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Dieser Artikel behandelt den Historiker Tacitus. FĂŒr weitere Bedeutungen siehe Tacitus (BegriffsklĂ€rung).

Publius Cornelius Tacitus (* um 58; † nach 116) war ein bedeutender römischer Historiker und Senator.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Name und Familie

Tacitus’ Vorname (praenomen) dĂŒrfte Publius gewesen sein;[1] einige Handschriften geben auch Gaius an. Das Cognomen Tacitus (wörtlich „der Schweigsame“) findet sich auch beim möglichen Vater des Historikers, einem Prokurator von Gallia Belgica.[2] Wenn diese Verbindung korrekt ist, gehörte Tacitus’ Familie dem Ritterstand an, und er stieg als ihr erster Angehöriger (homo novus) in den Senatorenstand auf. Die Familie stammte wahrscheinlich aus einer der römischen Provinzen, vielleicht Gallia Cisalpina oder Gallia Narbonensis.[3] Tacitus’ mögliche Grabinschrift[4] ĂŒberliefert mit CA den Beginn eines weiteren Namensbestandteils; möglicherweise lautete er vollstĂ€ndig Caecina (Paetus?), was auf eine familiĂ€re Verbindung mit der senatorischen Familie der Caecinae hindeuten könnte. Eventuell war Tacitus’ Vater mit einer Caecinia verheiratet.[5]

Bearbeiten Leben

Über Tacitus’ Leben existieren nur verstreute Zeugnisse von ihm selbst oder von seinen Zeitgenossen, vor allem vom jĂŒngeren Plinius. Er dĂŒrfte etwa 58 n. Chr. geboren sein[6] und wurde offenbar zielstrebig auf den Eintritt in den Staatsdienst vorbereitet. Als seine Lehrer nennt er selbst[7] Marcus Aper und Iulius Secundus. Er schlug die ĂŒbliche Laufbahn als Gerichtsredner, d. h. Rechtsanwalt, ein. Schon als junger Mann brachte er es zu Ansehen, wie der etwas jĂŒngere Plinius angibt, der ihm nachzueifern strebte.[8] Etwa im Jahr 76 oder 77 verlobte sich Tacitus mit der Tochter des Konsuls Gnaeus Iulius Agricola und heiratete sie bald darauf. Unter Vespasian begann er die politische Karriere eines römischen Senators (cursus honorum), die er unter den beiden folgenden flavischen Kaisern fortsetzte.[9] In welchen Jahren er dabei die ĂŒblichen Ämter bekleidete, ist nicht genau bekannt, lĂ€sst sich aber aus dem Vergleich mit besser dokumentierten Karrieren teilweise erschließen. Nach einer neueren Vermutung, die eine fragmentarisch ĂŒberlieferte Grabinschrift auf Tacitus bezieht,[4] war er decemvir stlitibus iudicandis, etwa im Jahr 76, und anschließend vermutlich MilitĂ€rtribun.[10] Die Inschrift nennt als nĂ€chstes Amt eine Vertrauensstellung beim Kaiser als quaestor Augusti, die Tacitus vielleicht gegen Ende der Herrschaft des Titus im Jahr 81 bekleidete, Letztes erhaltenes Amt auf der Inschrift ist das Volkstribunat, das in die ersten Jahre der Herrschaft Domitians fallen dĂŒrfte. Möglicherweise war Tacitus vorher oder hinterher als Legat eines Prokonsuls in einer Provinz.[11]

Von Tacitus selbst bezeugt ist, dass er 88 n. Chr., im Jahr der von Domitian gefeierten SĂ€kularspiele, PrĂ€tor war und zu diesem Zeitpunkt schon die religiöse Funktion eines Quindecimvir sacris faciundis innehatte.[12] Anschließend war er (als Statthalter oder Legat einer Legion?) mehrere Jahre lang nicht in Rom und deswegen nicht zugegen, als sein Schwiegervater im Jahr 93 starb.[13] WĂ€hrend der Herrschaft Nervas (96–98 n. Chr.) wurde Tacitus im Jahre 97 Suffektkonsul und hielt in diesem Amt eine Leichenrede auf Lucius Verginius Rufus.[14] Etwa in dieser Zeit, spĂ€testens mit Beginn der Herrschaft Trajans (98–117 n. Chr.), nahm er seine schriftstellerische TĂ€tigkeit auf.

Im Jahr 100 klagte Tacitus zusammen mit Plinius den frĂŒheren Statthalter der Provinz Africa, Marius Priscus, in einem Repetundenverfahren an.[15] In den folgenden Jahren bis 104/105 scheint er zeitweilig von Rom abwesend gewesen zu sein,[16] möglicherweise als Statthalter einer konsularischen Provinz.[17] Nach seiner RĂŒckkehr arbeitete er an seinem ersten großen Geschichtswerk, den Historien, die in mehreren Briefen des Plinius erwĂ€hnt werden.[18] Tacitus bekleidete, wohl im Amtsjahr 112/113, das Prokonsulat der Provinz Asia (auf dem Gebiet der heutigen TĂŒrkei), wie eine in Mylasa gefundene Inschrift zeigt.[19] Er hat vermutlich Trajan ĂŒberlebt; das genaue Todesjahr ist nicht bekannt.[20]

Bearbeiten Werk

Tacitus galt als einer der bedeutendsten Redner seiner Zeit; der Redekunst widmete er unter stilistischer Anlehnung an Marcus Tullius Cicero, den bedeutendsten Redner der goldenen LatinitĂ€t, den Dialogus de oratoribus. Nach dem Konsulat (97) unter Nerva begann er mit der Arbeit an seinen großen Geschichtswerken, die sich vielleicht noch bis in die beginnende Herrschaft des Kaisers Hadrian hinzog. Tacitus schrieb seine Geschichtswerke aus der Perspektive des Senators, der die Zeit der römischen Kaiser von Tiberius bis Domitian danach beurteilte, wie weit sie noch den Idealvorstellungen der römischen Republik entsprach. Seine scharfen und auch sprachlich brillanten Analysen haben das moderne Bild vom römischen Reich im 1. Jahrhundert n. Chr. wesentlich geprĂ€gt. Er kritisierte die zeitgenössischen ZustĂ€nde als Verfallserscheinungen und versuchte dies anhand von bewusst ausgewĂ€hlten Ausschnitten aus der Geschichte zu belegen. Der subtilen Coloration der Charaktere kam so die Aufgabe zu, dem Leser ein ganz bestimmtes Bild zu vermitteln. Dabei ist zu beachten, dass Tacitus sich zwar der Maxime sine ira et studio (lat. „ohne Zorn und Eifer“) – also einer objektiven Berichterstattung – verschrieben hatte, dieses Ziel aber oft verfehlt hat; beispielsweise bei der Charakterisierung des Tiberius. Dabei macht sich oft Tacitus' Denken in stereotypen Kategorien bemerkbar.

Die Werke in vermuteter Entstehungsfolge:

  • Agricola (De vita et moribus Iulii Agricolae) – Biographie des Feldherrn Gnaeus Iulius Agricola, seines Schwiegervaters, mit einer geographischen Beschreibung Britanniens.
  • Germania (De origine et situ Germanorum liber) – Geographie und Kultur der Germanen, teilweise seinen Landsleuten als Gegenbild einer nicht korrupten und dekadenten Gesellschaft vor Augen gehalten. (Siehe unter Germania).
  • Dialogus de oratoribus – ĂŒber den Verfall der Beredsamkeit.
  • Historien (Historiae) – Geschichte des römischen Reiches von Galba (69) bis Domitian (96) (nur teilweise erhalten).
  • Annalen (Annales bzw. ab excessu divi Augusti) – Geschichte des römischen Reiches vom Tod des Augustus (14) bis Nero (68) (etwa zur HĂ€lfte erhalten)

Bearbeiten Charakter der taciteischen Historiographie

Tacitus war ein scharfer Kritiker der von Augustus begrĂŒndeten staatlichen Ordnung des Prinzipats. Als AnhĂ€nger der alten Republik (und deren Freiheit – die genau genommen ja vor allem die Freiheit der herrschenden Schicht war) kritisierte er die Alleinherrschaft, die er als ursĂ€chlich fĂŒr den Verfall von Gerechtigkeit und virtus ansah. GeprĂ€gt vom Erlebnis der (in dieser Weise wohl zu Unrecht) als Tyrannis empfundenen Herrschaft Domitians (81–96), schilderte er die julisch-claudischen Kaiser von Tiberius bis Nero (Annales) sowie die Flavier Vespasian, Titus und jenen Domitian (Historiae), wobei sich sein Geschichtsbild allmĂ€hlich verdunkelte: Die Absicht, Zeugnis gegenwĂ€rtigen GlĂŒcks (testimonium praesentium bonorum) abzulegen, trat in den Hintergrund und wich dem Bestreben, die Erinnerung an frĂŒhere Knechtschaft (memoria prioris servitutis) wachzuhalten. In dem Bewusstsein, dass die Zeiten knapp bemessen seien, in welchen man frei seine Meinung Ă€ußern könne, geriet ebendies zu seinem Hauptaugenmerk: den Taten der historischen Personen WĂŒrdigung oder Schmach zuteil werden zu lassen, wobei Tacitus eben oft in stereotype Denkmuster verfiel: Tiberius ist bei ihm ein durch und durch böser Mensch, wobei Tacitus die Person des Germanicus als Antipode zu Tiberius glorifizierend darstellt. Zur geplanten Schilderung der ihm positiver erscheinenden Zeit unter Augustus, Nerva und Trajan kam es nicht mehr. Offenbar sah Tacitus auch ein, dass es unmöglich war, zu den idealisierten ZustĂ€nden der res publica libera zurĂŒckzukehren bzw. dass er bei dem Verfassen einer „Zeitgeschichte“ auf Trajan hĂ€tte RĂŒcksicht nehmen mĂŒssen.

Tacitus' Geschichtsschreibung ist demnach nicht wie beispielsweise die eines Titus Livius didaktisch-moralisch, sondern eher deskriptiv-moralisch. Er glaubt kaum an eine Besserung der Situation, da die Heilmittel gegen die Laster der Zeit langsam wirkten, zumal die meisten TrĂ€ger der Tugend (virtus) den Tyrannen zum Opfer gefallen seien und der Rest der BĂŒrgerschaft (civitas) in Lethargie versunken sei.

Bearbeiten Tacitus und der Aufstand des Arminius

Tacitus beschrieb in seinen Annalen den Krieg gegen die Germanen eingehend. Von den zeitgenössischen Autoren unterschied sich Tacitus gerade durch seine bittere Kritik am Ausgang des Krieges. Hinsichtlich seiner verwendeten Quellen in Bezug auf die GermanicusfeldzĂŒge sind keine sicheren Angaben möglich. Sowohl Aufidius Bassus als auch Plinius der Ältere wurden als Quellen in Anspruch genommen. FĂŒr die GermanicusfeldzĂŒge erlaubt die Darstellung des Tacitus nur bedingt eine sachliche Rekonstruktion der Ereignisse; vor allem die hinter den einzelnen FeldzĂŒgen stehenden Ziele und Absichten bleiben unklar.

Der kompositorisch zentrale Aspekt der ersten beiden BĂŒcher der Annalen des Tacitus ist der scharfe Gegensatz zwischen dem Helden Germanicus und dem Tyrannen Tiberius (Parallele zu Tacitus' Schwiegervater Agricola und Domitian). Der Marserfeldzug nach der Niederschlagung der Meuterei der Rheinlegionen (Herbst 14 n. Chr.) wird zum eigentlichen Neubeginn sieg- und ruhmreicher römischer Offensiven gegen das rechtsrheinische Germanien. Auch erzeugt Tacitus die Vorstellung, dass Rom bereits unter Augustus das einzig ehrenvolle Ziel einer expansiven Wiederherstellung der römischen Herrschaft ĂŒber Germanien (bis an die Elbe) definitiv aufgegeben habe. FĂŒr Tacitus – und nur fĂŒr ihn – begann „der“ germanische Krieg im Herbst 14 und endete im Herbst 16. Aus der Natur der Sache ergab sich die Auffassung des Tacitus keineswegs. Die moderne Geschichtsschreibung ist ihm dennoch hierin z. T. gefolgt.

Bearbeiten Tacitus ĂŒber Jesus Christus und das frĂŒhe Christentum

Tacitus ĂŒberliefert uns auch ein außerbiblisches Zeugnis ĂŒber Jesus Christus und das frĂŒhe Christentum. In seinen Annalen schreibt Tacitus ĂŒber den Brand Roms im Jahre 64 n. Chr. und ĂŒber den Versuch Neros, die Schuld dafĂŒr den Christen zu geben. Über ihren Namen berichtet Tacitus: „Dieser Name stammt von Christus, der unter Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war“.[21]

Bearbeiten Bewertung

Man muss bei der Betrachtung der Geschichtswerke des Tacitus – die zweifellos stilistisch beeindruckend sind und die annalistisch-historiographische Tradition Roms auf ihren Höhepunkt fĂŒhrten – sehr kritisch verfahren. So baute Tacitus oft auch Hofklatsch mit ein (Annalen, 4,53), was wohl auch auf das Quellenmaterial zurĂŒckzufĂŒhren ist, das er zur Fertigstellung seiner Werke gesichtet hatte. Auch das Denken in Schwarz-Weiß-Kategorien sollte zur Vorsicht mahnen. Manche Ereignisse lĂ€sst er wegfallen, andere interpretiert er so, dass sie seine Thesen zu untermauern scheinen. Von seinem verlockend klingendem Grundsatz, sine ira et studio (ohne Zorn und blinden Eifer) zu schreiben, kann daher bei seinen eigenen Geschichten nur bedingt die Rede sein.

Bearbeiten Nachleben

In der Antike fand Tacitus relativ wenig Beachtung; Ammianus Marcellinus schloss an ihn an, Sidonius Apollinaris hat ihn offenbar gelesen. Im Mittelalter waren die Schriften des Tacitus fast völlig in Vergessenheit geraten; immerhin gibt es eine umfangreiche Benutzung der Germania in der Einleitung zur Translatio s. Alexandri des Rudolf von Fulda, der fĂŒr eine Beschreibung der Sachsen des 9. Jahrhunderts die Germanencharakteristik des Tacitus nahezu wörtlich verwendet. In der Zeit des Humanismus (15./16. Jh.) wurden die Schriften des Tacitus (v. a. die Germania, aber auch die Kapitel ĂŒber Arminius in den Annalen) nach ihrer Wiederauffindung und Publizierung in Erstdrucken zu einer wichtigen Grundlage des entstehenden deutschen Nationalbewusstseins. Die positive Charakteristik der Germanen durch Tacitus wurde von den deutschen Humanisten begeistert aufgenommen und recht unkritisch und in wörtlicher Übernahme zur Darstellung „des“ deutschen Nationalcharakters herangezogen. Auch die Gestalt des Arminius entwickelte sich von da an zum deutschen Nationalhelden und zum VorkĂ€mpfer deutscher Freiheit gegen Rom (vgl. v. a. den Arminius des Ulrich von Hutten). In der Zeit der Französischen Revolution wurde er als VorkĂ€mpfer gegen die UnterdrĂŒckung gefeiert, spĂ€ter wurde er jedoch teils sehr kritisch betrachtet (Theodor Mommsen).

Bearbeiten Literatur

Bearbeiten Kritische Werkausgaben

  • Cornelii Taciti libri qui supersunt. Tom. I Pars Prima: Ab Excessu Divi Augusti Libri I-VI. Ed. Stephanus BorzsĂĄk. Stuttgart und Leipzig 1992.
  • P. Cornelii Taciti libri qui supersunt. Tom. II Fasc. 3: Agricola. Ed. Iosephus Delz. Stuttgart 1983.
  • Cornelii Taciti Annalium ab Excessu Divi Augusti Libri. Rec. brev. adnot. crit. instr. C. D. Fisher. Oxford 1906. ND 1951.
  • P. Corneli Taciti libri qui supersunt. Tom. I: Ab Excessu Divi Augusti. Ed. Henricus Heubner. Stuttgart 1992.
  • P. Cornelii Taciti libri qui supersunt. Tom. II Fasc. 4: Dialogus de oratoribus. Ed. Henricus Heubner. Stuttgart 1983.
  • P. Cornelii Taciti libri qui supersunt. Tom. I: Ab Excessu Divi Augusti. Ed. Erich Koestermann. Leipzig 1960.
  • P. Cornelii Taciti libri qui supersunt. Tom. II Fasc. 2: De origine et situ Germanorum liber. Rec. Alf Önnerfors. Stuttgart 1983.
  • Cornelii Taciti libri qui supersunt. Tom. I, Pars Secunda: Ab Excessu Divi Augusti libri XI-XVI. Ed. Kenneth Wellesley. Leipzig 1986.
  • Cornelii Taciti libri qui supersunt. Tom. II Pars Prima: Historiarum libri. Ed. Kenneth Wellesley. Leipzig 1989.

Bearbeiten Zweisprachige Ausgaben und Übersetzungen

Bearbeiten Annalen

  • P. Cornelius Tacitus. Annalen. Lateinisch-Deutsch. Hg. von Erich Heller. Mit einer EinfĂŒhrung von Manfred Fuhrmann (Sammlung Tusculum). DĂŒsseldorf und ZĂŒrich 3. Aufl. 1997.
  • Tacitus. Annalen. Deutsch von August Horneffer. Mit einer Einleitung von Joseph Vogt und Anmerkungen von Werner Schur. Stuttgart 1957.
  • Tacitus. The Annals, Books I-III. With an English Translation by John Jackson. In: Tacitus in Five Volumes III: The Histories, Book IV-V. The Annals, Books I-III. Cambridge, Mass. und London 1969 (Erstausgabe 1931).
  • Tacitus in Five Volumes IV: The Annals. Books IV-VI, XI-XII. With an English Translation by John Jackson. (The Loeb Classical Library 312). Cambridge, Mass. und London 1970 (Erstausgabe 1937).
  • Tacitus in Five Volumes V: The Annals. Books XIII-XVI. With an English Translation by John Jackson. Cambridge, Mass. und London 1969 (Erstausgabe 1937).
  • Cornelius Tacitus. Tiberius. Annales ab excessu Divi Augusti/Roms Geschichte seit Augustus Tod. Erster Teil: I.-III. Buch. Lateinisch und Deutsch. Übertragen von Ludwig Maenner. MĂŒnchen 1923.
  • Tacitus. Annalen I-VI. Übersetzung, Einleitung und Anmerkungen von Walther Sontheimer. (RUB 2457). Stuttgart 1964.
  • Tacitus. Annalen XI-XVI. Übersetzung und Anmerkungen von Walther Sontheimer. (RUB 2458). Stuttgart 1967.

Bearbeiten Historien

  • P. Cornelius Tacitus. Historiae / Historien. Lateinisch-Deutsch. Herausgegeben von Joseph Borst unter Mitarbeit von Helmut Hross und Helmut Borst. MĂŒnchen, 4. Aufl. 1979.
  • Tacitus in Five Volumes II: The Histories. Books I-III. With an English Translation by Clifford H. Moore. (The Loeb Classical Library). London und Cambridge, Mass. 1925. ND 1968.
  • Tacitus, The Histories, Books IV-V. With an English Translation by Clifford H. Moore. In: Tacitus in Five Volumes III: The Histories, Book IV-V. The Annals, Books I-III. Cambridge, Mass. und London 1969 (Erstausgabe 1931).
  • P. Cornelius Tacitus. Historien. Lateinisch / Deutsch. Übersetzt und Herausgegeben von Helmuth Vretska. (RUB 2721). Stuttgart 1984.

Bearbeiten Agricola, Germania, Dialogus

  • Publius Cornelius Tacitus. Die historischen Versuche. Agricola. Germania. Dialogus. Übers. u. hg. von Karl BĂŒchner (Kröner Taschenbuchausgabe Bd. 255). Stuttgart 1955.
  • Tacitus. Agricola. Lateinisch / Deutsch. Übersetzt, erlĂ€utert und mit einem Nachwort herausgegeben von Robert Feger. (RUB 836) Stuttgart 1973.
  • Tacitus. Germania. Lateinisch / Deutsch. Übersetzt, erlĂ€utert und mit einem Nachwort herausgegeben von Manfred Fuhrmann. (RUB 9391). Stuttgart 1972.
  • Tacitus. Dialogus de oratoribus / Dialog ĂŒber den Redner. Lateinisch / Deutsch. Nach der Ausgabe von Helmut Gugel herausgegeben von Dietrich Klose (RUB 7700). Stuttgart 1981.
  • Tacitus. Agricola. Translated by M. Hutton. Revised by R.M. Ogilvie. In: Tacitus in Five Volumes I: Agricola. Germania. Dialogus (The Loeb Classical Library). Cambridge, Mass. und London 1970 (Erstausgabe 1914).
  • Tacitus. Germania. Translated by M. Hutton. Revised by E.H. Warmington. In: Tacitus in Five Volumes I: Agricola. Germania. Dialogus (The Loeb Classical Library). Cambridge, Mass. und London 1970 (Erstausgabe 1914).
  • Tacitus. Germania. Lateinisch und Deutsch. Übertragen und erlĂ€utert von Arno Mauersberger (Sammlung Dietrich Bd. 100). Leipzig 1942.
  • Tacitus, Dialogus. Translated by Sir W. Peterson. Revised by M. Winterbottom. In: Tacitus in Five Volumes I: Agricola. Germania. Dialogus (The Loeb Classical Library). Cambridge, Mass. und London 1970. (Erstausgabe 1914)
  • Cornelius Tacitus. Agricola. Germania.- Lateinisch und Deutsch. Herausgegeben, ĂŒbersetzt und erlĂ€utert von Alfons StĂ€dele. (Sammlung Tusculum). MĂŒnchen 1991.
  • Tacitus. Das Leben des Iulius Agricola. Lateinisch und Deutsch von Rudolf Till. Darmstadt 1961.
  • P. Cornelius Tacitus. Das GesprĂ€ch ĂŒber die Redner / Dialogus de oratoribus. Lateinisch - Deutsch. Herausgegeben und ĂŒbersetzt von Hans Volkmer. (Sammlung Tusculum). DĂŒsseldorf und ZĂŒrich. 4. durchges. Auflage 1998.

Bearbeiten Kommentare

Bearbeiten SekundÀrliteratur

  • Herbert W. Benario: An introduction to Tacitus. The University of Georgia Press, Athens 1975.
  • Harald Fuchs: Tacitus ĂŒber die Christen. In: Vigiliae Christianae 4 (1950), S. 65–93.
  • Peter Horst Herzog: Die Funktion des militĂ€rischen Planens bei Tacitus. Der Kriegsrat von Bedriacum im zweiten Buch der Historien als Paradigma fĂŒr das VerhĂ€ltnis von Rat und Tat. Lang, Frankfurt a.M. u.a. 1996. ISBN 3-631-49056-9
  • Stephan Schmal: Tacitus. Georg Olms, Hildesheim 2005. ISBN 3-487-12884-5
  • Ronald Syme: Tacitus. 2 Bde. Clarendon Press, Oxford 1958. (Wichtiges Standardwerk)

Bearbeiten Weblinks

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Wikisource Wikisource: Tacitus â€“ Quellen und Volltexte
Wikisource Wikisource: Tacitus â€“ Quellen und Volltexte (lateinisch)
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Bearbeiten Anmerkungen

  1. ↑ Vgl. Anthony R. Birley: The life and death of Cornelius Tacitus. In: Historia 49 (2000), S. 231 mit Anm. 4.
  2. ↑ Plinius der Ältere, naturalis historia 7, 76: Corneli Taciti, equitis Romani Belgicae Galliae rationes procurantis („des Cornelius Tacitus, eines römischen Ritters, der die Finanzen der Gallia Belgica verwaltete“).
  3. ↑ Ronald Syme, Tacitus, Bd. 2, S. 611 ff., hat als möglichen Herkunftsort Vasio (Vaison-la-Romaine) vorgeschlagen.
  4. ↑ a b CIL 6, 41106 (Abbildung): [---]cito Ca[--- X]viro stlitib[us iudicandis --- quaesto]ri Aug(usti) tribun[o plebis („dem -cito Ca---, Devemvir stlitibus iudicandis, 
 QuĂ€stor des Kaisers, Volkstribun“); dazu GĂ©za Alföldy, Bricht der Schweigsame sein Schweigen? Eine Grabinschrift aus Rom, in: Mitteilungen des Deutschen ArchĂ€ologischen Instituts, Römische Abteilung 102 (1995), S. 251–268 (Rekonstruktionszeichnung mit vorgeschlagenen ErgĂ€nzungen).
  5. ↑ Birley: The life and death of Cornelius Tacitus, S. 231–233.
  6. ↑ Vgl. Birley: The life and death of Cornelius Tacitus, S. 236.
  7. ↑ Tacitus, dialogus 2, 1.
  8. ↑ Plinius der JĂŒngere, epistulae 7, 20, 4.
  9. ↑ Tacitus, historiae 1, 1, 3: dignitatem nostram a Vespasiano inchoatam, a Tito auctam, a Domitiano longius provectam non abnuerim („ich will nicht ableugnen, dass mein Rang von Vespasian begonnen, von Titus vermehrt, von Domitian noch weiter vorangebracht wurde“).
  10. ↑ Birley: The life and death of Cornelius Tacitus, S. 237–238, hĂ€lt es fĂŒr möglich, dass Tacitus im Heer seines Schwiegervaters diente, der zu zu dieser Zeit Statthalter von Britannien war.
  11. ↑ So die Vermutung von Birley: The life and death of Cornelius Tacitus, S. 237–238.
  12. ↑ Tacitus, annales 11, 11, 1.
  13. ↑ Tacitus, Agricola 45, 4–5.
  14. ↑ Plinius, epistulae 2, 1, 6.
  15. ↑ Plinius, epistulae 2, 11.
  16. ↑ Plinius, epistulae 4, 13, 1.
  17. ↑ Birley: The life and death of Cornelius Tacitus, S. 247, Anm. 70, weist auf eine ohne Namensnennung erhaltene Inschrift vom Anfang des 2. Jahrhunderts hin (CIL 3, 10804); der in ihr Geehrte war wie Tacitus Quindecimvir und Statthalter von Germania Inferior und Hispania Tarraconensis.
  18. ↑ Plinius, epistulae 6, 16 und 20; 7, 33.
  19. ↑ Inschriften von Mylasa 365, Z. 2: [áŒ€ÎœÎžÏ…Ï€ÎŹ]τω ÎšÎżÏÎœÎ·Î»ÎŻÏ‰ ΀αÎșÎŻÏ„Ï‰ („unter dem Prokonsul Cornelius Tacitus“).
  20. ↑ Zur Frage vgl. Birley: The life and death of Cornelius Tacitus, S. 241–247, der es wie schon Ronald Syme fĂŒr möglich hĂ€lt, dass große Teile der Annalen erst unter Hadrian entstanden sind, wĂ€hrend andere Wissenschaftler keine Anzeichen dafĂŒr sehen, dass Tacitus Trajan ĂŒberlebt hat.
  21. ↑ Tacitus: Annalen 15, 44, 3–4.