| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt | |
| Höhe: | 4 m ü. NN | |
| Fläche: | 103 km² | |
| Einwohner: | 159.563 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1550 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 26001–26135 | |
| Vorwahl: | 0441 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 03 000 | |
| Gemeindegliederung: | 42 Stadtteile, 9 statistische Bezirke | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Markt 1 26122 Oldenburg (Oldb) |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Gerd Schwandner (parteilos) | |
Oldenburg (Plattdeutsch Ollnborg, Saterfriesisch Ooldenbuurich) ist eine kreisfreie Stadt in Niedersachsen. Nach der Hauptsatzung der Stadt lautet ihr Name Oldenburg (Oldb). Das Statistische Bundesamt führt sie unter dem Namen Oldenburg (Oldenburg).
Die Universitätsstadt und ehemalige Residenzstadt (bzw. Hauptstadt) der Grafschaft, des Herzogtums, des Großherzogtums, des Freistaates und des Landes Oldenburg (daher auch der Zusatz (Oldb) im Namen der Stadt) ist mit knapp 160.000 Einwohnern, nach Hannover, Braunschweig und Osnabrück die viertgrößte Stadt sowie eines der Oberzentren des Landes Niedersachsen. Oldenburg war bis zum 31. Dezember 2004 Sitz des Regierungsbezirks Weser-Ems, der zu diesem Zeitpunkt, wie auch alle anderen Regierungsbezirke in Niedersachsen, aufgelöst wurde. Seitdem ist Oldenburg Sitz einer Regierungsvertretung des Landes Niedersachsen.
Die nächsten größeren Städte sind Bremen, etwa 45 km östlich, Wilhelmshaven, ca. 50 km nördlich, Osnabrück, ca. 100 km südlich, Hamburg, um 175 km nordöstlich, und Groningen, ca. 110 km westlich Oldenburgs. Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1945 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Oldenburg gehört seit April 2005 zur europäischen Metropolregion Bremen/Oldenburg, eine von insgesamt elf europäischen Metropolregionen in Deutschland.
Am 28. Februar 2008 verlieh der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Oldenburg den Titel „Stadt der Wissenschaft“ des Jahres 2009.
Inhaltsverzeichnis |
Bearbeiten Geographie
Oldenburg liegt in einer Niederung überwiegend am linken Ufer der Hunte, an der Mündung der Haaren, von der Huntemündung bei Elsfleth 23,5 km und von der offenen Nordsee ca. 90 km entfernt, im Zentrum des Oldenburger Landes im westlichen Niedersachsen.
Bearbeiten Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt (im Uhrzeigersinn beginnend im Osten):
Stadt Elsfleth (Landkreis Wesermarsch), Hude (Oldenburg), Hatten und Wardenburg (alle Landkreis Oldenburg) sowie Edewecht, Bad Zwischenahn, Wiefelstede und Rastede (alle Landkreis Ammerland)
Bearbeiten Stadtteile
Die Stadt ist in neun Stadtbezirke aufgegliedert, welche in Stadtteile untergliedert sind. Stadtbezirke nach dem statistischen Jahrbuch 2005 der Stadt sind:
- mit den Stadtteilen Zentrum, Dobben, Haarenesch, Bahnhofsviertel und Gerichtsviertel
- mit den Stadtteilen Ziegelhof und Ehnern
- mit den Stadtteilen Bürgeresch und Donnerschwee
- mit den Stadtteilen Osternburg und Drielake
- mit den Stadtteilen Eversten, Hundsmühler Höhe, Thomasburg, Bloherfelde, Haarentor und Wechloy
- mit den Stadtteilen Bürgerfelde, Rauhehorst, Dietrichsfeld, Alexandersfeld, Flugplatz, Ofenerdiek und Nadorst
- mit den Stadtteilen Etzhorn, Ohmstede und Bornhorst
- mit den Stadtteilen Neuenwege und Kloster Blankenburg
- mit den Stadtteilen Kreyenbrück, Bümmerstede, Tweelbäke West, Krusenbusch und Drielaker Moor
Bearbeiten Geschichte
Die Geschichte Oldenburgs beginnt nach den Ergebnissen archäologischer Ausgrabungen im 8., vielleicht schon im 7. Jahrhundert n. Chr. Auf einem Geestsporn nahe einer Furt über die Hunte entsteht im Bereich des heutigen Marktplatzes sowie nördlich und östlich davon eine bäuerliche Siedlung. Wer auf der Handelsstraße von Bremen oder Westfalen nach Jever unterwegs ist, findet hier einen leichten Übergang über den Fluss. Im Jahr 1108 wird der Ort unter dem Namen Aldenburg erstmals urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert nutzen die Grafen von Oldenburg die günstige topographische Situation zum Bau einer Wasserburg. Der Graf erhebt einen Zoll, kann in Kriegszeiten diesen Durchgang aber auch versperren. Die Burg ist aber nicht nur Durchgangs-Station für Reisende, sondern auch Verwaltungs-Mittelpunkt der Grafschaft, und ihr Umland wird für viele Angehörige der Verwaltung bald zum Zuhause. 1345 bekommt die Siedlung, die mittlerweile Oldenburg heißt, von Graf Konrad I. von Oldenburg Bremisches Stadtrecht. Sie bekommt eine bessere Befestigung, der Graf sorgt für Schutz vor Räubern und es geht wirtschaftlich aufwärts. 1448 wird Graf Christian von Oldenburg König von Dänemark.
1603 beginnt die Regierungszeit von Graf Anton Günther. Er lässt einen Teil der Burg im Barockstil umbauen und beginnt mit der Zucht von Pferden, die als „Oldenburger“ Pferde schon bald in aller Welt begehrt sind. Außerdem kann der Graf die Stadt lange Zeit vor dem Grauen des dreißigjährigen Krieges bewahren, doch schließlich bewegt sich der Feldherr Tilly mit seinen Truppen auch auf Oldenburg zu. Plünderungen und Verwüstung drohen, doch Graf Anton Günther kann Tilly, dessen Truppen in Wardenburg ihr Lager haben, durch Verhandlungsgeschick und wertvolle Pferdegeschenke dazu bringen, wieder abzurücken.
Trotz einer so genannten Pestordnung fallen der Pest jede Woche 30 bis 40 Menschen zum Opfer. Im selben Zeitraum stirbt 1667 Graf Anton Günther und wird in der Oldenburger Lambertikirche bestattet. Da er keine ehelichen Nachkommen hat, wird Oldenburg dem nächsten männlichen Verwandten zugesprochen, dem König von Dänemark. Somit wird Oldenburg dänisch.
Nach dem Rückgang der Pest schlagen 1676 eines Tages drei Blitze gleichzeitig in Oldenburg ein. Die Stadt steht in Flammen und wird fast völlig zerstört. Weil ihre Bewohner weder versichert sind noch Hilfe von ihrer Regierung bekommen, bleibt vielen nichts anderes übrig, als zu Verwandten und Freunden außerhalb der Stadt und Region zu ziehen. Oldenburg verfällt samt Schloss, Kunstgegenstände jedoch werden nach Dänemark geholt. Der dänischen Krone liegt Oldenburg als Stadt offenbar nicht so sehr am Herzen, denn die Einwohner bekommen keine Hilfe, und der Wiederaufbau ist somit sehr mühsam und dauert Jahrzehnte. Die Einwohnerzahl sinkt bis Mitte des 18. Jahrhunderts auf 3.000. Als militärischer Vorposten ist Oldenburg für Dänemark offenbar von größerer Bedeutung, denn das Schloss wird auf Befehl der dänischen Krone zur Festung umgebaut: Die Oldenburger werden zum Bauen zwangsverpflichtet und 60 Jahre später kann wenigstens der Betrieb des Schlosses wieder aufgenommen werden.
Die Herrscherhäuser Deutschlands, Dänemarks und Russlands sind miteinander verwandt, und dem entsprechend wechselt die Zugehörigkeit Oldenburgs immer wieder. 1773 übernimmt das Haus Holstein-Gottorp die Grafschaft, die somit Herzogtum wird. Oldenburg wird formell Haupt- und Residenzstadt, doch Herzog Friedrich August weilt dort nicht oft. 1785 bis 1829 geht sie an Herzog Peter Friedrich Ludwig, der auch tatsächlich nach Oldenburg zieht und die Stadt im klassizistischen Stil umbaut. Unter seiner Leitung entsteht unter anderem Peter Friedrich Ludwigs Hospital. Er ist vielseitig gebildet und sozial engagiert und ruft die „Ersparungskasse“ ins Leben, die sozial schwachen Oldenburgern entscheidend weiterhilft. (Später geht aus ihr die Landessparkasse zu Oldenburg hervor, die älteste Sparkasse der Welt.)
1815 wird Oldenburg im Zuge des Wiener Kongresses zum Großherzogtum erhoben. Drei Jahre später wird Oldenburg eine „Stadt I. Klasse“ sowie Sitz eines Amtes, im heutigen Sinne also eine „Kreisfreie Stadt“. 1833 „sinkt“ sie vorübergehend wieder zur „Stadt II. Klasse“ ab, bevor sie 1855 erneut „Stadt I. Klasse“ wird. Als Ausgleich für die zeitweilige Deklassierung wurden Oldenburg 1836 die Orte Wittmund, Esens und Dornum westlich von Jever zugesprochen; dies wurde jedoch zur Enttäuschung der Bevölkerung nicht vollzogen.
Die Revolutionsjahre von 1848 und 1849 verliefen in Oldenburg sehr gemäßigt. Am 2. März 1848 richtete der Stadtrat eine Adresse, die loyal und sehr bittend gehalten war, an den Großherzog, in der eine landständische Verfassung verlangt wurde. „Der Oldenburger verehrt und liebt mit unerschütterlicher Liebe sein angestammtes Fürstenhaus, er weiß, welchen Schatz er darin vor Vielen anderen voraus hat.“[1] Der Großherzog reagierte sehr zögerlich und machte nur ungenaue Versprechungen. Am 7. März erhielt der Stadtrat die Antwort des Großherzogs durch den Magistrat der Stadt. Diese enthielt wiederum nur vage Versprechungen und er ging auf den Wunsch die Verfassung von kundigen Männern besprechen zu lassen überhaupt nicht ein. Die Enttäuschung über das Verhalten des Großherzogs war beträchtlich und bereits am 8. März versammelten sich Handwerker, um über die Eingabe einer weiteren Petition zu diskutieren. Am 10. März wurden Deputationen aus Oldenburg und Jever persönlich beim Großherzog vorstellig und überreichten die von ihnen verfassten Petitionen. Dieser zeigte sich jedoch nicht bereit Zugeständnisse zu machen und nötigte dadurch die jeversche Deputation, welche entschlossen war ihre Forderungen durchzusetzen, dazu mit einem Aufstand zu drohen. Der Großherzog lenkte ein und versprach eine Resolution zu erlassen. Am frühen Abend wurde das vom Großherzog erlassene Patent öffentlich verlesen. Er stimmte darin zu, erfahrenen Männern aus dem ganzen Lande ein Staatsgrundgesetz als Verfassungsentwurf vorzulegen. Er werde dazu eine Versammlung aus 34 von ihm zu bestimmenden Männern einen Entwurf vorlegen, über die diese beraten sollten. Die Begeisterung der Oldenburger war immens und dem Großherzog und seiner Familie wurde am selben Abend im Theater ein mehrfaches „Hoch!“ entgegengebracht und er musste auf eine Treppe treten um sich bejubeln zu lassen, welches ihm offensichtlich missfiel. Am 11. März wurde durch Erlass die Pressezensur aufgehoben. Dies hatte jedoch keine großen Auswirkungen, da schon zuvor kaum Einschränkungen bestanden. Am 24. März kam es in Oldenburg zu Krawallen durch Mitglieder der unteren Schichten in der Stadt. Hauptsächlich Lehrjungen und Gesellen rotteten sich vor dem Haus eines Obersts zusammen, zerstörten eine Laterne und warfen mit einem Stein. Dieser Aufruhr wurde von der Presse sehr negativ aufgenommen und verurteilt. Es erfolgte die Zustimmung des Großherzogs zur Volksbewaffnung und zur Schaffung einer Bürgerwehr, um weitere Zwischenfälle dieser Art zu unterbinden. Am 25. März wurden Flinten an Oldenburger Bürger ausgegeben und bereits am 26. März begann man mit Exerzierübungen. Im Februar 1849 wurde die Verfassung im konstituierenden Landtag angenommen.
1918 dankt der letzte Großherzog, Friedrich August, ab, und 1919 wird Oldenburg Hauptstadt des Freistaates Oldenburg. Während der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 ist Oldenburg Gauhauptstadt im Bereich Weser-Ems unter Gauleiter Carl Röver. 1933 wird auch das Amt Oldenburg erheblich vergrößert und der neue Verwaltungsbezirk später als Landkreis Oldenburg bezeichnet.
Von den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs bleibt Oldenburg als Verwaltungsstadt mit etwa 80.000 Einwohnern ohne nennenswerte Industrie weitestgehend verschont. Oldenburg wurde insgesamt zu 1,4% zerstört. Im Juni 1941 richtete ein Luftangriff Schäden im Bereich von Stau, Sophienstraße und Würzburger Straße sowie an der Bahnstrecke nach Leer an. Im September 1943 wurde die Landesbibliothek am Damm durch Bomben völlig zerstört, ebenso das Landgericht in der Elisabethstraße 7, das vollständig ausbrannte, sowie das Museum am Damm und die Reichsfinanzverwaltung am Damm Ecke Festungsgraben. Im April 1945 wurde Oldenburg das Opfer von vier größeren Luftangriffen: Georgenvilla, Ziegelhof und die Fleischfabrik der G.E.G. wurden zerstört. Schwer beschädigt wurden die Kasernen an der Ofener Straße und der Donnerschweer Straße sowie die Infanteriekaserne an der Cloppenburger Straße. Auch in den Wohnvierteln östlich der Cloppenburger Straße und um den Klingenbergplatz herum entstanden schwere Schäden. Bei einem Luftangriff am 21. April 1945 wurden Bahnhofsvorplatz, Hafen und das Gewerbegebiet im Osten der Altstadt zerstört. Auch die Kasernenanlagen in Kreyenbrück wurden im April/Mai 1945 zerstört. Während der Luftangriffe suchten viele Menschen in dem 1942/43 erbauten Hochbunker an der Moslestraße Schutz. In Oldenburg wurden im Zweiten Weltkrieg insgesamt 130 Häuser völlig zerstört.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 gehört Oldenburg zur Britischen Besatzungszone. Die britische Militärverwaltung richtet in Oldenburg mehrere DP-Lager ein zur Unterbringung von bis zu 5.000 so genannten Displaced Persons. Die Mehrzahl von ihnen sind ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen und dem Baltikum. Die Lager Ohmstede, Wehnen, Sandplatz, Unterm Berg und Ammerländer Heerstraße bestehen über die Gründung der Bundesrepublik hinaus bis in die 1950er Jahre. Der Hochbunbker an der Moslestraße wurde 1979 gesprengt und abgetragen.
Durch die Aufnahme von etwa 42.000 Flüchtlingen nach Kriegsende überschreitet Oldenburg die Zahl von 100.000 Einwohnern und wächst zur Großstadt heran. Ein Jahr später, 1946, wird das Land Oldenburg auf Beschluss der englischen Besatzungsmacht Bestandteil des neuen Landes Niedersachsen und Oldenburg Hauptstadt des „Verwaltungsbezirks Oldenburg“, einer der damals acht Regierungsbezirke des Landes Niedersachsen.
1973 wird nach Abschaffung der Pädagogischen Hochschulen in Niedersachsen die Carl-von-Ossietzky-Universität gegründet. Durch verschiedene Kreisreformen der 1970er Jahre wird der Landkreis Oldenburg verändert und 1978 wird der Verwaltungsbezirk Oldenburg mit den Regierungsbezirken Aurich und Osnabrück zum Regierungsbezirk Weser-Ems vereinigt, dessen Hauptstadt Oldenburg wird. Trotz aller Verwaltungs- und Gebietsreformen bleibt Oldenburg in jenen Jahren stets eine kreisfreie Stadt. 1988 wird die Kreisverwaltung des Landkreises Oldenburg, die sich bis dahin in der Stadt Oldenburg befunden hat, auf Beschluss des Kreistages nach Wildeshausen verlegt.
Bearbeiten Eingemeindungen seit 1920
1920 betrug die Fläche des Stadtgebiets insgesamt 1152 ha. Danach wurden verschiedene Gemeinden beziehungsweise Teile von Gemeinden und Gemarkungen nach Oldenburg eingegliedert, so dass das Stadtgebiet heute nach verschiedenen Grenzbereinigungen insgesamt 10.296 ha beträgt. Im Einzelnen wurden ein- beziehungsweise ausgegliedert:
| 1. April 1922 | Eingliederung der Gemeinde Osternburg | Zuwachs | 5.080 ha |
| 1. November 1924 | Eingliederung der Gemeinde Eversten | Zuwachs | 2.407 ha |
| 15. Mai 1933 | Eingliederung der Gemeinde Ohmstede | Zuwachs | 3.198 ha |
| 1. April 1935 | Eingliederung von Teilen Hundsmühlens | Zuwachs | 22 ha |
| 1. April 1935 | Ausgliederung eines Teils Osternburgs | Abgang | 1.875 ha |
| 1. April 1936 | Eingliederung von Teilen Metjendorfs | Zuwachs | 129 ha |
| 1. April 1948 | Eingliederung des Exerzierplatzes Bümmerstede | Zuwachs | 169,6 ha |
Bearbeiten Einwohnerentwicklung
1898 hatte Oldenburg 25.000 Einwohner, bis 1925 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Im Jahre 1946 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt durch Flüchtlingszuzug schnell die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Anfang 2006 lebten hier nach der Fortschreibung knapp 158.500 Menschen mit Hauptwohnsitz - historischer Höchststand. Oldenburg gehört zu den wenigen noch wachsenden Großstädten in der Bundesrepublik. Laut kleinräumiger Bevölkerungsvorausberechnung des niedersächsischen Landesamtes für Statistik wird Oldenburg im Jahr 2021 drittgrößte Stadt Niedersachsens sein mit annähernd 171.000 Einwohnern, da gleichzeitig Osnabrücks Einwohnerzahlen rückläufig sind.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis
Bearbeiten Religionen
Die Stadt Oldenburg gehörte anfangs zum Gebiet des Erzbistums Bremen, beziehungsweise zu dessen Archidiakonat St. Willehadi, die St. Johannis-Kapelle gehörte zum Bistum Osnabrück. Die Reformation setzte sich ab 1526 durch, und seit 1529 war die Stadt dauerhaft reformiert, doch trat sie 1573 zum Luthertum über (Einführung einer lutherischen Kirchenordnung). Danach war Oldenburg über viele Jahrhunderte vorwiegend protestantisch. Als Hauptstadt des Herzogtums beziehungsweise Großherzogtums Oldenburg war die Stadt auch Sitz der Verwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Hier befindet sich bis heute das Konsistorium beziehungsweise der Oberkirchenrat dieser Landeskirche. Oldenburg wurde auch schon sehr früh Sitz des Kirchenkreises Oldenburg-Stadt, zu dem heute alle Kirchengemeinden der Stadt gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt.
Spätestens seit Ende des 18. Jahrhunderts gibt es in Oldenburg auch wieder Katholiken. Diese wurden seit 1785 von einem Kaplan betreut. Der Herzog von Oldenburg ließ 1807 auf eigene Kosten eine katholische Kirche bauen. Später entstanden weitere katholische Kirchen. 1831 wurde Oldenburg Teil des Offizialats Oldenburg des Bistums Münster, nachdem die Bildung eines eigenen katholischen Bistums für das Land Oldenburg scheiterte. Sitz des Offizialats wurde jedoch die Stadt Vechta. In Oldenburg wurde ein Dekanat eingerichtet, das seinerzeit für den gesamten nördlichen Teil des Landes Oldenburg zuständig war. Später wurde das Dekanat Oldenburg in seinem Zuschnitt verändert, doch gehören heute alle Pfarrgemeinden der Stadt Oldenburg (Oldb) zu diesem Dekanat innerhalb des Bistums Münster.
Die älteste Freikirche ist die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die heute an der Eichenstraße ihr Gemeindezentrum besitzt. Sie wurde bereits 1837 - also drei Jahre nach der ersten deutschen Baptistengemeinde in Hamburg - gegründet. Die Gemeindepastoren der Gründungsphase waren August Friedrich Wilhelm Haese und Johann Ludwig Hinrichs aus Jever. Die Gemeinde hatte in der Anfangszeit unter Verfolgung seitens staatlicher und kirchlicher Behörden zu leiden: Die Kinder der Gemeinde wurden zwangsweise getauft, Versammlungen polizeilich aufgelöst und das Abhalten von Gottesdiensten mit empfindlichen Geld- und Gefängnisstrafen belegt.
Neben den Baptisten gibt es in Oldenburg weitere Freikirchen: die Evangelisch-methodistische Kirche, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Freie evangelische Gemeinde (FeG), die Freie Christengemeinde und weitere freie christliche Gemeinschaften.
Seit 1992 gibt es in Oldenburg auch wieder eine Jüdische Gemeinde. Hierzu übergab die Stadt Oldenburg am 5. März 1995 der jüdischen Gemeinde ein Kulturzentrum mit Synagoge. Es handelt sich um die ehemalige Baptistenkapelle in der Wilhelmstraße 17, die für Zwecke der jüdischen Gemeinde umgebaut wurde und ganz in der Nähe der während der Novemberpogrome 1938 zerstörten Synagoge liegt. Am 25. Juni 1995 konnte die Gemeinde ihre neue Synagoge einweihen. Vom 1. August 1995 bis zum 30. April 2004 amtierte die Schweizerin Bea Wyler als erste Rabbinerin Deutschlands in Oldenburg (zeitweise auch in Braunschweig und Delmenhorst). Seit September 2006 amtiert mit Daniel Alter einer der drei ersten nach 1945 in Deutschland ordinierten Rabbiner in Oldenburg. Er ist Absolvent des Potsdamer Abraham-Geiger-Kollegs.
Weitere Religionsgemeinschaften in Oldenburg sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Zeugen Jehovas, die Neuapostolische Kirche, Christian Science (die christlich-wissenschaftliche Vereinigung), die Christengemeinschaft, Bahai sowie muslimische Gemeinschaften und eine jesidische Gemeinde.
Bearbeiten Politik
An der Spitze der Stadt stand schon seit dem 14. Jahrhundert ein Rat, der ab 1345 aus 18 Mitgliedern bestand. Darunter befanden sich drei Bürgermeister. Es regierte jedoch nur ein Bürgermeister mit fünf Ratsmännern. Der Rat wechselte jährlich am 6. Januar. Ab 1676 wurde die Zahl der Bürgermeister auf zwei reduziert. Ab 1773 stand nur noch ein rechtsgelehrter Bürgermeister an der Spitze des Rates und der Stadt. Die Stadtordnung von 1833 führte einen Stadtdirektor als leitenden Beamten ein. Dieser erhielt später den Titel Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Stadtoberhaupt Oldenburgs von der NSDAP eingesetzt.
1946 führte die Militärregierung der britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Oldenburg (Oldb) die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.
Bei den am 27. Januar 2008 direkt gewählten Oldenburger Mitgliedern des niedersächsischen Landtages handelt es sich um die SPD-Politiker Wolfgang Wulf (Wahlkreis 62 Oldenburg Mitte/Süd) und Jürgen Krogmann (Wahlkreis 63 Oldenburg Nord/West). Über die Landesliste ihrer Parteien zogen auch der FDP-Politiker Klaus Rickert, der Grünen-Politiker Ralf Briese und der Vertreter der Linkspartei Niedersachsen Hans-Henning Adler in den Landtag ein. Direkt gewähltes Mitglied des deutschen Bundestages ist die SPD-Politikerin Gesine Multhaupt (Wahlkreis 028 Oldenburg-Ammerland). Über die Landeslisten ihrer Parteien in den Bundestag gewählt wurden der CDU-Politiker Thomas Kossendey und die Grünen-Politikerin Dr. Thea Dückert.
Bearbeiten Rat der Stadt
Seit den Kommunalwahlen vom 10. September 2006, mit einer Wahlbeteiligung von 44,41% hat der Rat Oldenburgs 50 Mitglieder, die sich wie folgt aufteilen:
| Sitzverteilung | SPD | CDU | Grüne | FDP | PDS / Die Linke |
BFO | Gesamt | Beteiligung |
| 9. September 2001 | 21 | 15 | 7 | 4 | 2 | 1 | 50 Sitze | 49,48% |
| 10. September 2006 | 16 | 13 | 11 | 3 | 4 | 3 | 50 Sitze | 44.41% |
Bei der Kommunalwahl in Niedersachsen am 10. September 2006 konnte keiner der Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters die erforderliche absolute Mehrheit erreichen. Zur Stichwahl am 24. September 2006 mussten sich daher Amtsinhaber Dietmar Schütz und sein Herausforderer Dr. Gerd Schwandner erneut zur Wahl stellen. Dabei entfielen auf Dr. Gerd Schwandner, der das Amt im November 2006 übernahm, 50,87 Prozent der abgegebenen Stimmen, Dietmar Schütz erreichte 49,12 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,73 Prozent.
Alle Bürgermeister der Stadt Oldenburg seit 1363 sind in der Liste der Bürgermeister und Oberbürgermeister von Oldenburg (Oldenburg) aufgeführt.
Bearbeiten Oberstadtdirektoren 1945–1996
| Jahre | Name |
|---|---|
| 1945–1946 | Dr. Fritz Koch |
| 1946–1947 | Wilhelm Oltmann |
| 1948–1950 | Dr. Hans Klüber |
| 1950–1963 | Jan Eilers, FDP |
| 1963–1972 | Heinz Rathert |
| 1972–1996 | Heiko Wandscher, SPD |
Bearbeiten Wappen
Beschreibung: In Gold eine von einem größeren Mittelturm und zwei kleineren Seitentürmen mit blauen Dächern und aufgesetzten goldenen Kugeln bekrönte rote Stadtmauer; in das schwarze Torfeld unter dem Mittelturm ist der Oldenburger Grafenschild mit seinen „fiev stücken“ - auf Gold zwei rote Balken - schräg rechts eingestellt. Die Stadtflagge ist gold-rot-gold-rot-gold waagerecht geteilt.
Bedeutung: Für die Residenzstadt der Grafen von Oldenburg ist bereits ein Siegel aus dem Jahr 1307 nachweisbar, das eine dreitürmige Burg zeigt. Später kam das Wappen der Grafen im Torbogen hinzu. Das Oldenburger Wappen ist der Sage nach das Ergebnis eines Löwenkampfes. Nachdem der Löwe getötet war, tauchte Kaiser Heinrich IV seine Finger in das Blut des Löwen und strich dann über das goldene Schild des Siegers. In seiner heutigen Form ist das Wappen 1927 festgelegt worden.
Bearbeiten Städtepartnerschaften
Oldenburg unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten beziehungsweise Kreisen:
| Taastrup in Dänemark, seit 1978 | |
| Cholet in Frankreich, seit 1985 | |
| Groningen in den Niederlanden, seit 1989 | |
| Machatschkala in Russland, Rep. Dagestan, seit 1989 | |
| Landkreis Rügen in Mecklenburg-Vorpommern, seit 1990 | |
| Kreis Mateh Asher in Israel, seit 1996 |
Bearbeiten Wirtschaft und Infrastruktur
Bearbeiten Verkehr
Bearbeiten Fernstraßen
Die Innenstadt ist von einem Autobahnring umgeben. Zu diesem gehören die Autobahnen
- A 28 Richtung Westen nach Leer und Richtung Osten über eine Hochstraße nach Bremen
- A 29 Richtung Norden nach Wilhelmshaven und Richtung Süden zum Autobahndreieck Ahlhorner Heide
- A 293 als Verbindung zwischen der A 28 am Dreieck Oldenburg-West zur A 29 am Kreuz Oldenburg-Nord.
- Nordtangente (K 347 / L 865 N). Schließt den Autobahnring um Oldenburg. Verbindung zwischen der A 293 und der A 29 über die Stadtteile Ohmstede und Nadorst.
In Oldenburg beginnen die Bundesstraße B401 in das Emsland und die B211 nach Brake und den Wesertunnel.
Bearbeiten Eisenbahn
Oldenburg liegt an der Bahnstrecke Bremen–Oldenburg, an der Bahnstrecke Oldenburg–Leer, an der Bahnstrecke Wilhelmshaven–Oldenburg und der Bahnstrecke Oldenburg–Osnabrück. An den Eisenbahnfernverkehr ist Oldenburg durch die IC-Linie Oldenburg - Leipzig oder Oldenburg-Cottbus und Oldeburg-Berlin sowie eine ICE-Verbindung nach München angeschlossen. Oldenburg hat mit Fahrplanwechsel im Dezember 2006 an einzelnen Tagen eine zweite ICE-Frühverbindung um viertel vor fünf Uhr morgens zum Münchener Hauptbahnhof über Nürnberg und Ingolstadt erhalten. Abends erreicht ein ICE aus Frankfurt am Main und an bestimmten Wochentagen aus Berlin kommend den Oldenburger Hauptbahnhof. Die frühere Bedeutung Oldenburgs als Eisenbahnknotenpunkt ist jedoch nach der Stilllegung und Abbruch des Rangierbahnhofes und des Ausbesserungswerkes sowie dem Abbruch der Braker Bahn durchs Ipweger Moor („Gummibahn“) zurückgegangen. Ab 2010 wird Oldenburg an das Netz der S-Bahn Bremen angebunden.
Bearbeiten Schiffsverkehr
Der Hafen der Stadt Oldenburg ist über den Küstenkanal als Binnenschifffahrtsstraße an das deutsche Binnenschifffahrtsnetz angeschlossen. Weiterhin verfügt Oldenburg über Hunte und Weser auch über eine seewärtige Zufahrt. Die Hunte, die von der Mündung in die Weser bis nach Oldenburg eine Seeschifffahrtsstraße ist, ist bis Oldenburg auch für kleinere Seeschiffe befahrbar.
Mit jährlich ca. 1,4 Mio. Tonnen ist der Oldenburger Hafen vom Umschlag her der zweitstärkste Binnenhafen Niedersachsens. Hauptumschlagsgüter sind Futtermittel, Getreide, Dünger und verschiedene Baustoffe (Steine, Kies, Sand).
Außerdem gibt es einen kleinen Stadthafen. Die Hunte oberhalb Oldenburgs bietet schöne Strecken zum Kanufahren.
Bearbeiten Flugverkehr
Etwa 10 km entfernt von Oldenburg liegt der Flugplatz Oldenburg-Hatten. Von hier aus können Rundflüge in der Region und Flüge zu den Ostfriesischen Inseln unternommen werden. Der nächste größere Flughafen befindet sich in Bremen. Oldenburg selbst hat derzeit keinen eigenen Flughafen, nachdem der an der Alexanderstraße gelegene Militärflughafen geschlossen wurde. Über die zivile Nutzung dieses ehemaligen Flughafengeländes nach Weggang der Bundeswehr gibt es noch keine Einigung. Voraussichtlich wird auf dem Gelände ein Gewerbegebiet und ein Wohngebiet entstehen. Eine Nachnutzung als Flughafen ist nicht geplant. Von 1964 bis 1994 war auf dem Fliegerhorst das Jagdbombergeschwader 43 (JaboG 43) der Bundesluftwaffe stationiert.
Bearbeiten ÖPNV
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Oldenburg wird von der Verkehr und Wasser GmbH (VWG) Oldenburg mit über 90 (zum Teil mit Erd- und Biogastechnik ausgerüsteten) Niederflurbussen betrieben, wobei ein Teil der Kurse von der Tochtergesellschaft Nordbus sowie Subunternehmern (Reisedienst Wissgott, Gerdes Reisen, Wolters Linienverkehr, Büsing und Hanekamp) bedient wird. Die VWG-Busse erschließen das gesamte Stadtgebiet auf 17 Stadtbuslinien, wobei die meisten Haltestellen im 15-Minutentakt bedient werden. Zusätzlich verkehrt bei Bedarf ein sogenanntes Anruf-Sammeltaxi vom Marschweg bzw. Ohmstede durch den Westen und Norden der Stadt, während die Linienbusse alle über die Oldenburger Innenstadt verkehren. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fahren ab Lappan fünf Nachtbuslinien, die vom Nordbus-Fahrpersonal gefahren werden und Nachtschwärmerverbindungen nach Alexandersfeld/Donnerschwee (N 36), Ofenerdiek/Ofenerfeld (N 37), Universität und über Bloherfelde hinaus nach Petersfehn (N 38), Bümmerstede/Kreyenbrück (N 39) sowie Krusenbusch/Bremer Heerstraße (N40) ermöglichen. Weitere regionale Buslinien von und nach Oldenburg werden von der Weser-Ems-Bus GmbH betrieben. In der Stadt wird der Gemeinschaftstarif des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) angewendet. Die Kommune selber ist Verbandsmitglied im Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen.
Private Busunternehmen bieten zudem 3 bis 4 mal täglich Fahrten ins niederländische Groningen (Publicexpress) sowie in den Harz, nach Berlin und in den Teutoburger Wald (Fass-Reisen) an.
Bearbeiten Fahrrad
Das Oldenburger Straßennetz ist mit begleitenden Fahrradwegen gut ausgebaut. Darüber hinaus bietet Oldenburg mitsamt seinem Umland ein Verkehrswegenetz für Fahrräder, das entlang der Hunte und in den Hunteniederungen (ein Wasserauffanggebiet für Hochwasser) Ausflugsmöglichkeiten speziell für Fahrradfahrer bietet. Außerdem gibt es am Bahnhof zwei Fahrradstationen (am ZOB und auf der Südseite). Man kann dort auch Fahrräder ausleihen und erwerben.
Bearbeiten Medien
- Funk und Fernsehen
- Norddeutscher Rundfunk – Studio Oldenburg
- FFN City Studio Oldenburg im Gebäude der Nord-West-Zeitung (NWZ)
- Oldenburg eins - Lokalsender für Fernsehen und Hörfunk (früher: Offener Kanal Oldenburg)
- Hitradio MS One - Lokalsender für Oldenburg
- Radio 21 - Regionalstudio Oldenburg
Oldenburg liegt im Einzugsbereich des norddeutschen DVB-T-Netzes (Digital Video Broadcasting – Terrestrial).
- Printmedien
- Nordwest-Zeitung – Tageszeitung für Oldenburg und das Oldenburger Land
- diverse werbefinanzierte Wochenzeitungen (Hunte Report, Oldenburger Sonntags- und Mittwochszeitung, DIABOLO, Blitz am Freitag, Oldenburger Allgemeine, Oldenburger Woche)
- diverse Stadtmagazine (MoX, Stadtpark, Big, CityNews, Oldenburg-Live)
Bearbeiten Filme & Serien
In Oldenburg wurden folgende Filme oder Serien gedreht:
Bearbeiten Ansässige Unternehmen
- Büsing und Fasch, Chemiehandel
- CeWe Color AG & Co. OHG
- Charisma Technologies, Hersteller von Unterhaltungselektronik (3D TV)
- Buddelei Mode Hauptzentrale und Logistikzentrum (mit Handelsmarke Gina Laura)
- EWE Aktiengesellschaft mit den Tochtergesellschaften EWE TEL GmbH, BTC AG und NaturWatt GmbH
- Landessparkasse zu Oldenburg
- Nanu Nana
- Oldenburgische Landesbank
- RedDot Solutions AG
Bearbeiten Öffentliche Einrichtungen
Die Stadt ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:
- Oldenburgische Landschaft
- Oldenburgisches Staatstheater
- Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE)
- Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg
- Handwerkskammer Oldenburg - Kammerbezirk: Kreisfreie Städte Oldenburg (Oldb), Delmenhorst und Wilhelmshaven sowie Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch
- Oldenburgische Industrie- und Handelskammer IHK - Kammerbezirk: Kreisfreie Städte Oldenburg (Oldb), Delmenhorst und Wilhelmshaven sowie Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch
- Landesbibliothek Oldenburg
- Landwirtschaftskammer Niedersachsen
- Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen: Nachfolger der Landesversicherungsanstalt Oldenburg-Bremen
- Innungskrankenkasse Weser-Ems
- Stadtbibliothek Oldenburg
- Verpflegungsamt der Bundeswehr
- Amtsgericht Oldenburg
- Oberlandesgericht Oldenburg
- Landgericht Oldenburg
- Familiengericht Oldenburg
- Sozialgericht Oldenburg
- Arbeitsgericht Oldenburg
- Justizvollzugsanstalt Oldenburg (Gerichtsstraße)
- Neue Justizvollzugsanstalt Oldenburg (Cloppenburger Straße)
- Autopsie Oldenburg
Bearbeiten Einkaufen und Unterhaltung
Oldenburg bietet als Oberzentrum im nordwestlichen Niedersachsen insbesondere in der Innenstadt entsprechende Einkaufsmöglichkeiten, unter anderem sind folgende Anbieter vertreten:
- Famila Einkaufsland Oldenburg-Wechloy
- Einkaufspark Kreyenbrück
- Ikea Oldenburg
- Metro Cash & Carry Oldenburg
- real-SB-Warenhaus, Extra, Galeria Kaufhof, Saturn, Media Markt
- Irma & Aktiv
Kinos:
- Cinemaxx (größtes Kino)
- Casablanca
- Oldenburger Wallkino (geschlossen)
- CineK, Kino in der Kulturetage
Bearbeiten Bildung
An der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die am 5. Dezember 1973 gegründet wurde und seit dem 13. Oktober 1991 ihren heutigen Namen trägt, studieren circa 10.000 Personen. Die 2000 durch Zusammenschluss verschiedener Vorgängereinrichtungen gegründete Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven (FH OOW) mit den Standorten Elsfleth, Emden (Sitz der FH), Leer, Oldenburg und Wilhelmshaven ist mit gerundet 10.000 Studierenden die größte Fachhochschule Niedersachsens. Ferner ist in Oldenburg eine Zweigstelle der Privaten Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (FHWT) Vechta/Diepholz/Oldenburg mit den Studienbereichen Elektrotechnik und Mechatronik beheimatet.
In Oldenburg gibt es weiterhin einen Studienort der Polizeiakademie Niedersachsen. Hier werden ca. 500 angehende Polizeibeamte in einem 3-jährigen Bachelorstudiengang ausgebildet. Der Studienort befindet sich im Stadtteil Bloherfelde.
Die Stadtbibliothek Oldenburg bietet in ihrem stadtweiten Bibliotheksnetz offen für Jeden aktuelle Medien für Schule, Aus-, Fort- und Weiterbildung. Ihr Angebot umfasst Bücher, Zeitschriften, digitale Medien sowie den Zugang zum Internet.
Auch der gemeinnützige Verein Akademie für Aus- und Weiterbildung Stenografen-Vereinigung Oldenburg (Oldb) e. V. bietet verschiedene Bildungsangebote in den Bereichen EDV, Sprachen sowie berufliche Bildung. Oldenburg verfügt ferner über das komplette Angebot allgemeinbildender und berufsbildender Schulen.
Die allgemeinbildenden Gymnasien Oldenburgs können nach ihrer Trägerschaft unterschieden werden. In Trägerschaft der Stadt sind das Alte Gymnasium Oldenburg, die Cäcilienschule, das Gymnasium Eversten, das Herbartgymnasium (früher Hindenburgschule), das Neue Gymnasium Oldenburg und die Integrierte Gesamtschule Helene-Lange-Schule mit gymnasialer Oberstufe. Durch den Landkreis Oldenburg werden die IGS Flötenteich mit gymnasialer Oberstufe und die Graf-Anton-Günther-Schule getragen. In Trägerschaft der katholischen Kirche befindet sich die Liebfrauenschule.
Die allgemeinbildenden Realschulen können ebenfalls anhand ihrer Trägerschaft unterschieden werden. In Trägerschaft der Stadt sind die Realschule Alexanderstraße, die Realschule Eversten, die Realschule Kreyenbrück, die Realschule Ofenerdiek, die Realschule Hochheider Weg und die Haupt- und Realschule Osternburg, bis 2005 auch die Realschule Brüderstraße. Durch die katholische Kirche wird die Haupt- und Realschule Paulusschule getragen.
Die Stadt verfügt ebenfalls zwei allgemeinbildende Förderschulen. Das sind die Comeniusschule Oldenburg im Stadtteil Eversten und die Fröbelschule Oldenburg im Stadtteil Nadorst. Die Trägerschaft dieser beiden Schulen übernimmt die Stadt.
Bearbeiten Gesundheitswesen
- Fachklinik Oldenburger Land
- Evangelisches Krankenhaus Oldenburg
- AugenTagesklinik
- Klinikum Oldenburg gGmbH
- Pius Hospital Oldenburg
- Reha-Zentrum Oldenburg GmbH
- Ärztehaus Oldenburg
- Kinder- und Jugendpsychiatrie Oldenburg
Bearbeiten Naturschutzgebiete
Auf dem Stadtgebiet befinden sich drei Naturschutzgebiete: die Bornhorster Huntewiesen, das Everstenmoor und das Bahndammgelände Krusenbusch.
Bearbeiten NSG Bornhorster Huntewiesen
Die „Bornhoster Huntewiesen“ umfassen 350 ha und wurden 1991 unter Schutz gestellt. Es handelt sich um ein Vogelschutzgebiet auf der Grundlage der europäischen Vogelschutzrichtlinie von nationaler Bedeutung. Sie gehören zum Natura 2000 Netz. Das Schutzgebiet ist durch weite Wiesen, die durch ein umfangreiches Grabensystem geliedet sind, gekennzeichnet. Der Große Brachvogel, Uferschnepfe und Bekassine besiedeln die weite, baumfreie und im Winter oft überstaute Ebene. Zugvögel wie Wasser- und Watvögel rasten alljährlich in den Wiesen in großer Zahl. Seltene Pflanzenarten wie Schwanenblume, Sumpf-Platterbse oder Sumpf-Dreizack sind innerhalb der Stadt nur hier zu finden.
Für das gesamte Naturschutzgebiet gilt ein absolutes Betretungsverbot. Es ist in zwei Schutzzonen mit unterschiedlichen Nutzungsbeschränkungen unterteilt. In der Zone 2 ist beispielsweise die Bewirtschaftung der Flächen während der Brutzeit der Wiesenvögel und die Gülleausbringung untersagt und die Grabenränder dürfen erst beim zweiten Grünlandschnitt gemäht werden. Die Flächen sind für interessierte Besucher von den Deichen oder von der Schutzhütte am Kuhweg aus einsehbar.[2][3]
Bearbeiten NSG Everstenmoor
Das rund 105 ha große „Everstenmoor“ wurde 1998 unter Schutz gestellt. Es ist der letzte unkultivierte größere Hochmoorrest auf dem Gebiet der Stadt Oldenburg. Hochmoorspezialitäten wie Sonnentau, Wollgras, Weißes Schnabelried, Moorfrosch, Kreuzotter und seltene Libellen- und Schmetterlingsarten sind hier noch vertreten. Durch Wiedervernässungsmaßnahmen, die regelmäßige Entfernung aufwachsender Birken (Entkusselung) und die Beweidung der Moorheideflächen mit Heidschnucken wird versucht, den Strukturreichtum und die hochmoortypischen Lebensgemeinschaften zu erhalten. Der Freesenweg und der Sandfurter Weg sind besonders gekennzeichnete Wanderwege, auf denen das Moor entdeckt werden kann.[4]
Bearbeiten NSG Bahndammgelände Krusenbusch
Das Naturschutzgebiet „Bahndammgelände Krusenbusch“ hat eine Größe von 53 ha und wurde 1998 unter Schutz gestellt. Es liegt im südöstlichen Teil der Stadt Oldenburg. Es handelt sich um ein Schutzgebiet, das von Menschen geschaffen und nach Nutzungsaufgabe der Natur überlassenen wurde. Es handelt sich um ein seit 1976 stillgelegten Verschiebe- bzw. Rangierbahnhof. Im Gebiet siedeln auf dem zurückgebliebenen Sand sowie Schotter- und Schlackeresten seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet ist über einen Rundwanderweg von rund 1,5 Kilometern Länge für Besucher erschlossen.[5][6]
Bearbeiten Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bearbeiten Theater
Das älteste Theater ist das Oldenburgische Staatstheater. Ein zunächst 1833 durch den Zimmermann Muck als Holzkonstruktion errichtetes Theater, das in der Nähe des heutigen Theaters stand, wurde 1881 durch den im italienischen Renaissancestil gehaltenen Bau ersetzt. Auf dem Gelände zwischen Theaterwall und Stadtgraben vollendete der Hofbaumeister Gerhard Schnitger das Großherzogliche Residenztheater. Durch ein Feuer, vermutlich durch ein Feuerwerk im Innenraum verursacht, brannte es jedoch im November 1891 nieder. Das im neubarocken Stil wiederaufgebaute Theater wurde 1893 eröffnet, erweitert durch eine Kuppel und zusätzliche Werkstattgebäude. 1918 dankte der letzte Großherzog ab und das Theater wurde in Oldenburgisches Landestheater umbenannt. Seit der Übernahme des Gebäudes durch den Staat Oldenburg im Zuge des Finanzausgleichs zwischen Ländern und Gemeinden 1938 trägt es den Titel Oldenburgisches Staatstheater. In diesem Theater begann die Theaterschauspielerin und derzeitiges Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, Andrea Clausen ihre Bühnenkarriere. Die aus der ARD-Serie Tatort als Kommissarin Lena Odenthal bekannte Schauspielerin Ulrike Folkerts begann ebenfalls hier ihre Karriere.
Angegliedert an das Staatstheater ist die August-Hinrichs-Bühne, die ausschließlich Stücke in niederdeutscher Sprache spielt. Im März 1921 gründete sich die Bühne aus Mitgliedern der Späälkoppel zunächst unter dem Namen Ollnborger Kring. 1923 erfolgte die Angliederung an das Landestheater und die Namensänderung in Niederdeutsche Bühne Oldenburg am Landestheater. Mit dem Staatstheater bekam auch die August Hinrichs Bühne am Oldenburgischen Staatstheater 1939 ihren heutigen Namen. Zwischen 1945 und 1998 spielte die AHB im Theatersaal im Oldenburger Schloss. Seit 1998 spielt sie im sogenannten Kleinen Haus des Staatstheaters. Die Bühne wird als Verein geführt, die Mitglieder betreiben die Schauspielerei als Freizeitbeschäftigung. Seit der Übernahme der Leitung durch Generalintendant Markus Müller im Jahre 2006 ist die August-Hinrichs-Bühne als eine der 6 Sparten (Niederdeutsches Schauspiel) in das Theater integriert.
Das Studentenwerk der Universität Oldenburg betreibt seit 1985 das UNIKUM und Unitheater. Seit dem Juli 1997 nutzt die zu dem Zeitpunkt Gegründete Oldenburger Universitäts Theater GmbH das UNIKUM. Studentische und freie Theatergruppen sind in ihr organisiert.
Ebenfalls 1985 eröffnete das Theater Wrede, ein modernes Theater für Erwachsene und Kinder das sich durch den vielfältigen Einsatz moderner Medien auszeichnet. Seit 1999 besteht als eigene Spielstätte das Privattheater Theaterfabrik.
Die Kulturetage wurde 1986 von der Kulturkooperative Oldenburg e.V. begonnen. Seit der Anmietung einer Etage in einem Lagerhaus in der Nähe des Hauptbahnhofs bietet die Kulturetage neben einer Kleinkunstbühne Platz für unterschiedliche Kunstformen. Konzerte, Kabarett und Lesungen stehen derzeit eine Halle, ein Studio und drei Probenräume zur Verfügung die den verschiedenen Veranstaltungen Platz bieten.
Hauptsächlich zeitgenössisches Figurentheater zeigt das private Theater Laboratorium seit 1995. Neben reinen Figurenstücken, in denen die handgemachten Figuren verwendet werden, wird mit Elementen des Schauspiels gearbeitet. Neben den Theaterstücken werden auch für kleinere Konzerte gegeben.
Das freie Theater hof/19 ist seit der Gründung September 2001 das jüngste Theater in Oldenburg. Die Produktion widu-Theater, die hier ihre Spielstätte hat, war zuvor auf den Bühnen der Kulturetage und der Theaterfabrik zu sehen.

