Portal zum Thema Erste Hilfe

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Die richtige Lagerung und der Schutz vor Unterkühlung sind wichtige Akutmassnahmen beim Schock.

Der Begriff Schock bezeichnet in der Medizin ein lebensbedrohliches Zustandsbild, bei dem die Blutzirkulation in den Kapillaren vermindert ist. Als Folge treten eine Sauerstoffunterversorgung der Gewebe und in letzter Konsequenz Stoffwechselstörungen auf. Ursache ist eine absolute oder relative Verminderung des zirkulierenden Blutes. Ersteres tritt nach Blut- oder Flüssigkeitsverlust auf, letzteres bei einem Versagen der Kreislaufregulation in der Körperperipherie, etwa bei Blutvergiftung oder allergischen Reaktionen vom Soforttyp (Anaphylaxie). Auch wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut in die Peripherie zu pumpen, kann es zum Schock kommen.

Pathophysiologie

Alle Formen des Schockes entstehen, weitgehend unabhängig von der Ursache, letztlich aus einer physiologischen Reaktion des Körpers, mit der dieser versucht, seinen Blutdruck zu stabilisieren. Dabei wird die Ausschüttung von Alarmhormonen wie Adrenalin und Noradrenalin gesteigert. Diese bewirken ihrerseits neben einem Anstieg der Herzfrequenz auch eine Engerstellung der Haargefäße (Arteriolen und Venolen), also Reaktionen, die zu einer Steigerung des Blutdruckes führen. Daher kann in der Anfangsphase eines Schocks der Blutdruck noch normal sein. Die Ansatzpunkte der Katecholamine im Körper sind die α- und β-Rezeptoren. Sie sind unterschiedlich im Körper verteilt, so dass durch die bewirkte Umverteilung des zirkulierenden Blutes (Zentralisation) die Durchblutung von Herz und Gehirn möglichst lange aufrechterhalten bleibt. Anfänglich wird diese Blutdruckstabilisierung zusätzlich durch den reaktiven Einstrom interstitieller Flüssigkeit in die Blutbahn unterstützt. → weiter lesen →

Bearbeiten Absichern und Eigenschutz

Rettungskette

Die Absicherung einer Unfallstelle ist das erste Glied der Rettungskette. Bei einem Verkehrsunfall können dazu Warnblinker, Warndreieck, Warnweste und Warnleuchten dienen. Stets sollte auf den Eigenschutz geachtet werden. Bei Unfällen mit Strom oder Gas müssen diese Gefahrenquellen unterbrochen werden, bei allen akuten Gefahren muss auf die Feuerwehr gewartet werden. Zum persönlichen Schutz sollten bei Maßnahmen an einem Patienten Einmalhandschuhe aus dem Verbandskasten getragen werden.

Bearbeiten Notruf und Lebensrettende Sofortmaßnahmen

Handlungsschema für das Auffinden einer bewusstlosen Person

Wichtig ist das frühe Absetzen eines Notrufes. Befindet sich der Betroffene in Gefahr, muss er, falls möglich, mit dem Rettungsgriff gerettet werden. Als Lebensrettende Sofortmaßnahmen werden die Vitalfunktionen Bewusstsein, Atmung und Kreislauftätigkeit überprüft (Diagnostischer Block) und die notwendigen Maßnahmen ergriffen. Bewusstlose Patienten werden in stabile Seitenlage gebracht, Patienten ohne Atmung und Puls muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt werden. Bei Verschlucken / Ersticken werden Maßnahmen zur Befreiung der Atemwege durchgeführt.

Bearbeiten Weitere Erste Hilfe

Weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen betreffen die nicht akut lebensnotwendige Versorgung des Patienten. Bei Blutungen wird ein Verband, bei starken Blutungen auch ein Druckverband angelegt. Die Auskühlung des Patienten soll vermieden werden, dazu dient eine Decke / Rettungsdecke. Der Patient muss bis zum Eintreffen von Hilfe betreut werden, bei Kindern werden dazu die Eltern mit einbezogen. Weitere Maßnahmen hängen von der speziellen Notfallsituation ab.

spezielle Notfälle:

Bearbeiten Übergabe an Rettungsdienst / Krankenhaus

Versorgung im Krankenhaus

Abgesehen von kleinen Verletzungen sollte bei einem Unfall der Patient nicht selbst ins Krankenhaus gebracht werden, sondern der Rettungsdienst gerufen werden. Bei der Übergabe des Patienten an die Helfer sollten wichtige Informationen mitgeteilt werden (Unfallhergang, bekannte Krankheiten und Unverträglichkeiten, eingenommene Medikamente usw.). Bei Vergiftungen und Allergien wird idealerweise eine Probe der Substanz oder eventuell des Erbrochenen, die Verpackung oder der Beipackzettel der eingenommenen Substanzen mitgegeben.

Auch wenn eventuell rechtliche Konsequenzen drohen, z.B. wegen Drogenkonsum oder Fahrlässigkeit, sollten dem Arzt oder den Rettern alle verfügbaren Informationen geben werden, da sie unter Umständen lebensrettend sein können. Alle anderen an der Rettung/Therapie beteiligten Berufsgruppen (Ärzte, Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitäter, Rettungssanitäter, Krankenschwestern etc.) unterstehen der Schweigepflicht.

Bearbeiten Notruf

112 gilt als Notruf in allen Ländern der Europäischen Union (Euronotruf). Anrufe von Festnetz- und Mobiltelefonen werden zur regional zuständigen Feuerwehr- und Rettungsleitstelle oder integrierten Leitstelle geleitet. Sie kann bei jedem Notfall gewählt werden, der Notruf vom Handy mittels Euronotruf erfordert keine SIM-Karte. Durch das Weglassen der Eingabe der PIN arbeitet dieser zuverlässiger.

Bei medizinischen Notfällen in Deutschland wird der Rettungsdienst/Notarzt über die kostenpflichtige Notrufnummer 19222 alarmiert. Diese Nummer benötigt bei Anrufen mit dem Mobiltelefon in manchen Regionen aber die Vorwahl der entsprechenden Region. Sie hat jedoch den Vorteil, dass man bei einer noch nicht integrierten Leitstelle nicht bei der Feuerwehr oder der Polizei heraus kommt, sondern direkt in der Rettungsleitstelle. Dort kann eine bessere und schnellere Alarmierung erfolgen.

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