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Roger Federer
Roger Federer
Spitzname: Federer-Express ("FedEx"), King Roger
NationalitĂ€t: Schweiz Schweiz
Geburtstag: 8. August 1981
Grösse: 185 cm
Gewicht: 80 kg
1. Profisaison: 1998
Spielhand: Rechts
Trainer: Keiner
Preisgeld: 44'593'957 US-Dollar
Einzel
Karrieretitel: 57
Höchste Platzierung: 1 (2. Februar 2004)
Aktuelle Platzierung: 2
Wochen Nr.1: 237 Wochen
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel: 13
Australian Open S (2004, 2006, 2007)
French Open F (2006, 2007, 2008)
Wimbledon S (2003, 2004, 2005, 2006, 2007)
US Open S (2004, 2005, 2006, 2007, 2008)
Doppel
Karrieretitel: 8
Höchste Platzierung: 24 (9. Juni 2003)
Aktuelle Platzierung: 576
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel: 0
Australian Open AF (2003)
French Open 1R (2000)
Wimbledon VF (2000)
US Open AF (2002)
Letzte Aktualisierung der Infobox: 20. Oktober 2008

Roger Federer (* 8. August 1981 in Basel) ist ein Schweizer Tennisspieler.

In seiner bisherigen Karriere konnte er 13 Grand-Slam-Turniere im Einzel gewinnen und beendete die Jahre 2004, 2005, 2006 und 2007 an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Der in MĂŒnchenstein aufgewachsene Federer gewann bislang 57 Turniere im Einzel sowie acht im Doppel.

Federer ist der einzige Spieler, der dreimal in seiner Karriere drei Grand-Slam-Turniere in einer Saison gewinnen konnte. Dies gelang ihm 2004, 2006 und 2007. Als zweitem Spieler (seit 1922[1]) neben Björn Borg gelang es dem Schweizer, fĂŒnf Mal in Folge das Tennisturnier von Wimbledon und als einziger Spieler in der Open Era ebenfalls fĂŒnf Mal in Folge die U.S. Open fĂŒr sich zu entscheiden. Auf Grund seiner Leistungen in den letzten vier Jahren wurde Federer 2005, 2006, 2007 und 2008 jeweils zum Weltsportler des Jahres gewĂ€hlt. Federer ist dabei der einzige Sportler, dem dies mehr als zweimal gelang.

Bereits zu aktiven Zeiten wird Federer von nahezu allen Experten zu den besten Tennisspielern in der Geschichte dieses Sports gezÀhlt und oftmals auch als bester Spieler aller Zeiten bezeichnet.[2][3][4][5][6]

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Tenniskarriere

Bearbeiten Jugendjahre (1981–1998)

Im Unterschied zu vielen anderen Grössen der Tennisgeschichte machte Roger Federer in seinen jungen Jahren als Tennistalent nur recht wenige Schlagzeilen. Wie auch in seiner spĂ€teren Profikarriere zeichnete er sich eher durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung aus. SpektakulĂ€re Erfolge in der Jugendzeit folgten erst spĂ€t. So gab es keine grossangelegten Reportagen ĂŒber den jungen Federer, wie es bei anderen Tennistalenten wie Andre Agassi, Martina Hingis oder Steffi Graf der Fall war.[7] Der Schweizer begann im Alter von drei Jahren das Tennisspielen und trat mit acht Jahren dem grösseren Tennisclub TC Old Boys bei.[8] Hier wurde seine Weiterentwicklung massgeblich durch die Trainer Adolf Kacovsky und Peter Carter vorangetrieben.[9] Mit zwölf entschied sich Federer dazu, sich vollkommen auf den Tennissport zu konzentrieren und sein ebenfalls ausgeprĂ€gtes Talent im Fussball nicht weiter zu fördern.[10] 1995 folgte der Wechsel ins nationale Trainingscenter der Schweiz in Ecublens. Ab sofort wurde Federer vom Schweizer Verband gefördert und konnte in den Jahren 1995 bis 1997 sieben Schweizer Juniorenmeistertitel erringen. Ab 1997 begann Federer auch vermehrt, an internationalen Turnieren teilzunehmen und konnte im Mai in Prato seinen ersten grösseren internationalen Juniorentitel gewinnen.

Gleichzeitig fiel auch die Entscheidung, die Schule im Alter von 16 Jahren zu verlassen und sich in Zukunft nur noch auf die Tenniskarriere zu konzentrieren. Dies war zu diesem Zeitpunkt durchaus ein Risiko, da sich Federer zwar bereits einen Namen auf der Juniorentour gemacht hatte, aber vom Sport alleine noch nicht leben konnte.[11] Doch 1998 folgte der Durchbruch auf der Juniorentour: Im Januar erreichte er das Halbfinale der Junioren-Australian Open, in Wimbledon folgten der Sieg im Einzel und im Doppel. Diese Erfolge ermöglichten Federer auch erste Turnierteilnahmen auf der Profitour.[12] Sein DebĂŒt auf der ATP Tour gab er im Juli 1998 in Gstaad und konnte bereits im September in Toulouse sein erstes Viertelfinale bei den Profis erreichen. Mit dem Gewinn des Orange Bowl im Dezember, der zugleich sein letztes Juniorenturnier darstellte, sicherte sich Federer zum Jahresende Platz 1 der Juniorenrangliste. Dies war fĂŒr den Schweizer nicht nur ein grosser Prestigeerfolg, sondern auch ein Sprungbrett fĂŒr den endgĂŒltigen Umstieg zur Profitour.[13]

Bearbeiten Beginn der Profikarriere (1999–2000)

Der offizielle Status als Junioren-Weltmeister und Junioren-Wimbledonsieger half dem mittlerweile 17-jĂ€hrigen Federer, auf der Profitour Fuss zu fassen. Er erhielt im Laufe seiner ersten vollstĂ€ndigen Profisaison insgesamt acht Wildcards fĂŒr ATP-Turniere.[14] So hatte er im FrĂŒhjahr sein Ziel, am Ende der Saison unter den 200 besten Spielern der Welt gefĂŒhrt zu werden, ĂŒbertroffen.[15] Bei seinem Davis-Cup-DebĂŒt gelang Federer ein Sieg im Einzel, womit er Anteil am Weiterkommen seines Landes ins Viertelfinale des Wettbewerbs hatte. Im Sommer nahm Federer erstmals an den Grand-Slam-Turnieren von Roland Garros und Wimbledon teil. SpĂ€ter im Jahr spielte der Schweizer seine StĂ€rke bei Hallenturnieren aus.[16] So konnte er in Wien sein erstes Halbfinale auf der ATP Tour erreichen. Damit schaffte er den Sprung unter die besten 100 Spieler der Tennis-Weltrangliste; die Saison beendete er auf Platz 64.

Nach den Erfolgen im DebĂŒtjahr setzte sich Federer fĂŒr die Saison 2000 eher bescheidene Ziele – die Etablierung unter den besten 50 Spielern der Welt.[17] Weiterhin zeigt sich Federer als Hallenspezialist, auch wenn ihm in dieser Saison erstmals Erfolge bei Freiluftturnieren gelangen. In Marseille erreichte Federer zu Beginn des Jahres sein erstes Finale auf der Profitour, das er gegen seinen Ă€lteren Landsmann Marc Rosset verlor. Nachdem der Sprung unter die Top 50 der Welt damit bereits vollzogen war, wurden die Ziele fĂŒr die Saison auf Platz 25 hochkorrigiert.[18] Im April erklĂ€rte Federer die Trennung vom Schweizer Verband und damit auch seinem Coach Peter Carter. Federer begrĂŒndete den Schritt damit, dass er mittlerweile in der Lage sei, auf eigenen FĂŒssen zu stehen und sich deshalb fĂŒr den selbststĂ€ndigen Weg entschieden habe.[18] Als neuen Trainer verpflichtete er den Schweden Peter Lundgren. Der neue Trainer erkannte das Talent, aber auch noch Entwicklungspotenzial in seinem 18-jĂ€hrigen SchĂŒtzling.[19]

Die Sommersaison bestritt Federer mit zahlreichen Erstrundenniederlagen, und seine Bilanz bei wichtigen Turnieren blieb damit bescheiden. Dennoch nominierte ihn sein Verband fĂŒr die Olympischen Spiele in Sydney, wo Federer das Halbfinale erreichte. In beiden Spielen um eine Medaille musste Federer allerdings eine Niederlage hinnehmen. Bei seinem Heimturnier in Basel erreichte Federer ein zweites Finale auf der ATP Tour. Diesmal unterlag er dem Schweden Thomas Enqvist. Mit Platz 29 am Jahresende in der Weltrangliste verpasste er zudem sein ausgegebenes Saisonziel. Im Winter verpflichtete er Pierre Paganini als Fitnesscoach, um auch körperlich den Anforderungen der Weltspitze gerecht zu werden.[20]

Bearbeiten Vom ersten Titel zum Wimbledonerfolg (2001–2003)

Mit der Zielsetzung, in seiner dritten Profisaison seinen ersten Turniersieg zu erzielen und eine Platzierung unter den besten 15 Spielern der Welt einzunehmen, startete Federer in die Saison 2001.[21] Das erste Ziel erfĂŒllte sich im Februar: im dritten Anlauf gewann Federer erstmals ein Turnierfinale in Mailand gegen Julien Boutter. Im Davis Cup hatte Federer mit zwei Einzelsiegen entscheidenden Anteil am Erstrundensieg der Schweiz gegen die USA. Im Viertelfinale des Wettbewerbes gegen Frankreich erklĂ€rte Federer, dass er unter Davis-Cup-Coach Jakob Hlasek zukĂŒnftig nicht mehr am Davis-Cup teilnehmen werde. Wenige Wochen spĂ€ter wurde der Vertrag mit Hlasek gelöst, was Federers gestiegene Bedeutung im Schweizer Tennis bewies.[22] In der folgenden Sandplatzsaison erreichte Federer seinen ersten Viertelfinaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier. Als Nummer 15 der Welt startete der Schweizer in Wimbledon. Dort traf er im Achtelfinale auf den siebenmaligen TiteltrĂ€ger Pete Sampras. Nach fĂŒnf SĂ€tzen stand der 19-jĂ€hrige Schweizer als Sieger fest und beendete damit Sampras' Serie von 31 Siegen in Folge in Wimbledon. Die folgende Viertelfinalbegegnung gegen den Briten Tim Henman verlor Federer jedoch. Im Turnierverlauf hatte sich Federer eine Leistenverletzung zugezogen, die ihn im Anschluss zu einer siebenwöchigen Pause zwang. Erst zu den US Open im SpĂ€tsommer war er wieder fit, wo er im Achtelfinale gegen Andre Agassi verlor. Ein Finaleinzug in Basel wĂ€hrend der folgenden Hallensaison reichte nicht aus, um den nach den Ergebnissen der ersten SaisonhĂ€lfte möglichen Einzug beim Tennis Masters Cup der besten acht Saisonspieler zu realisieren. Federer beendete die Saison auf Platz 13 der Weltrangliste.

Roger Federer bei den US Open 2002

Zu Beginn der Saison 2002 konnte Federer in Sydney seinen zweiten Karrieretitel feiern. Bei den Australian Open unterlag er dagegen im Achtelfinale, genauso wie im Finale von Mailand. Im MĂ€rz erreichte er in Miami sein erstes Finale bei einem Masters-Series Turnier, verlor das Spiel gegen den Amerikaner Andre Agassi aber in vier SĂ€tzen. Wenige Wochen spĂ€ter folgte die zweite Finalteilnahme bei einem Turnier dieser Kategorie in Hamburg. Diesmal konnte Federer das Finale gegen den Russen Marat Safin fĂŒr sich entscheiden. Als zweitplatzierter Spieler im Champions Race reiste der 20-jĂ€hrige Federer nach Paris an. Hier scheiterte er ĂŒberraschend in der ersten Runde an Hicham Arazi.[23] Auch in Wimbledon schied der Schweizer in der ersten Runde aus. Der von den Buchmachern als fĂŒnftbester Spieler des Turniers eingestufte Schweizer verlor in drei SĂ€tzen gegen den Kroaten Mario Ancic.

Mittlerweile wurde offen von einer Grand-Slam-Blockade von Federer gesprochen. Der Schweizer (der bereits als zukĂŒnftiger mehrfacher Grand-Slam-Sieger gehandelt wurde) schien bei den vier Turnieren der höchsten Kategorie selten in der Lage zu sein, sein bestes Tennis abzurufen.[24] Bis zu den US Open konnte Federer bei vier Turnieren nur ein Spiel gewinnen. Federers Spiel litt unter den Gedanken an den Unfalltod seines ehemaligen Trainers Peter Carter in SĂŒdafrika Anfang August 2002.[25] In New York schied Federer erneut im Achtelfinale aus. Dennoch gelang Federer die Qualifikation fĂŒr den Tennis Masters Cup, da er in der Hallensaison bei fĂŒnf Turnieren immer mindestens das Viertelfinale erreichte und seinen vierten Turniersieg in Wien gewann. Dem Schweizer gelang dabei die Qualifikation fĂŒr das Turnier neben Carlos Moya als einzigem Spieler ohne Grand-Slam-Viertelfinalteilnahme im Saisonverlauf. Federer gewann seine drei Gruppenspiele und erreichte damit das Halbfinale gegen den Weltranglistenersten Lleyton Hewitt. In einem engen Spiel gab Federer einige Möglichkeiten aus der Hand und verlor die Begegnung am Ende im dritten Satz mit 5:7.[26] Er beendete die Saison auf Platz sechs der Weltrangliste.

Als Ziel fĂŒr die Saison 2003 setzte Federers Trainer Lundgren den Sprung unter die ersten vier Spieler der Weltrangliste an.[27] Zudem gab Federer weiterhin als erklĂ€rtes Ziel den Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier aus.[28] Bei der ersten Chance darauf verlor er im Achtelfinale der Australian Open gegen David Nalbandian. Nach fĂŒnf SĂ€tzen war er dem Argentinier unterlegen. In den nĂ€chsten Monaten erreichte Federer vier Finals auf der Tour und konnte in Marseille, Dubai und MĂŒnchen seine ersten Saisontitel gewinnen. In Rom konnte er allerdings auch die Chance auf einen zweiten Masters-Series-Titel nicht nutzen. Im Davis Cup konnte Federer fĂŒnf seiner ersten sechs Begegnungen gewinnen und erreichte damit erstmals in seiner Karriere mit der Schweiz das Halbfinale in diesem Wettbewerb. So galt der WeltranglistenfĂŒnfte vor den French Open wie im Vorjahr als einer der Turnierfavoriten.[29] Nach einer erneuten Erstrundenniederlage (gegen Luis Horna) bei einem Grand-Slam-Turnier sah sich der Schweizer allerdings dem Spott der Presse ausgesetzt. Die Ursache von Federers Erfolglosigkeit bei grossen Turnieren wurde auf eine mentale SchwĂ€che zurĂŒckgefĂŒhrt.[30]

Nach den French Open begann der Schweizer die Vorbereitung auf das Turnier in Wimbledon bei den Gerry Weber Open in Halle. Dort konnte er seinen vierten Saisontitel gewinnen und damit eine neue persönliche Saisonbestleistung aufstellen. In Wimbledon wurde er von den Buchmachern in diesem Jahr auf Platz 3 gesetzt[31] und erreichte erstmals seit acht Auftritten wieder die Viertelfinalphase bei einem Grand-Slam-Turnier. Nachdem er durch lĂ€ngere Regenunterbrechungen zu Beginn der zweiten Turnierwoche eine RĂŒckenverletzung auskurieren konnte, traf der Schweizer im Halbfinale auf Andy Roddick. In drei SĂ€tzen gelangen Federer 61 GewinnschlĂ€ge bei lediglich 12 unerzwungenen Fehlern seinerseits, wodurch er ins erste Grand-Slam-Endspiel seiner Karriere einzog. Der Australier Mark Philippoussis konnte Federer im Endspiel zwar zweimal in einen Tie-Break zwingen, war am Ende aber dennoch unterlegen und Federer konnte seinen ersten Grand-Slam-Titel feiern. Damit hatte sich das Saisonziel des Schweizers erfĂŒllt und auch die spöttische Berichterstattung verstummte.[32]

Nach dem Sieg in Wimbledon war Federer auch in den Kampf um den ersten Platz in der Weltrangliste verwickelt. In den nĂ€chsten Wochen vergab er mehrere Möglichkeiten, diese Position zu erreichen. So unterlag er Roddick in Kanada im Halbfinale nach 4:2 FĂŒhrung im entscheidenden Satz. In Cincinnati und bei den US Open war er dagegen David Nalbandian unterlegen. Auch im Davis-Cup-Halbfinale gegen Australien musste Federer in der vorentscheidenden Partie gegen Lleyton Hewitt die Partie noch nach einer 2-0 SatzfĂŒhrung bei 5:3 Spielstand im dritten Satz abgeben. Damit verpasste die Schweiz den zweiten Finaleinzug im Davis Cup nach 1992. Trotz des sechsten Saisonsieges wĂ€hrend der Hallensaison in Wien war die Weltranglistenspitze fĂŒr Federer in dieser Saison nun nicht mehr erreichbar. Doch beim Masters Cup in Houston konnte Federer seine Saison mit einem Erfolg abschliessen. Der Schweizer gewann wie im Vorjahr seine drei Gruppenspiele und schlug den bereits als Weltranglistenersten feststehenden Roddick im Halbfinale. Im Endspiel besiegte er Andre Agassi in drei SĂ€tzen und gewann seinen ersten Weltmeistertitel. Federer beendete die Saison 2003 auf Platz 2 der Weltrangliste. FĂŒr VerblĂŒffung sorgte im Dezember 2003 die Trennung von Trainer Lundgren, die Federer mit Abnutzungserscheinungen und dem GefĂŒhl, etwas Neues zu brauchen, begrĂŒndete.[33]

Bearbeiten Die ersten Jahre an der Weltspitze (2004–2006)

In der Öffentlichkeit wurde Federer fĂŒr die Trennung von seinem Erfolgstrainer kritisiert. Doch trotz Zweifel an seiner Form und keiner ĂŒberstĂŒrzten Suche nach einem neuen Trainer konnte sich Federer bei den Australian Open 2004 ohne Satzverlust bis ins Achtelfinale vorspielen.[34] In jeweils vier SĂ€tzen schlug er nachfolgend mit Hewitt und Nalbandian zwei Spieler, die beide noch positive Spielbilanzen gegen den Schweizer vorweisen konnten. Nach einem Sieg gegen den Weltranglistenzweiten Juan Carlos Ferrero erreichte er das Turnierfinale. Gegner Marat Safin schlug er im Endspiel in drei SĂ€tzen und erreichte damit den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Gleichzeitig eroberte der Schweizer auch die Weltranglistenspitze, die er bis zum 17. August 2008 inne hatte. Bis zu den French Open im Mai gewann er drei weitere Titel, darunter auch die Masters-Series-Turniere in Indian Wells und Hamburg. In Paris unterlag Federer in der dritten Runde allerdings dem dreifachen TiteltrĂ€ger Gustavo Kuerten. Auf den RasenplĂ€tzen von Halle und Wimbledon konnte Federer jedoch das erneute Double gewinnen. Im Finale von Wimbledon konnte Andy Roddick Federer anders als bei der Halbfinalbegegnung im Vorjahr zwar einen Satz abnehmen, aber Federer konnte seinen Titel letztlich verteidigen. In Gstaad und Toronto baute der Schweizer seine Siegesserie auf 23 Spiele aus, bis er in Cincinnati sein Auftaktmatch verlor.

Eine grössere EnttĂ€uschung war fĂŒr Federer aber die Zweitrundenniederlage bei den Olympischen Spielen in Athen gegen den Tschechen TomĂĄĆĄ Berdych.[35] Der Schweizer war in Athen nicht nur als klarer Medaillenkandidat[36], sondern auch als FahnentrĂ€ger seines Landes bei der Eröffnungsfeier angetreten. Gleichzeitig bildete diese Niederlage aber auch den Startpunkt fĂŒr eine weitere Siegesserie in den nĂ€chsten Wochen. Bei den US Open in New York wurde er nur im Viertelfinale von Andre Agassi ĂŒber die volle Distanz von fĂŒnf SĂ€tzen gezwungen. Im Finale liess er Lleyton Hewitt lediglich sechs Spiele in drei SĂ€tzen auf dem Weg zu seinem dritten Grand-Slam-Titel der Saison. Er war dabei der erste Spieler seit dem Schweden Mats Wilander 1988, dem dieser Erfolg gelang. Die anschliessende Hallensaison musste der Schweizer wegen eines Muskelfaserrisses fast komplett absagen. Rechtzeitig zum Masters Cup war er allerdings wieder fit. Dort erreichte er ungeschlagen das Endspiel und traf erneut auf Hewitt. Den ehemaligen Weltranglistenersten bezwang er zum sechsten Mal in dieser Saison und baute damit seine Position an der Weltspitze weiter aus.

Roger Federer bei den US Open 2005

Zur neuen Saison 2005 verpflichtete Federer den Australier Tony Roche als neuen Trainer. Roche, der bereits als Coach von Ivan Lendl und Patrick Rafter Spieler zu mehreren Grand-Slam-Erfolgen gefĂŒhrt hatte, sollte Federer insbesondere bei den wichtigen Turnieren zur Seite stehen. So lag das besondere Augenmerk fĂŒr diese Saison auf den French Open, die Federer in seiner bisherigen Karriere noch nicht gewinnen konnte.[37] Die Siegesserie, die Federer aus der alten Saison mitbrachte, riss im Halbfinale bei den Australian Open gegen Marat Safin nach mehr als vier Stunden Spielzeit. Es folgten vier Turniersiege in Serie, unter anderem konnte der Schweizer auch erstmals das Double aus den Masters-Turnieren von Indian Wells und Miami gewinnen. Im Endspiel von Miami drehte er dabei noch einen 0-2 SatzrĂŒckstand gegen den Spanier Rafael Nadal. Dieser erreichte durch regelmĂ€ssige Erfolge auf SandplĂ€tzen den zweiten Platz in der Weltrangliste und verkĂŒrzte den Abstand auf Federer zunehmend.[38] Nach Federers sechstem Saisontitel in Hamburg kam es in Paris im Halbfinale erneut zur Begegnung Federer-Nadal. Diesmal unterlag der Schweizer nach vier SĂ€tzen. Zwar hatte Federer sein bisher bestes Resultat bei den French Open erreicht, doch er blieb im Saisonverlauf weiter ohne Grand-Slam-Titel.

TatsĂ€chlich war die Niederlage in Frankreich aber der Auftakt zur zu diesem Zeitpunkt lĂ€ngsten Siegesserie seiner Karriere. In Wimbledon gab er auf dem Weg zum Titelhattrick nur einen Satz ab, bei den US Open schlug er Andre Agassi in dessen letzten Grand-Slam-Finale in vier SĂ€tzen. Zum Masters Cup am Ende des Jahres brachte der Schweizer eine Siegesserie von 31 Spielen in Folge mit, die er durch das Erreichen des Turnierfinals auf 35 ausbaute. Hier traf er auf David Nalbandian, gegen den er die letzten vier Begegnungen gewonnen hatte, nachdem die ersten fĂŒnf Duelle alle an den Argentinier gegangen waren. Nach zwei Tie-Breaks fĂŒhrte der Weltranglistenerste mit 2-0 in den SĂ€tzen. Doch je lĂ€nger das Spiel andauerte, desto stĂ€rker baute Federer körperlich ab.[39] Obwohl er im letzten Satz einen 0-4 RĂŒckstand noch in eine 6-5 FĂŒhrung umdrehen konnte, beendete Federer die Partie als Verlierer. Damit brach nicht nur die fĂŒnftlĂ€ngste Siegesserie in der Profigeschichte, sondern auch sein Rekord von 24 Finalsiegen in Folge. Zudem verpasste der Schweizer die Chance die statistisch beste Profisaison von John McEnroe aus der Saison 1984 (82 Siege bei 3 Niederlagen) zu egalisieren. Dennoch beendete Federer die Saison nach der vergebenen Chance auf seinen dritten Masterstitel in Serie auf Platz 1 der Weltrangliste.

Roger Federer begann die Saison 2006 mit zwei Turniersiegen, darunter seinem siebten Grand-Slam-Titel bei den Australian Open. In Dubai unterlag er dagegen im Endspiel erneut dem Spanier Nadal. Dies war das Startsignal fĂŒr die zahlreichen Duelle, die sich die beiden Spieler in den nĂ€chsten Wochen und Monaten liefern wĂŒrden. Vor Beginn der Sandplatzsaison gelang Federer erneut der Gewinn der Turniere von Indian Wells und Miami. Auf Sand erreichte Federer bei den Masters-Turnieren von Monte Carlo und Rom jeweils das Finale. In beiden Spielen unterlag er aber Nadal, obwohl er in Rom zu MatchbĂ€llen kam. In Paris kam es ebenfalls zum Finale zwischen Federer und Nadal. Federer vergab nach Gewinn des ersten Satzes weitere Chancen auf den Titelgewinn und verlor damit zum fĂŒnften Mal in Folge gegen Rafael Nadal. Dennoch hatte sich Federer im Verlaufe der Saison als zweitbester Sandplatzspieler der Welt etabliert.

In Wimbledon spielte sich Federer auf dem Weg zum vierten Titel in Folge ohne Satzverlust ins Finale vor. Dort traf er ĂŒberraschend[40] erneut auf den Weltranglistenzweiten Nadal. Der Spanier war zwar in der Lage, Federer einen Satz abzunehmen, dennoch konnte der Schweizer am Ende seinen insgesamt achten Grand-Slam-Titel in Empfang nehmen. Bei den US Open begann fĂŒr Federer eine erneute Siegesserie. Zum dritten Mal konnte er Andy Roddick in einem Grand-Slam-Finale besiegen und gewann damit zum zweiten Mal nach 2004 drei Grand-Slam-Titel in einer Saison. Erstmals seit drei Jahren konnte Federer im Anschluss auch verletzungsfrei an der Hallensaison teilnehmen. Mit seinem Turniersieg in Madrid brach der Schweizer den Rekord von Jimmy Connors, der in den 1970er Jahren die Tennis-Weltrangliste insgesamt 160 Wochen ununterbrochen angefĂŒhrt hatte. Im Endspiel liess er dem Amerikaner James Blake auf dem Weg zu seinem dritten Titel beim Jahresabschlussturnier nur sieben Spiele in drei SĂ€tzen. Federer beendete zudem seine dritte Saison in Folge an der Spitze der Weltrangliste, was zuvor nur Jimmy Connors, John McEnroe, Ivan Lendl und Pete Sampras gelungen war.

Bearbeiten Auf dem Weg zur Tennislegende (seit 2007)

Roger Federer in Cincinnati 2007

In der Saison 2006 fehlte Roger Federer nur der Sieg im Finale der French Open zum Erreichen des wohl grösstmöglichen Erfolges im Tennissport, dem Grand Slam. In der Folge wurde vielfach diskutiert, ob Federer ein Erfolg bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Laufe einer Saison in den nĂ€chsten Jahren gelingen wĂŒrde. Bisher erreichte dies neben dem Amerikaner Don Budge (1938) nur der Australier Rod Laver (1962 und 1969). Laver selbst erklĂ€rte im Januar 2006, dass er den Grand Slam-Gewinn durch Federer fĂŒr möglich halte.[41] Den ersten Schritt in Richtung Grand Slam machte Federer in der Saison 2007 bei den Australian Open, wo er als erster Spieler seit Björn Borg 1980 ein Grand-Slam-Turnier ohne Satzverlust gewinnen konnte. Im Verlaufe der folgenden Sandplatzsaison trennte sich der Schweizer von seinem Trainer Tony Roche, konnte aber seinen Rivalen Nadal in Hamburg erstmals auf Sand bezwingen und beendete dessen Serie von 81 Siegen auf diesem Belag. Dennoch endete die Möglichkeit des Grand Slam-Gewinns erneut bei den French Open, wo Federer sich zwar wieder bis ins Finale vorspielte, aber den Erfolg von Hamburg gegen Nadal nicht wiederholen konnte.

Auch im Wimbledonfinale sollte es, wie im Vorjahr, zum Duell Federer gegen Nadal kommen. In seinem fĂŒnften Wimbledonendspiel wurde der Schweizer erstmals ĂŒber die volle Distanz von fĂŒnf SĂ€tzen gezwungen, dennoch konnte er nach Ende des Spiels seinen fĂŒnften Turnierpokal in Folge in Empfang nehmen. Damit stellte er den Open-Era-Rekord des Schweden Björn Borg ein. Auch bei den US Open gewann Federer zum wiederholten Male. In drei SĂ€tzen behielt er dort gegen den Serben Novak Đoković die Oberhand. Somit hatte Federer erneut nur im Finale der French Open eine Grand-Slam-Niederlage hinnehmen mĂŒssen und damit den Gewinn des Grand Slams, wie schon 2006, knapp verpasst. Bei anderen Turnieren zeigte sich Federer indes schlagbarer. So konnte er erstmals seit 2003 bei weniger als drei Masters-Series-Turnieren gewinnen. Einzig in Hamburg und Cincinnati stand der Schweizer am Ende als Turniersieger fest, in Monte Carlo, Montreal und Madrid unterlag er im Finale, wĂ€hrend er bei den anderen vier Masters-Turnieren die Viertelfinal-Phase nicht erreichte. Dennoch verteidigte Federer seine Position an der Weltranglistenspitze ĂŒber den gesamten Saisonverlauf und beendete nach seinem vierten Triumph beim Tennis Masters Cup die Saison zum vierten Mal in Folge auf dieser Position. Dies war bisher einzig den Amerikanern Pete Sampras (6x), Jimmy Connors (5x) und John McEnroe (4x) gelungen.

Bereits zu Beginn der folgenden Saison 2008 endete die nĂ€chste Chance auf den Gewinn des Grand Slam: Federer schied im Halbfinale der Australian Open gegen Novak Đoković aus. Damit riss auch seine Serie von zehn aufeinanderfolgenden Teilnahmen an Grand-Slam-Finals. Nach der Niederlage in Melbourne konnte Federer auch in den folgenden Turnieren bis Ende MĂ€rz keinen Titel einfahren. Damit absolvierte er die ersten drei Monate einer Saison erstmals seit dem Jahr 2000 ohne Turniererfolg. Am 7. MĂ€rz 2008 gab Federer bekannt, seit Dezember des Vorjahres am Pfeiffer-DrĂŒsenfieber erkrankt zu sein[42]. Anfang April gelang dem Schweizer mit dem Sieg in Estoril der erste Turniergewinn im Jahr 2008. WĂ€hrend der Sandplatzsaison erreichte der Schweizer die Finals der Masters-Series-Turniere in Monte Carlo und Hamburg, wo er jeweils Rafael Nadal unterlegen war. Auch bei den French Open schaffte Federer den dritten Finaleinzug in Folge, musste aber die dritte Niederlage in Serie gegen Nadal hinnehmen. Federer gelangen bei der Dreisatz-Niederlage lediglich vier Spielgewinne. Im Anschluss an die Finalniederlage in Paris sicherte sich der Schweizer seinen zweiten Turniersieg des Jahres durch seinen insgesamt fĂŒnften Erfolg in Halle. Beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon kam es zur insgesamt sechsten Finalbegegnung zwischen Federer und Nadal bei einem Turnier dieser Kategorie. Nach fast fĂŒnf Stunden Spielzeit im lĂ€ngsten Wimbledon-Finale der Geschichte brach Federers Serie von 65 Siegen auf Rasen und fĂŒnf Wimbledon-Siegen in Folge. Mit 7-9 im fĂŒnften Satz unterlag Federer, der damit erstmals seit sechs Jahren ohne Erfolg bei den ersten drei Grand-Slam-Turnieren des Jahres geblieben war.

Beim Masters Cincinnati schied Roger Federer im Achtelfinale aus, womit feststand, dass der Spanier Nadal Federer nach 237 Wochen an der Spitze der Weltrangliste ablösen wĂŒrde. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, bei denen der Schweizer wie vier Jahre zuvor FahnentrĂ€ger bei der Eröffnungsfeier war, trat Federer im Einzel sowie im Doppel an der Seite von Stanislas Wawrinka an. WĂ€hrend er im Einzel im Viertelfinale gegen James Blake ausschied, konnte er zusammen mit Wawrinka das Doppelfinale gegen die Schweden Simon Aspelin und Thomas Johansson entscheiden und gewann die Goldmedaille. Bei den US Open gelang Federer nach drei sieglosen Teilnahmen in Folge wieder der Titelgewinn bei einem Grand-Slam-Turnier. Im Finale schlug er den Schotten Andy Murray in drei SĂ€tzen. Damit gewann der Schweizer auch im sechsten Jahr in Folge mindestens ein Turnier der höchsten Kategorie. Einzig Pete Sampras (8), Björn Borg (8) und Richard Sears (7) können in der Geschichte des Sportes lĂ€ngere Serien vorweisen. Mit seinem fĂŒnften Sieg in Folge bei den US Open stellte Federer weiterhin den Open-Era-Rekord von Pete Sampras und Jimmy Connors ein. Nach dem Gewinn des dreizehnten Grand-Slam-Titels fehlt dem Schweizer zudem nur noch ein Erfolg bei einem Turnier dieser Kategorie, um den Rekord von Pete Sampras einzustellen.

WĂ€hrend der folgenden Hallensaison gewann Federer seinen vierten Saisontitel beim Turnier in Basel. Beim Masters-Series-Turnier von Madrid verlor er dagegen im Halbfinale gegen Andy Murray. Murray fĂŒgte Federer auch seine zweite Niederlage im Verlauf des Tennis Masters Cup zu, so dass der Schweizer bei seiner siebten Teilnahme erstmals in der Gruppenphase des Masters Cups scheiterte. Dennoch reichte Federer ein Sieg in der Gruppenphase um sich den zweiten Platz in der Weltrangliste zum Saisonende zu sichern.

Bearbeiten Davis Cup

Roger Federer in Monte Carlo 2007

Roger Federer kann eine Spielbilanz von 35 Siegen zu 11 Niederlagen aus 17 Davis-Cup-Partien vorweisen (25:6 im Einzel und 10:5 im Doppel). Dabei ist er seit 1999 regelmĂ€ssiges Mitglied der Schweizer Mannschaft und konnte sein Land 2003 ins Halbfinale des Wettbewerbs fĂŒhren, sowie 1999, 2001 und 2004 ins Viertelfinale. Seit der Saison 2005 konzentrierte sich Federer massgeblich auf seine Einzelkarriere und nahm an den Erstrundenpartien seines Landes in den Jahren 2005-2007 nicht teil, woraufhin die Schweiz jeweils in der ersten Runde scheiterte. Anschliessend nahm Federer allerdings jeweils an der Qualifikationsrunde teil, um den Abstieg seines Landes aus der Weltgruppe des Davis Cups zu verhindern. WĂ€hrend dies 2005 und 2006 gelang, unterlag die Schweiz 2007 in der Relegation, trotz zweier Erfolge Federers im Einzel, gegen die Tschechische Republik mit 2:3 und war damit 2008 erstmals seit 16 Jahren nicht mehr in der Weltgruppe vertreten. Im September 2008 schaffte das Schweizer Team mit Federer und Wawrinka mit einem Sieg gegen Belgien den sofortigen Wiederaufstieg in die Weltgruppe.

Mit 34 Siegen liegt Federer in der ewigen Rangliste seines Landes auf Platz 4 hinter Jakob Hlasek (49), Marc Rosset (37) und Heinz GĂŒnthardt (36). Allerdings ist seine Gewinnquote die mit Abstand erfolgreichste der Spieler mit mehr als 20 EinsĂ€tzen.

Bearbeiten SchaukÀmpfe

Unmittelbar nach dem Tennis Masters Cup trat Federer am 21. November 2006 in einem Schaukampf in Seoul gegen Rafael Nadal an. Dabei konnte sich Federer mit 6:3, 3:6 und 6:3 gegen den Mallorquiner durchsetzen.

Im Mai 2007 traf Federer in Palma de Mallorca im „Battle of Surfaces“ erneut auf Rafael Nadal. Vor 7000 Zuschauern duellierten sich die beiden auf einem Platz mit unterschiedlichen BelĂ€gen. Auf einer Netzseite der Lieblingscourt des Schweizers, Rasen, auf der anderen der von Nadal bevorzugte Sand. In der ausverkauften Palma-Arena siegte der Lokalmatador 7:5, 4:6 und 7:6 (12:10).

Eine viel beachtete Schaukampfserie bestritt Federer im November 2007, als er in drei Exhibitions gegen Pete Sampras antrat. Gewann der aktuelle Weltranglistenerste die Auftaktpartie in Seoul noch mĂŒhelos mit 6:3 und 6:4, leistete der Amerikaner bei Aufeinandertreffen Nummer zwei in Kuala Lumpur mehr Widerstand und zwang Federer zwei Mal in den Tie-Break. Der setzte sich mit 7:6 (8:6) und 7:6 (7:5) durch. Erst im letzten Duell in Macao verlor der Schweizer gegen den zehn Jahre Ă€lteren Sampras mit 6:7 (8:10) und 4:6.

Am 10. MĂ€rz 2008 bezwang Federer bei einem erneuten Aufeinandertreffen mit Sampras den Amerikaner in drei SĂ€tzen mit 6:3, 6:7 (4:7) und 7:6 (8:6). Die Partie wurde vor 19.000 Zuschauern im New Yorker Madison Square Garden ausgetragen.

Federer nahm am 18. November 2008 an dem Showdown of Champions teil. Im ersten Spiel besiegte er James Blake 7:6. Im anschliessenden Doppel verlor er mit Björn Borg gegen John McEnroe und James Blake 5:7.

Bearbeiten Trainer

  • 1989–1994: Adolf Kacovsky (Schweiz) hatte in Federers Kindheit massgeblichen Einfluss auf dessen Spiel. Als Trainer des Tennisclubs TC Old Boys Basel arbeitete Kacovsky bis zu Federers Wechsel nach Ecublens 1995 mit der ehemaligen Nummer 1 der Weltrangliste zusammen.
  • 1991–1995, 1997–2000: Peter Carter (Australien) betreute Federer ebenfalls wĂ€hrend seiner Zeit bei den Old Boys Basel. Nach Federers Wechsel auf die internationale Tour wurde Carter sein Verbandstrainer. Auch nach der Trennung vom Verband blieb Carter weiterhin ein enger Berater von Federer.
  • 1995–1997: Die Jahre 1995–1997 verbrachte Federer im nationalen Schweizer Trainingszentrum von Ecublens, wo er vom Verband fĂŒr den Einstieg auf die internationale Juniorentour gefördert wurde.
  • 2000–2003: Peter Lundgren (Schweden) betreute Federer teilweise schon vor 2000 als Verbandstrainer und wurde nach der Trennung vom Verband der private Trainer des Schweizers. Nach der Saison 2003 folgte die ĂŒberraschende Trennung.
  • 2004: Das Jahr 2004 bestritt Federer ohne Trainer.
  • 2005-2007: Tony Roche (Australien) betreute Federer als Teilzeitcoach bei wichtigen Turnieren von 2005 bis 2007. Im Mai 2007 erfolgte die Trennung. Den Rest des Jahres absolvierte Federer trainerlos.
  • 2008: Im April verpflichtete Roger Federer den 55-jĂ€hrigen Spanier JosĂ© Higueras, der im kalifornischen Palm Springs eine Tennisakademie fĂŒhrt und auf ĂŒber 20 Jahre Erfahrung als Coach zurĂŒckblickt. Er galt wĂ€hrend seiner aktiven Spielerkarriere als Sandspezialist und soll Federer zu einem noch kompletteren Spieler auf allen Unterlagen machen.

Bearbeiten Spielstil

Federer in Ohio 2008

Roger Federer gilt als der vielseitigste Spieler im heutigen Tennis und auch als einer der besten Allrounder in der Geschichte des Profitennis. So wurde der Schweizer vom amerikanischen Tennis Magazine 2007 anlĂ€sslich einer Auflistung der besten Spieler in bestimmten Bereichen des Tennisspiels in insgesamt sieben von elf Kategorien zu den besten Spielern der heutigen Tennisgeneration gezĂ€hlt. In vier Bereichen wurde er darĂŒber hinaus zu den besten Spielern in der Tennisgeschichte gezĂ€hlt.[43] Dieses vielseitige und variantenreiche Spiel macht es Federer nicht nur möglich, auf den diversen unterschiedlichen PlatzbelĂ€gen erfolgreich zu sein, sondern ermöglichte es ihm auch zum dominierenden Spieler seiner Generation zu werden. So setzte sich sein Allroundspiel gegen eher einseitig veranlagte Spielertypen seiner Generation wie Andy Roddick (wesentlicher Faktor: Aufschlag) oder auch Lleyton Hewitt (wesentliche Faktoren: Beinarbeit und Returnspiel) durch. Zu erwĂ€hnen ist allerdings auch, dass die kontinuierliche Vereinheitlichung der PlatzbelĂ€ge[44] einen entscheidenden Vorteil fĂŒr die Spielweise von Allroundspielern bietet.

In der Grundanlage gehört Federer zum im heutigen Profitennis vorherrschenden Spielertyp, der im Wesentlichen von der Grundlinie des Platzes agiert. Zwar hat Federer gerade in den Jahren unter seinem Trainer Tony Roche auch an seinem Netzspiel gearbeitet, dennoch erzielt er den Grossteil seiner Punktgewinne durch SchlĂ€ge von der Grundlinie. Als spektakulĂ€rster und dabei auch erfolgreichster Schlag in Federers Spiel gilt die Vorhand, die vom Tennis Magazine als beste Vorhand in der Geschichte des Sportes bezeichnet wird.[45] Wegen ihrer Schnelligkeit, Genauigkeit und ZuverlĂ€ssigkeit setzt Federer seine Vorhand meist ein, um einen Ballwechsel direkt zu beenden oder den Gegner zu einem entscheidenden Fehler zu zwingen. Im Vergleich zum Vorhandschlag wird die RĂŒckhand von Federer als schwĂ€chere Seite angesehen. Seine RĂŒckhand setzt Federer massgeblich zur Vorbereitung eines Gewinnschlages ein. So arbeitet Federer speziell bei Returnspielen hĂ€ufig mit dem RĂŒckhandslice, um den Gegner in eine defensive Situation zu zwingen. Federer zum Spiel mit der RĂŒckhand zu zwingen, gilt als eine der bewĂ€hrtesten Taktiken, um den Schweizer zu besiegen. Hochabspringende SchlĂ€ge auf die RĂŒckhand waren dementsprechend auch einer von fĂŒnf möglichen Wegen um Federer zu schlagen, die das Time Magazine im Jahr 2007 nach Interviews mit diversen Tennisexperten und Spielern vorschlug.[46]

Obwohl die starke Vorhand von Federer in Beschreibungen seines Spielstils meist den grössten Raum einnimmt, gilt sein Defensivspiel und speziell seine Beinarbeit und Bewegung auf dem Platz als wichtigster Faktor fĂŒr seinen Erfolg. So bezeichnete das Tennis Magazine ebenfalls die Beinarbeit von Federer als beste in der Geschichte des Sportes.[47] Als entscheidende Person fĂŒr die Entwicklung der BewegungsablĂ€ufe von Federer auf dem Tennisplatz gilt der Konditionstrainer Pierre Paganini, mit dem der Schweizer seit Ende der Saison 2000 zusammenarbeitet. Paganini trainiert mit Federer massgeblich in den Bereichen Athletik, Beinarbeit und Krafttraining. Die gezielte Arbeit in diesen Bereichen ermöglicht Federer besondere Schnelligkeit auf kurzen Laufwegen, so dass er gegnerische SchlĂ€ge schneller als die meisten anderen Spieler erlaufen und mit wesentlich ĂŒberlegteren RĂŒckschlĂ€gen erwidern kann. Dies öffnet dem Schweizer die Möglichkeit aus teilweise sehr starker BedrĂ€ngnis wieder selbst die Offensive zu ergreifen oder auch direkte Punktgewinne zu erzielen. Andere Bereiche im Spiel von Roger Federer werden in den meisten Analysen eher nebensĂ€chlich erwĂ€hnt. So gilt der Aufschlag des Schweizers nicht als eine seiner grössten StĂ€rken, jedoch besitzt Federer einen der variabelsten AufschlĂ€ge auf der ATP Tour. TatsĂ€chlich schlĂ€gt Federer deutlich weniger Asse und Service Winner als die besten AufschlĂ€ger im heutigen Tennis. Dennoch konnte Federer gerade in diesem Bereich eine deutliche Verbesserung in den letzten Jahren aufweisen. So steigerte er seine durchschnittliche Anzahl an Assen pro Spiel in den letzten Jahren kontinuierlich. Zudem lag Federer in den Jahren 2005-2007 mit rund 77 % an gewonnenen Punkten bei ersten AufschlĂ€gen unter den besten zehn Spielern in dieser Statistik.[48][49][50]

Wie bereits in den EinleitungsĂ€tzen des Abschnittes erwĂ€hnt, hat das Netzspiel in den letzten Jahren im Welttennis deutlich an Bedeutung verloren. Dennoch nutzt Federer das Spiel am Netz nicht nur regelmĂ€ssig auf schnellen BelĂ€gen, um gute AufschlĂ€ge direkt zu verwerten, sondern des öfteren auch auf langsamen BelĂ€gen, wie Sand, um laufintensive Grundlinienduelle abzukĂŒrzen. Gerade im historischen Vergleich gilt Federer aber nicht als einer der besten Volleyspieler. Das Tennis Magazine nannte Federer zwar bei den besten aktuellen Spielern in diesem Bereich, gerade bei seinen zahlreichen Sandplatzduellen gegen Rafael Nadal wurde Federer am Netz aber regelmĂ€ssig vom Spanier passiert. Auch die typischen Sandplatzdisziplinen wie Stop- oder LobbĂ€lle gehören nicht zum hĂ€ufig frequentierten Schlagrepertoire des Schweizers.

Neben der reinen Ebene der SpielfĂ€higkeiten ist auch der mentale Bereich, gerade bei Grand-Slam-Turnieren, ein entscheidender Faktor im Tennissport. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Federer, der in jungen Jahren als sehr lautstarker und hitzköpfiger Spieler galt, sein Auftreten auf dem Platz schon frĂŒh in seiner Profikarriere stark gewandelt hat. Selbst in engen Spielsituationen zeigt Federer selten Emotionen und erlaubt seinen Kontrahenten so kaum eine EinschĂ€tzung seiner tatsĂ€chlichen Verfassung. Zudem ist Federer bekannt dafĂŒr in entscheidenden Situationen sein bestes Tennis abzurufen. Belege dafĂŒr sind seine starke Tie-Break-Bilanz (hinter Novak Đoković liegt Federer mit rund 65% gewonnener Tie-Breaks auf Platz 2 der Statistik der Spieler mit mehr als 100 absolvierten Tie-Breaks) und die Prozentzahl an abgewehrten Breakchancen (hier lag Federer in der Saison 2006 mit 70% auf Platz 1 der ATP-Spieler).[49]

Alle diese SpielfĂ€higkeiten von Federer, gepaart mit seiner nahezu beispiellosen Erfolgsquote in den letzten Jahren, haben dazu gefĂŒhrt, dass zahlreiche Spieler ihre Partien gegen Federer schon vor der eigentlichen Austragung als verloren abhaken. Dies ist eine Beobachtung, die auch das Time Magazine im Artikel ĂŒber die Wege um Federer zu schlagen thematisierte.[46] So meint David Nalbandian, der insgesamt 8 Duelle gegen Federer fĂŒr sich entscheiden konnte, dass viele Spieler bessere Chancen gegen Federer hĂ€tten, wenn sie mit einer anderen Motivation in die Spiele gegen den ehemaligen Weltranglistenersten gehen wĂŒrden.

Bearbeiten Turnierplan 2009

Datum Turnier Ort Kategorie Bodenbelag ResultatÂč
01.01.2009 – 03.01.2009 Capitala World Tennis Championship Abu Dhabi (UAE) Einladungsturnier Hartplatz Halbfinale
05.01.2009 - 11.01.2009 Qatar ExxonMobil Open Doha (QAT) ATP 250 Series Hartplatz (Halbfinale)
14.01.2009 – 17.01.2009 AAMI Classic Kooyong (AUS) Einladungsturnier Hartplatz
19.01.2009 – 01.02.2009 Australian Open Melbourne (AUS) Grand Slam Hartplatz
23.02.2009 - 01.03.2009 Barclays Dubai Tennis Championships Dubai (UAE) ATP 500 Series Hartplatz
09.03.2009 - 22.03.2009 Pacific Life Open Indian Wells (USA) ATP 1000 Series Hartplatz
23.03.2009 - 05.04.2009 Sony Ericson Open 2009 Miami (USA) ATP 1000 Series Hartplatz
13.04.2009 - 19.04.2009 Monte-Carlo Rolex Masters Monte Carlo (MON) ATP 1000 Series Sand
27.04.2009 - 03.05.2009 Internazionali BNL d'Italia 2009 Rom (ITA) ATP 1000 Series Sand
11.05.2009 - 17.05.2009 Mutua Madrilena Masters 2009 Madrid (ESP) ATP 1000 Series Sand
24.05.2009 - 07.06.2009 French Open Paris (FRA) Grand Slam Sand
08.06.2009 - 14.06.2009 Gerry Weber Open Halle (GER) ATP 250 Series Rasen
22.06.2009 - 05.07.2009 Wimbledon Wimbledon (ENG) Grand Slam Rasen
10.08.2009 - 16.08.2009 Rogers Cup 2009 Montreal (CAN) ATP 1000 Series Hartplatz
17.08.2009 - 23.08.2009 Western & Southern Financial Group Masters 2009 Cincinnati (USA) ATP 1000 Series Hartplatz
31.08.2009 - 13.09.2009 US Open New York (USA) Grand Slam Hartplatz
05.10.2009 - 11.10.2009 AIG Japan Open Tennis Championships 2009 Tokio (JPN) ATP 500 Series Hartplatz
12.10.2009 - 18.10.2009 Shanghai Masters presented by Rolex Shanghai (CHN) ATP 1000 Series Hartplatz (i)
02.11.2009 - 08.11.2009 Davidoff Swiss Indoors Basel (SUI) ATP 500 Series Hartplatz (i)
09.11.2009 - 15.11.2009 BNP Paribas Masters Paris (FRA) ATP 1000 Series Hartplatz (i)
23.11.2009 - 29.11.2009 Barclays ATP World Tour Finals 2009 London (GBR) ATP World Tour Finals Hartplatz (i)

Âč Turnierresultate in Klammern bedeuten, dass der Spieler das Turnier noch nicht beendet hat und zeigt seinen aktuellen Turnierstatus an. Nach dem Turnierende fĂŒr den Spieler wird die Einklammerung entfernt.

Bearbeiten Persönliches

Roger Federer in Ohio 2008

Roger Federer, der Sohn eines Schweizers und einer SĂŒdafrikanerin, wuchs in MĂŒnchenstein auf, einem Vorort von Basel. Mit der Herkunft seiner Mutter hĂ€nge gemĂ€ss Federer [51] auch die englische Aussprache seines Vornamens zusammen, die damit nicht der in der Schweiz sonst ĂŒblichen französischen Aussprachsvariante entspricht. Federer spricht drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Französisch) fliessend und kann deshalb in Pressekonferenzen und Interviews problemlos zwischen den einzelnen Sprachen wechseln.

Partnerin ist seine Landsfrau Miroslava (Mirka) Vavrinec, eine ehemalige Profi-Tennisspielerin, die ihre Karriere 2002 wegen einer Fussverletzung beenden musste. Die beiden lernten sich am Rande der Olympischen Spiele 2000 in Sydney kennen.

Roger Federer liess sich aus medizinischen GrĂŒnden militĂ€rdienstuntauglich erklĂ€ren.[52] Dies fĂŒhrte zu einigen Diskussionen in der Schweizer Öffentlichkeit, da in der Schweiz immer noch eine Mehrheit der MĂ€nner eines Jahrganges (2006: 65 %) militĂ€rdiensttauglich ist.

Im Dezember 2003 grĂŒndete Federer eine Stiftung, die Hilfsprojekte fĂŒr Kinder finanziell unterstĂŒtzt, hauptsĂ€chlich in SĂŒdafrika, dem Heimatland seiner Mutter. Zudem war Federer auch sehr stark in die Tsunami-Hilfsprojekte nach der Katastrophe im Dezember 2004 involviert und spielte eine Reihe von Benefiz-Turnieren zur UnterstĂŒtzung der Betroffenen. Im April 2006 wurde Roger Federer als erster Schweizer zum UNICEF-Botschafter ernannt. Wegen dieses ehrenamtlichen Engagements wurde er 2006 von Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet.

Federer interessiert sich auch sehr fĂŒr den lokalen Fussball; er ist Fan des FC Basel und der Schweizer Nationalmannschaft. Er wohnt in der Gemeinde Wollerau, Kanton Schwyz.

Bearbeiten Auszeichnungen

In seiner bisherigen Karriere hat Federer eine Reihe von Auszeichnungen erhalten, unter anderem wurde er von der ATP zum Spieler der Jahre 2004, 2005, 2006 und 2007 ernannt. Zudem wurde er viermal zum Weltsportler des Jahres ernannt (2005, 2006, 2007 und 2008), was vor ihm noch keinem Sportler gelungen ist. In seinem Heimatland wurde Federer viermal zum Schweizer Sportler des Jahres (2003, 2004, 2006, 2007) gewĂ€hlt. DarĂŒber hinaus gewann er mit Stanislas Wawrinka im Jahr 2008 in der Wertung Team des Jahres. 2003 wurde er Schweizer des Jahres. Die Schweizerische Post widmete Federer 2007 als erster lebenden Persönlichkeit eine Sonderbriefmarke.[53]

Bearbeiten Rekorde

Rekord-Grand-Slam-Sieger im Herrentennis (Einzel)
Rang Tennisspieler Anzahl
1. Vereinigte Staaten Pete Sampras 14
2. Schweiz Roger Federer 13
3. Australien Roy Emerson 12
4. Schweden Björn Borg 11
Australien Rod Laver 11
6. Vereinigte Staaten Bill Tilden 10
Stand: 8. September 2008

Grand-Slam-Turniere

  • Roger Federer ist neben Richard Sears (in den 1880er Jahren) der einzige Spieler in der Tennisgeschichte, der im Einzel seine ersten sieben Grand-Slam-Finals gewinnen konnte. Diese Serie endete bei den French Open 2006.
  • Er ist der einzige Spieler, der dreimal in seiner Karriere drei Grand-Slam-Turniere in einer Saison gewann (2004, 2006, 2007).
  • Federer ist der erste Spieler, der drei verschiedene Grand-Slam-Turniere mindestens dreimal gewinnen konnte (Melbourne dreimal, New York fĂŒnfmal, Wimbledon fĂŒnfmal). Zudem ist der Schweizer der einzige Spieler, der zwei unterschiedliche Grand-Slam-Turniere jeweils fĂŒnfmal in Serie gewinnen konnte (Wimbledon 2003-2007, US Open 2004-2008).
  • Der Schweizer hĂ€lt den Rekord fĂŒr die meisten aufeinanderfolgenden Halbfinalteilnahmen bei Turnieren dieser Kategorie (18 – Serie dauert noch an). Dabei konnte er zehnmal in Folge (Wimbledon 2005 - US Open 2007) auch das jeweilige Finale erreichen, womit Federer der einzige Spieler ist, dem es gelang in zwei aufeinanderfolgenden Jahren (2006 und 2007) alle vier Grand-Slam-Finals zu erreichen.
  • Bei den Australian Open 2007 wurde Federer zum ersten Spieler seit Björn Borg in Paris 1980, der ein Grand-Slam-Turnier ohne Satzverlust gewinnen konnte. Durch den Gewinn der ersten vier Runden bei den darauffolgenden French Open ohne Satzverlust stellte er John McEnroes Rekord aus dem Jahr 1984 fĂŒr elf gewonnene Partien in Folge ohne Satzverlust bei Grand-Slam-Turnieren ein. Dabei konnte er mit 36 gewonnenen Grand-Slam-SĂ€tzen in Folge einen weiteren Rekord aufstellen.

Tennis Masters Series

  • In der 1990 als Tennis Masters Series eingefĂŒhrten Turnierserie hĂ€lt Federer ebenfalls wichtige Rekorde. So konnte er 2005 als erster Spieler ĂŒberhaupt vier Turniere dieser Kategorie in einer Saison gewinnen. Dies gelang ihm in der darauffolgenden Saison erneut.
  • Das Double aus den Turnieren in Indian Wells und Miami gewann Federer als bisher einziger Spieler zweimal hintereinander.
  • Bei den vier nordamerikanischen Turnieren (Indian Wells, Miami, Kanada und Cincinnati) trug sich Federer als dritter Spieler nach Andre Agassi und Michael Chang in jede der vier Siegerlisten mindestens einmal ein.

Tennis Masters Cup

  • Federer ist der erste Spieler seit Ivan Lendl (1987–88), der den Tennis Masters Cup zwei Jahre hintereinander ohne Matchverlust gewinnen konnte.
  • 2005 war er der erste Spieler, der in einem Spiel beim Tennis Masters Cup seinen Gegner mit dem Resultat von 6:0 und 6:0 bezwingen konnte. Der Gegner war GastĂłn Gaudio im Halbfinale des Turniers.
Rekord-Weltranglistenerste im Herrentennis (Einzel)
Rang Tennisspieler Wochen
1. Vereinigte Staaten Pete Sampras 286
2. Tschechoslowakei Ivan Lendl 270
3. Vereinigte Staaten Jimmy Connors 268
4. Schweiz Roger Federer 237
5. Vereinigte Staaten John McEnroe 170
Stand: 11. August 2008

Weltrangliste

  • Sowohl im ATP Ranking als auch im ATP Champions Race hĂ€lt Federer zahlreiche Rekorde. So erzielte Federer die Bestmarke fĂŒr die meisten Punkte am Saisonende in beiden Wertungssystemen. Im Champions Race kam er 2006 auf 1674 Punkte, im ATP Ranking auf 8370. Diese 8370 Punkte bilden zudem die höchste Punktzahl, die je von einem Spieler in dieser Weltrangliste erreicht wurde. Zuvor hatte Federer als erster Spieler seit EinfĂŒhrung des Wertungssystems bereits die Marken von 7000 und 8000 Punkten ĂŒberschritten.
  • Am 26. Februar 2007 brach Federer den bisherigen Rekord von Jimmy Connors der Anzahl der ununterbrochenen Wochen an der Spitze der Weltrangliste (160 Wochen, 1974–1977) sowie am 27. August 2007 ebenfalls Steffi Grafs Rekord von 186 ununterbrochenen Wochen. Federer konnte diesen Rekord bis zum 18. August 2008 auf 237 Wochen ausbauen.

Siegesserien

In seiner bisherigen Karriere konnte Federer eine Reihe von Siegesserien in verschiedenen Bereichen vorweisen.

  • So feierte Federer 26 Siege in Folge gegen Gegner aus den Top-10 der Weltrangliste (2003–2005).
  • Federer hĂ€lt ebenso den Open-Era-Rekord fĂŒr die meisten Finalsiege in Folge (24, die Serie endete 2005).
  • Auf Rasen und auf Hartplatz hĂ€lt der Schweizer die Rekorde fĂŒr die lĂ€ngsten Siegesserien, auf Hartplatz mit 56 Siegen (2005 bis 2006), auf Rasen mit 65 Siegen in Folge (2003–2008).

Sonstige Rekorde

  • In der Saison 2006 brach Federer die alte Bestmarke von Pete Sampras an gewonnenen Preisgeldern im Verlauf einer Saison. So kam Federer insgesamt auf 8.343.885 US-Dollar, Sampras' voriger Rekord stand bei 6.498.311 US-Dollar in der Saison 1997. In der Saison 2007 konnte Federer seinen eigenen Rekord noch einmal deutlich auf 10'130'620 US-Dollar steigern. Im Oktober 2008 ĂŒberholte Federer Sampras ebenfalls mit der Summe der gewonnen Preisgelder und steht nun an der Spitze der Preisgeldrekordliste.
  • Roger Federer ist ebenfalls der erste Spieler der Open Era, der zehn oder mehr Turniere in drei aufeinander folgenden Jahren (2004, 2005 und 2006) gewinnen konnte. Diese in den Jahren 2004–2006 gewonnenen 34 Einzeltitel bedeuten ebenfalls Rekord.
  • Mit einer Siegesquote von 94,3 % und einer Turniergewinnquote von 69,4 % kann Federer zudem zwei historische Höchstquoten fĂŒr eine solche Zeitspanne von drei Jahren vorweisen.
  • Bei 16 von 17 gespielten Turnieren das Finale zu erreichen (94,1 %, Saison 2006) ist ebenfalls eine neue Bestmarke.

Bearbeiten Turniersiege

Bearbeiten Einzel (57)

Anzahl von Turniersiegen und Finalteilnahmen bei unterschiedlichen Turnieren und PlatzbelÀgen
Siege Finalteilnahmen
Turnierkategorien* PlatzbelÀge Turnierkategorien* PlatzbelÀge
Grand Slam (13) Hartplatz (38) Grand Slam (17) Hartplatz (43)
ATP World Tour Final (4) Rasen (10) ATP World Tour Final (5) Rasen (11)
ATP Masters 1000 Series (14) Sand (7) ATP Masters 1000 Series (23) Sand (17)
ATP 500 Series (8) Teppich (2) ATP 500 Series (10) Teppich (7)
ATP 250 Series (18) ATP 250 Series (23)
Detaillierte Darstellung der Turniersiege
Nr. Datum Gewonnenes Turnier Platzbelag Finalgegner Endergebnis
1. 4. Februar 2001 Mailand Teppich (i) Frankreich Julien Boutter 6:4, 6:7, 6:4
2. 13. Januar 2002 Sydney Hartplatz Argentinien Juan Ignacio Chela 6:3, 6:3
3. 19. Mai 2002 Hamburg Masters Sand Russland Marat Safin 6:1, 6:3, 6:4
4. 13. Oktober 2002 Wien Hartplatz (i) Tschechien Jiƙí NovĂĄk 6:4, 6:1, 3:6, 6:4
5. 16. Februar 2003 Marseille Hartplatz (i) Schweden Jonas Björkman 6:2, 7:6
6. 2. MĂ€rz 2003 Dubai Hartplatz Tschechien Jiƙí NovĂĄk 6:1, 7:6
7. 4. Mai 2003 MĂŒnchen Sand Finnland Jarkko Nieminen 6:1, 6:4
8. 15. Juni 2003 Halle Rasen Deutschland Nicolas Kiefer 6:1, 6:3
9. 6. Juli 2003 Wimbledon Rasen Australien Mark Philippoussis 7:6, 6:2, 7:6
10. 12. Oktober 2003 Wien Hartplatz (i) Spanien Carlos Moya 6:3, 6:3, 6:3
11. 16. November 2003 Tennis Masters Cup Hartplatz Vereinigte Staaten Andre Agassi 6:3, 6:0, 6:4
12. 1. Februar 2004 Australian Open Hartplatz Russland Marat Safin 7:6, 6:4, 6:2
13. 7. MĂ€rz 2004 Dubai Hartplatz Spanien Feliciano LĂłpez 4:6, 6:1, 6:2
14. 21. MĂ€rz 2004 Indian Wells Masters Hartplatz Vereinigtes Königreich Tim Henman 6:3, 6:3
15. 16. Mai 2004 Hamburg Masters Sand Argentinien Guillermo Coria 4:6, 6:4, 6:2, 6:3
16. 13. Juni 2004 Halle Rasen Vereinigte Staaten Mardy Fish 6:0, 6:3
17. 5. Juli 2004 Wimbledon Rasen Vereinigte Staaten Andy Roddick 4:6, 7:5, 7:6, 6:4
18. 11. Juli 2004 Gstaad Sand Russland Igor Andreev 6:2, 6:3, 5:7, 6:3
19. 1. August 2004 Canada Masters Hartplatz Vereinigte Staaten Andy Roddick 7:5, 6:3
20. 12. September 2004 US Open Hartplatz Australien Lleyton Hewitt 6:0, 7:6, 6:0
21. 3. Oktober 2004 Bangkok Hartplatz (i) Vereinigte Staaten Andy Roddick 6:4, 6:0
22. 21. November 2004 Tennis Masters Cup Hartplatz Australien Lleyton Hewitt 6:3, 6:2
23. 9. Januar 2005 Doha Hartplatz Kroatien Ivan Ljubičić 6:3, 6:1
24. 20. Februar 2005 Rotterdam Hartplatz (i) Kroatien Ivan Ljubičić 5:7, 7:5, 7:6
25. 27. Februar 2005 Dubai Hartplatz Kroatien Ivan Ljubičić 6:1, 6:7, 6:3
26. 20. MĂ€rz 2005 Indian Wells Masters Hartplatz Australien Lleyton Hewitt 6:2, 6:4, 6:4
27. 3. April 2005 Miami Masters Hartplatz Spanien Rafael Nadal 2:6, 6:7, 7:6, 6:3, 6:1
28. 15. Mai 2005 Hamburg Masters Sand Frankreich Richard Gasquet 6:3, 7:5, 7:6
29. 12. Juni 2005 Halle Rasen Russland Marat Safin 6:4, 6:7, 6:4
30. 3. Juli 2005 Wimbledon Rasen Vereinigte Staaten Andy Roddick 6:2, 7:6, 6:4
31. 21. August 2005 Cincinnati Masters Hartplatz Vereinigte Staaten Andy Roddick 6:3, 7:5
32. 11. September 2005 US Open Hartplatz Vereinigte Staaten Andre Agassi 6:3, 2:6, 7:6, 6:1
33. 2. Oktober 2005 Bangkok Hartplatz (i) Vereinigtes Königreich Andy Murray 6:3, 7:5
34. 8. Januar 2006 Doha Hartplatz Frankreich GaĂ«l Monfils 6:3, 7:6
35. 29. Januar 2006 Australian Open Hartplatz Republik Zypern Marcos Baghdatis 5:7, 7:5, 6:0, 6:2
36. 19. MĂ€rz 2006 Indian Wells Masters Hartplatz Vereinigte Staaten James Blake 7:5, 6:3, 6:0
37. 2. April 2006 Miami Masters Hartplatz Kroatien Ivan Ljubičić 7:6, 7:6, 7:6
38. 18. Juni 2006 Halle Rasen Tschechien TomĂĄĆĄ Berdych 6:0, 6:7, 6:2
39. 9. Juli 2006 Wimbledon Rasen Spanien Rafael Nadal 6:0, 7:6, 6:7, 6:3
40. 13. August 2006 Canada Masters Hartplatz Frankreich Richard Gasquet 2:6, 6:3, 6:2
41. 10. September 2006 US Open Hartplatz Vereinigte Staaten Andy Roddick 6:2, 4:6, 7:5, 6:1
42. 8. Oktober 2006 Tokio Hartplatz Vereinigtes Königreich Tim Henman 6:3, 6:3
43. 22. Oktober 2006 Madrid Masters Hartplatz (i) Chile Fernando GonzĂĄlez 7:5, 6:1, 6:0
44. 29. Oktober 2006 Basel Teppich (i) Chile Fernando GonzĂĄlez 6:3, 6:2, 7:6
45. 19. November 2006 Tennis Masters Cup Hartplatz (i) Vereinigte Staaten James Blake 6:0, 6:3, 6:4
46. 28. Januar 2007 Australian Open Hartplatz Chile Fernando GonzĂĄlez 7:6, 6:4, 6:4
47. 3. MĂ€rz 2007 Dubai Hartplatz Russland Mikhail Youzhny 6:4, 6:3
48. 20. Mai 2007 Hamburg Masters Sand Spanien