslich des 100. Geburtstages von Karl HelbigâŠâ â Kurzbericht im Rundschreiben Nr. 4, Leipzig, 7. April 2003; Hrsg.: Arbeitskreis Geschichte der Geographie in der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Geographie (DGfG)
- â Rutz, Sibeth, S. 32
- â Die niederlĂ€ndische Schreibweise âoeâ entspricht dem deutschen âuâ: âLoeboeâ entspricht somit âLubuâ
- â Rutz, Sibeth, S. 62.
- â NiederlĂ€ndisch-Indische Monatsschrift (spĂ€ter Wochenschrift) fĂŒr Handels- und Kolonialpolitik, Volkswirtschaft und Völkerrecht, von 1915 bis zur japanischen Besetzung herausgegeben im Auftrag des Deutschen Bundes in NiederlĂ€ndisch-Indien (G. Kolff &. Co., Weltevreden)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Helbig, Karl |
| ALTERNATIVNAMEN | Helbig, Karl Martin Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Forschungsreisender, Geograph und Ethnologe |
| GEBURTSDATUM | 18. MĂ€rz 1903 |
| GEBURTSORT | Hildesheim |
| STERBEDATUM | 9. Oktober 1991 |
| STERBEORT | Hamburg |
