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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der deutschen Stadt Neuss; zu weiteren Bedeutungen gleichnamiger Begriffe siehe Neuss (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neuss
Markierung
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neuss hervorgehoben
51.2002777777786.6938888888889Höhenangabe falsch oder mehr als zwei NachkommastellenKoordinaten: 51° 12′ N, 6° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: DĂĽsseldorf
Kreis: Rhein-Kreis Neuss
Höhe: 30 bis 67,5 m ĂĽ. NN
Fläche: 99,5 km²
Einwohner: 151.449 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 1522 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 41460-41472
Vorwahlen: 02131, 02137 (Norf), 02182
Kfz-Kennzeichen: NE
GemeindeschlĂĽssel: 05 1 62 024
Stadtgliederung: 28 statistische Bezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 2
41460 Neuss
Webpräsenz:
BĂĽrgermeister: Herbert Napp (CDU)
Lage der Stadt Neuss im Rhein-Kreis Neuss
Rhein-Kreis Neuss.html Nordrhein-Westfalen.html Duisburg.html Kreis Mettmann.html Kreis Mettmann.html Kreis Mettmann.html Köln.html Rhein-Erft-Kreis.html Kreis Düren.html Kreis Heinsberg.html Mönchengladbach.html Kreis Viersen.html Krefeld.html Düsseldorf.html Rommerskirchen.html Neuss.html Grevenbroich.html Dormagen.html Korschenbroich.html Jüchen.html Kaarst.html Meerbusch.htmlKarte
Ăśber dieses Bild

Neuss (reg. Dialekt: NĂĽss, lat. Novaesium) ist eine Stadt am linken Niederrhein gegenĂĽber von DĂĽsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Neuss ist die größte Stadt des Rhein-Kreises Neuss, bekannt vor allem fĂĽr seine römische Vergangenheit, den Rheinhafen und das Neusser BĂĽrger-SchĂĽtzenfest. In der Landesplanung ist Neuss als Mittelzentrum eingestuft. Die Einwohnerzahl der Stadt Neuss ĂĽberschritt 1963 die 100.000-Grenze und machte sie zur GroĂźstadt. Neuss ist gemessen an der Einwohnerzahl die größte kreisangehörige (d. h. nicht kreisfreie) Stadt in der Bundesrepublik Deutschland. 1984 beging Neuss seine 2000-Jahr-Feier.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Geografie

Neuss liegt am linken Niederrhein auf einer Niederterrasse gegenĂĽber von DĂĽsseldorf, an der MĂĽndung der Erft in den Rhein. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet befindet sich in der Nähe des Stadtteils Holzheim und beträgt 67,5 m, die tiefste Stelle befindet sich im Bereich der Hafeneinfahrt und beträgt 30 m ĂĽber NN. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-SĂĽd-Richtung 13,2 km und in West-Ost-Richtung 12,8 km. Auch wenn Neuss grundsätzlich am Ostrand des Rhein-Kreises Neuss liegt, befindet sich auch der geographische Mittelpunkt des Kreises noch innerhalb des Stadtgebietes von Neuss (bei Gut Hombroich).

Siehe auch: Wahler Berg

Bearbeiten Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Neuss. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten genannt:

DĂĽsseldorf (kreisfreie Stadt) sowie Dormagen, Grevenbroich, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss)

Bearbeiten Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Neuss ist in folgende 28 statistische Bezirke eingeteilt. Diese werden fortlaufend nummeriert und tragen jeweils auch einen besonderen Namen. Zu einigen statistischen Bezirken gehören auch noch separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, etwa Stüttgen, Minkel, Dirkes, Röckrath, Derikum, Schlicherum, Allerheiligen, Elvekum, Lanzerath, Bettikum, Gier und Kuckhof. Stadtbezirke gibt es in Neuss – anders als in kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens – nicht.

1 Innenstadt, 2 Dreikönigenviertel, 3 Hafengebiet, 4 Hammfeld, 5 Augustinusviertel, 6 Gnadental, 7 Grimlinghausen, 8 Uedesheim, 9 Weckhoven, 10 Erfttal, 11 Selikum, 12 Reuschenberg, 13 Pomona, 14 Stadionviertel, 15 Westfeld, 16 Morgensternsheide, 17 SĂĽdliche Furth, 18 Mittlere Furth, 19 Nördliche Furth, 20 Weissenberg, 21 Vogelsang, 22 Barbaraviertel, 23 Holzheim, 24 Grefrath, 25 Hoisten, 26 Speck/Wehl/Helpenstein, 27 Norf, 28 Rosellen (mit Rosellerheide und Allerheiligen)

Bearbeiten Geschichte

Bearbeiten Anfänge

Neuss ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Bereits um das Jahr 16 v. Chr. errichteten römische Soldaten an der MĂĽndung der Erft in den Rhein eine Befestigung aus Holz und Erde. Der Platz, an dem sich vermutlich schon eine kelto-germanische Vorgängersiedlung befand, war strategisch gewählt, lag er doch einerseits am Endpunkt einer FernstraĂźe, die durch das von Caesar eroberte Gallien von Lyon ĂĽber Trier und ZĂĽlpich bis an den Rhein fĂĽhrte, und bot andererseits einen verkehrsgĂĽnstigen Zugang zu den Wasserwegen von Rhein, Erft, Lippe, Ruhr und Wupper. Weitere, wohl ebenfalls nur saisonal genutzte Heerlager an dieser Stelle folgten einander.

Bearbeiten Castra Novesia

Diorama des Römischen Kastells von Neuss in der Zinnfigurenabteilung des Freilichtmuseums Roscheider Hof

Um die Mitte des ersten Jahrhunderts nach Christus bauten römische Soldaten nahe der ErftmĂĽndung in Neuss-Gnadental erstmals ein steinernes Legionslager, das nach seinem Entdecker, dem Neusser Archäologen Constantin Koenen, auch als „Koenen-Lager“ bezeichnet wird. Während der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. war in dem Kastell dauerhaft eine ganze Legion mit fast 6.500 Soldaten stationiert (Castra Novesia / Castra Novaesium).

Um das Militärlager herum entstanden ausgedehnte Gräberfelder und eine Lagervorstadt (canabae legionis), in der die Familien der Soldaten lebten, aber auch Händler, Gastwirte und Militärhandwerker arbeiteten. Ein groĂźes, von H.-J. Graul nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltetes Diorama des Kastells und der umgebenden Zivilsiedlung befindet sich heute im Freilichtmuseum Roscheider Hof.

Bearbeiten Zivile Siedlung

Die Befestigung, die zu den frühesten römischen Anlagen dieser Art in Deutschland gehörte, gab auch den Anstoß für die Entstehung einer nahe gelegenen Zivilsiedlung („vicus“), aus der im Laufe der Jahrhunderte das heutige Neuss erwuchs. Nachdem die zuletzt im „Koenen-Lager“ stationierte VI. Legion um ca. 100 n.Chr. nach Xanten verlegt worden war, baute man zu Beginn des zweiten Jahrhunderts an seiner Stelle ein steinernes Auxiliarlager, das Platz für eine Besatzung von etwa 600 Mann bot.

Als Ende des dritten Jahrhunderts n. Chr. die römische Grenzverteidigung als Reaktion auf die vermehrten Ăśberfälle fränkischer Truppen auf das römische Reichsgebiet neu organisiert werden musste, gab man das Auxiliarlager an der ErftmĂĽndung auf. Im Gegenzug errichtete man im Bereich des römischen „vicus“ nahe der heutigen Neusser Hauptkirche St. Quirin ein neues Bollwerk, dessen Reste wohl den Kristallisationspunkt fĂĽr die Entstehung der mittelalterlichen Kaufmannssiedlung und einer Kirche im neunten Jahrhundert bildeten. Vermutlich in der zweiten Hälfte des zehnten Jahrhunderts entstand neben der Kirche ein Benediktinerinnenkloster aus der Stiftung einer hochadligen Familie. In dieser Zeit wurden vermutlich auch die Reliquien des Hl. Quirinus von Rom, des Patrons dieser Kirche, nach Neuss ĂĽberfĂĽhrt.

Bearbeiten Hochmittelalter und Neuzeit

Belagerung von Neuss 1474–1475

1190 wurde Neuss erstmals offiziell als Stadt bezeichnet, als Heinrich VI. Neuss Zollfreiheit zu Kaiserswerth bestätigte. Um 1200 wurde die große Stadtmauer mit fünf Toren gebaut. 1209 erfolgte die Grundsteinlegung zum Quirinusmünster. 1474/75 widerstand die Stadt einer langen Belagerung durch Karl den Kühnen. Zur Belohnung verlieh Kaiser Friedrich III. Neuss das Münzprivileg, das Recht mit rotem Wachs zu siegeln, die Rechte einer Hansestadt und ein neues Wappen. Dies verhalf der Stadt zu beträchtlichem Wohlstand, den sie aber nach der Eroberung im Kölnischen Krieg und einem Großbrand 1586 wieder verlor.

Während der von 1794 bis 1814 dauernden napoleonischen Besatzung wurde in Neuss am Nordkanal gebaut, der eine schiffbare Verbindung zwischen Rhein und Maas schaffen sollte. Damit sollten die Flusszölle rheinabwärts umgangen werden. Der Kanal wurde nicht vollendet. 1816 wurde Neuss preuĂźisch und Sitz eines Kreises. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt neuen wirtschaftlichen Aufschwung, der wesentlich durch den Eisenbahnbau (u. a. Anschluss an das rechtsrheinische Eisenbahnnetz durch die EisenbahnbrĂĽcke ĂĽber den Rhein nach DĂĽsseldorf-Bilk) und den Rheinhafen getragen wurde.

Bearbeiten Kreisfreie Stadt 1913

1913 schied Neuss aus dem Kreis Neuß aus und wurde eine kreisfreie Stadt. 1929 wurden die noch verbleibenden Teile der Kreise Neuss und Grevenbroich zum neuen Landkreis Grevenbroich-Neuß (später Kreis Grevenbroich) vereinigt. Im Zweiten Weltkrieg wurden in Neuss wie in vielen anderen rheinischen Städten große Teile der historischen Altstadt durch britische Luftangriffe im Rahmen der moral-bombing-Strategie zerstört. 1968 wurde die Schreibweise von „Neuß“ in „Neuss“ geändert.

Bearbeiten Rhein-Kreis Neuss 1975

Mit der Gemeindereform 1975 wurden die ehemals eigenständigen Gemeinden, die Neuss umgaben (z.B. Holzheim, Norf und Rosellen), eingemeindet (siehe auch Eingemeindungen) und die kreisfreie Stadt Neuss mit dem Kreis Grevenbroich zum neuen Kreis Neuss vereinigt und die Stadt somit z.T. Sitz dieses neuen Kreises. Gleichzeitig erhielt die Stadt (durch die Eingemeindungen) kommunalrechtlich den Status Große kreisangehörige Stadt. Im Jahr 1984 feierte Neuss sein 2000-jähriges Jubiläum, zu dem mit Genehmigung der französischen Rechteinhaber ein Comic-Sonderband Asterix in Novaesium erschien. 2003 wurde der Kreis Neuss in Rhein-Kreis Neuss umbenannt.

Bearbeiten Eingemeindungen

In die Stadt Neuss wurden im Laufe der Geschichte folgende Gemeinden bzw. Gemeindeteile eingegliedert:
Anfang des 20. Jahrhunderts Teile von Heerdt, BĂĽderich und Kaarst, 1929 Grimlinghausen, Uedesheim und Weckhoven sowie 1975 Grefrath, Holzheim, Hoisten, Norf, Rosellen und Speck sowie weitere Teile von Kaarst und Meerbusch.

Bearbeiten Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung

Im Jahre 1963 ĂĽberschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur GroĂźstadt wurde. Am 1. Januar 1975 stieg die Bevölkerungszahl von Neuss durch die Eingemeindung mehrerer Orte um 30.000 Personen auf 148.000. Ende Dezember 2005 lebten in Neuss nach Fortschreibung des Landesamtes fĂĽr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 152.633 Menschen mit Hauptwohnsitz. Die Tendenz ist weiterhin steigend. Der Ausländeranteil liegt bei 13,1 %.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1771 3.555
1798 4.423
1810 6.400
1831 7.888
1. Dezember 1840 Âą 9.057
3. Dezember 1855 Âą 9.690
3. Dezember 1861 Âą 10.300
3. Dezember 1864 Âą 10.700
3. Dezember 1867 Âą 12.600
1. Dezember 1871 Âą 13.996
1. Dezember 1875 Âą 15.564
1. Dezember 1880 Âą 17.500
1. Dezember 1885 Âą 20.074
1. Dezember 1890 Âą 22.635
Jahr Einwohner
2. Dezember 1895 Âą 25.026
1. Dezember 1900 Âą 28.472
1. Dezember 1905 Âą 30.440
1. Dezember 1910 Âą 37.224
1. Dezember 1916 Âą 35.463
5. Dezember 1917 Âą 35.483
8. Oktober 1919 Âą 39.819
16. Juni 1925 Âą 44.958
16. Juni 1933 Âą 55.771
17. Mai 1939 Âą 59.654
31. Dezember 1945 51.624
29. Oktober 1946 Âą 54.961
13. September 1950 Âą 63.478
25. September 1956 Âą 79.903
Jahr Einwohner
6. Juni 1961 Âą 92.916
31. Dezember 1965 111.104
27. Mai 1970 Âą 114.613
31. Dezember 1975 148.198
31. Dezember 1980 149.334
31. Dezember 1985 143.512
25. Mai 1987 Âą 142.178
31. Dezember 1990 147.019
31. Dezember 1995 148.796
31. Dezember 2000 150.013
31. Dezember 2004 152.777
31. Dezember 2005 152.633
31. Dezember 2006 152.625

¹ Volkszählungsergebnis

Bearbeiten Religion

Neuss gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war zunächst der kirchlichen Gerichtsbarkeit des Dompropstes, später als Archidiakonat dem Domdechanten zugeteilt. Die Zugehörigkeit der Stadt auch zum weltlichen Kurfürstentum Köln war Ursache dafür, dass die Reformation keinen Fuß fassen konnte. Dennoch gab es in den 1560er Jahren eine heimliche reformierte Gemeinde, die zu den größten Gemeinden der Kölnischen Klasse unterm Kreuz gehörte. Nach 1586 gab es einen Umschwung, doch gab es bis 1620 noch einzelne reformierte Familien. Unter Kurfürst Ernst waren sie dann meist gezwungen auszuwandern. Erst im 19. Jahrhundert zogen wieder vermehrt Protestanten zu. Die katholischen Gemeinden gehörten bis 1802 noch zum Erzbistum Köln. Nach dessen Auflösung kamen sie zum Bistum Aachen, das jedoch 1821/1825 bereits wieder aufgehoben wurde. Somit kam Neuss 1828 wieder zum Erzbistum Köln. Neuss wurde Sitz eines Dekanats, das später in die Dekanate Nord und Süd geteilt wurde. Sie bildeten das Stadtdekanat Neuss. Zum 1. Januar 2005 wurde dieses mit dem bisherigen Kreisdekanat Neuss zusammengelegt. Beide Dekanate bilden seitdem das Kreisdekanat Rhein-Kreis Neuss.

1805 bildete sich in Neuss wieder eine reformierte Gemeinde, die sich 1817 mit der lutherischen Gemeinde zu einer unierten Gemeinde vereinigte, die zur Evangelischen Kirche in Preußen bzw. zu dessen rheinischer Provinzialkirche gehörte. Innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland gehören die evangelischen Gemeinden der Stadt Neuss zum Kirchenkreis Gladbach-Neuss.

Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden gibt es in Neuss auch Freikirchen, darunter eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die Immanuel-Gemeinden, die zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) gehört. Ferner sind in Neuss sowohl die Neuapostolische Kirche als auch die Zeugen Jehovas vertreten.

Neben den christlichen Gemeinden in Neuss gibt es mehrere Moscheen und Moscheeverbände, z.B. am Neusser Hauptbahnhof, in der Innenstadt und in den äußeren Bezirken wie Weckhoven, Derikum, Erfttal, der Furth etc..

Der Quirinusschrein im gleichnamigen MĂĽnster


Bearbeiten Stadtheilige

Schutzpatron von Neuss ist der heilige Quirinus von Neuss, seine Reliquien kamen um 1050 n. Chr. nach Neuss; ihm zu Ehren wurde das Neusser QuirinusmĂĽnster gebaut. Daraus entwickelte sich die Bedeutung von Neuss als mittelalterlicher Wallfahrtsort mit Pilgern aus ganz Europa.

Eine weitere Stadtheilige ist die hl. Hildegunde von Neuss.

Bearbeiten Politik

An der Spitze der Stadt Neuss standen zunächst Schultheiß und Schöffen als erzbischöfliche Ministeriale. Im 13. Jahrhundert waren es 12 oder 14 Ministeriale. Unter Konrad von Hochstaden gab es auch einen Rat, deren Mitglieder die „officiati“ waren. Später gab es innerhalb des Rates Seniores und Subseniores. Die Mitgliedschaft im Rat war auf Lebenszeit. Die Zahl der Schöffen und Ratsmitglieder wurde im 18. Jahrhundert bis auf sechs reduziert. Ab 1771 gab es jeweils fünf Schöffen und fünf Ratsherren. In französischer Zeit stand ein Maire an der Spitze der Stadt. Dieser hatte zwei Beigeordnete und einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern an seiner Seite. Ab 1845 waren es nur noch 18 Ratsmitglieder. In preußischer Zeit (ab 1816) leitete der Bürgermeister und die Beigeordneten sowie der Stadtrat die Verwaltung von Neuss. 1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt. Nach dem Ausscheiden aus dem Kreis Neuss 1913 trug der Bürgermeister den Titel „Oberbürgermeister“.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnete. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Nach dem Verlust der Kreisfreiheit 1975 trugen – nach einer Übergangszeit – der Ratsvorsitzende wieder den Titel Bürgermeister und der Leiter der Verwaltung den Titel Stadtdirektor. 1998 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt. Die Stadt hatte am 31. Dezember 2002 453 Mio. € Schulden.

Bearbeiten BĂĽrgermeister bzw. OberbĂĽrgermeister seit 1801

  • 1801–1805: Franz Joseph Jordans, BĂĽrgermeister
  • 1806–1814: Franz Carroux, BĂĽrgermeister
  • 1814–1822: Heinrich Momm, BĂĽrgermeister
  • 1823–1828: Anton Josef Reuter, BĂĽrgermeister
  • 1828–1843: Carl Conrad Loerick, BĂĽrgermeister
  • 1843–1849: Adam Breuer, BĂĽrgermeister
  • 1849–1851: Heinrich Thywissen, BĂĽrgermeister
  • 1851–1858: Michael Frings, BĂĽrgermeister
  • 1858–1882: Johann Joseph Ridder, BĂĽrgermeister
  • 1882–1889: Carl Wenders, BĂĽrgermeister
  • 1890–1902: Engelbert Tilmann, BĂĽrgermeister
  • 1902–1921: Franz Gielen, OberbĂĽrgermeister
  • 1921–1930: Heinrich HĂĽpper, OberbĂĽrgermeister
  • 1930–1934: Wilhelm Henrichs, OberbĂĽrgermeister
  • 1934–1938: Wilhelm Gelberg, OberbĂĽrgermeister
  • 1938–1945: Dr. Wilhelm Tödtmann, OberbĂĽrgermeister
  • 1945–1946: Dr. Josef Nagel, OberbĂĽrgermeister
  • 1946: Dr. Josef Schmitz, OberbĂĽrgermeister
  • 1946–1961: Alfons Frings, OberbĂĽrgermeister
  • 1961–1967: Peter Wilhelm Kallen, OberbĂĽrgermeister
  • 1967–1982: Herbert Karrenberg, OberbĂĽrgermeister
  • 1982–1987: Hermann Wilhelm Thywissen, OberbĂĽrgermeister (ab 1984 BĂĽrgermeister)
  • 1987–1998: Dr. Bertold Reinartz, BĂĽrgermeister
  • Seit 1998: Herbert Engelbert Napp, BĂĽrgermeister

Bearbeiten Stadtdirektoren bis bzw. Oberstadtdirektoren 1946–1998

  • 1946–1960: Dr. Josef Nagel, Oberstadtdirektor
  • 1960–1971: Dr. GĂĽnther Kuhnt, Oberstadtdirektor
  • 1971–1985: Franz-Josef Schmitt, Oberstadtdirektor
  • 1985–1992: Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Stadtdirektor
  • 1992–1998: Bernhard Wimmer, Stadtdirektor

Sitzverteilung im Stadtrat – insgesamt 58 Sitze

Partei Anzahl der Sitze
CDU 31
SPD 15
GrĂĽne 5
FDP 3
PDS 2
UWG 1
Unabhängige 1

Bearbeiten Wappen

Stadtfahne von Neuss

Bearbeiten Geschichte / Blasonierung des Neusser Wappens

Die Stadt Neuss zählt zu den ältesten rheinischen Städten, die ein Wappen und ein Siegel geführt haben. Das Wappen selbst ist eines der historisch bedeutsamsten deutschen Wappen und Sinnbild für die jahrhundertelange wechselvolle Geschichte. Das Wappen der Stadt Neuss zeigt in gespaltenem Schild vorn in Schwarz einen rot bewehrten und gezungten goldenen Doppeladler, hinten in Rot ein durchgehendes silbernes Kreuz. Auf dem Schild eine goldene Kaiserkrone. Der Schild wird von zwei Löwen gehalten. Die Stadtflagge ist rot-weiß, rechts das Wappen, links 9 goldene Kugeln (das so genannte Quirinus-Wappen).

Im ältesten Wappenschild, das bereits seit dem Jahr 1217 belegt ist, stand ein weißes Kreuz auf rotem Grund. Das Kreuz ist schon in alten Stadtsiegeln des 12. Jahrhunderts nachweisbar. Vermutlich handelt es sich um ein Kreuzfahrer- oder Geleitzeichen.

Nachdem Neuss die Belagerung durch Karl den Kühnen 1475 erfolgreich abgewehrt hatte, belohnte Kaiser Friedrich III. die Stadt und ihre Bürger mit zahlreichen Privilegien. Dazu zählte nicht nur das Recht, mit rotem Wachs zu siegeln. Neuss wurde auch ein neues Wappen verliehen, das die Stadt vor den meisten anderen deutschen Städten auszeichnete. Sie wurde zwar nicht wie Köln zur Reichsstadt erhoben, durfte aber fortan die Symbole des Reiches, den doppelköpfigen Adler im schwarzen Schild führen, bekrönt durch die Kaiserkrone (die damals nur an Neuss und Amsterdam verliehen wurde). Der Adler symbolisierte das Reich, was durch die Verleihung des Wappens durch den Kaiser zum Ausdruck kam.

Nach 1550 wurden das alte und das neue Wappen in einem Schild vereinigt. Seitdem lautet die heraldische Beschreibung des Stadtwappens: Das Schild von Schwarz und Gold gespalten, vorne (oder links) ein doppelköpfiger Adler, hinten (oder rechts) ein durchgehendes silbernes Kreuz. Das Schild ist bedeckt von der goldenen Kaiserkrone. Als Schildhalter zwei goldene Löwen.

Die Löwen als Schildhalter sind eine Zutat, die nicht zum eigentlichen Wappen gehören, sich aber eingebürgert haben und um 1638 zum ersten Mal erschienen sind.

Bearbeiten Städte- und Kreispartnerschaften

Neuss unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Bearbeiten Wirtschaft und Infrastruktur

Bearbeiten Wirtschaft

Industriehafen

Die Neusser Wirtschaft wird geprägt von einem Industriehafen, verarbeitendem Gewerbe und Dienstleistungsgewerbe. Im Hafen dominieren Ă–lmĂĽhlen, Massengut- und Containerumschlag, die frĂĽher bedeutende Landmaschinenproduktion gibt es heute nicht mehr. Seit 2003 werden die Häfen Neuss und DĂĽsseldorf von einer gemeinsamen Gesellschaft mit Sitz in Neuss verwaltet. Dabei erfĂĽllt die Neusser Eisenbahngesellschaft eine wichtige Funktion. AuĂźer im Hafen gibt es größere Gewerbegebiete im nahen Hammfeld sowie im SĂĽden der Stadt. In der Neusser Wirtschaft spielen Eisen-, Aluminium- und Papierverarbeitung eine groĂźe Rolle. Auch die Lebensmittelindustrie ist hier vertreten. Ein zunehmend stärkeres Gewicht bekamen in den letzten Jahrzehnten die Bereiche Technologie, Logistik und Handel. Ebenso fĂĽr den Wirtschaftsstandort Neuss spricht die gute Anbindung an das Luftdrehkreuz Flughafen DĂĽsseldorf International sowie den zur Zeit nicht in den Linienflugverkehr eingebundenen, aber von Privatmaschinen angeflogenen Flughafen Mönchengladbach. Im Jahr 2005 betrug die durchschnittliche Kaufkraft der Neusser BĂĽrger 116 % des Bundesdurchschnitts. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2006 bei 7,9%.

Nähere Information zu ansässigen Unternehmen, wirtschaftlichen Kennzahlen und genaueren Informationen sind im Artikel Neuss/Wirtschaft aufgeführt. Dieses Jahr entsteht bei Neuss- Uedesheim die FIEGE-Halle (LZ Rhein-Ruhr).

Bearbeiten Verkehr

Neuss Hbf

Durch das Stadtgebiet von Neuss führt in nord-südlicher Richtung die A 57 (Köln-Nimwegen), die sich im Westen und Süden der Stadt mit der A 46 (AK Neuss-West:Mönchengladbach/Heinsberg-AK Neuss-Süd:Hagen)kreuzt.

Der Hauptbahnhof Neuss liegt sowohl an der Bahnstrecke Mönchengladbach–Düsseldorf als auch an der linksniederrheinischen Strecke Nimwegen–Krefeld–Neuss–Köln. Außerdem beginnen die Erftbahn (Neuss–Grevenbroich–Horrem) und die Regiobahn-Strecke Neuss–Kaarst in Neuss. Die frühere Bedeutung von Neuss als Eisenbahnknotenpunkt ist nach der Aufgabe des Personenfernverkehrs und des Rangierbahnhofes im teilweise zurückgebauten Güterbahnhof zurück gegangen, letzterer ist aber dennoch heute der größte Güterbahnhof des Eisenbahnkomplexes Düsseldorf mit Anschlussbahn zum Hafen (Neusser Eisenbahn).

Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen zahlreiche Buslinien der Stadtwerke Neuss sowie die Stadtbahn U75 und die Straßenbahnlinien 704 (zeitweise) und 709 der Rheinbahn. Pläne, die Linie 709 zugunsten einer reinen Fußgängerzone aus dem Hauptstraßenzug zu verlegen, wurden 1997 und 2007 mittels Bürgervoten verworfen.[2]

Neuss ist mit den S-Bahn-Linien S8 (Mönchengladbach-Dortmund), S11 (Düsseldorf-Bergisch Gladbach) und S28 (Kaarst-Mettmann) an das S-Bahn-Netz angeschlossen. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen. Eine Ausnahme bildet die S11; in Dormagen-Bayerwerk ist die Grenze zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

AuĂźerdem fĂĽhren noch einige Regionalverkehrslinien der Deutschen Bahn durch Neuss.

Der Neusser Rheinhafen mit einem GĂĽterumschlag von ca. 5 Millionen Tonnen pro Jahr ist der sĂĽdlichste Rheinhafen, der nicht nur von Binnenschiffen, sondern auch von KĂĽstenmotorschiffen angelaufen werden kann.

Der Radweg Fietsallee am Nordkanal beginnt in Neuss.

Bearbeiten Medizinische Versorgung

Folgende Kliniken und Krankenhäuser sind in Neuss ansässig:

Bearbeiten Medien

Als Tageszeitung erscheint die NeuĂź-Grevenbroicher Zeitung (NGZ). Ein täglicher Neusser Lokalteil befindet sich in der Westdeutschen Zeitung. Als lokaler Radiosender sendet „NE-WS 89.4“ sein Programm im Rahmen der NRW-Lokalradios. NE-WS 89.4 kann ĂĽber die Frequenzen 89,4 MHz und 102,1 MHz empfangen werden. In Teilen von Neuss (und in Korschenbroich, JĂĽchen und Meerbusch) erscheint die Rheinische Post mit täglichen eigenen Lokalseiten.

Bearbeiten Bildung

Quirinus-Gymnasium
früheres katholisches Gesellenhaus, genutzt vom Quirinus-Gymnasium und der Fernuniversität Hagen

In Neuss gibt es in den Räumen des Quirinus-Gymnasiums ein Studienzentrum der Fernuniversität Hagen. Am Hammfelddamm befindet sich die FOM Fachhochschule für Ökonomie und Management. Die Fachhochschule für Wirtschaft, Verwaltung und Informatik befindet sich auf der Weingartstrasse in der Neusser Innenstadt. Die Stadt hat ein breites Spektrum an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, darunter 29 Grundschulen, fünf Hauptschulen, fünf Realschulen, sechs Gymnasien, zwei Gesamtschulen und zwei Sonderschulen. Zusätzlich befindet sich am Konrad-Adenauer-Ring die Internationale Schule am Rhein. Neben dem Erzbischöflichen (Mädchen-)Gymnasium Marienberg und der Höheren Handelsschule Marienberg besteht in Neuss eine von insgesamt zwei Mädchenrealschulen in Nordrhein-Westfalen, die nicht in privater Trägerschaft sind, die Mildred-Scheel-Realschule. Ergänzt wird das Angebot durch das Erzbischöfliche Fr.-Spee-Kolleg, dem Berufskolleg für Technik und Informatik, dem Weiterbildungskolleg ("Theodor-Schwann-Kolleg") mit Abendrealschule und Abendgymnasium in den Räumen des Alexander- von- Humboldt Gymnasiums sowie der Volkshochschule.

Bearbeiten Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Rheinisches Landestheater
Clemens-Sels-Museum und Obertor
Haus Rottels
Quirinus-MĂĽnster
Obertor
Blutturm
Hamtor

Bearbeiten Theater

Bearbeiten Museen

Bearbeiten Bauwerke

  • Quirinus-MĂĽnster aus dem 13. Jahrhundert, dem Stadtpatron gewidmete spätromanische Kirche mit kuppelförmigem Ostturm (Wahrzeichen der Stadt) und historischer Seifert-Orgel (1907)
  • Marienkirche, der Hl. Mutter Gottes geweihte neogotische Kirche mit sehenswerten Fenstern von Emil Wachter
  • Obertor, mächtiges, um 1200 erbautes sĂĽdliches Stadttor, heute Teil des Clemens-Sels-Museums. Letzte der ursprĂĽnglich sechs Torburgen der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Dazu die Obertorkapelle (heutige Form von 1712), an der am 21. April 1475 ein Gelöbnis um Frieden abgelegt wurde.
  • Blutturm aus dem 13. Jahrhundert, der letzte erhaltene Rundturm der historischen Stadtmauer
  • Römischer Wachturm am Reckberg in Grimlinghausen
  • Kybele-Kultstätte in Neuss-Gnadental im Pavillon „Fossa sanguinis“ (unbekannte Bedeutung, evtl. Bluttaufkeller des Kybele-Kultes)
  • Nordkanal aus der Zeit Napoleons
  • Zum „Schwatte Päd“ – ältestes Gasthaus am Niederrhein von 1604
  • Das Vogthaus „Haus zu den Hl. Drei Königen“ (1597)
  • Das „Alte Kaffeehaus“, ältestes erhaltenes Haus von Neuss (1571), MichaelstraĂźe
  • Marien-Kapelle des Collegium Marianum, gestaltet vom LichtkĂĽnstler Heinz Mack (1988)
  • St. Sebastianus Kirche in der Innenstadt
  • Die späthistoristische Christuskirche, die älteste evangelische Kirche der Stadt Neuss.

Siehe auch Liste der katholischen Kirchen in Neuss

Bearbeiten Fotogalerie

Bearbeiten Regelmäßige Veranstaltungen

  • Neusser BĂĽrger-SchĂĽtzenfest am letzten Wochenende im August. An den UmzĂĽgen nehmen etwa 6000 SchĂĽtzen teil.
  • Hansefest am letzten Septemberwochenende mit Handwerkermarkt und verkaufsoffenem Sonntag in der Innenstadt
  • Seit 1982 der Internationale Neusser Sommernachtslauf, ein Stadtlauf, bei dem neben Freizeitläufern auch internationale Spitzenläufer starten.
  • Rheinischer Karneval
  • Equitana Open Air im Mai gerader Jahre. Freiluftpferdesportmesse auf der Galopprennbahn

Bearbeiten Sonstiges

Bearbeiten Sport

  • DJK Neuss-Gnadental e.V., FuĂźballverein
  • DJK Rheinkraft Neuss 1914 e.V.
  • Spielvereinigung (SVG) Neuss WeiĂźenberg 1910 e.V. (FuĂźball, Gymnastik)
  • Polizeisportverein Neuss 1961 e.V.
  • Turngemeinde Neuss e.V.
  • VFR 06 Neuss, FuĂźballverein mit Stadion an der Hammer LandstraĂźe aus dem Jahre 1919
  • Boxring Neuss 1992 e.V.
  • HTC Schwarz-WeiĂź Neuss, Hockey und Tennis
  • Neusser Eishockey Verein e. V.
  • TC Blau-WeiĂź Neuss, Tennis
  • KSK Konkordia Neuss, u. a. Ringen
  • SV Uedesheim Chiefs, Skaterhockey-Abteilung, vertreten in der 1. Bundesliga
  • SV Uedesheim 1928 e.V., FuĂźballverein, stellt in der Saison 2008/2009 die höchste FuĂźballmannschaft der Stadt Neuss
  • Neuss Frogs, American Football
  • SSV Neuss-Reuschenberg, SportschieĂźen
  • Sporthafen in Grimlinghausen, Sitz folgender Vereine:
    • Neusser Ruderverein mit Bootshäusern in Grimlinghausen und im Industriehafen
    • Neusser Yachtclub „Novaesia“
    • Neusser Kanu-Club
  • Galopprennbahn am Rand der Innenstadt, erstes Rennen am 30. August 1875
  • Skihalle in Neuss-Grefrath (eine Langlaufhalle als Ergänzung zur Skihalle befindet sich in Planung)
  • In fast allen Stadtteilen befinden sich Bezirkssportanlagen, auf denen sich heimische FuĂźball- und andere Sportvereine regelmäßig treffen.
  • Es gibt drei Schwimmbäder in Neuss
    • Stadtbad in der Innenstadt, Hallenbad mit Wellenanlage
    • SĂĽdpark-Bad in Neuss-Reuschenberg, Freizeitbad mit AuĂźenbecken und "Cabriodach". Daran angeschlossen ist die Saunalandschaft "WellNeuss"
    • Nordpark-Bad in Neuss-Furth, Freibad mit Schwimmhalle
  • Im SĂĽdpark stehen dazu noch eine Eislauf-Mehrzweckhalle, Tennisanlagen, Skateranlage und eine Parkanlage mit Sportplätzen zur VerfĂĽgung. Hier trägt auch der Neusser EV seine Heimspiele aus.
  • Golfplatz in der Hummelbachaue bei Neuss-Norf

Bearbeiten Kulinarische Spezialitäten

  • Weltbekannt ist das Neusser Sauerkraut der Fa. Leuchtenberg im Hammfeld

Daraus ist auch die "Nüsser Kappeswoosch" entstanden eine Schweinefleischwurst mit Sauerkraut, die bisher als Grill- und Fleischwurst und auch in Form von Fleischkäse erhältlich ist.

Bearbeiten Persönlichkeiten

Kardinal-Frings-Denkmal in Neuss

Bearbeiten EhrenbĂĽrger

Die Stadt Neuss hat folgenden Personen das EhrenbĂĽrgerrecht verliehen:

Bearbeiten Söhne und Töchter der Stadt

(Folgende Persönlichkeiten sind in Neuss geboren. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr. Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Neuss hatten oder nicht, ist dabei unerheblich)

Die folgenden Persönlichkeiten sind nicht in Neuss geboren, jedoch auf andere Weise mit der Stadt verbunden:

Bearbeiten Historisch erwähnenswerte Personen aus Neuss und Umgebung

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. ↑ Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. ↑ Ratsbürgerentscheid 2007 zur Trassenführung

Bearbeiten Literatur

Die Wikiversity hat als Ressource eine Forschungsbibliographie zu Neuss bereitgestellt:

Angesichts der geschichtlichen Bedeutung von Neuss gibt es eine reichhaltige Auswahl an BĂĽchern ĂĽber die verschiedenen Epochen und Aspekte der Stadtgeschichte. Es empfiehlt sich eine Literatursuche mit den Stichworten Novaesium bzw. Neuss. Hier auszugsweise:

  • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches Städtebuch, Band III. 3. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂĽtzung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart 1956
  • P. Stenmans u.a.: Neuss im Wandel der Zeiten. 1970
  • H. Chantraine, M. Gechter, H. G. Horn: Das römische Neuss. 1984, ISBN 3-8062-0356-3
  • Christian Wierstraet: Die Geschichte der Belagerung von Neuss 1474–1475. 2000, ISBN 3-9801-2946-2
  • Der Kampf um Neuss behandelt die Belagerung von Neuss 1474/75, 2002, ISBN 3-9347-9402-5
  • Novaesium, Buchserie verschiedener Autoren zur Geschichte von Neuss
  • Helmut Wessels: Neuss und St. Quirin zu FuĂź – 3 Rundgänge durch das mittelalterliche Neuss. 2004, ISBN 3-7616-1801-8 (engl, ISBN 3-7616-1956-1)
  • Karl Remmen: Neuss – die Stadt auf den sieben HĂĽgeln. Libelli Rhenani Bd. 3, 2. Aufl., 2004 (Diözesan- und Dombibliothek Köln)
  • Max Tauch: Quirinus von Neuss. 2000, ISBN 3-8790-9692-9
  • Frank Kurella: Neuss im Mittelalter (Comic). 2004, ISBN 3-0001-5068-4
  • Albert Mathias Kreuels: Unkenrufe aus der Provinz, ISBN 3-89102-171-2
  • Albert Mathias Kreuels: Kleines Neusser Heimatbuch
  • Andrea Niewerth/Christoph Roolf: Zwangsarbeit in Neuss während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945), (= Dokumentationen des Stadtarchivs Neuss 7), Neuss 2005
  • Tilman Röhrig: Die Ballade vom Fetzer, Bergisch-Gladbach 2005, ISBN 3-404-15326-X.

Bearbeiten Weblinks

Commons Commons: Neuss â€“ Bilder, Videos und Audiodateien
Wikiversity Wikiversity: Neuss â€“ Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch

Stadtgeschichte