| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt | |
| Höhe: | 96 m ü. NN | |
| Fläche: | 77,7 km² | |
| Einwohner: | 163.777 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 2108 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 67059–67071 | |
| Vorwahlen: | 0621 06237 (Ruchheim) |
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| Kfz-Kennzeichen: | LU | |
| GemeindeschlĂĽssel: | 07 3 14 000 | |
| Stadtgliederung: | 10 Ortsbezirke | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 20 67059 Ludwigshafen am Rhein |
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| Webpräsenz: | ||
| OberbĂĽrgermeisterin: | Eva Lohse (CDU) | |
| Lage von Ludwigshafen/Rhein in Rheinland-Pfalz | ||
Ludwigshafen am Rhein (Pfälzisch: Ludwichshaafe bzw. "Ludwichshaffe") ist nach Mainz die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz und die zweitgrößte Stadt der Metropolregion Rhein-Neckar. Am linken Rheinufer gegenüber der baden-württembergischen Schwesterstadt Mannheim gelegen, ging Ludwigshafen einst aus der ehemaligen Mannheimer Rheinschanze hervor. Heute ist die Stadt vor allem als Sitz der BASF bekannt.
Ludwigshafen ist eine kreisfreie Stadt und gleichzeitig Verwaltungssitz des die Stadt umgebenden Rhein-Pfalz-Kreises (bis 2003 Landkreis Ludwigshafen). Sie ist eines der fünf Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz. Weitere nähergelegene Großstädte sind Heidelberg (etwa 25 km südöstlich), Karlsruhe (etwa 50 km südlich) und Mainz (etwa 60 km nördlich).
Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt um das Jahr 1925 die Grenze von 100.000, wodurch sie innerhalb eines Jahrhunderts seit ihrer Gründung im Jahr 1853 zur Großstadt wurde. Heute liegt sie auf Platz 46 unter den deutschen Großstädten (etwa in der gleichen Größe wie Saarbrücken, Herne, Mülheim an der Ruhr,Osnabrück, Solingen und Leverkusen.)
Inhaltsverzeichnis |
Bearbeiten Geographie
Bearbeiten Geographische Lage
Ludwigshafen liegt in den Auen am linken Rheinufer des Oberrheingrabens, gegenĂĽber der MĂĽndung des Neckars in den Rhein.
Bearbeiten Klima
Ludwigshafen hat ein sehr mildes und trockenes Klima. Im Sommer wird es, durch die Nähe zum Rhein, oft überdurchschnittlich drückend schwül. Außerdem suchen in dieser Jahreszeit stärkere Unwetter die Stadt heim, die vom Süd-Westen bis Westen herankommen. Die bisherige Höchsttemperatur wurde im August während der Hitzewelle 2003 erreicht und betrug 40,1 Grad. Das höchste Monatsmittel wurde im Juli 2006 mit 25,18 Grad gemessen. Die Norm ist ca. 20 Grad. Am 11. August 2006 wurde im Landkreis Ludwigshafen (Rhein-Pfalz-Kreis) nähe Maxdorf ein Tornado bzw. Funnel beobachtet. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 11,2 Grad.
Bearbeiten Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ludwigshafen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
Mannheim (Stadtkreis in Baden-Württemberg), Altrip, Neuhofen, Limburgerhof, Mutterstadt sowie Fußgönheim und Maxdorf (Verbandsgemeinde Maxdorf) (alle zum Rhein-Pfalz-Kreis gehörig) und Frankenthal (Pfalz) (kreisfreie Stadt).
Bearbeiten Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Ludwigshafen ist gemäß § 2 der Hauptsatzung der Stadt Ludwigshafen in zehn Ortsbezirke gegliedert. In jedem Ortsbezirk gibt es einen aus 7 bis 15 Mitgliedern bestehenden Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher. Sie werden für fünf Jahre gewählt. Die nächste Wahl ist im Jahr 2009. Die Ortsbeiräte sind zu wichtigen, den Ortsbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Ludwigshafen am Rhein. Die Ortsbezirke sind zum Teil in weitere Stadtteile beziehungsweise statistische Bezirke untergliedert. Diese Einteilung dient lediglich statistischen Zwecken.
Ortsbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen (in Klammern die Größe des Ortsbeirats):
- SĂĽdliche Innenstadt (15)
- Mitte
- SĂĽd
- Nördliche Innenstadt (15)
- Friesenheim (15)
- Froschlache
- Oppau (15)
- Gartenstadt (15)
- Hochfeld
- Niederfeld
- Ernst-Reuter-Siedlung
- Mundenheim (11)
- Oggersheim (15)
- Rheingönheim (7)
- Maudach (7)
- Ruchheim (7)
Bearbeiten Geschichte
Der Raum Ludwigshafen ist bereits seit sehr früher Zeit besiedelt. Im Bereich des Ortsteils Rheingönheim existierte das Römerkastell Rufiniana. Durch die Gemarkung der Ortsteile Maudach und Oggersheim führte die wichtige Römerstraße von Speyer nach Worms.
1607 gründete Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz am Westufer des Rheins die Mannheimer Rheinschanze als Brückenkopf der Festung Mannheim. Sie wurde nach der Neugründung der Stadt Mannheim 1720 weiter ausgebaut. Die Festung wurde zwischen 1799 und 1804 von französischen Truppen geschleift.
1811 entstand an dieser Stelle ein privater Schiffslandeplatz am Rhein. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam die links des Rheins gelegene Pfalz zu Bayern, die rechts des Rheins gelegene Pfalz mit der ehemaligen Hauptstadt Mannheim zu Baden. Das Gebiet der späteren Stadt Ludwigshafen gehörte somit zunächst zum Distrikt beziehungsweise Kanton Mutterstadt des Landkommissariats Speyer im Rheinkreis.
Ab 1820 entstand auf dem Gelände ein privates Handelshaus, das 1843 vom bayerischen Staat erworben wurde. Dieser benannte es zu Ehren von König Ludwig I. von Bayern in Ludwigshafen um und unterstützte die rasche Aufsiedelung als Gegenpol zur badischen Stadt Mannheim. Neun Jahre später wurde die aufstrebende Siedlung zu einer selbständigen Gemeinde innerhalb des Landkommissariats Speyer, heute einem Landkreis vergleichbar, erklärt, die mit Wirkung vom 14. April 1853 formell errichtet wurde. Ihre Gemarkungsfläche betrug 366 ha, die sie wie folgt erhielt: 240 ha von der Gemeinde Friesenheim und 126 ha von der Gemeinde Mundenheim. Beide Orte wurden später eingemeindet.
1852 verlieh König Maximilian II. Ludwigshafen die Rechte einer Gemeinde:
„Seine Majestät der König haben die Bildung einer eigenen politischen Gemeinde Ludwigshafen, bestehend aus den Ansiedlungen zu Ludwigshafen, den Hemshöfen, dem Ganter- und Rohrlachhofe, so dann der Gräfenau, ferner die Bannabteilung zwischen den Gemeinden Friesenheim, Mundenheim und Ludwigshafen allergnädigst zu genehmigen geruht.“
Am 8. November 1859 wurde die Gemeinde Ludwigshafen zur Stadt erhoben und bildete ab 1860 einen eigenen Distrikt innerhalb des Landkommissariats Speyer. Am 8. Mai 1865 wurde die Konzession zur Ansiedelung der Firma BASF erteilt. Diese Firma war kurz zuvor als Badische Anilin- und Sodafabrik errichtet worden, hatte aber vom Mannheimer Gemeinderat kein Gelände zugebilligt bekommen, weshalb die „badische“ Firma nach Ludwigshafen in die Pfalz übersiedelte. Aus ihr wurde später ein weltweit operierender Konzern, der das Gesicht der Stadt und deren Geschichte bis heute nachhaltig prägt; die Bezeichnung „Aniliner“ entstand.
1882 erhielt die Stadt zur Unterscheidung von gleichnamigen anderen Orten den Namenszusatz „am Rhein“, und 1886 wurde das bisherige Landkommissariat Speyer in ein Bezirksamt umgewandelt und gleichzeitig geteilt. Damit wurde Ludwigshafen Sitz eines eigenen Bezirksamtes, aus dem später der Landkreis Ludwigshafen (heute Rhein-Pfalz-Kreis) hervorging.
1891 wurde die nördlich der Stadt gelegene Gemeinde Friesenheim eingegliedert. Es folgten bis 1974 weitere Eingemeindungen.
1920 wurde Ludwigshafen kreisunmittelbar, das heißt es schied aus dem Landkreis Ludwigshafen aus, blieb aber zunächst noch unter der Finanzhoheit des Landkreises. Der Bürgermeister erhielt den Titel Oberbürgermeister. 1925 wurde Ludwigshafen Großstadt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Ludwigshafen zusammen mit Mannheim mit seinen kriegswichtigen Industrien einer der am meisten bombardierten Ballungsräume in Süddeutschland. Über 80 Prozent der Bebauung im Innenstadtbereich werden durch die 124 zum Teil verheerenden Luftangriffe völlig zerstört. Während des Zweiten Weltkriegs werden in Ludwigshafen etwa 50.000 ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit herangezogen. Ohnehin schon harten Arbeits- und Lebensbedingungen ausgesetzt – dies gilt vor allem für die sogenannten Ostarbeiter – hatten die Zwangsarbeiter besonders zu leiden unter den Auswirkungen der Bombardements. Aufgrund der unterschiedlichen Politik der Besatzungsmächte im besetzten Deutschland dauerte es in Ludwigshafen im Vergleich zu anderen Städten relativ lange, bis der Wiederaufbau voll ins Rollen kam. Die Stadt wurde eilig im einfachen Stil wiederaufgebaut, mit dem Ziel, dem akuten Wohnraummangel auch in der Innenstadt zu begegnen. Daher fehlt es im Stadtbild fast überall an repräsentativer Bebauung sowie an großen Kaufhäusern.
Am Nachmittag des 23. Juli 1948 ereigneten sich mehrere Explosionen in der Sodafabrik Ludwigshafen, eines der größten Werke der früheren IG-Farben. Die Zahl der Todesopfer betrug etwa 200 bis 250, während die Zahl der Verletzten etwa 1.000 erreichte.
Verkehrstechnisch wurden in den 1960er Jahren Projekte in gewagterer Größenordnung umgesetzt. Neben der Bahnhofsverlegung und der Auflassung der Bahnanlagen zwischen den Stadtteilen Nord und Mitte verwirklichte das Projekt Visitenkarte den Bau von Hochstraßen nach amerikanischem Vorbild.
Im Zuge der rheinland-pfälzischen Gebietsreform wurde 1974 die Gemeinde Ruchheim eingegliedert. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.
1997 stellte sich die Stadt mit AnschLUss 2000 nach dem Projekt Visitenkarte der zweiten großen städtebaulichen Herausforderung. Das Vorhaben umschloss unter anderem die Umgestaltung des Berliner Platzes und dessen Anbindung an den Rhein, den Bau einer zweiten Eisenbahnbrücke und des S-Bahn-Haltepunkts LU-Mitte am Berliner Platz sowie den Bau des Einkaufcenters Walzmühle im Süden der Innenstadt. Die einzelnen Vorhaben sind 2006 weitestgehend verwirklicht worden.
Am 3. Februar 2008 ereignete sich in Ludwigshafen ein schwerer Hausbrand, bei dem neun Aleviten türkischer Abstammung ums Leben kamen. In der Folge war das deutsch-türkische Verhältnis belastet, da es Gerüchte um eine mögliche Brandstiftung sowie um zu langsame Hilfe durch die Feuerwehr gab.
Siehe auch: Wohnhausbrand in Ludwigshafen am Rhein
Bis Ende 2010 soll die Innenstadt durch den Bau eines neuen Stadtquartiers auf dem Gelände des ehemaligen Zollhofhafens (Einkaufszentrum Rhein-Galerie Ludwigshafen, Stadtplatz mit Verlängerung und Ausbau der bestehenden Rheinpromenade, Gastronomie, Veranstaltungshalle im ersten Bauabschnitt, in einem zweiten kommen ein Hotel sowie ein Wellnessangebot hinzu) wieder an den Rhein gebracht werden. Investor des 220-Millionen-Euro-Projektes ist das Hamburger ECE Projektmanagement, welche das fertige Einkaufszentrum auch betreiben wird. Baustart war, nachdem der entsprechende Bebauungsplan vom Stadtrat verabschiedet und der Bauantrag genehmigt wurde, am 17. Juni 2008.
Die Neugestaltung des Zollhofs ist Teil des Stadtumbauprogramms "Heute fĂĽr Morgen".
Bearbeiten Eingemeindungen
Ehemals selbständige Städte und Gemeinden, die in die Stadt Ludwigshafen am Rhein eingegliedert wurden. Bei Gründung der Gemeinde Ludwigshafen 1853 umfasste das Gemeindegebiet lediglich 366 ha.
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
|---|---|---|
| 1. Dezember 1891 | Friesenheim | 772 |
| 1. Dezember 1899 | Mundenheim | 1.027 |
| 1. April 1938 | Oppau (Stadt; mit dem am 1. April 1929 eingemeindeten Edigheim) | 1.677 |
| 1. April 1938 | Oggersheim (Stadt) | 1.087 |
| 1. April 1938 | Maudach | 787 |
| 1. April 1938 | Rheingönheim | 1.172 |
| 17. März 1974 | Ruchheim | 961 |
Bearbeiten Einwohnerentwicklung
Siehe auch Einwohnerentwicklung in Ludwigshafen am Rhein
1888 hatte Ludwigshafen 25.000 Einwohner, bis 1899 verdoppelte sich diese Zahl auf mehr als 50.000. Im Jahre 1921 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1965 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 180.000 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2006 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Ludwigshafen nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz 163.560 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Der Ausländeranteil lag bei 21,1 Prozent.
Bearbeiten Religionen
Das Gebiet der Stadt Ludwigshafen gehörte zur Pfalz und war damit überwiegend ein evangelisches Gebiet. Doch zogen schon kurz nach Gründung der Gemeinde auch römisch-katholische Bewohner zu, so dass beide Konfessionen relativ ausgewogen vertreten waren.
Die evangelischen Bewohner gehörten anfangs zu den Kirchengemeinden Oggersheim beziehungsweise Frankenthal (Pfalz), bevor sie 1862 ihre erste eigenständige Kirchengemeinde erhielten. 1913 wurde das evangelische Dekanat Ludwigshafen innerhalb der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) gegründet, zu dem heute alle evangelischen Kirchengemeinden der Stadt gehören, es sei denn, sie sind Glieder einer Freikirche.
Die römisch-katholischen Bewohner gehörten anfangs zu den Pfarreien Friesenheim, Mundenheim und Oppau, bevor sie 1857 ihre erste eigenständige Pfarrei erhielten. Um 1913 entstand das katholische Stadtdekanat Ludwigshafen innerhalb der Diözese Speyer, zu der heute alle katholischen Pfarrgemeinden der Stadt gehören.
1891 gründete Joseph Queva, nach dem wegen seines Einsatzes in Gewerkschaft und Politik ein Platz in Oggersheim benannt wurde, in Ludwigshafen eine freireligiöse Gemeinde. 1926 erhielt die Gemeinde die Körperschaftsrechte. Vom nationalsozialistischen Regime wurde sie am 5. April 1933 verboten. 1946 konnte sie wiedergegründet werden. Seit 1952 hat sie einen Feierraum und ihre Geschäftsstelle im Johannes-Ronge-Haus. Dort hat auch die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz, K.d.ö.R., ihren Sitz.
Durch Einwanderer kamen in der Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg auch andere Religionen – vor allem der Islam – hinzu.
Bearbeiten Politik
Bearbeiten Stadtoberhäupter und Stadtrat
An der Spitze der Gemeinde (beziehungsweise Stadt) Ludwigshafen stand seit GrĂĽndung der Kommune 1853 ein ehrenamtlicher, ab 1896 ein hauptamtlicher BĂĽrgermeister, der ab 1920 den Titel OberbĂĽrgermeister erhielt.
Der Stadtvorstand setzt sich aus dem Oberbürgermeister und den Dezernenten zusammen. Hier vollzieht sich die interne Willensbildung der Verwaltung. Die Dezernenten werden vom Stadtrat auf die Dauer von acht Jahren gewählt.
Bearbeiten Gemeinde- und Stadtoberhäupter
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Bei den Stadtratswahlen vom 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
| CDU | 42,9 % (=) | 26 Sitze (=) |
| SPD | 32,6 % (– 8,6 %) | 20 Sitze (–5) |
| REP | 8,8 % (+ 3,5 %) | 5 Sitze (+3) |
| Bündnis 90/Die Grünen | 6,0 % (+ 1,7 %) | 4 Sitze (+1) |
| FWG | 5,5 % (+ 1,5 %) | 3 Sitze (=) |
| FDP | 4,1 % (+ 1,7 %) | 2 Sitze (+2) |
| Wahlbeteiligung von 45,8 % bei 113.000 Wahlberechtigten insgesamt | ||
Die Fraktionen von CDU und SPD arbeiten seit 2001 im Rat zusammen, haben allerdings keine offizielle Koalition gebildet.
Bearbeiten Wappen
Das Wappen der Stadt Ludwigshafen zeigt in Rot einen gesenkten goldenen Anker. Die Stadtfarben sind Rot-Gelb-Rot.
Der Anker als Symbol der Schifffahrt soll die Stadt am Rheinhafen versinnbildlichen. Das heutige Wappen wurde am 14. September 1937 vom Reichsstatthalter in Bayern genehmigt. Der Anker war auch im ersten Wappen der Stadt aus dem Jahre 1853 abgebildet. Mit der Eingemeindung von Nachbarorten veränderte sich auch das Wappen, und zwar 1895 und dann erneut 1900. Die damaligen Wappen zeigten einen vierteiligen Wappenschild mit Anker, Rauten und Spaten beziehungsweise Anker, Rauten, Spaten und Schlüssel. 1937 reduzierte man das Wappenbild wieder auf den Anker allein. Die Stadtfarben, die sich üblicherweise von den Wappenfarben ableiten, wurden erst 1895 offiziell genehmigt.
Zur Historie und den Stadtteilwappen siehe auch: Liste der Wappen der kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz#Ludwigshafen am Rhein
Bearbeiten Städtepartnerschaften
- Pasadena (Kalifornien), seit 1948
- Lorient (Frankreich), seit 1963
- London Borough of Havering (Vereinigtes Königreich), seit 1971
- Sumqayıt (Aserbaidschan), seit 1987
- Dessau (seit 1. Juli 2007 Dessau-RoĂźlau) (Sachsen-Anhalt), seit 1988
- Antwerpen (Belgien), seit 1999
- Eine Partnerschaft mit Gaziantep (Türkei) wurde nach dem schweren Brand im Februar 2008 ins Gespräch gebracht.
Bearbeiten Wirtschaft und Infrastruktur
Die Arbeitslosenquote lag im Oktober 2007 bei 9,4 %.
Bearbeiten Chemische Industrie
In Ludwigshafen befindet sich der Stammsitz der BASF, die hier den größten zusammenhängenden Chemiestandort der Welt – gegliedert in mehr als 300 Einzelbetriebe – betreibt. Im Umfeld der BASF und durch Ausgründungen haben sich weitere Chemieunternehmen wie z. B. BK Giulini GmbH & Co. KG, die DyStar GmbH & Co. KG und die Raschig GmbH angesiedelt. Die Abbott GmbH entstand aus der Knoll AG, der früheren Pharmasparte der BASF.
Bearbeiten Ansässige Unternehmen
- Abbott GmbH & Co.KG
- Alfred Talke GmbH & Co. KG
- BASF SE
- BASF IT Services
- Berkel Pfälzische Spritfabrik GmbH & Co.KG Alkoholraffinerie
- BK Giulini Chemie GmbH & Co. OHG
- Delhey Logistik GmbH
- DHL Logistics GmbH
- Franz Kehl Betriebs-GmbH
- DyStar GmbH & Co Deutschland KG
- G & H MONTAGE GmbH
- GAG Ludwigshafen
- Glas – Mayer GmbH & Co. KG
- iCADA IT Solution Provider GmbH
- ISD – Industrie Service für Datenverarbeitung GmbH
- J. Engelsmann AG
- Kamb Elektrotechnik GmbH
- Keipp elektro-bau-technik GmbH
- KTL Kombi-Terminal Ludwigshafen GmbH
- Lang & Peitler Automation GmbH
- Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH (LUKOM)
- Die Medien-Union (Rheinpfalz)
- MD Medicus Ges. f. medizinische Serviceleistungen mbH
- Pfalzwerke AG
- PLANEX Planen, Zelte, Hallen GmbH
- Privatbrauerei Gebr. Mayer
- Progas GmbH Co. KG
- Radio RPR GmbH & Co. KG
- Raschig GmbH
- Reckitt Benckiser
- RSB Logistic Projektspedition GmbH
- RTG Rhein Tanklager GmbH & Co. KG
- Saint Gobain G+H Isover AG
- Schäfer Additivsysteme GmbH
- Shell Deutschland Oil GmbH
- Sparkasse Vorderpfalz Ludwigshafen a. Rh.-Schifferstadt
- SHE Informationstechnologie AG
- Sterling SIHI GmbH
- SĂĽdkraft SĂĽddeutsche Kraftwagen-Speditions-GmbH
- Technische Werke Ludwigshafen AG
- Triport GmbH
- TĂĽrmerleim GmbH
Bearbeiten Verkehr
Bearbeiten StraĂźenverkehr
Durch das nördliche Stadtgebiet führt die Bundesautobahn 6 Saarbrücken-Nürnberg. Im Westen der Stadt führt die Bundesautobahn 61 Speyer-Koblenz vorbei. Ferner beginnen hier die A 65 in Richtung Neustadt an der Weinstraße und die A 650 in Richtung Bad Dürkheim. Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet: von Süden nach Norden die B 9, in Richtung Westen die B 37 nach Bad Dürkheim und in Richtung Süden die B 44.
Bearbeiten Eisenbahn
Dem Hauptbahnhof, 1969 als „modernster Bahnhof Europas“ eingeweiht, macht seit Dezember 2003 der Haltepunkt LU-Mitte Konkurrenz. Außerdem gibt es Stadtteilbahnhöfe in Oggersheim, Mundenheim und Rheingönheim sowie drei Werksbahnhöfe (BASF-Süd, BASF-Mitte, BASF-Nord) auf dem Gelände der BASF.
Seit 14. Dezember 2003 erschlieĂźt die S-Bahn RheinNeckar den gesamten Rhein-Neckar-Raum mit Linien, die bis in die Westpfalz, den Odenwald und nach SĂĽdhessen fĂĽhren.
Bearbeiten Ă–PNV
Den öffentlichen Personennahverkehr in Ludwigshafen versorgen mehrere Straßenbahn- und Buslinien der RNV. Alle öffentlichen Verkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) zu benutzen. Zusätzlich gibt es in Ludwigshafen ein wachsendes Carsharing-Angebot. Kooperationen des Verkehrsverbundes und der RNV mit Stadtmobil ermöglichen Besitzern von ÖPNV-Jahresabonnements die besonders günstige Nutzung von Carsharing.
In den 1970er Jahren plante man den Bau des U-Bahn-Netzes Mannheim-Ludwigshafen, das jedoch aus Kostengründen nie vollendet wurde. Die bis dahin gebauten U-Bahn-Stationen werden heute von normalen Straßenbahnen bedient. Die Bahnsteighöhe beträgt 35 cm, geplant waren 80–90 cm hohe Bahnsteige und 80 m lange U-Bahn-Stationen. Unterirdische und Hochbahn-Stationen in Ludwigshafen: Hauptbahnhof, Rathaus-Center B-Ebene, Rathaus-Center C-Ebene, Danziger Platz, Hemshofstraße, Ostausgang (Hauptbahnhof) und Gartenstraße.
Bearbeiten WasserstraĂźe
Mit dem Rheinhafen hat die Stadt den größten und leistungsstärksten Hafen in Rheinland-Pfalz. Mit einem Güterumschlag von 7,1 Mio. Tonnen im Jahr 2005 ist er einer der bedeutendsten Binnenhäfen der Bundesrepublik.
Bearbeiten Veranstaltungen
Für Veranstaltungen der Stadt Ludwigshafen ist die Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft mbH (Lukom) verantwortlich, häufig in Zusammenarbeit mit dem Marketing-Verein Ludwigshafen e. V.
Der Marketing-Verein wurde am 15. Juli 1998 als konsequente Weiterführung eines integrierten Stadtmarketing-Prozesses gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von Vertretern zahlreicher Institutionen und von interessierten Bürgern der Stadt Ludwigshafen. Mittlerweile hat der Marketing-Verein 133 Mitglieder, davon 54 Einzelpersonen, 79 Firmen und Verbände. Die Zusammensetzung des Vorstandes und der Mitglieder zeigt die breite Akzeptanz und die Unterstützung durch die Institutionen. Vorsitzende des Vereins ist Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, Ulrich Gaißmayer ist Geschäftsführer.
Bearbeiten Regelmäßige Veranstaltungen
- Februar: Fasnachtsumzug (jährlich im Wechsel mit Mannheim)
- Februar: Altweiberfasnacht (Eberthalle)
- April: Nordic Walking Tag (Berliner Platz)
- Mai: Ludwigshafener Hobbywerkstatt (Innenstadt)
- Juni: Parkfest (Ebertpark)
- Juni: Wahl zur Miss Ludwigshafen (Ebertpark)
- Juni: SpektakuLUm – Ludwigshafener Stadtfest (Innenstadt)
- Juni: Festival des deutschen Films
- Juli/August: Kultursommer Rheinland-Pfalz (StraĂźentheater)
- August: Internationaler Pfalz Cup im Handball (Eberthalle)
- August: LUftsprung Kinderfest – Eine Stadt spielt (Innenstadt)
- September: Sprungbrett LU (Pfalzbau)
- September/Oktober: Oktoberfest (Berliner Platz)
- Oktober: Friesenheimer Kerwe
- November/Dezember: Weihnachtsmarkt (Berliner Platz)
- Sommer/Herbst: Aktion „Saubere Stadt“
Bearbeiten Medien
Ludwigshafen ist Sitz von Radio RPR, dem ältesten privaten Rundfunksender Südwestdeutschlands, und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland (LMK) Pfalz. Zudem betrieb hier der Jugendsender BigFM sowie der Offene Kanal ein Studio.
Der Südwestfunk und später der Südwestrundfunk betrieb in der Stadt das Studio Ludwigshafen. Das SWR-Studio Ludwigshafen besteht auch heute noch, es befindet sich inzwischen jedoch auf der anderen Rheinseite in Mannheim, in einer Studiogemeinschaft mit dem SWR-Studio Mannheim.
Als Tageszeitung erscheint die Hauptausgabe der Rheinpfalz, einer Regionalzeitung mit zahlreichen Lokalausgaben in der ganzen Pfalz in einer Gesamtauflage von 250.000 Exemplaren. AuĂźerdem erscheint immer mittwochs die Ausgabe des Ludwigshafener Wochenblatts.
In Ludwigshafen startete am 1. Januar 1984 mit dem Kabelpilotprojekt Ludwigshafen das Privatfernsehen und somit das duale Rundfunksystem in Deutschland. Aus einem Kellerstudio nahm der Sender PKS seinen Sendebetrieb auf, aus dem ein Jahr später Sat.1 wurde. Heute strahlt das Rhein-Neckar-Fernsehen aus Mannheim Regionalthemen aus.
- Sendeanlage: Fernmeldeturm Ludwigshafen am Rhein
Bearbeiten Bildung
- Heinrich-Pesch-Haus, eine Katholische Akademie Rhein Neckar, versteht sich als Kompetenzzentrum fĂĽr angewandte Ethik.
Bearbeiten Fachhochschulen
In Ludwigshafen gibt es zwei Fachhochschulen:
- Die Fachhochschule Ludwigshafen – Hochschule für Wirtschaft mit Ostasieninstitut. Sie ist eine Einrichtung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und bildete bis 2004 Diplom-Betriebswirte/innen aus. Seit 2004 wurde auf Bachelor und Master umgestellt.
- Die Evangelische Fachhochschule Ludwigshafen – Hochschule für Sozial- und Gesundheitswesen. Sie ist eine Einrichtung der Evangelischen Kirche der Pfalz und bildet zum/zur Diplom-Sozialarbeiterin/pädagogin, Diplom- Pflegepädagogen/in oder Diplom-Pflegewirt/in aus.
Die nächstgelegene Universität ist die Universität Mannheim auf der gegenüberliegenden Rheinseite.
Bearbeiten Grundschulen
- Albert-Schweitzer-Schule
- Alfred-Delp-Schule
- Astrid-Lindgren-Schule
- Bliesschule
- BrĂĽder-Grimm-Schule
- Erich Kästner-Schule
- Ernst-Reuter-Schule
- Goethe-Mozart-Schule
- Goetheschule Nord
- Gräfenauschule
- Hochfeldschule
- Karl-Kreuter-Schule
- Grundschule in der Langgewann (Langgewannschule)
- Lessingschule
- Luitpoldschule
- Mozartschule Rheingönheim
- Niederfeldschule
- Pfingstweide
- Rupprechtschule
- Schillerschule Mundenheim
- Schillerschule Oggersheim
- Wittelsbachschule
- Wilhelm-Leuschner-Schule (organisatorisch mit der Hauptschule verbunden)
Bearbeiten Gymnasien
- Carl-Bosch-Gymnasium
- Geschwister-Scholl-Gymnasium
- Heinrich-Böll-Gymnasium
- Max-Planck-Gymnasium
- Theodor-Heuss-Gymnasium
- Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium
Bearbeiten Integrierte Gesamtschulen
- Integrierte Gesamtschule Ernst Bloch
- Integrierte Gesamtschule Gartenstadt
Bearbeiten Realschulen
- Anne-Frank-Realschule
- Karolina-Burger-Realschule
- Kopernikus-Realschule
- Realschule Edigheim
Bearbeiten Hauptschulen
- Adolf-Diesterweg-Schule
- Hauptschule Edigheim
- Ernst-Reuter-Schule
- Pestalozzischule
- Hauptschule Mundenheim
- Wittelsbachschule
- Wilhelm-Leuschner-Schule
Bearbeiten Förderschulen
- Schillerschule Mundenheim, Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen
- Schloss-Schule Oggersheim, Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen
- Schule an der Blies, Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen
- Georgensschule, Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung
- Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung (nicht in Trägerschaft der Stadt Ludwigshafen)
Bearbeiten Berufsbildende Schulen
- BBS Technik 1 (mit Technischem Gymnasium)
- BBS Technik 2
- BBS Wirtschaft 1 (mit Wirtschaftsgymnasium)
- BBS Wirtschaft 2
- BBS Naturwissenschaften
- BBS Hauswirtschaft/Sozialpädagogik
Bearbeiten Werkstätten für Menschen mit Behinderung
- Ludwigshafener Werkstätten im Gemeinschaftswerk für Menschen mit Behinderung
Bearbeiten Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten
Bearbeiten Theater und Orchester
- Theater im Pfalzbau (ohne eigenes Ensemble)
- Mobiles Kinder- und Jugendtheater KiT`Z
- StudiobĂĽhne TiP
- Prinzregenten-Theater im Hemshof
- Theater Hemshof-Schachtel
- Buero fĂĽr angewandten Realismus, Performance-Gruppe seit 1984
- Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz – Das Orchester wurde 1919 in Landau gegründet mit Sitz in Ludwigshafen. Es wirkte unter anderem bei Uraufführungen von Werken von Werner Egk, Giselher Klebe und Wolfgang Rihm mit. Chefdirigent ist seit September 2002 der Finne Ari Rasilainen.
Bearbeiten Museen
- BĂĽrgermeister-Ludwig-Reichert-Haus (Kunstverein)
- Ernst-Bloch-Zentrum Ausstellung ĂĽber Ernst Bloch (Bloch-Archiv) und Wechselausstellungen
- Heimatmuseum in Friesenheim (Kulturgeschichte)
- Karl-Otto-Braun-Museum in Oppau (Kulturgeschichte)
- Schillerhaus in Oggersheim (Friedrich Schiller-Erstdrucke)
- Stadtmuseum Ludwigshafen (Stadtgeschichte)
- Wilhelm-Hack-Museum (Gondorfer Fund, Mittelalter, Klassische Moderne und Graphisches Kabinett)
Die alljährliche „Lange Nacht der Museen“ (gemeinsam mit Mannheim und Heidelberg) gilt nach Berlin als zweitgrößte Veranstaltung dieser Art in Deutschland.
Bearbeiten Bauwerke
- Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt in Oggersheim (1774/93), bedeutendstes Baudenkmal im Stadtgebiet
- Turm der Lutherkirche (ehemals älteste protestantische Kirche der Stadt, 1858/64, Turm von 1878/80)
- Katholische Kirche St. Ludwig (1858/62, Turm von 1883)
- Apostelkirche (1892/94)
- Friedenskirche (1931/32)
- SĂĽdweststadion (1937/40, Wiederaufbau 1946/50), ehemals Austragungsort der FuĂźball-Bundesligaspiele des SV Waldhof Mannheim, derzeit betrieben von FuĂźball-Regionalligist FSV Oggersheim
- BASF-Hochhaus „Friedrich-Engelhorn-Hochhaus“ (1954/57)
- Kaufhaus am Berliner Platz (Tortenschachtel, ein rundes Gebäude mit integrierter Straßenbahnhaltestelle)
- Ludwigshafen Hauptbahnhof, einst der modernste Europas, mit Verkehr auf vier Etagen (1969)
- Rathaus (Wahrzeichen der Stadt, eröffnet 1979)
- Wilhelm-Hack-Museum mit einer großflächigen Fassadenverkleidung von Joan Miró (eingeweiht 1979)
- Fernmeldeturm in Stahlbetonbauweise, Höhe: 138 Meter (Geographische Koordinaten: 8°25'25" östliche Länge, 49°28'28" nördliche Breite)
- Ostasieninstitut am Rheinufer SĂĽd (1997)
- Faktor Haus am Berliner Platz (ein halbrundes Büro- und Geschäftsgebäude, 2004/2005)
Bearbeiten Kunst im öffentlichen Raum
- Stilisiertes Stadtwappen am Rhein-Hafen von Eugen Roth, 1953
- Eisläuferin von Giacomo Manzù, 1957
- Pfalzsäule von Blasius Spreng, 1968
- Raumsäule 22/1968 von Erich Hauser, 1968
- Miro-Wand am Wilhelm-Hack-Museum: Dieses Kunstwerk Joan Mirós misst 10 mal 55 Meter und ist das größte vom Künstler realisierte Werk. Es wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Keramiker Joan Gardy Artigas realisiert und 1979 anlässlich der Eröffnung des Museums an der Südwestfassade installiert.
- Raumstruktur-Plastik vor dem Ratssaal des Rathaus-Centers von Eugen Roth. 1979
- Stadtteilbrunnen, errichtet von 15 Steinmetzgesellen unter Leitung von Hans-GĂĽnther Thiele, 1985
- Endlose Treppe (Monument fĂĽr Ernst Bloch) von Max Bill, 1991
- Lutherbrunnen von Gernot und Barbara Rumpf, 1992
- Geteilte Kugel von Friedrich Becker, 1992
- Deux lignes indéterminées (Zwei unbestimmte Linien) von Bernar Venet, 1993
- Ring des Seyns von Kazuo Katase am Klinikum der Stadt Ludwigshafen, 1998
- Edelstahl-Raumskulptur mit blauem Mobile von Eugen Roth in Betreutes Wohnen Maudach, 1998
- Conversation von George Rickey, 1999
Bearbeiten Sonstige SehenswĂĽrdigkeiten
Bearbeiten Sonstiges
Der Spitzname, den die Stadt Ludwigshafen im 19. Jahrhundert von den Bewohnern der Umgebung, vor allem denen der Nachbarstadt Mannheim, erhalten hat ist Lumpenhafen, pfälzisch Lumbehafe. „Lump“ spielte auf die Arbeiterbevölkerung des jungen Industriestandorts an, die für proletarischer angesehen wurde als z. B. das Bürgertum Mannheims.
„Lumpenhafen“ wird heute noch gelegentlich in Internetforen benutzt, um den Wohnort Ludwigshafen abschätzig zu bezeichnen. Viele Ludwigshafener nehmen den Spitznamen allerdings mit Humor und bezeichnen sich selbst im Dialekt als „Lumbehäfner“. Auch das Autokennzeichen „LU-MP“ ist sehr begehrt.
Bearbeiten Persönlichkeiten
Bearbeiten EhrenbĂĽrger
Ludwigshafen hat 27 Mal die Ehrenbürgerwürde verliehen, wovon sieben 1945 für ungültig erklärt wurde.[1] Die Jahreszahlen geben den Zeitpunkt der Verleihung wieder.
- 1883: Carl Clemm (1836–1899), Mitbegründer der BASF und Reichstagsabgeordneter, die Ehrenbürgerwürde wurde ihm vom Friesenheimer Gemeinderat verliehen und später von Ludwigshafen übernommen
- 1892: August Clemm (1839–1910), Mitbegründer der BASF und bayerischer Landtagsabgeordneter
- 1896: Otto von Bismarck, 1945 aberkannt
- 1924: Karl Stützel (1872–1944), bayerischer Innenminister, die Ehrenbürgerwürde wurde von Oppau verliehen
- 1927: Friedrich Krafft (1857–1936), Oberbürgermeister
- 1933: Ludwig Siebert, 1945 aberkannt
- 1933: Paul von Hindenburg, 1945 aberkannt
- 1933: Adolf Hitler, 1945 aberkannt
- 1933: Franz Ritter von Epp, 1945 aberkannt
- 1938: Josef BĂĽrckel, 1945 aberkannt
- 1938: Wilhelm Frick, 1945 aberkannt
- 1949: A. Ray Benedict (1885–1974), Bürgermeister von Pasadena
- 1955: Valentin Bauer (1885–1974, Oberbürgermeister
- 1964: Friedrich Wilhelm Wagner (1894–1971), Reichtstags- und Bundestagsabgeordneter, Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
- 1965: Carl Wurster (1900–1974), Vorstandsvorsitzender der BASF
- 1965: Peter Trupp (1889–1973), Beigeordneter
- 1965: Ludwig Husse (1890–1976), katholischer Stadtdekan
- 1970: Ernst Bloch (1885–1977), Philosoph
- 1975: Wilhelm Hack (1899–1985), Kunstsammler, vermachte Ludwigshafen seine Kunstsammlung
- 1977: Hans Loschky (1888–1979), Pädagoge und Heimatforscher, vermachte Ludwigshafen seine Pädagik-Sammlung
- 1983: Herbert Müller (1900–1994), bayerischer und rheinland-pfälzischer Landtagsabgeordneter
- 1983: Bernhard Timm (1909–1992), Vorstandsvorsitzender der BASF
- 1985: Günther Janson (1919–1999), Bürgermeister
- 1993: Werner Ludwig (* 1926), OberbĂĽrgermeister
- 1998: Friedhelm Borggrefe (* 1929), evangelischer Stadtdekan
- 1998: Erich Ramstetter (* 1925), katholischer Stadtdekan
- 2005: Helmut Kohl (* 1930), rheinland-pfälzischer Ministerpräsident, Bundeskanzler
Bearbeiten Söhne und Töchter der Stadt
- 1856, 12. August, August Röchling, deutscher Unternehmer
- 1863, Julius Exter, †16. Oktober 1939, Maler und Bildhauer
- 1864, 24. Oktober, Anton Fasig, deutscher Industrieller und Industrieverbandsfunktionär
- 1874, 17. Oktober, Ludwig Siebert, †1. November 1942 in Stock/Chiemsee, Ministerpräsident von Bayern 1933–1942
- 1869, 23. Oktober, Robert Lauterborn, †11. September 1952 in Freiburg, Hydrobiologe, Zoologe, Botaniker und Wissenschaftshistoriker
- 1878, 16. Dezember, Karl Mayer, †18. Oktober 1951, Bürgermeister von Donauwörth 1908-1915, Oberbürgermeister von Neuburg an der Donau 1915-1933, Richter in Entnazifizierungsverfahren 1946-1951 in München
- 1879, 24. Dezember, Otto Fickeisen, †14. Dezember 1963, Ruderer
- 1885, 8. Juli, Ernst Bloch, †4. August 1977 in Tübingen, Philosoph und Schriftsteller
- 1885, Willy Weber, †1959 in Ludwigshafen am Rhein, Maler
- 1886, Ernst A. Lehmann, †7. Mai 1937 in Lakehurst, Luftschiffkapitän und Zeppelinbauer
- 1889, Friedrich Burschell, †19. April 1970 München, Schriftsteller
- 1889, Ludwig Reichling, Politiker (Zentrum/CDU)
- 1893, 15. Juli, William Dieterle, †8. Dezember 1972 in Ottobrunn, Filmregisseur, Schauspieler und Oscar-Preisträger
- 1894, Walter Bappert, †1985 Verlagsrechtler und Rechtshistoriker
- 1894, 28. Februar, Friedrich Wilhelm Wagner, Reichstags- und Bundestagsabgeordneter, Mitglied des Parlamentarischen Rats und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
- 1900, 22. Oktober, Karl Walz, †17. April 1990 in Saarbrücken, Gewerkschafter und Politiker
- 1902, Senta Geißler, †2000, Malerin
- 1902, Eugen MĂĽhlberger, Gewichtheber, stellte zwei Weltrekorde auf
- 1903, 19. April, Georg Heieck, †20. Januar 1977, Maler
- 1903, Georg Gehring, (1903–1942), Olympischer Bronzemedaillengewinner 1928 und mehrfacher Europameister im Ringen
- 1903, 10. März, Theodor F. Fries, Maler
- 1904, 11. Oktober Ernst Kern, †1976, Vorsitzender der Sozialistischen Jugendbewegung in Ludwigshafen und des Bezirk Pfalz, Stadtrat (SPD)
- 1905, 12. November Willy Feller, †1979, Politiker (KPD), rheinland-pfälzischer Minister
- 1912, Fritz Schäfer, (1912–1973), Olympischer Silbermedaillengewinner 1936 und vierfacher Europameister im Ringen
- 1921, Rudi Kurz, Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur
- 1925, 16. Dezember Eugen Roth, Bildhauer und Maler
- 1927, Helmut Striffler, Architekt
- 1929, 12. November, Waldemar Schreckenberger, Staatssekretär und Chef des Bundeskanzleramts 1982–1984
- 1929, 16. Dezember, Kurt Böckmann, Innenminister von Rheinland-Pfalz 1976–1987
- 1930, 28. Januar, Kurt Biedenkopf, CDU-Generalsekretär, Bundestagsabgeordneter und Ministerpräsident von Sachsen (1990–2002)
- 1930, 3. April im Ortsteil Friesenheim, Helmut Kohl, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz 1969–1976 und Bundeskanzler 1982–1998
- 1934, 9. Juli Arno Reinfrank, Schriftsteller
- 1940, 7. Juli, Lambert Hamel, Schauspieler und Synchronsprecher
- 1940, Sigi Schwab, Gitarrist und Komponist
- 1940, Fanny Morweiser, Schriftstellerin
- 1941, Rainer Rund, Politiker (SPD)
- 1943, 6. Juni, Heinz Kiehl, Ringer
- 1946, Hans-JĂĽrgen Veil, Olympischer Silbermedaillengewinner 1972 im Ringen
- 1946, Johann Braun, deutscher Rechtswissenschaftler und Rechtsphilosoph
- 1947, Wilma Ruth Albrecht, Sprachwissenschaftlerin und Autorin
- 1950, Rainer Dörrzapf, Gewichtheber
- 1953, Manfred Kaltz, ProfifuĂźballer und Offensivverteidiger ("Bananenflanke")
- 1954, 29. April, Rolf Krauß, Ringer und Europameister im griechisch-römischen Stil im Fliegengewicht
- 1954, 24. September, Bruno Hain, Pfälzer Mundartdichter
- 1956, Wolfgang Zurborn, Fotograf
- 1956, 23. Januar, Eva Lohse, derzeitige CDU-OberbĂĽrgermeisterin der Stadt
- 1960, 24. November, Dieter M. Gräf, Schriftsteller
- 1960, Volker Bengl, Tenor
- 1960, Wolfgang Güllich, †31. August 1992 in Ingolstadt, Extremkletterer
- 1961, 30. Mai, Sabine Vitua, Schauspielerin
- 1962, 20. Juli, Markus Scherer Ringer
- 1963, Andreas Böhn, Professor der Germanistik
- 1963, 7. Februar, Thomas Fahrner, Schwimmer
- 1963, 30. September, Jutta MĂĽller-Tamm, Professorin der Philologie an der FU Berlin
- 1963, 6. November, Barbara Eligmann, Fernsehm
